Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Patrick Roth

Patrick Roth (* 25. Juni 1953 in Freiburg/Breisgau) ist ein deutscher Schriftsteller und Regisseur.
Patrick Roth

Inhaltsverzeichnis

Leben

Patrick Roth wuchs in Karlsruhe auf und besuchte das humanistische Bismarck-Gymnasium, an dem er 1972 die ReifeprĂŒfung ablegte. Unmittelbar nach dem Abitur ging er nach Paris, die französische Sprache zu lernen und u.a. an der CinĂ©mathĂšque ein privates Filmstudium zu betreiben, das vier bis sieben Filme pro Tag umfasste. Ab 1974 studierte er Anglistik, Germanistik und Romanistik an der UniversitĂ€t Freiburg im Breisgau.

1975 erhielt er ein einjĂ€hriges Stipendium des DAAD fĂŒr die University of Southern California in Los Angeles, wo er Filmproduktion und Regie am Cinema Department studierte. Nach Ablauf des Stipendiums beschloss er, sich auf Dauer in den Vereinigten Staaten niederzulassen.

1978 entstand sein erster eigener Kurzfilm The Boxer, 1980 der Film The Killers, eine Bearbeitung der gleichnamigen Short Story von Charles Bukowski. 1981 bis 1984 absolvierte er eine Schauspielerausbildung bei dem Regisseur Daniel Mann und arbeitet als Co-Autor und Dialogue-Coach bei verschiedenen Produktionen mit.

Seit den 1980er Jahren schrieb Roth eine Reihe von Hörspielen fĂŒr deutsche Rundfunksender und TheaterstĂŒcken, die er ĂŒberwiegend selbst inszenierte. Er arbeitete als Filmjournalist fĂŒr deutsche Zeitungen, zuerst als Auslandskorrespondent fĂŒr das Cinema Magazin, spĂ€ter dann v.a. fĂŒr die SĂŒddeutsche Zeitung. 1986 wurde er Mitglied der Hollywood Foreign Press Association und der Motion Picture Association of America und damit stimmberechtigt bei den Golden Globe-Preisverleihungen.

Seit den 1990er-Jahren ist Roth als Schriftsteller bekannt. Er publiziert Novellen, Romane, ErzĂ€hlungen und ErzĂ€hlzyklen, die biblisch-mythische Stoffe mit Filmmotiven verbinden und die gegensĂ€tzlichen SphĂ€ren von Alltag und Transzendenz verknĂŒpfen.

2001 hielt er die Poetik-Vorlesungen an der UniversitÀt Frankfurt am Main, 2004 hatte er die Poetik-Dozentur an der UniversitÀt Heidelberg inne. Im Sommersemester 2008 lehrte er, ebenfalls im Rahmen einer Poetik-Dozentur, an der UniversitÀt Hildesheim.

2006 kehrte er zu seinen filmischen AnfĂ€ngen zurĂŒck und drehte im Auftrag des ZDF den autobiographischen Film-Essay In My Life – 12 Places I Remember, eine Nachzeichnung seines Weges als deutscher Schriftsteller in Amerika.

Patrick Roth ist seit 1999 Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Er lebt in Santa Monica bei Los Angeles.

KĂŒnstlerisches Schaffen

Am Anfang von Roths Schriftstellertum steht die Liebe zum Kino, die in privaten Filmstudien an der CinĂ©mathĂšque von Paris (1971–1972) vertieft und im Studium der Filmproduktion und Regie am Cinema Department der „University of Southern California“ (1975–1976) professionalisiert wurde. Erste kĂŒnstlerische Arbeiten sind zwei Kurzfilme, fĂŒr die Roth in Drehbuch, Regie, Schnitt und Produktion verantwortlich zeichnet. The Boxer (1978) erzĂ€hlt die Geschichte eines Ex-Champions, der nach zwanzig Jahren Revanche vom frĂŒheren Rivalen fordert. Am Santa-Monica-Strand kommt es zur neuerlichen Begegnung, die unerwartet in eine Epiphanie unterm Pier mĂŒndet. The Killers (1980), eine filmische Adaption der gleichnamigen Short Story von Charles Bukowski, stellt dagegen den Abgesang auf jegliche Erlösung dar: Der Plan zweier harmloser Stadtstreicher, eine Beverly-Hills-Villa auszurauben, endet in einer unvorhergesehenen Orgie sinnloser Gewalt.[1]

