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Peggy Cass (eigentlich Mary Margaret Cass; * 21. Mai 1924 in Boston, Massachusetts; †8. März 1999 in New York, New York) war eine US-amerikanische Schauspielerin.
Inhaltsverzeichnis |
Peggy Cass kam 1924 (anderen Angaben zufolge 1925[1] oder 1926[2]) als mittleres Kind des Bostoner Sportpromoters Raymond James Cass und dessen Ehefrau Margaret (Geburtsname: Loughlin) zur Welt.[3] Sie besuchte drei Jahre die Cambridge Latin School. Dort war sie Mitglied in einer Theatergruppe, bekam aber keine Sprechrolle. Mit 18 Jahren zog sie nach New York, wo sie unter anderem als Model, Sekretärin und Telefonistin arbeitete. Für sieben Monate ging sie 1945 als Mitglied der USO der Doughgirls nach Australien, wo sie mit der Rolle einer russischen Heckenschützin ihr Theaterdebüt gab. Ihre Ausbildung absolvierte sie unter anderem bei so bekannten Schauspiellehrern wie Uta Hagen, Mira Rostova und Tamara Daykarhanova.[3]
Zurück in den USA erschien Cass erstmals 1948 auf einer New Yorker Theaterbühne, als sie die Rolle der Maisie in dem Stück Burlesque am Belasco Theatre übernahm. Ebenso wurde sie als Zweitbesetzung von Jan Sterling in der US-amerikanischen Tournee von Born Yesterday gewonnen. Ihr Broadway-Debüt gab sie ein Jahr später in dem Musical Touch and Go am Broadhurst Theatre. Ab Mitte der 1950er Jahre wurde Cass als Bühnen- und Filmschauspielerin zunehmend bekannter. Für die Nebenrolle der schwangeren aber unverheirateten Agnes Gooch in der Broadway-Komödie Auntie Mame mit Rosalind Russell gewann sie 1957 den Tony Award und Theatre World Award. Ein Jahr später übernahm sie den Part der leicht beschränkten Sekretärin neben Russell auch in der Filmversion Die tolle Tante, der ihr eine Golden-Globe- und Oscar-Nominierung einbrachte.
Cass’ Auftritte in Quizshows (unter anderem To Tell the Truth, 1964–1967) steigerten ihren Bekanntheitsgrad enorm, da sie über ein großes Allgemeinwissen verfügte. Sie war als flotte und lustige Frau mit einer Reibeisenstimme bekannt, die laut ihrem Berufskollegen Orson Bean „das Fett eines Taxifahrer-Nackens abkochen könnte“.[4] 1978 widmete ihr der Musiker Gary Senick den Song "I'm in Love with Peggy Cass". 1997 stand sie für eine TV-Produktion das letzte Mal vor der Kamera.
Am 8. März 1999 verstarb Peggy Cass im Sloane-Kettering Hospital in Manhattan an Herzversagen. Von 1979 bis zu ihrem Tod war sie mit dem pensionierten Lehrer Eugene Feeney verheiratet, mit den sie in späteren Jahren die Welt bereiste. Ihre erste Ehe mit Carl Fisher wurde geschieden.[5]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Cass, Peggy |
| ALTERNATIVNAMEN | Cass, Mary Margaret (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 21. Mai 1924 |
| GEBURTSORT | Boston, Massachusetts, Vereinigte Staaten |
| STERBEDATUM | 8. März 1999 |
| STERBEORT | New York, New York, Vereinigte Staaten |