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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Prignitz | |
| Höhe: | 31 m ü. NN | |
| Fläche: | 137,82 km² | |
| Einwohner: |
12.332 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 19348 | |
| Vorwahlen: | 03876, 038793 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PR | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 70 296 | |
| Stadtgliederung: | 12 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Großer Markt 19348 Perleberg | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Fred Fischer (parteilos) | |
| Lage der Kreisstadt Perleberg im Landkreis Prignitz | ||
Die Stadt Perleberg ist die Kreisstadt des Landkreises Prignitz im Land Brandenburg. Mit rund 12.500 Einwohnern ist sie nach Wittenberge und Pritzwalk die drittgrößte Stadt im Landkreis.
Inhaltsverzeichnis |
Perleberg liegt in der Prignitz am Fluss Stepenitz, welches hinter Perleberg in das Elbe-Urstromtal fließt. Die Altstadt von Perleberg liegt auf einer aus Sandablagerungen gebildeten Insel zwischen zwei Stepenitzarmen im Stepenitztal. Dieses Gelände ist fast eben und weist nur ein leichtes Gefälle vom Kirchplatz nach Süden auf. In der Pritzwalker- und Berliner Straße steigt das Gelände zum Ortsausgang hin stetig bis auf etwa 16 Meter an. Ebenfalls lassen sich Erhöhungen im Norden und Nordwesten der Stadt feststellen. Im Gegensatz dazu ist das Gelände im Westen bei der Sükower Straße eben und flach.[2]
Im Nordosten der Stadt befinden sich drei Erhebungen: der teilweise als Naturschutzgebiet ausgewiesene Weinberg (83 m), Reste des Golmer Berges (ehemals 83 m), welcher durch den Kiesabbau abgetragen wurde, und der Weiße Berg (80,7 m) bei Spiegelhagen.
Südlich grenzt die Stadt an die Perleberger Heide, einem etwa sieben Kilometer breiten und 56 Kilometer langen, parallel der Elbe führenden Streifen, welcher eine dünenreiche und wenig fruchtbare Talsandebene bildet, die vor allem mit Kiefernwäldern bewachsen ist.[3]
Benachbarte Städte sind Wittenberge und Pritzwalk.
Die Stadt Perleberg unterteilt sich heute in die eigentliche Stadt auf der Gemarkung Perleberg und zwölf Ortsteile. Die Ortsteile sind ländlich geprägt. Sie bestehen aus je einem Dorf und den umliegenden Flächen. Die Ortsteile wurden der Stadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angegliedert.
(Stand: Einwohner 2011, Flächen 2011)[4][5]
| Ortsteil | Einwohner | Fläche in km² |
|---|---|---|
| Kernstadt Perleberg | 10.452 | 44,15 |
| Dergenthin | 263 | 17,83 |
| Düpow | 355 | 8,32 |
| Gramzow | 40 | 3,27 |
| Groß Buchholz | 129 | 6,32 |
| Groß Linde | 45 | 4,40 |
| Lübzow | 121 | 5,67 |
| Quitzow | 310 | 11,46 |
| Rosenhagen | 113 | 8,17 |
| Schönfeld | 112 | 5,29 |
| Spiegelhagen | 138 | 7,31 |
| Sükow | 185 | 9,99 |
| Wüsten-Buchholz | 107 | 5,65 |
| Gesamt | 12.370 | 137,82 |
Zudem existieren neun ausgewiesene Wohnplätze: Alt Gramzow und Gramzower Mühle im Ortsteil Gramzow, Lübzow Ausbau im Ortsteil Lübzow, Platenhof im Ortsteil Sükow, Kolonie im Ortsteil Wüsten-Buchholz sowie Henningshof, Neue Mühle, Perlhof und Waldsiedlung zur Kernstadt Perleberg.[6]
(Stand: 2009)[7]
| Flächen nach Nutzungsart | Fläche in Hektar |
|---|---|
| Gebäude- und Freifläche | 719 |
| Betriebsfläche | 45 |
| Erholungsfläche | 202 |
| Verkehrsfläche | 623 |
| Landwirtschaftsfläche | 7662 |
| Waldfläche | 4393 |
| Wasserfläche | 117 |
| Flächen anderer Nutzung | 21 |
| Bodenfläche (gesamt) | 13.782 |
Die Nachbargemeinden von Perleberg sind Karstädt, Groß Pankow, Plattenburg, Amt Bad Wilsnack/Weisen, Wittenberge, Amt Lenzen-Elbtalaue.
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Klimatabelle für Perleberg
Quelle: [8]
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Die Geschichte der Stadt Perleberg ist eng mit der Geschichte der Prignitz verbunden.
Wie entsprechende Funde belegen, gab es bereits vor 3000 Jahren eine Besiedlung der Stepenitzinsel. Später wurde auf Grund von Keramikfunden eine slawische Besiedlung nachgewiesen. Im Zuge der deutschen Besiedlung nach der Eroberung der ostelbischen Gebiete der späteren Mark Brandenburg wurde Perleberg unter Obhut der Familie Gans gegründet und erhielt 1239 das Salzwedeler Stadtrecht verliehen. Nach dem Tod des Stadtherren Johannes Gans ging Perleberg an die Markgrafen von Brandenburg, wurde Immediatstadt und entwickelte sich nach dem Eintritt in die Hanse 1358 zum politischen und wirtschaftlichen Zentrum in der Region. Die Stepenitz war damals noch schiffbar, 1337 sicherten sich die Bürger zum Beispiel das Treidelrecht und konnten so vor allem Getreide transportieren. So verband die Stepenitz die Stadt über die Elbe mit allen bedeutenden Hanseplätzen.