Als Schriftsteller erregte Roth großes Aufsehen mit seiner Christus-Trilogie, die aus drei Texten besteht: Riverside (1991), Johnny Shines oder Die Wiedererweckung der Toten (1993) und Corpus Christi (1996). Sie wurden 1998 unter dem Gesamttitel Resurrection (engl.: Auferstehung), dem Leitmotiv der Trilogie, zusammengefasst und neu herausgegeben. In ihnen verarbeitet der Autor im Rahmen von Kriminalhandlungen neutestamentliche Motive in einer neuartigen Vermischung von Kunst- und Umgangssprache.[2]

Als seine zentralen Inspirationsquellen nennt Roth den Film und die Stadt des Films, Los Angeles, des Weiteren die Literatur, die Bibel und die Tiefenpsychologie der Schule von C.G. Jung, insbesondere in der Lesart von Edward F. Edinger, des amerikanischen Tiefenpsychologen, der Jungs Werk vielfach kommentierte.[3]. Roths literarische Vorbilder sind Hölderlin, Kleist, Goethe, Hebel, Celan und Joyce. Zu Roths Lieblingsregisseuren zĂ€hlen insbesondere Charlie Chaplin, Orson Welles, John Ford, Akira Kurosawa, Ingmar Bergman, Alfred Hitchcock und Michelangelo Antonioni. Spuren dieser kĂŒnstlerischen Leitbilder finden sich in fast allen seiner Texte. Zum Beispiel wird Kleists Das Erdbeben in Chili in der ErzĂ€hlung Die Frau, die den Dieb erschoß anverwandelt und weitererzĂ€hlt oder Edgar Allan Poes Schauergeschichte Das verrĂ€terische Herz wird in die Gegenwart der sechziger Jahre ĂŒbertragen und als abgrĂŒndige Liebesgeschichte eines Karlsruher OberschĂŒlers zu seiner englischen Privatlehrerin neu erzĂ€hlt (beide im ErzĂ€hlzyklus Die Nacht der Zeitlosen, 2001). Der Plot von John Fords Westernklassiker Der Mann, der Liberty Valance erschoß unterliegt wie eine Folie dem Roman Johnny Shines oder Die Wiedererweckung der Toten (1993): Wie im Film wird die Geschichte vom Protagonisten selbst aus der RĂŒckschau erzĂ€hlt, wie der Film setzt der Roman das Ende an den Anfang, so dass Vergangenheit und Gegenwart sich zu einem Kreis schließen. Meine Reise zu Chaplin (1997) gilt als deutlichste Hommage Roths ans Kino. Der autobiographische Ich-ErzĂ€hler schildert aus der Perspektive des Filmstudenten, wie ihm Chaplins Film City Lights, dt. Lichter der Großstadt zur kĂŒnstlerischen Offenbarung wurde. Höhepunkt der ErzĂ€hlung ist die Schilderung der Schlusssequenz zwischen BlumenmĂ€dchen und Tramp, die mit filmischen Mitteln so in Sprache ĂŒberfĂŒhrt wird, dass der Leser die Szene zu sehen beginnt.

