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Pablo Neruda

Pablo Neruda

Pablo Neruda (* 12. Juli 1904 in Parral; † 23. September 1973 in Santiago de Chile; eigentlich NeftalĂ­ Ricardo Reyes Basoalto) war ein chilenischer Dichter und Schriftsteller, der sich vor allem gegen den Faschismus in seinem Heimatland und in Spanien einsetzte. 1971 erhielt er den Nobelpreis fĂŒr Literatur.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Neruda war Sohn des LokomotivfĂŒhrers JosĂ© del Carmen Reyes und der Volksschullehrerin Rosa NeftalĂ­ Basoalto; sie verstarb an Tuberkulose, als Neruda einen Monat alt war. Im Jahr 1906 zog die Familie nach Temuco, wo sein Vater ein zweites Mal heiratete, nĂ€mlich Trinidad Candia Marverde; sie wird von Neruda in seinen Werken als mamadre bezeichnet. Neruda besuchte die Knabenschule von Temuco bis zum Abschluss im Jahr 1920. In seiner Freizeit und in den Ferien machte er erste experimentelle SchreibĂŒbungen und durfte regelmĂ€ĂŸig mit seinem Vater im Zug mitfahren. Auch in seinen spĂ€ten Gedichten entdeckt man hĂ€ufig den Bezug auf EindrĂŒcke seiner Jugend, geprĂ€gt von einer weiten ursprĂŒnglichen Landschaft. [1]

Im Jahr 1919 gewann er den dritten Preis der Blumenspiele von Maule (Juegos Florales de Maule) mit seinem Gedicht Ideelle Gemeinschaft (ComuniĂłn ideal). [2] Ab 1920 benutzte er, zunĂ€chst fĂŒr die Literaturzeitschrift „Selva Austral“, das Pseudonym Pablo Neruda, der Legende nach in Anlehnung an den tschechischen patriotischen Dichter Jan Neruda, dessen sozialkritische Werke er sich, aus lateinamerikanischer Sicht, zum Vorbild fĂŒr die eigene Arbeit nahm. Neueren Untersuchungen zufolge hatte aber der junge NeftalĂ­ Reyes einmal eine Partitur von Pablo de Sarasate gesehen, die der Violinistin Wilma Norman-Neruda gewidmet war. Es waren die „Spanische TĂ€nze“ fĂŒr Violine und Klavier, in einer Ausgabe der Berliner Edition N. Simrock aus dem Jahre 1879. Das Deckblatt der Partitur vermerkte eine Widmung an „Frau Norman-Neruda“. NeftalĂ­ Reyes benutzte fortan den Vornamen des spanischen Komponisten und den Nachnamen der tschechischen Geigerin fĂŒr sein Pseudonym. Anlass fĂŒr das Pseudonym war, der Missbilligung des Vaters ĂŒber seine Dichtung zu entgehen. [3] Von 1921 bis 1926 studierte er Französisch und PĂ€dagogik am Institut fĂŒr PĂ€dagogik an der Universidad de Chile in Santiago. Dort erhielt er den ersten Preis beim FrĂŒhlingsfest mit dem Gedicht „La canciĂłn de fiesta“. 1923 veröffentlichte er sein erstes selbstfinanziertes Buch.

Erster Europa-Aufenthalt

"La Casa de las Flores". Hier wohnte Neruda, als er Konsul in Madrid war. Das Haus wurde bombardiert und schwer beschĂ€digt. Nach dem BĂŒrgerkrieg wiederaufgebaut.

