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| Wien Südbahnhof–Budapest Keleti pályaudvar
<tr><td valign="top">Kursbuchstrecke (ÖBB):</td><td>700</td></tr><tr><td valign="top">Streckennummer:</td><td>118 01</td></tr><tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>67,4 km</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>1435 mm (Normalspur)</td></tr><tr><td valign="top">Stromsystem:</td><td>15 kV 16,7 Hz ~ | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Ostbahn (früher auch Wien-Raaber Bahn) von Wien südlich der Donau nach Ungarn ist Teil der europäischen Eisenbahnmagistrale Paris–München–Wien–Budapest–Bukarest bzw. –Belgrad–Sofia–Istanbul.
Inhaltsverzeichnis |
Um das Verkehrsangebot gegenüber der nur bedingt schiffbaren Donau zu verbessern, beauftragte der Unternehmer Baron Georg Simon von Sina den Experten Matthias Schönerer mit den Planungen für eine Eisenbahn von Wien über Schwechat und Bruck an der Leitha (hier verlief bis 1921 die Grenze zwischen Niederösterreich und Ungarn) nach Raab (Györ) mit einer Abzweigung in das bis 1918 ungarische Pressburg (Pozsony). Ebenso plante er eine weitere Strecke von Wien über Wiener Neustadt und Ödenburg nach Raab. 1836 beantragte Sina für diese Strecken bei der k.k. Regierung die Bewilligung für Vorarbeiten.
Am 2. Jänner 1838 erhielt Sina eine vorläufige Baugenehmigung für die beantragten Bahnstrecken, aber kein ausschließliches Privileg. Daraufhin kam es am 20. März 1838 zur Gründung der Wien-Raaber Eisenbahn-Gesellschaft, von deren 12,5 Mio. Gulden Aktienkapitel 8,5 Mio. in der Hand Sinas waren. Die ursprünglich vorgeschlagene Benennung Kaiser–Ferdinand–Südbahn wurde von der Regierung abgelehnt (seit 1837 gab es bereits die Kaiser-Ferdinand-Nordbahn).
Während der Bau der südlichen Strecke zügig in Angriff genommen wurde, wurden die Bauarbeiten von Wien nach Bruck an der Leitha nach dem Baubeginn 1840 nur langsam vorangetrieben. Grund dafür waren seit 1839 bestehende Pläne für eine konkurrierende Bahnstrecke, die spätere Ungarische Zentralbahn von Pest nach Pressburg mit einer Abzweigung nach Gänserndorf in Niederösterreich an der bereits bestehenden Nordbahn. Initiator dieses Projektes war der Bankier Salomon Rothschild, ein Konkurrent Sinas. Obwohl bereits 15 km Unterbau der Ostbahn fertiggestellt waren, stellte Sina 1842, weil er wegen der aufgetauchten Konkurrenz die erwartete Rendite schwinden sah, den Antrag auf Ablösung des Bahnbaus durch den Staat. Die k.k. Regierung lehnte es jedoch ab, die Strecke auf eigene Kosten weiterzubauen. Stattdessen entzog die k.k. Regierung Sina die Konzession für den Bahnbau nach Ungarn und beauftragte seine Aktiengesellschaft, die in Wien-Gloggnitzer Eisenbahn-Gesellschaft umbenannt wurde, mit dem Südbahnprojekt.
Da die Arbeiten an der Ungarischen Zentralbahn aber doch nicht planmäßig begonnen wurden, stellte Sina 1844 erneut ein Konzessionsgesuch. Am 4. Februar 1844 erhielt er neuerlich die Konzession für den Bau der Strecke Wien–Bruck an der Leitha sowie für die Strecke Wiener Neustadt–Katzelsdorf. 1845 wurden die Bauarbeiten nach Bruck an der Leitha wieder aufgenommen, und am 12. September 1846 wurde die Strecke von Wien nach Bruck eröffnet.
Da 1853 die Strecken Wien–Gloggnitz, Mödling–Laxenburg und Wiener Neustadt–Katzelsdorf durch die k.k. südliche Staatsbahn übernommen wurden, benannte sich die Gesellschaft wieder in Wien-Raaber Eisenbahn-Gesellschaft um.
Die Bahn nahm ihren Anfang beim Raaber Bahnhof in Wien, der (mit einem rechten Winkel zwischen den beiden Gebäuden) direkt neben dem Gloggnitzer Bahnhof lag. 1870 wurde an Stelle des Raaber Bahnhofs der Staatsbahnhof, ab 1918 Ostbahnhof erbaut und aus dem Gloggnitzer Bahnhof wurde der alte Südbahnhof. Nach Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wurden die beiden Bahnhöfe in einem gemeinsamen Gebäude neu errichtet, das den Namen Südbahnhof trug (womit die reale Bedeutung der beiden Bahnstrecken in den Jahren 1945–1990 verdeutlicht wird). Dieser dritte und letzte Südbahnhof, der 2010 abgerissen wurde und funktional ab 2012 durch den neuen Hauptbahnhof ersetzt wird, verdankte dieser Zusammenlegung zweier Bahnhöfe seine eigentümliche Gleisanordnung: In Tieflage verläuft die Stammstrecke der Wiener S-Bahn (die hier nach wie vor eine Haltestelle Südbahnhof hat), im ersten Obergeschoß fand man die Bahnsteige der so genannten Ostseite (für die Ostbahn, die derzeit von einem Südbahnhof (Ostseite) genannten Provisorium abfährt), im zweiten Obergeschoß, im rechten Winkel dazu, die Bahnsteige der Südbahn. (Gleisverbindungen zwischen den beiden Bahnen verliefen diagonal am äußeren Rand des gemeinsamen Betriebsgeländes.) In Favoriten, dem vom Zentrum Wiens aus gesehen hinter dem Bahnhof gelegenen 10. Wiener Gemeindebezirk, findet sich zur Erinnerung an den ursprünglichen Namen die Raaber-Bahn-Gasse.
Diese Nähe von Süd- und Ostbahn führte auch immer wieder zu Verwechslungen. Ursprünglich hätte die Eisenbahnverbindung in den Süden nach Triest entlang des Alpenostrandes über Teile der Ostbahn erfolgen sollen. Dies wurde jedoch von der k.k. Regierung nicht gewünscht, da sie sich von einer Verbindung durch die Mur-Mürz-Furche in der Steiermark Vorteile für die dort ansässige Schwerindustrie versprach. Einzig die Berglandschaft des Semmerings war noch ein Hindernis, das aber Carl Ritter von Ghega mit dem Bau der 1854 eröffneten Semmeringbahn behob.
Heute ist die Route der Ostbahn bzw. die Umfahrung der östlichen Ausläufer der Alpen über Ungarn für eine leistungsstarke Güterverkehrsverbindung zwischen Wien und der Adria vereinzelt wieder im Gespräch. Man könnte die kurvenreiche und daher langsam zu befahrende Semmeringstrecke mit ihren Steigungen vermeiden und den regional umstrittenen Semmeringbasistunnel einsparen. Die Verkehrspolitik der österreichischen Regierung geht aber auf diese Alternative nicht ein.
1855 wurde die Raaber Bahn mit der (trotz des Namens privaten) Staats-Eisenbahn-Gesellschaft fusioniert. Diese errichtete die „nördlichen Linien“ über Stadlau und Marchegg nach Pressburg (Pozsony, heute Bratislava) (Marchegger Ostbahn) sowie über Mistelbach und Laa an der Thaya nach Brünn (Laaer Ostbahn) (seit 1945 an der Staatsgrenze bei Laa unterbrochen). – Der alte Name lebt in lokalen Bezeichnungen fort, so z. B. in der Staatsbahnstraße in Laa an der Thaya.
Die österreichische Ostbahn wurde vom heute legendären Orientexpress befahren. Vor dem Ersten Weltkrieg, in der Zwischenkriegszeit und 1945–1951 erfolgte dies von Wien aus auf der Marchegger Ostbahn nach Pressburg, von wo aus die Strecke am linken, nördlichen Donauufer nach Budapest verlief. Ab 1951 verkehrte der Luxuszug auf der ehemaligen Raaber Bahn, womit nicht mehr über Pressburg, sondern über Bruck an der Leitha am rechten, südlichen Donauufer nach Budapest gefahren wurde.
Die Wien-Raaber-Bahn richtete ihre eigene Maschinenfabrik, die spätere Lokomotivfabrik der StEG, ein; sie war die erste Lokomotivfabrik Österreichs. Unter der Leitung von John Haswell entwarf und lieferte die Fabrik die meisten Lokomotiven für die Raaber Bahn. Sie zählen entwicklungsgeschichtlich zu den ältesten Lokomotiven Österreichs:
Die Strecken der Ostbahn gehören teilweise zum Netz der S-Bahn Wien, alle Strecken gehören zum Verkehrsverbund Ost-Region. Die Ostbahn beginnt am Wiener Südbahnhof (Ostseite). Nach wenigen Kilometern gabelt sich die Strecke kurz vor dem Bahnhof Simmering Ostbahn:
Wenn man heute in Österreich über die Ostbahn spricht, ist diese Strecke, die ehemalige Raaber Bahn, gemeint: Die Strecke verlässt bei Kledering das Wiener Stadtgebiet und verläuft über Himberg und Gramatneusiedl, wo eine Verbindung über Ebenfurth nach Wiener Neustadt abzweigt, nach Bruck an der Leitha. Im folgenden Bahnhof Parndorf zweigt einerseits die Strecke nach Neusiedl am See (und weiter entlang des Neusiedler Sees nach Eisenstadt und Sopron bzw. die Neusiedler Seebahn durch den Seewinkel) und andererseits die Verbindung nach Pressburg/Bratislava über Petržalka ab. Nach Nickelsdorf verlässt die Hauptstrecke Österreich (die ungarische Grenzstation ist Hegyeshalom). Die Grenzkontrollen wurden Ende 2007 aufgelassen.
