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Die Partnerschaft ist eine spezielle Form einer Beziehung.
Der Begriff Beziehung bezeichnet allgemein eine dauerhafte Interaktion zwischen sozialen Einheiten. Solche Einheiten sind Personen(gruppen), die zu Unternehmen, Vereinen, Städten, Staaten etc. organisiert sein können. Beziehungen solcher Einheiten werden durch verschiedene Interessen (z. B. politische, ökonomische oder soziale) bestimmt. Partnerschaft bedeutet im Duden Teilhaber, Teilnehmer oder Mitspieler und sie orientiert sich an gemeinsamen Zielen und Aufgaben. Mit Abkommen oder Verträgen können Beziehungspartnerschaften rechtsverbindlich festgelegt werden.
Inhaltsverzeichnis |
In den meisten Ländern gibt es für festere Partnerschaften (Lebensgemeinschaften) spezielle Rechtsformen. Für die heterosexuelle Beziehung ist dies im Allgemeinen die Ehe.
In Deutschland trat 2001 sodann das Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG), in der Schweiz 2007 das Partnerschaftsgesetz (PartG) und in Österreich 2010 das Eingetragene Partnerschaft-Gesetz (EPG) in Kraft. Entsprechende eingetragene Partnerschaften gibt es auch in zahlreichen weiteren Ländern in und außerhalb Europas. Es ermöglicht zwei Menschen gleichen Geschlechts die Begründung einer gesetzlich abgesicherten Lebenspartnerschaft. Die Rechtsfolgen dieses Rechtsinstituts sind den Rechtsfolgen der Ehe in bürgerlich-rechtlichen Angelegenheiten zum größten Teil nachgebildet.
Argentinien, Belgien, Island, Kanada, die Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Spanien, Südafrika und mehrere Staaten der Vereinigten Staaten von Amerika kennen die gleichgeschlechtliche Ehe.
Die Partnerschaft bezeichnet meist eine enge und verbindliche Beziehung – oft eine Liebesbeziehung – zwischen zwei Personen. Eine solche Partnerschaft kann eine Ehe, ein Konkubinat oder eine andere Lebenspartnerschaft sein. Der Begriff beinhaltet die Vorstellung einer grundsätzlichen Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung der Partner. Auch Beziehungen zwischen Jugendlichen (wegen der schnellen individuellen Entwicklung bestehen sie oft nur begrenzte Zeit) werden oft als Partnerschaft bezeichnet. Solche Partnerschaften entstehen meist durch Zuneigung, körperliche Intimität, gleichartige Interessen oder Arbeit.
Die Form einer Partnerschaft ist weniger definiert als bei einer Ehe. Zum Beispiel müssen die Partner nicht unbedingt zusammenleben. Verglichen mit der traditionellen Ehe als Versorgerehe, die auf einer Rollenteilung zwischen dem Familienernährer und der Hausfrau und Mutter, ist der Aspekt der materiellen Interessengemeinschaft und der Versorgung der Frau (bzw. des Kinder erziehenden Partners) in den Hintergrund getreten. Viele Personen in Lebenspartnerschaften entscheiden sich bewusst gegen eine institutionalisierte Form ihrer Beziehung, da sie beispielsweise die Rollenideale der Ehe als nicht förderlich für ihre Beziehung ansehen oder der Meinung sind, dass ihre Liebesbeziehung nicht mit einem Vertrag zur ökonomischen Absicherung und Versorgung der Partner verknüpft werden soll.
Es gibt verschiedene (rechtlich nicht geregelte) Partnerschaftsformen, z. B.:
| Paare | ||
|---|---|---|
| Ehelich | Nicht-ehelich | |
| Anzahl | ca. 18,0 Mio. | ca. 2,6 Mio. |
| Bildungsstand | ||
| Mann höher | 31 % | 22 % |
| Frau höher | 9 % | 14 % |
| Altersunterschied | ||
| Mann älter | 74 % | 68 % |
| Frau älter | 16 % | 23 % |
In dem Beitrag Paare in Deutschland: Gleich und Gleich gesellt sich gern[1] werden eine Reihe von statistischen Ergebnisse über die ca. 21 Mio. Paare in Deutschland auf Basis des Mikrozensus 2009 zusammengefasst:
Die Tabelle rechts zeigt deutliche Unterschiede zwischen ehelichen und nicht-ehelichen Paaren auf. Des Weiteren gab es 2009 ca. 37.000 schwule und 27.000 lesbische Paare.
Die amerikanische Ehetherapeutin Liberty Kovacs unterscheidet sechs deutlich voneinander abgrenzbare Phasen in einer Partnerschaft. Manche Paare gelangen nie bis zur Phase sechs (= verharren in einer Phase davor); manche kommen schneller dorthin als andere; die Partnerschaft mancher Paare entwickelt sich von einer Phase zur Phase zuvor zurück (z. B. von Phase 5 hin zu Phase 4). Die sechs Phasen sind:
Dieses Sechs-Phasen-Modell impliziert u. a.: