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OstalbMobil – offiziell: landkreisweite Fahrpreiskooperation OstalbMobil – ist eine seit dem 9. Dezember 2007 bestehende Kooperation des Ostalbkreises und allen Verkehrsunternehmen im Ostalbkreis. OstalbMobil ist kein echter Verkehrsverbund mit durchgängigem Tarifverbund. Es besteht keine Verbundgesellschaft, verantwortlich ist das Landratsamt des Ostalbkreises in Aalen.
Inhaltsverzeichnis |
Die im folgenden aufgeführten Verkehrskooperationen – welche bereits zuvor bestanden – blieben davon weitgehend unangetastet. Lediglich innerhalb der VGA wurde der vormalige Gemeinschaftstarif zugunsten des OstalbMobil-Tarifs komplett aufgegeben. Die VGA ist seither nur noch für die Fahrplankoordinierung in ihrem Gebiet zuständig.
| FahrBus Ellwangen | zuständig für das Gebiet rund um Ellwangen (Jagst) |
| FahrBus Gmünd | zuständig für das Gebiet des Altkreises Schwäbisch Gmünd |
| Verkehrsgemeinschaft Aalen (VGA) | zuständig für das Gebiet des Altkreises Aalen, ausgenommen das Gebiet rund um Ellwangen (Jagst) |
| Haustarif der Deutschen Bahn AG | bundesweit gültig, siehe auch Preissystem der Deutschen Bahn |
Prinzipiell haben die Fahrgäste im Ostalbkreis somit seit der Einführung von OstalbMobil die Möglichkeit zwischen den Haustarifen der Verkehrsunternehmen bzw. dem Tarif der DB und dem neuen OstalbMobil-Tarif zu wählen. Im Gegensatz zu den bisherigen Tarifen kann nun mit einem Fahrschein zum OstalbMobil-Tarif im gesamten Landkreis beliebig zwischen Bussen und Bus und Zug bzw. umgekehrt umgestiegen werden, ohne dass dazu ein zweiter oder dritter Fahrschein gelöst werden muss. Auf den meisten Relationen ist es auch günstiger den OstalbMobil-Tarif zu wählen.
Die ursprünglich schon für August 2006 geplante Einführung eines Verbundtarifs im Ostalbkreis wurde mehrfach verschoben, zuerst wegen wettbewerbsrechtlicher Komplikationen bei der Ausschreibung von Fahrscheindruckern[1], danach wegen Verzögerungen bei der Entwicklung neuer Chipkarten und Lesegeräte.[2] Der Name OstalbMobil wurde danach festgelegt.
Der OstalbMobil - Tarif erstreckt sich über eine Fläche von 1.512 km² und liegt damit flächenmäßig betrachtet im Mittelfeld der baden-württembergischen Verbundtarife, im Tarifgebiet leben rund 311.000 Einwohner. Für die Fahrplangestaltung, Abstimmung zwischen Bus und Bahn bzw. Bus und Bus sowie bei Beschwerden zu Verkehrsfragen sind die beteiligten Verkehrsunternehmen bzw. Kooperationen zuständig.
Insgesamt wurden durch die Gründung von OstalbMobil alle 20 Betreiber von Buslinien im Ostalbkreis tariflich vereinigt. Ebenfalls in den neuen Verbundtarif integriert wurde der bisher auf den Eisenbahnstrecken im Landkreis (Remsbahn, Brenzbahn, Obere Jagstbahn und Riesbahn) gültige Eisenbahntarif der DB Regio AG (bundesweit gültiger Haustarif der Deutschen Bahn AG). Fahrgäste, die auf ihrer Fahrstrecke nur Züge benützen, können jedoch auch bei Fahrten innerhalb des Verbundgebiets zwischen dem OstalbMobil-Tarif und dem Haustarif der DB AG wählen. Dadurch ist die BahnCard im DB-Verkehr innerhalb von OstalbMobil weiterhin gültig. Der auf der InterCity-Linie Karlsruhe–Stuttgart–Schwäbisch Gmünd–Aalen–Ellwangen–Crailsheim–Nürnberg geltende Fernverkehrstarif von DB Fernverkehr bleibt vom OstalbMobil-Tarif gänzlich unberührt.
Das Verbundgebiet von OstalbMobil ist in 205 Zonen eingeteilt. Die Zoneneinteilung wurde im Wesentlichen von den bestehenden Verkehrsgemeinschaften FahrBus Gmünd, Verkehrsgemeinschaft Aalen und FahrBus Ellwangen übernommen. Die Zugehörigkeit der jeweiligen Teilgebiete ist anhand der unterschiedlichen Nummerngruppen der OstalbMobil-Tarifzonen gut zu erkennen. An insgesamt acht Stellen wird das OstalbMobil-Tarifgebiet durch Übergangstarifgebiete erweitert, diese bestehen nach Matzenbach, Stimpfach und Bühlertann im Landkreis Schwäbisch Hall, nach Nördlingen und Dinkelsbühl in Bayern, nach Maitis und Weißenstein im Landkreis Göppingen und nach Alfdorf im Rems-Murr-Kreis.
OstalbMobil bietet den Fahrgästen ein Chipkartensystem als Zahlungsmittel an, mit dem 20 % Rabatt auf Einzelfahrten gewährt werden. Sie basiert auf der VDV-Kernapplikation. Diese Karte soll zukünftig auch in den Nachbarverbunden KreisVerkehr Schwäbisch Hall und Heilbronner Verkehrsverbund eingesetzt werden können; in weiterer Zukunft in ganz Deutschland. Aufgrund dieser Vorreiterrolle beteiligt sich das Land Baden-Württemberg neben den laufenden Kosten auch an den Investitionskosten mit 1,13 Millionen Euro.[3][4]
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