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Ottfried Fischer

Ottfried Fischer (2009)

Ottfried Fischer (* 7. November 1953 in Ornatsöd) ist ein deutscher Schauspieler und Kabarettist.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft und Ausbildung

Ottfried Fischer ist auf dem Bauernhof Ornatsöd (auch Anetsöd genannt) seines Vaters Werner Fischer bei Untergriesbach (Bayerischer Wald) aufgewachsen. Sein Vater stammt aus Elisenhof (Bad Wünnenberg) im Kreis Paderborn. Er heiratete die Bayerin Maria Wagner und ist in Bayern heimisch geworden. Fischer besuchte bis zum Abitur das Maristengymnasium in Fürstenzell bei Passau. Ursprünglich sollte er nach dem Willen seines Vaters Rechtsanwalt werden. Doch nach wenigen Semestern brach er sein Rechtswissenschafts-Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab und gründete mit einigen Freunden 1976 das Münchner Hinterhoftheater, wo er selber als Kabarettist und Schauspieler auftrat.

Entdeckung und Karriere

Ottfried Fischer bei Dreharbeiten zu Pfarrer Braun mit Patrick Mölleken
Dreharbeit an Pfarrer Braun in Bamberg

1983 holte ihn der Kabarettist Werner Schneyder in seine Fernsehshow Meine Gäste und ich. Seinen ersten Soloauftritt als Kabarettist hatte er 1989 mit dem Programm Schwer ist leicht was. Fünf Jahre später gastierte er mit seinem zweiten Solo Was tun. in mehreren deutschen und österreichischen Städten.

Zwischendurch arbeitete er als Schauspieler in zahlreichen Fernsehspielen, Filmen und Fernsehserien. Franz Xaver Bogner verschaffte ihm eine erste Fernsehrolle in seiner Serie Zeit genug. 1985 gab Bogner ihm dann die Hauptrolle in der Serie Irgendwie und Sowieso und die Rolle des Felix in Zur Freiheit – der Startschuss für eine Karriere über die Grenzen Bayerns hinweg. Beim Bayerischen Rundfunk spielte Fischer in Der Schwammerlkönig. Es folgten Spielfilmrollen u. a. in Zärtliche Chaoten (1987), Ein Prachtexemplar (1989), Café Europa (1990), Go Trabi Go (1990), Das schreckliche Mädchen (1990) und Superstau (1991).

Seit vielen Jahren machte Fischer Werbung für das Möbelhaus Hiendl („Hiendl, mehr sog i ned“), seit der Übernahme durch die Möbelkette XXXLutz im Jahr 2007 für diese.

Schauspieltätigkeit

1993 spielte er an der Seite von Wolfgang Fierek in der Serie Ein Bayer auf Rügen. Mit dem Jahr 1995 begann Fischers größter Erfolg in der bis heute sehr populären Serie Der Bulle von Tölz (Sat.1 und ORF). Dort verkörpert er den Kriminalhauptkommissar Benno Berghammer, der Morde in der oberbayerischen Kleinstadt Bad Tölz aufklärt und gleichzeitig noch immer bei seiner Mutter – der Witwe Resi Berghammer (Ruth Drexel) – wohnt. Nach seiner eigenen Aussage handelt es sich bei der Serie um eine Mischung aus Krimi und Heimatfilm. 1997 wirkte er in Qualtingers Wien unter der Regie von Harald Sicheritz mit Fritz Muliar und Wolfgang Böck mit. Seit April 2003 hat er die Hauptrolle in der ARD-Reihe Pfarrer Braun (Bild). In ihr spielt er in Anlehnung an Chestertons Pater Brown den katholischen Pfarrer Braun, der mit seinem Gefolge in jeder Episode strafversetzt wird, da er an jedem neuen Ort beginnt, geheimnisvolle Morde aufzuklären. Nach Hamburg verschlug ihn die Serie Der Pfundskerl (Sat.1), in der er als Reporter mit Carol Campbell auf Verbrecherjagd ging (1999–2005).

Kabarett

Seit über 150 Sendungen moderiert er Ottis Schlachthof im Bayerischen Fernsehen. Dort interviewt er Kabarettisten nach ihren Solo-Kurzauftritten und gibt manchem Nachwuchs-Talent eine Chance zum Auftritt. 2008 hatte Ottfried Fischer mit seinem neuen Kabarettprogramm Wo meine Sonne scheint in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft Premiere. Seitdem ist er mit diesem Programm auf Tour.

Auszeichnungen

Ottfried Fischer erhielt für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen:

Politisches Engagement

Im deutschen Bundestagswahlkampf 2005 unterstützte Fischer die Regierungskoalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Für die Bundespräsidentenwahlen 2004 und die 2009 wurde er jeweils als Mitglied der Bundesversammlung bestimmt.

Privates

Anfang Februar 2008 gab Fischer seine Erkrankung an der Parkinson-Krankheit der Öffentlichkeit bekannt. Er wird u.a. am Max-Planck-Institut in München behandelt. Bereits wenige Tage danach zeigte er sich live beim Aschermittwoch der Kabarettisten mit einer Solo-Einlage. Er leitete diesen Auftritt ein mit: „Keine Angst, i mach keine Schüttelreime!

Fischer ist geschieden. Er ist Anhänger des TSV 1860 München.

Filmografie (Auswahl)

Synchronisation
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Einzelnachweise

  1. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,46194,00.html
  2. http://www.akv.de/go/presse-pressemitteilungen-details/23-pfundig-bayerisch-gut-ein-ritter-von-format-ottfried-fischer-erhaelt-62-orden-wider-den-tierischen-ernst.html

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