Typisch fĂŒr Roths Stil ist die visuell-szenische ErzĂ€hlweise, die den ErzĂ€hlstoff in Bilderreihen ĂŒberfĂŒhrt. Sie bewirkt grĂ¶ĂŸtmögliche Unmittelbarkeit und AuthentizitĂ€t. Genuin filmische ErzĂ€hlmittel wie Dissolve, dt. Überblendung und Suspense, die er in seinen Poetikvorlesungen als literarische Grundprinzipien erlĂ€utert, strukturieren seine Texte. Die filmische Machart soll den Leser emotional am Geschehen beteiligen, mit dem Ziel, ihm eigene Erfahrungen zu ermöglichen. Roth versteht seine Literatur in diesem Sinn als „Passagenbereiterin“ [4], die Durchgang in die Region seelischen Erlebens schaffen soll. Sie grĂŒndet auf dem empirischen Finden des Stoffs innen (in der eigenen Psyche) und außen (in Bibel, Literatur, Film). Roth selbst fasst die genuin empirische Grundlage seines Schreibens in die Formel „no fiction“, womit er seine Literatur als „nicht erfunden“ im Sinne von „nicht konstruiert“ bezeichnet. [5] Mit diesem Bekenntnis zur AuthentizitĂ€t steht Roth in einem starken Gegensatz zu den spielerischen Tendenzen der Postmoderne, wie Michaela Kopp-Marx betont: „Leicht könnte man in ‚no fiction‘ die Wurzeln von Roths Ausnahmestellung innerhalb einer zunehmend marktorientierten Literatur erkennen. Was sein Werk auszeichnet – der Reichtum an BezĂŒgen zum klassischen Kino Hollywoods wie zu den heiligen Texten der Bibel – tĂ€uscht auf den ersten Blick darĂŒber hinweg, dass es sich um ein Schreiben handelt, das zutiefst auf Erfahrung grĂŒndet, auf dem Erleben eines Inneren, dem – mit allen Mitteln des versierten ErzĂ€hlers – authentisch Ausdruck verliehen wird.“ [6] Damit einher geht Roths Bestreben, seine Kunst mit IntensitĂ€t aufzuladen, die auch die große Emotion, den Enthusiasmus und das Pathos nicht scheut. Nach Reinhold Zwick „ist der Autor ein Regisseur geblieben, ein Regisseur der Sprache“.[7]. Roth selbst fĂŒhrt seine Liebe zum Kino, seine intensive LektĂŒre der Bibel und sein Schreiben in Bildern auf ureigene Erfahrungen mit dem Unbewussten zurĂŒck. In seinem Film In My Life berichtet er von einem Traumerlebnis, das ihm mit 25 Jahren geschah und sein Leben verĂ€nderte:

„Plötzlich war ein zweites Zentrum in Sicht gekommen. Eine heimliche Mitte schien auf, mit der ich bis zu diesem Zeitpunkt – ein Leben lang – nicht gerechnet hatte. Neue nach oben gestoßene Schichten hatten das Alte durchbrochen, zogen mich in Bann: Mein Sehen, FĂŒhlen, Schreiben wurde – nachhaltig – beeinflußt. Das Apartment unterm Dach war mein Aornum in Thesprotis, also die Stelle, wo’s damals zur Unterwelt hinabfĂŒhrte. Den Traum selbst
 – einen solchen Quell-Traum darf man nicht verraten. Die BĂŒcher – und das eigene Leben – gehen im Kreis um ihn, zirkumambulieren seine zentrale Erfahrung, suchen ihn in immer neuen Bild- und Sinn-Aspekten zusammen-zu-sammeln, diesen großen Traum.“

– [8].

Traum-Bilder und Visionen finden sich wiederkehrend in Roths Texte eingewebt. Sie verweisen auf die Wirklichkeit des Unbewussten, die hinter der OberflĂ€che verborgen liegt und diese von Zeit zu Zeit durchbricht. „Der Einbruch eines GrĂ¶ĂŸeren, Göttlichen in die menschliche RealitĂ€t“ ist ein Spezifikum von Roths Literatur[9]. Das Unterlegen seiner ErzĂ€hlungen und Romane mit einer zweiten Sinnschicht hat ihm auch Kritik eingetragen und wurde verschiedentlich als symbolische Überfrachtung moniert. Die sichtbare Wirklichkeit auf eine andere umfassendere Wirklichkeit hin zu öffnen, beschreibt der Autor als eines seiner zentralen kĂŒnstlerischen Anliegen, das er mit dem filmischen Mittel des Dissolve zu realisieren sucht: „Als Schriftsteller lege ich es darauf an, diese andere – unten immer schon wartende Schicht –, Bedeutungsschicht, im Geschriebenen durchscheinen zu lassen, als hielte ich die beschriebene Handlung in einem dauernden oder immer wieder ansatzweise aufscheinenden Dissolve.“ [10]. Die Vereinigung von Bereichen, die als gegensĂ€tzlich empfunden werden, ist ein Markenzeichen von Roths Literatur. Die „Kombination der Pole von Bibel und Hollywood ist nachgerade zu Roths Etikett in der Öffentlichkeit geworden“ (Hans-RĂŒdiger Schwab).