1927 trat er in den diplomatischen Dienst und verbrachte seine ersten Jahre als Honorarkonsul in SĂŒdostasien, in Rangun, Colombo, Singapur und Batavia (Jakarta). August 1933 wurde Neruda zum Honorarkonsul in Buenos Aires ernannt. Dort lernte er erstmals den spanischen Dichter Federico GarcĂ­a Lorca kennen, der sich in der argentinischen Hauptstadt aufhielt. 1934 bekam er schließlich einen Posten als chilenischer Konsul in Spanien, zuerst in Barcelona und spĂ€ter Madrid. Er freundete sich mit GarcĂ­a Lorca an, mit welchem er, zusammen mit anderen Redakteuren, die Zeitschrift Caballo verde para la poesia (GrĂŒnes Pferd fĂŒr die Dichtung) herausbrachte. Bis zum Jahre 1936 erschienen fĂŒnf Ausgaben. Die sechste Ausgabe, bereits fertig geschrieben und redigiert, sollte am 19. Juli 1936 erscheinen, wozu es aber nie kam. Am 17. Juli begann der Spanische BĂŒrgerkrieg mit dem Putsch von General Francisco Franco. GarcĂ­a Lorca wurde erschossen, und Neruda beschloss, sich aktiver gegen die Putschisten zu engagieren, obwohl er als Konsul zur absoluten NeutralitĂ€t verpflichtet war. Seine Werke bekamen zunehmend politischen Inhalt.

Als Anfang November 1936 die Putschisten vor den Toren Madrids standen, musste Neruda flĂŒchten. Zuerst nach Barcelona, dann nach Marseille und spĂ€ter Paris. Zu dieser Zeit schrieb Neruda seinen Gedichtzyklus España en el corazĂłn.

Er schloss sich mit einer Gruppe spanischer Politiker, KĂŒnstler und Journalisten zusammen, darunter auch Pablo Picasso. Gemeinsam mit Nancy Cunard arbeiteten sie daran, das Unrecht in Spanien an die Öffentlichkeit zu tragen und brachten einen Lyrikband mit dem Titel Die Dichter der Welt verteidigen das spanische Volk heraus. Aufgrund Geldmangels setzte und druckte Neruda die Gedichte selbst. Allerdings mangelte es ihm dabei an Geschick. Er setzte den Buchstaben p meist umgekehrt, so dass in einem Vers das Wort pĂĄrpados („Augenlider“) zu dardapos wurde. Noch Jahre spĂ€ter soll Nancy Cunard ihn in Briefen mit „Mein lieber Dardapo“ angeredet haben. [4]

RĂŒckkehr nach Chile

1938 kehrte Neruda nach Chile zurĂŒck und fand eine Anstellung als Redakteur bei der Zeitschrift Aurora de Chile. Viele seiner Artikel widmete er der verhĂ€ngnisvollen Entwicklung des weltweiten Faschismus. Er organisierte eine Buchspende an die Nationalbibliothek in Form von ĂŒber 500 Titeln von deutschen Schriftstellern, darunter Heinrich Heine, Thomas Mann , Arnold Zweig und Anna Seghers, deren Werke zum Teil in Deutschland vom Hitlerregime öffentlich verbrannt worden waren. [5] Das Nationalmuseum lehnte die Spende zunĂ€chst ab. Neruda blieb jedoch beharrlich und bat, unangekĂŒndigt wĂ€hrend eines Staatsbanketts, den Außenminister Chiles, Don Miguel Cruchaga Tocarnal, die Buchspende anzunehmen, was dann auch tatsĂ€chlich geschah.

Als 1939 die Volksfront an die Regierung kam, wurde Neruda damit betraut, nach Paris zu reisen und spanische Emigranten, die vor Franco flĂŒchten mussten, fĂŒr die Einreise nach Chile zu begeistern. Er blieb mehrere Monate in Paris und brachte ca. 2.000 spanische FlĂŒchtlinge mit dem Passagierdampfer „Winnipeg“ nach Chile. Wieder in Chile und nach einer Reihe von politischen und literarischen AktivitĂ€ten, wurde er zum Generalkonsul in Mexiko ernannt, wo er dem Posten am 20. August 1940 antrat. Nach drei Jahren bat Neruda um seine Entlassung aus dem diplomatischen Dienst; er wollte wieder zurĂŒck nach Chile und sich dem Schreiben und der Politik zu widmen. 1943 kehrte er nach Santiago de Chile zurĂŒck. [6]

Er trat im MĂ€rz 1945 als unabhĂ€ngiger Kandidat fĂŒr den Senat auf die Liste der Kommunistische Partei Chiles an, und, nach seiner Wahl, trat er der Partei am 8. Juli bei.

