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Pausalform

Der Begriff Pausalform ist ein Terminus aus der Semitistik und spielt insbesondere bei der Aussprache des Hocharabischen eine Rolle. Die klassische Aussprache des Hocharabischen verlangt, alle grammatikalischen Endungen eines Wortes mitzusprechen, mit Ausnahme des letzten Wortes eines Satzes, Teilsatzes oder auch Sinnabschnitts. Dieses Wort wird üblicherweise in der Pausalform, also ohne grammatikalische Endung, gesprochen.

Einige Endungen, beispielsweise die Akkusativendung -an, werden jedoch immer gesprochen, ebenso wie die verschiedenen Formen des Verbs ‏ليس‎ / laisa /‚nicht sein‘.

Neben der klassischen Aussprache hat sich eine „moderne" Aussprachevariante herausgebildet, die die Pausalform auf fast alle Wörter anwendet und somit weitgehend auf grammatikalische Endungen verzichtet.

Auch im klassischen Hebräisch erfahren zahlreiche Wörter am Ende eines Satzes, Teilsatzes oder auch Sinnabschnitts eine Änderung, die sich in den meisten Fällen auf die Vokalisation auswirkt; aus einem Seggol wird dabei ein Qamaz. Beispiel: gefen (Weintraube) kann am Ende eines Satzes als gafen ausgesprochen werden. Solche Variationen werden im modernen Iwrit kaum mehr berücksichtigt.

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