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Otto Froitzheim (* 24. April 1884 in Straßburg; †27. Oktober 1962 in Aachen) war ein deutscher Tennisspieler und Verwaltungsjurist.
Inhaltsverzeichnis |
Froitzheim studierte Jura. Während des Studiums schloss er sich 1904 dem Corps Teutonia Bonn an.[1] 1905 wurde er elsass-lothringischer Gerichtsreferendar. Seine weiteren Stationen waren Berlin, Dortmund, Saargemünd, 1918 war er im Regierungspräsidium Unterelsaß beschäftigt. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war er bei den Polizeipräsidien in Berlin, Köln und Wiesbaden eingesetzt und war Anfang 1933 Vizepräsident in Merseburg, danach bis 1939 in Aachen. Die weiteren Tätigkeiten sind nicht bekannt. 1924 war er kurz mit Leni Riefenstahl verlobt.[2]
Er war Anfang des 20. Jahrhunderts der beste deutsche Tennisspieler und gewann zwischen 1907 und 1925 sieben Mal den Titel bei den internationalen deutschen Tennismeisterschaften. Außerdem gewann er 1908 die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen und wurde 1912 Weltmeister auf den Hartplätzen.
Im Jahr 1914 spielte er mit der deutschen Mannschaft als nur eine von drei Mannschaften neben der gemischten Mannschaft von Australien und Neuseeland und den USA im Davis Cup. Denkwürdig war das Spiel gegen die Australier und Neuseeländer (mit Anthony Wilding) deshalb, weil wenige Stunden nach dem Ende der Partie, die Deutschland verlor, der Erste Weltkrieg ausbrach.
In den 20er Jahren spielte er für den TC Palmengarten in Frankfurt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Froitzheim, Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Tennisspieler |
| GEBURTSDATUM | 24. April 1884 |
| GEBURTSORT | Straßburg |
| STERBEDATUM | 27. Oktober 1962 |
| STERBEORT | Aachen, Deutschland |