Kritik am Regime und Exil in Europa

Als GonzĂĄlez Videla nach seiner Wahl zum PrĂ€sidenten Chiles im Jahr 1946 seine politische Position aufgrund des beginnenden Kalten Krieges Ă€nderte, wurde Neruda zunehmend zu einem der heftigsten Kritiker des PrĂ€sidenten. Als Senator genoss er parlamentarische ImmunitĂ€t – niemand konnte ihn vor Gericht stellen oder verhaften, solange er ein gewĂ€hlter Volksvertreter war. Neruda nutzte diese Situation und seine Reden gegen GonzĂĄlez wurden immer angriffslustiger. Am Ende kritisierte er ihn in einer öffentlichen Rede aufs SchĂ€rfste: „Sie haben das Volk, durch dessen Stimme Sie PrĂ€sident geworden sind, belogen und betrogen. Statt die Armut zu bekĂ€mpfen, wie Sie es versprochen haben, festigen Sie nur die Macht der wenigen Reichen, die das Volk aussaugen wie Vampire.“

Pablo Neruda und Erich Honecker, Vorsitzender der FDJ, in Berlin, 1951

GonzĂĄlez war nicht gewillt, einen zweiten derartigen Auftritt Nerudas zuzulassen; die Mehrheit der Volksvertretung erließ das Gesetz zur Permanenten Verteidigung der Demokratie, das mehr als 25.000 Menschen ihre politischen Rechte wegnahm. Sofort wurde ein Haftbefehl gegen Neruda erlassen. Wie in Madrid entkam Neruda in letzter Minute aus der Stadt. Die nĂ€chsten eineinhalb Jahre lang wechselte Neruda fast tĂ€glich seine Behausung. Obwohl die Polizei stets nach ihm fahndete, fand er immer einen Unterschlupf – die Bevölkerung, vor allem die einfachen Leute, liebten ihren Dichter, der im Parlament dem PrĂ€sidenten so mutig die Wahrheit gesagt hatte. WĂ€hrend dieser Zeit schrieb Neruda wesentliche Teile seines bedeutendsten Werkes Canto General („Der große Gesang“) – 15.000 Verse, in denen er Wesen und Geschichte des amerikanischen Kontinents von der Vorzeit bis zur Gegenwart deutete.

In Sorge um Nerudas gesundheitliche Verfassung aufgrund der stĂ€ndigen Flucht brachte sein Freund Ricardo Fonseca ihn mit Galo GonzĂĄles zusammen, dem ParteifĂŒhrer der inzwischen verbotenen Kommunisten, der ebenfalls im Untergrund lebte. GonzĂĄles organisierte die Flucht Nerudas ĂŒber einen unbewachten Grenzabschnitt nach Argentinien. In Buenos Aires traf Neruda auf einen weiteren Freund, den guatemaltekischen Schriftsteller Miguel Angel Asturias, der ihm seinen Pass aushĂ€ndigte und so die Auswanderung nach Europa ohne Komplikationen ermöglichte.