Die Welt der Bibel und der Apokryphen ist neben dem Kino und der Psyche die dritte wichtige Bezugsquelle von Roths Schreiben. Biblisches Heilsgeschehen wie Auferstehung und Totenerweckung, christliche Mysterien wie Eucharistie und Taufe sind wiederkehrende Motive, die entweder direkt in Szene gesetzt werden oder auf die indirekt angespielt wird. Roth greift durchgĂ€ngig auf christliche Themen, Vorstellungen und Bilder zurĂŒck, ohne dass er einer ausgesprochen christlichen Literatur zuzurechnen wĂ€re. Seine „Sonderstellung im heutigen Literaturbetrieb“ [11] beruht nicht zuletzt darauf, dass er – gegen die Moden der Zeit – den Stoffkreis der Bibel fĂŒr die Gegenwartsliteratur wiederentdeckte und ihr neue Deutungen abgewinnt. Roths Sicht auf dieses zentrale Kulturgut ist symbolisch: „Patrick Roth liest die Bibel als mythologischen Text, als Reservoir prĂ€gnanter Muster und Werte, die Grundprinzipien menschlicher Existenz und seelischen Erlebens Ă€hnlich wie die Alchemie, das MĂ€rchen, der Mythos exemplarisch abbilden.“ [12].

Roth berĂŒhrt Extreme: Deutschland und Amerika, Mythos und Gegenwart, Film und Literatur, Alltag und Transzendenz gehen in seinem Werk Synthesen ein. Der Autor versteht das ZusammenfĂŒhren von Getrenntem als das eigentliche Ziel seiner kĂŒnstlerischen Arbeit: „Worin besteht nun meine Aufgabe als Schriftsteller? Immer wieder darin, das Unbewußte, Unpersönlich-Numinose und Zeitlose mit dem Bewußtsein, mit dem Persönlich-Individuellen, mit dem ganz und gar Zeitlichen in Beziehung zu setzen, Schnittstellen der Bewußtwerdung dieser uns alle bestimmenden GegensĂ€tze zu schaffen, zu entdecken, freizulegen.“[13].

Das Erscheinen der GegensĂ€tze, z.B. das plötzliche Entzweibrechen eines sicher geglaubten VerhĂ€ltnisses oder eines ganzen Lebensentwurfs, durchzieht Roths Geschichten wie ein rotes Band. Oft setzt die Handlung im Zustand eines aufgelöst Chaotischen ein, das sich im Verlauf des ErzĂ€hlens neu zu ordnen beginnt. Am Ende des ErzĂ€hlprozesses hat sich das Zerbrochene zu einer neuen Ordnung gefĂŒgt. Neue Einsichten wurden dabei gewonnen, ein Lebensinn hat sich offenbart. Diese erlösende Sinnhaftigkeit, die im Durchgang durch Krisen und Konflikte gewonnen wird, ist ein charakteristisches Merkmal von Roths ErzĂ€hlen. [14] Besonders anschaulich wird es in dem Geschichtenzyklus Starlite Terrace (2004), dessen Erscheinen der Literaturkritiker Hubert Winkels zum Anlass nahm, die Eigenart von Roths Literatur zusammenfassend zu beschreiben:

„Biografie, Filmstil und apokalyptische Vision durchdringen sich zu einem Bild der Welt, in dem jedes Detail in unbewusster Zuordnung Teil eines Grossen ist. Die Asche im Pool wird zum Sternenzelt, das Weltall verdichtet sich zu einem schnaubenden Pferdekopf, das Partyfeuer zum reinigenden Weltenbrand. Es sind solche Übersteigerungen, die man zu Unrecht fĂŒrchtet in der Literatur. Die Literatur darf das Erhabene und das Pathos reiten wie ein Sternenross – wenn sie kann. Und Roth kann es wie niemand sonst. Das ist, marketingtechnisch gesprochen, sein Alleinstellungsmerkmal. Und die Bewunderung hierfĂŒr wird auch dann nicht geschmĂ€lert, wenn man den an Wahnsinn grenzenden Exzess der Sinnhaftigkeit des Weltgeschehens nicht teilt. Dass noch die trivialste Beziehungskrise [
] eine Kommunikation mit dem ans Absolute grenzenden Eigenen bedeutet, daran kann uns diese extrem aufgeladene Literatur erinnern. Sie ist geradezu ein Erinnerungsmodell und -verfahren, das man lesend erleben kann. Sie fordert nachdrĂŒcklich die aktive Versenkung, von der sie erzĂ€hlt. Man kann sich sperren, aber unberĂŒhrt bleiben kann man nicht. “

– [15]

