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| Osttüringisch | ||
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Gesprochen in |
Thüringen, Sachsen-Anhalt | |
| Linguistische Klassifikation |
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Ostthüringisch ist ein thüringisch-obersächsischer Dialekt, der in Thüringen noch um Eisenberg und Altenburg, sowie außerhalb Thüringens um Zeitz und Hohenmölsen gesprochen wird. Das Dialektgebiet entspricht dem historischen Bistum Zeitz, der Herrschaft Eisenberg und der Burggrafschaft Altenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Dieser Dialekt verbindet die Elemente des Obersächsischen z. B. die Verwendung von u statt o (Uchse statt Ochse) sowie ein zu einem o-Laut verdumpftes a (Nose statt Nase) mit dem im Thüringischen typischen n-Abfall. Die hellen Vokale werden hingegen gar nicht verschleppt. Auffällig ist eine Verweichung der Konsonanten, besonders die ungewöhnliche Umformung k→g und g→j vor Vokalen „Gonnste jor nich.“. Dieses Phänomen setzt sich im benachbarten Nordostthüringischen und im Osterländischen fort, dort teilweise noch deutlicher ausgeprägt.
Des Weiteren gibt es als eine zusätzliche regional bedingte Sprachanpassung den altenburgischen Bauerndialekt. Die Einheimischen nennen diesen Dialekt Malchern - von Malcher (Bauer). Ein bekannter Dichter dieses Dialekts war Ernst Daube (1869-1956).
Von diesem Dialekt ist jedoch sehr wenig erhalten geblieben, da er auch nur noch von wenigen Einheimischen beherrscht und praktiziert wird. Ein Kennzeichen des altenburgischen Bauerndialekts ist die Verwendung des ha für er.
Als Malcher (von Melchior) und Marche (von Maria) werden im Altenburgischen auch die traditionell schwarzen Bauerntrachten für Bauer und Bäuerin bezeichnet[1].