Neruda suchte Paris zum dritten Mal auf, wo er von seinen alten Freunden begeistert aufgenommen wurde. Durch Hilfe von Pablo Picasso gelang ihm seine Anwesenheit in Europa zu regeln. In seinen Memoiren Confieso que he vivido erzĂ€hlt Neruda mit großer Freude ĂŒber die Anteilnahme Picassos, als er 1949 aus politischen GrĂŒnden aus Chile flĂŒchten musste. Er drĂŒckt darin seinen Dank fĂŒr die wertvolle Hilfe aus, die er von Picasso erhielt. Picasso hatte sich 1948 beim Friedenskongress in WrocƂaw, an dem er mit Paul Éluard teilnahm, fĂŒr den Dichter eingesetzt. WĂ€hrend des mehrmonatigen Aufenthaltes von Neruda in Paris erschien sein Buch Toros, das von Jean Marcenac ĂŒbersetzt und von Picasso illustriert wurde. Am zweiten Weltfriedenskongress in Warschau, November 1950, erhielten beide, Picasso und Neruda und zusammen mit anderen KĂŒnstlern den Friedenspreis des Weltfriedenkongress. Neruda fĂŒr sein Gedicht "HolzfĂ€ller wach auf". [7] DarĂŒber hinaus erhielt Neruda Jahre spĂ€ter, im Jahr 1953 und nach seiner RĂŒckkehr nach Chile, den Stalin-Preis fĂŒr die Konsolidierung des Friedens unter den Völkern. [8] In den folgenden Jahren trat Neruda ĂŒberall in Europa, aber auch in Indien und China bei Friedenskongressen und politischen Debatten auf. Anfang 1952 ließ die chilenische Regierung Neruda wissen, dass er nach Hause zurĂŒckkehren dĂŒrfe und so kehrte Neruda am 12. August 1952 nach Chile zurĂŒck.[9]

Erneute RĂŒckkehr nach Chile

Demonstration fĂŒr Salvador Allende, 1964
Pablo Neruda wÀhrend einer Tonaufnahme, 1966
Pablo Neruda auf einer DDR-Briefmarke von 1974

1952 wurde in Chile gewĂ€hlt und Carlos Ibåñez del Campo, der schon in den 1920er-Jahren PrĂ€sident gewesen war und damals ein soziales Reformwerk begrĂŒndet und die Staatsfinanzen saniert hatte, wurde zum PrĂ€sidenten gewĂ€hlt. Neruda veröffentlichte 1953 den Canto General, der zuvor 1950 in Mexiko erschienen war. Die nĂ€chsten fĂŒnf Jahre widmete er sich ausschließlich seinem dichterischen Schaffen, anschließend reiste er wieder um die Welt und nahm an Konferenzen und Debatten teil.

1969 wurde Neruda von der Kommunistischen Partei als PrĂ€sidentschaftskandidat nominiert, er verzichtete aber zugunsten des vom WahlbĂŒndnis Unidad Popular favorisierten Sozialisten und Freundes Salvador Allende. 1970 gewann Allende die PrĂ€sidentschaftswahlen und ĂŒberredete Neruda, Botschafter in Paris zu werden. Trotz seiner mittlerweile angegriffenen Gesundheit willigte er ein, musste sich aber schon nach wenigen Monaten einer Operation unterziehen. Noch wĂ€hrend seiner Genesung wurde ihm 1971 der Nobelpreis fĂŒr Literatur „fĂŒr eine Poesie, die mit der Wirkung einer Naturkraft Schicksal und TrĂ€ume eines Kontinents lebendig macht“ verliehen. Wenig spĂ€ter kehrte Neruda nach Chile zurĂŒck; sein Gesundheitszustand verschlechterte sich stetig. Eine fĂŒr den September 1973 geplante Serie von AuffĂŒhrungen des Oratoriums Canto General von Mikis Theodorakis, beruhend auf Nerudas Text, bei der auch Nerudas Mitwirkung geplant war, musste wegen seiner Erkrankung und der sich ĂŒberstĂŒrzenden politischen Ereignisse ohne ihn stattfinden.

Am 23. September 1973 erlag Neruda einem Krebsleiden, 12 Tage nach dem Putsch in Chile unter FĂŒhrung von Augusto Pinochet. Nach seinem Tod wurde Nerudas Haus vom MilitĂ€r geplĂŒndert und zerstört.