Die Strecke ist eingleisig und nicht elektrifiziert. Sie wurde ursprĂĽnglich bis Hainburg an der Donau gefĂĽhrt und band diese Stadt damit schon lang vor dem Bau der Pressburger Bahn, einer von Wien ausgehenden Lokalbahn, ab 1886 an das Bahnnetz an. Derzeit wird die Zweigbahn nur noch bis zur AB Mars Austria bei km 2,621 gefĂĽhrt. Von km 3,900 bis 13,300 wurde im September 2011 eine Draisinenstrecke fĂĽr Touristen eingerichtet.
| Zweigstrecke Bruck a. d. Leitha-West–Petronell-Carnuntum
<tr><td valign="top">Kursbuchstrecke (ÖBB):</td><td>--</td></tr><tr><td valign="top">Streckennummer:</td><td>193 01</td></tr><tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>14,2 km</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>1435 mm (Normalspur)</td></tr><tr><td valign="top">Maximale Neigung:</td><td> 16 ‰</td></tr><tr><td valign="top">Minimaler Radius:</td><td>196 m</td></tr><tr><td valign="top">Höchstgeschwindigkeit:</td><td>40 km/h</td></tr> | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Strecke ist eingleisig und elektrifiziert. Sie war ab 1945 an der Staatsgrenze bei Kittsee (AT) / Petržalka (SK) unterbrochen. Am 15. Dezember 1998 wurde die durchgehende Bahnverbindung wieder eröffnet. Heute wird sie im Personenverkehr Wien–Bratislava stündlich bedient.
| Zweigstrecke Parndorf–Bratislava-Petržalka
<tr><td valign="top">Kursbuchstrecke (ÖBB):</td><td>701</td></tr><tr><td valign="top">Streckennummer:</td><td>194 01</td></tr><tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>24,8 km</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>1435 mm (Normalspur)</td></tr><tr><td valign="top">Stromsystem:</td><td>15 kV, 16 2/3 Hz ~</td></tr><tr><td valign="top">Maximale Neigung:</td><td> 13 ‰</td></tr><tr><td valign="top">Minimaler Radius:</td><td>920 m</td></tr><tr><td valign="top">Höchstgeschwindigkeit:</td><td>160 km/h</td></tr> | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Ast wendet sich noch auf Wiener Stadtgebiet in Simmering in rechtem Winkel nach Nordosten, ĂĽberquert den Prater (Anschluss an die Donauuferbahn) und die Donau ĂĽber die Stadlauer BrĂĽcke und gabelt sich bei Stadlau neuerlich.
siehe Hauptartikel Marchegger Ostbahn
Diese Strecke verläuft in annähernd östlicher Richtung schnurgerade über Obersiebenbrunn/Leopoldsdorf durch das Marchfeld nach Marchegg, wo sie auf einer Brücke den Grenzfluss March überquert und in der Slowakei nördlich der Donau nach Pressburg/Bratislava führt. Für die früher zweigleisige Strecke bestehen Pläne, sie wieder auf zwei Gleise auszubauen und von der Station Wien Hausfeldstraße (bis dorthin verkehrt die S-Bahn) ostwärts zu elektrifizieren.
siehe Hauptartikel Laaer Ostbahn
Der andere Teil führt nach Norden ins Weinviertel. Wichtige Stationen sind Wolkersdorf, Mistelbach und der heutige Streckenendpunkt Laa an der Thaya, direkt an der Grenze zu Tschechien gelegen. Der grenzüberschreitende Verkehr nach Grusbach/Hrusovany und Brünn in Mähren kam nach 1945 durch den Eisernen Vorhang zum Erliegen; die Brücke über die Thaya ist zerstört.
Ursprünglich zweigten von den Hauptstrecken der Ostbahn diverse Nebenbahnen ab. Sie sind heute größtenteils stillgelegt.
Die Ostbahn wird mit der Fertigstellung des Lainzer Tunnels, einer unterirdischen Verbindung zwischen Westbahn, Südbahn und Donauländebahn im Westen Wiens, wesentlich besser als derzeit im Ost-West-Verkehr nutzbar sein. Der neue Wiener Hauptbahnhof soll ab 2012 ebenfalls dazu beitragen, dass der Durchgangsverkehr in der West-Ost-Relation zeitsparend abgewickelt werden kann. Das Twin-Cities-Konzept der Städte Wien und Bratislava, das auf starker wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Kooperation der beiden nur 60 km entfernten Hauptstädte beruht, sieht die intensive Nutzung der Ostbahn südlich und nördlich der Donau für den „Lokalverkehr“ zwischen den beiden Städten vor. Weiters war geplant, den Flughafen Wien, an der Pressburger Bahn gelegen, über die so genannte Götzendorfer Spange, eine Neubaustrecke, mit der Ostbahn bzw. der West-Ost-Magistrale zu verbunden; diese Pläne wurden 2012 wegen der erforderlichen Budgetkonsolidierung als vorläufig nicht finanzierbar beiseite gelegt.[1]
Paris–Straßburg | Straßburg–Appenweier | Appenweier–Bruchsal | Bruchsal–Stuttgart | Stuttgart–Augsburg | Augsburg–München | München–Rosenheim–Salzburg bzw. –Mühldorf–Salzburg | Salzburg–St. Pölten | St. Pölten–Wien | Wien–Bratislava/Budapest