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| Otricoli | ||
|---|---|---|
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Umbrien | |
| Provinz: | Terni (TR) | |
| Koordinaten: | 42° 25′ N, 12° 29′ O42.416666666712.4833333333209Koordinaten: 42° 25′ 0″ N, 12° 29′ 0″ O | |
| Höhe: | 209 m s.l.m. | |
| Fläche: | 27,3 km² | |
| Einwohner: | 1984 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 73 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 05030 | |
| Vorwahl: | 0744 | |
| ISTAT-Nummer: | 055024 | |
| Demonym: | Otricolani | |
| Schutzpatron: | San Vittore (14. Mai) | |
| Website: | Gemeinde Otricoli | |
Otricoli ist eine Gemeinde mit 1984 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der Provinz Terni in der Region Umbrien in Italien.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde erstreckt sich über ca. 28 km², die Einwohnerdichte beträgt etwa 73 Einwohner/km². Sie liegt ca. 90 km südlich von Perugia und ca. 25 km südwestlich von Terni auf einer Anhöhe neben dem Tiber. Der einzige Ortsteil der Gemeinde ist das ca. 9 km nordöstlich gelegene Poggio. Der Ort liegt an der SS 3 und wird von hier durch die Porta Maggiore begangen. Das zweite Stadttor ist die Porta San Severino, die durch die heutigen Straßen Via Vittorio Emanuele II. und Via Cavour mit dem Haupttor verbunden ist.
Die Nachbargemeinden sind Calvi dell’Umbria, Gallese (VT), Magliano Sabina (RI), Narni, Orte (VT) und Stroncone.
Erste Siedlungen entstanden auf dem heutigen Ortsgebiet im 8. Jahrhundert v. Chr. in dem Gebiet Sgorga am Ufer des Tiber. Im Jahr 308 v. Chr. hieß der Ort noch Ocriculum und war mit Rom alliiert, um deren Handel am Tiber zu unterstützen. Hier entstand der Porto dell’Olio (Ölhafen, war bis zum Ende 18. Jahrhunderts aktiv). Im römischen Bundesgenossenkrieg wurde der Ort zerstört. In der Zeit der Umbrer-Sabiner wurde das heute Ortszentrum auf den Hügel verlegt und bereits eine Stadtmauer aus Tuffstein ohne Mörtelverbindungen angelegt. Die an dem Stadttor entlangführende Via Flaminia (220 v. Chr., heute Via Roma) verstärkte den Standort als römischer Handelsposten. In den Jahren zwischen 569 und 605 litt der Ort stark unter der Besatzung der Langobarden, danach geriet die Siedlung unter den Einfluss des Kirchenstaats, dem sie sich um 1000 nach Streitigkeiten mit Narni unterwarf. Dort blieb der Ort bis 1860, als Umbrien im Zuge des Risorgimento Region Italiens wurde. 1861 wurde erstmals der Rat des Ortes gewählt, Bürgermeister (Sindaco) wurde der Graf Francesco Ruiz De Cardenas. 1943 war Otricoli Standort eines deutschen Militärkommandos, die anschließenden Bombardierungen hinterließen Schäden am Rathaus, am Casa Birelli und am Stadttor Porta Maggiore[2]. Höhepunkt der Bevölkerungsentwicklung waren die 1950er Jahre, als im Ort mehr als 2300 Personen wohnten.
Der Ort liegt am Monte San Pancrazio (1028 m) in 314 Metern Höhe und hat ca. 380 Einwohner. Poggio wird das erste Mal am 14. Aprile 1237 schriftlicht erwähnt, als Tebalduccio Dorgani di Narni einen Teil der Burg erwarb. In diesen Dokumenten wird der Ort als Castrum Podii Medii und als Poggium Moggii bezeichnet. 1276 erlangte die Stadt Narni die Herrschaft über den Ort. Erst im Jahre 1815 nach den Napoleonischen Kriegen befreite sich Poggio von der Herrschaft Narnis und wurde Teil der Gemeinde Otricoli[3].
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