Nerudas BegrĂ€bnis, welches in dieser Form wohl nur wegen der Anwesenheit auslĂ€ndischer Kamerateams möglich war, wurde zum ersten großen öffentlichen Protest gegen die MilitĂ€rjunta. Am 25. September 1973 wurden in Santiago de Chile Nerudas sterbliche Überreste zwischen zwei Reihen bewaffneter Soldaten zu Grabe getragen. Ein „Vorrufer“ rief laut in die Menge «¥Camarada Pablo Neruda!», die Menge antwortete mit «¥Presente!», dann wieder «¥Camarada Pablo Neruda!» - «¥Presente!» und schließlich «¥Camarada Pablo Neruda!» - «¥Presente, ahora y siempre!», also „Genosse Pablo Neruda!“ - „Anwesend!“, „Genosse Pablo Neruda!“ - „Anwesend!“, „Genosse Pablo Neruda!“ - „Anwesend, jetzt und immer!“. Das gleiche Spiel wiederholte sich mit «¥Camarada Salvador Allende!» und «¥Compañero VĂ­ctor Jara!». An seinem Grab wurde die Internationale gesungen. Die Schriftstellerin Isabel Allende beschreibt in ihrem Roman Das Geisterhaus folgerichtig das BegrĂ€bnis als „symbolisches BegrĂ€bnis der Freiheit“.

Wegen der ausdrĂŒcklich politischen (kommunistischen) Aspekte in seinem Werk und seiner positiven Haltung zu Stalin, dem er nach dessen Tod eine schon fast hymnische Ode widmete [10][11], wurde Neruda, der sich selbst als Dichter des Volkes bezeichnete, in vielen westlichen europĂ€ischen LĂ€ndern bis in die 1960er Jahre ignoriert. Im Gegensatz dazu gab es in der DDR bereits 1949 eine erste Veröffentlichung von Gedichten (Beleidigtes Land). Die Stimmung Ă€nderte sich erst im Zuge der großen, weltweiten Sympathie fĂŒr Chile nach dem MilitĂ€rputsch 1973. Bis dahin gab es beispielsweise keine vollstĂ€ndige Ausgabe der Gedichte Nerudas in der BRD.

Sein Leben wurde unter anderem in Antonio SkĂĄrmetas semi-biographischem Roman Mit brennender Geduld bedacht, der zuletzt von Michael Radford mit Philippe Noiret in der Rolle Nerudas verfilmt wurde (Der Postmann).

Werke (Auswahl)

  • 1923 Crepusculario – DĂ€mmerung
  • 1924 Veinte poemas de amor y una canciĂłn desesperada – Zwanzig Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung
  • 1933 Residencia en la tierra – Aufenthalt auf der Erde
  • 1937 España en el corazĂłn – Spanien im Herzen
  • 1948 Obras poĂ©ticas – Poetische Arbeiten
  • 1950 Canto General – Der Große Gesang (wörtlich: „Der allgemeine Gesang“; ein umfangreicher Gedichtzyklus, bestehend aus 15 Abschnitten; u. a. "Alturas de Macchu Picchu" = Die Höhen von Macchu Picchu)
  • 1953 Los Versos del CapitĂĄn – Die Verse des KapitĂ€ns
  • 1953 PoesĂ­a polĂ­tica – Politische Poesie
  • 1954 Las Uvas y el Viento – Die Trauben und der Wind
  • 1960 PoesĂ­as: Las piedras de Chile – Poesien: Die Steine Chiles
  • 1964 Memorial de Isla Negra – Memorial von Isla Negra
  • 1970 Las piedras del cielo – Die Steine des Himmels
  • 1972 GeografĂ­a infrucutosa - Unfuchtbare Geographie (Deutsch von Hans-JĂŒrgen Schmitt/Ute Steinbicker), ZĂŒrich. ISBN 978-3-908126-37-9
  • 1973 Satrapas – Die Satrapen
  • 1973 Confieso que he vivido – Ich bekenne, ich habe gelebt. Autobiographie. ISBN 3-630-62041-8

Literatur

Deutsch
Spanisch
  • Bernardo Reyes: Neruda. Retrato de familia. 1904-1920. San Juan, Puerto Rico 1996. ISBN 0-8477-0222-7
  • David Schidlowsky: Pablo Neruda y su tiempo. Las furias y las penas. RIL editores, 2 BĂ€nde. Santiago de Chile 2008. ISBN 978-956-284-629-5
  • Volodia Teitelboim: Neruda. Ediciones BAT, Santiago de Chile 1994
in Französisch
  • Jean Ortiz: De Madrid Ă  Valparaiso. Neruda et le "Winnipeg". Atlantica, Biarritz 2011 ISBN 9782758804550[13]

Filme ĂŒber Neruda

  • Ebbo Demant: Neruda. Dokumentarfilm, Deutschland 2004, 120 Minuten
  • Michael Radford: Der Postmann. Spielfilm, Italien 1994, 108 Minuten

Vertonungen

  • Kalevi Aho: Kysymysten kirja (Das Buch der Fragen. Suite fĂŒr Mezzosopran und Kammerorchester; El libro de las preguntas in Finnischer Übersetzung von Katja Kallio; die Suite bildet Teil 1 des dreiteiligen Konzert[s] fĂŒr Kammerorchester; sie kann unabhĂ€nging vom Konzert fĂŒr Viola und Orchester bzw. der abschließenden 14. Sinfonie gespielt werden), UA: Rovaniemi, 27. November 2007 (Monica Groop, Mezzosopran; Lapland Chamber Orchestra; Leitung: John StorgĂ„rds)
  • Volker Blumenthaler: Poem oder 11.  September 1973 (1988) fĂŒr Sopran und Horn
  • Nikolaus Brass: *Emerge tu
 (1991). Madrigal fĂŒr 4 Stimmen. UA 1991 Graz (Musikprotokoll im Steirischen Herbst; Ensemble <belcanto>, Leitung: Dietburg Spohr)
  • Alan Bush: De Plenos Poderes (From Fully Empowered) op. 86 (1977), fĂŒr Bariton und Klavier. Nr. 3: El perezoso („ContinuarĂĄn viajando cosas
“)
  • Enrique GonzĂĄlez-Medina (*1954): Me gustas cuando callas op. 3 (1990/96) fĂŒr Tenor, Altsaxophon (oder Klarinette), Violoncello und Klavier
  • Carlos Guastavino (1912-2000): Esta iglesia no tiene (1948) fĂŒr mittlere oder hohe Stimme und Klavier
  • Rodolfo Holzmann: Tres madrigales (1944) fĂŒr hohe Stimme und Klavier
1. Lamento lento – 2. Fantasma – 3. Madrigal escrito en invierno
  • Peter Lieberson: Five Neruda Songs (2005) fĂŒr Mezzosoprano und Orchester. Texte aus den Cien Sonetos de Amor (1959)
1. Sonnet VIII („Si no fuera porque tus ojos tienen color de luna
“) – 2. Sonnet XXIV („Amor, amor, las nubes a la torre del cielo
“) – 3. Sonnet XLV („No estĂ©s lejos de mĂ­ un solo dĂ­a, porque cĂłmo
“) – 4. Sonnet LXXXI („Ya eres mĂ­a. Reposa con tu sueño en mi sueño
“) – 5. Sonnet XCI („Amor mĂ­o, si muero y tĂș no mueres
“)
  • John Mitchell: Four Songs in Spanish. Nr. 4: La United Fruit Co. („Cuando sonĂł la trompeta, estuvo
“; aus dem Canto general)
  • Allan Pettersson:
  • De döda pĂ„ torget (Sinfonie Nr. 12; 1974) fĂŒr gemischten Chor und Orchester
  • Vox Humana (1974) fĂŒr Soli, gemischten Chor und Streichorchester. Texte: Manuel Bandeira, Daniel LaĂ­nez, Roberto FernĂĄndez Retamar, CĂ©sar Vallejo, Murilo Mendes, NicolĂĄs GuillĂ©n, Cassiano Ricardo, Miguel Barnet, Pablo Neruda
  • Tobias Picker: Tres sonetos de amor (2000) fĂŒr mittlere oder hohe Stimme und Klavier / fĂŒr Bariton und Orchester. Texte aus den Cien Sonetos de Amor
1. Sonnet XVII – No te amo („No te amo como si fueras rosa de sal, topacio
“) – 2. Sonnet III – Áspero amor („Áspero amor, violeta coronada de espinas
“) – 3. Sonnet XLV – No estĂ©s lejos („No estĂ©s lejos de mĂ­ un solo dĂ­a, porque cĂłmo
“)
  • Leon Schidlowsky: Tres versos del capitĂĄn (1966) fĂŒr Tenor und 6 Schlagzeuge
  • Roland Schmidt: Neruda-Lieder (2005/07) fĂŒr Mezzosopran, Klarinette, Klavier und Percussion
1. Como cenizas, como mare – 2. Cantares – 3. Barcarola – 4. Jinete en la lluvia – 5. Oceano – 6. Mares de Chile
  • Yvette Souviron (*1914): Poema de Neruda fĂŒr Singstimme und Klavier
  • Mikis Theodorakis: Canto General (1970–81). Oratorium fĂŒr Mezzosopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester
  • Los Jaivas: Alturas de Machu Picchu (Progressive Rock-Album; 1981). Text: Teile von Alturas de Machu Picchu aus dem Canto General
  • JosĂ© Carlos Amaral Vieira (*1952): Veinte poemas de amor y una canciĂłn desesperada op. 179b (1983) fĂŒr Mezzosopran und Klavier
1. Cuerpo de mujer – 2. En su llama mortal – 3. Ah vastedad de pinos – 4. Es la mañana llena de tempestad – 5. Para mi corazĂłn basta tu pecho – 6. Puedo escribir los versos – 7. La canciĂłn desesperada