Auszeichnungen und Ehrungen

Werke

  • Die Wachsamen. Drei Monodramen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-518-11614-2.
  • Riverside. Christusnovelle. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-518-40382-6.
  • Johnny Shines oder Die Wiederweckung der Toten. Seelenrede. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-518-40552-7.
  • Kelly oder Vom Treffen im kleinen Park. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993. (suhrkamp theatertext)
  • Corpus Christi. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-40749-X.
  • Meine Reise zu Chaplin. Ein Encore. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-518-40948-4.
  • Die Nacht der Zeitlosen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-518-41215-9.
  • Ins Tal der Schatten. Frankfurter Poetikvorlesungen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-12277-0.
  • Magdalena am Grab. Insel, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-458-19234-4.
  • Riding with Mary. 10 mal Sehnsucht. Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-45537-0.
  • Starlite Terrace. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-41662-6.
  • Riverside. Text und Kommentar. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-18862-3.
  • Zur Stadt am Meer. Heidelberger Poetikvorlesungen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-12411-0.
  • Lichternacht. Weihnachtsgeschichte. Insel, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-458-19285-9.
  • Sunrise. Das Buch Joseph. Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1051-3.

Literatur

  • Herwig Gottwald: Mythos und Mythisches in der Gegenwartsliteratur. Stuttgart 1996.
  • Michael Fisch: AutorenportrĂ€t Patrick Roth. In: Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seit 1945. Herausgegeben von Thomas Kraft, MĂŒnchen 2003, S. 1056–1058.
  • Georg Langenhorst (Hg.): Patrick Roth – ErzĂ€hler zwischen Bibel und Hollywood. MĂŒnster 2005. ISBN 978-3-8258-8208-2
  • Gerhard Kaiser: Resurrection. Die Christus-Trilogie von Patrick Roth. Der Mörder wird der Erlöser sein. TĂŒbingen und Basel 2008, ISBN 978-3-7720-8267-2.
  • Reinhold Zwick: “Alles beginnt im Dunkeln”. Das Kino und Patrick Roths revelatorische Ästhetik. In: Erich Garhammer / Udo Zelinka (Hrsg.): Brennender Dornbusch und pfingstliche Feuerzungen. Biblische Spuren in der modernen Literatur. Paderborn 2003, S. 161–176.
  • Michaela Kopp-Marx: Schwarzer Schnee. Abschied und Übergang in Patrick roth "Lichternacht". In: Patrick Roth: Lichternacht. Weihnachtsgeschichte. Frankfurt am Main und Leipzig 2006, S. 33-54.
  • Michaela Kopp-Marx: Das Heilig-Hohe und das Erdig-Irdische. Versuch ĂŒber das Schreiben Patrick Roths. In: Wolfgang W. MĂŒller (Hrsg.): Suche nach dem Unbedingten. Spirituelle Spuren in der Kunst. ZĂŒrich 2008, S. 137–165.
  • Michaela Kopp-Marx: „Ich wollte immer schon in einem Schwarzweißfilm wohnen“. Das filmische Prinzip im Werk von Patrick Roth. In: Volker Wehdeking (Hrsg.): Medienkonstellationen. Literatur und Film im Kontext von Moderne und Postmoderne. Marburg 2008, S. 207–241.
  • Michaela Kopp-Marx (Hrsg.): Der lebendige Mythos. Das Schreiben von Patrick Roth. WĂŒrzburg 2010 (= Band zur wiss. Tagung im Deutschen Literaturarchiv Marbach am Neckar, 2007), ISBN 978-3-8260-3972-0.
  • Michaela Kopp-Marx: Vom GlĂŒck des ErzĂ€hlens. Patrick Roth und Peter Handke. In: Communio. Internationale Katholische Zeitschrift. 5/2010. S. 534–546.
  • Michaela Kopp-Marx: Die Seelen-Dialoge. Ein Commentary Track zu Patrick Roths Christus-Trilogie. WĂŒrzburg 2012, ISBN 978-3-8260-4864-7

Einzelnachweise / Anmerkungen

  1. ↑ Eine interpretierende Synopse mit Screenshots, filmographischen Angaben und bisher unveröffentlichten Drehbuchskizzen findet sich bei Reinhold Zwick: The Boxer und The Killers. Zu zwei frĂŒhen Kurzfilmen von Patrick Roth. In: Michaela Kopp-Marx (Hrsg.): Der lebendige Mythos. Das Schreiben von Patrick Roth. WĂŒrzburg 2010 [= Band zur wissenschaftlichen Tagung im Deutschen Literaturarchiv Marbach am Neckar 2007] S. 147-169.
  2. ↑ GĂŒnter Beck beschreibt die Leistung der Resurrection-Trilogie fĂŒr die Literatur der Gegenwart: "Patrick Roth is praised by critics for having revived the literary genre of the "Christ novella" and the biblical legend in German literature with an unknown freshness and boldness. His Christ trilogy Resurrection is definitely unorthodox in style, language, and the positive notion of its subject matter. Read as a trilogy they tell climactically first of the healing of the sick, then of the raising of the dead, and finally of resurrection [
]. Roth’s writings can be regarded as almost analogous to the retold and rewritten versions of the scripture and apocryphal legends in Judaism in their basic structure, but also in their intention: In their function as cultural ecology they reinterpret the biblical versions for the contemporary context and comment thus (ironically) on the present to reveal cultural and universal truths in search for a deeper meaning." (GĂŒnter Beck: "Between New Testament and New World: Representation of Jews in Patrick Roth’s Fiction." In: Michaela Kopp-Marx (Hrsg.): Der lebendige Mythos. Das Schreiben von Patrick Roth. WĂŒrzburg 2010, S. 129-131.
  3. ↑ Patrick Roth: Ins Tal der Schatten. Frankfurter Poetikvorlesungen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, S. 12 u. S. 136–139. Zum Einfluss Edingers vgl. ders.: Letter to Dr. Edinger in: George R. Elder, Dianne D. Cordic (Hg.): An American Jungian. In Honor of Edward F. Edinger. Inner City Books, Toronto 2009, S. 271–272.
  4. ↑ Patrick Roth: Ins Tal der Schatten, S. 147
  5. ↑ So der Titel der fĂŒnften Frankfurter Poetikvorlesung. Patrick Roth: Ins Tal der Schatten. Frankfurt a.M. 2002. S. 141–170.
  6. ↑ Michaela Kopp-Marx: Jenseits des Ästhetischen: ‚No fiction‘. Eine EinfĂŒhrung. In: dies. (Hrsg.): Der lebendige Mythos. WĂŒrzburg 2010. S. 7–15.
  7. ↑ Reinhold Zwick: Alles beginnt im Dunkeln. Das Kino und Patrick Roths revelatorische Ästhetik. In: Georg Langenhorst: Patrick Roth – ErzĂ€hler zwischen Bibel und Hollywood. MĂŒnster 2005, S. 51
  8. ↑ Patrick Roth: In My Life. 12 Places I Remember. ZDF, 2006. Vgl. dazu die Filmausschnitte: http://www.youtube.com/watch?v=db8tGiWGVMw, http://www.youtube.com/watch?v=eLCbhRepb2k&feature=related, http://www.youtube.com/watch?v=bpepAQQ9miY&feature=related
  9. ↑ Hans-RĂŒdiger Schwab: Patrick Roth. In: Kritisches Lexikon der Gegenwartsliteratur (KLG), 2005, S. 2
  10. ↑ Ins Tal der Schatten, S. 53
  11. ↑ Gerhard Kaiser: „Resurrection“. Die Christus-Trilogie von Patrick Roth. Der Mörder wird der Erlöser sein. A. Francke, TĂŒbingen/Basel 2008. S. 13
  12. ↑ Michaela Kopp-Marx: Das Heilig-Hohe und das Erdig-Irdische. Versuch ĂŒber das Schreiben Patrick Roths. In: Wolfgang W. MĂŒller (Hrsg.): Die Suche nach dem Unbedingten. Spirituelle Spuren in der Kunst. TVZ, ZĂŒrich 2008, S. 147.
  13. ↑ Patrick Roth: Zur Stadt am Meer. Heidelberger Poetikvorlesungen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, S. 78.
  14. ↑ Vgl. dazu: Michaela Kopp-Marx: Vom GlĂŒck des ErzĂ€hlens. Patrick Roth und Peter Handke. In: Communio. Internationale Katholische Zeitschrift. 5/2010. S. 534–546.
  15. ↑ Hubert Winkels: Auf dem Sternenross. In: Die Zeit. Nr. 41, 30. September 2004

Weblinks

Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.