Weblinks

 Commons: Pablo Neruda â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Pablo Neruda â€“ Zitate

Einzelnachweise

  1. ↑ HungerbĂŒhler, Eberhard: "Pioniere fĂŒr den Frieden", 1983
  2. ↑ Schidlowsky, David: "Pablo Neruda y su tiempo. Las furias y las penas", Santiago de Chile 2008, Bd. 1, S. 39.
  3. ↑ Schidlowsky, David: "Pablo Neruda und Deutschland", Berlin 2008, S. 14-15.
  4. ↑ "Ich bekenne, ich habe gelebt", Darmstadt 1977, S. 132.
  5. ↑ "Ich bekenne, ich habe gelebt", Darmstadt 1977, S. 144.
  6. ↑ Schidlowsky, David: "Pablo Neruda und Deutschland", Berlin 2008, S. 35-70.
  7. ↑ Schidlowsky, David: "Pablo Neruda und Deutschland", Berlin 2008, S. 75.
  8. ↑ Schidlowsky, David: "Pablo Neruda und Deutschland", Berlin 2008, S. 85.
  9. ↑ Schidlowsky, David: "Pablo Neruda und Deutschland", Berlin 2008, S. 75-84.
  10. ↑ Leopold Federmair, NZZ, 12. Juli 2004
  11. ↑ Fritz Rudolf Fries ĂŒber Pablo Neruda in Lateinamerika-Nachrichten
  12. ↑ Kriminalroman "Der Fall Neruda": So viele LĂ€nder wie Geliebte, Rezension auf Spiegel Online, 26. April 2010
  13. ↑ Das Handelsschiff Winnipeg, voller Spanien-FlĂŒchtlinge aus allen politischen Lagern, nach dem Franco-Hitler-Krieg gegen die Republik geflohen, legte am 4. August 1939 von Bordeaux ab. Die FlĂŒchtlinge stammten aus den französischen "Lagern der Schande", aus ArgelĂšs-sur-Mer, BarcarĂšs, Saint-Cyprien, und dem Camp de Gurs. Die Überfahrt nach SĂŒdamerika dauerte einen Monat. Als das Schiff am 2. September 1939 in ValparaĂ­so ankam, wurden die Spanier von einer Delegation unter FĂŒhrung Nerudas begrĂŒĂŸt, im Namen der chilenischen Volksfrontregierung. Sie wurden als Helden empfangen. Der 2. Weltkrieg begann.


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