Seit dem 14. Jahrhundert galt Perleberg als „Vorort und Hauptstadt“ der Prignitz und vertrat die Prignitzer Städte auf den brandenburgischen Landtagen. Häufig war Perleberg selbst in die zahlreichen Fehden zwischen Rittern, Fürsten und Städten verwickelt, übernahm aber auch die Rolle des Vermittlers; 1420 wurde zum Beispiel in Perleberg eine Fehde zwischen den Städten Hamburg und Lübeck und dem Herzogtum Sachsen-Lauenburg beigelegt. Die Urkunde über den „Perleberger Frieden“ befindet sich noch heute im Archiv der Hansestadt Lübeck.[9]
Im 15. Jahrhundert war Perleberg eine der reichsten Städte der Mark Brandenburg.
1498 wurde erstmals ein Perleberger Roland erwähnt, der ursprünglich aus Holz war. 1546 wurde Perleberg Sitz des Landgerichts der Prignitz und die hölzerne Rolandsfigur auf dem Marktplatz durch ein Roland-Standbild aus Sandstein ersetzt.
Der Dreißigjährige Krieg fügte Perleberg erheblichen Schaden zu. 1636 schleppten verwundete Soldaten die Pest in die Stadt. Im November 1638 wurde die Stadt von kaiserlichen Truppen heimgesucht und schrecklich verwüstet, es wurde gemordet, gefoltert, vergewaltigt, die Stadt völlig ausgeplündert. Von vormals 3.500 Einwohnern überlebten nur 300 die Schreckenstage, von 300 Wohnhäusern waren nur noch 127 bewohnbar. Perleberg erholte sich nur sehr langsam von dieser Zeit, blieb aber weiter wichtigster Ort in der Prignitz. Wie auch in anderen Städten Brandenburgs dauerte es fast 200 Jahre, bis der Bevölkerungsstand wieder das Vorkriegsniveau erreichte.
Wenige Jahre nach der Beendigung des Dreißigjährigen Krieges wurde der Postkurs von Cölln a. d. Spree (Berlin) nach Hamburg eingerichtet, an der Perleberg etwa auf halber Strecke lag.
Ab 1724 war in Perleberg eine preußische Reitergarnison stationiert[10], ab 1772 lag eine ständige Garnison in Perleberg.[11] Fortan bestimmte das militärische Leben auch die weitere Entwicklung der Stadt.
Zwischen 1730 und 1770 wuchs die Bevölkerungszahl in Perleberg um 30 Prozent, sie war hinter Wittstock die zweitgrößte Stadt der Prignitz. 1777 erfolgte die Gründung einer Ritterschaftsdirektion in Perleberg.
Am 25. November 1809 verschwindet der britische Diplomat Benjamin Bathurst in Perleberg, wo er eine Rast auf seiner inkognito geführten Rückreise eingelegt hat, am Abend auf ungeklärte Weise.
1817 wurde die Prignitz verwaltungstechnisch geteilt und Perleberg Kreisstadt der Westprignitz.
Ab 1828 wurde die Berlin-Hamburger Chaussee ausgebaut, die über Kyritz-Kletzke-Perleberg-Karstädt (Prignitz) nach Ludwigslust führte (heute die B 5). Die Reisezeit auf dieser Strecke wurde damit um mehr als die Hälfte verkürzt, anliegende Gasthäuser und Poststationen wurden wichtige Umschlagplätze für Waren und Nachrichten.
In Perleberg entstanden einige Unternehmen. Der Perleberger C. L. Beutel, Erfinder der Perleberger Glanzwichse, begann im Jahr 1835 mit der fabrikmäßigen Produktion dieses Erzeugnisses, das er besonders gut unter dem ansässigen Militär verkaufen konnte, das aber auch in Mecklenburg und Sachsen bekannt wurde. Außerdem stellten die Gebrüder Kürsten Perleberger Mostrich her. Allerdings konnte Perlebergs Entwicklung im Zuge der Industrialisierung mit anderen Städten, wie zum Beispiel dem Nachbarn Wittenberge, nicht mithalten.
1843/1848 wurde die Chaussee Perleberg-Wittenberge bzw. Perleberg-Pritzwalk gebaut (heute ein Teil der B 189).
Im Jahr 1905 wurde in Perleberg das „Städtische Krankenhaus“ eröffnet, außerdem ein Museum (heute Museum Perleberg) gegründet, um die im Königsgrab von Seddin gefundenen Schätze zu zeigen. Heute werden davon nur noch Kopien aufbewahrt.
1904–1909 erfolgte der Neubau der kaiserlichen Kasernen in Perleberg und nach dem ersten Weltkrieg wurde Perleberg Reichswehrgarnison. In den Jahren 1903 - 1905 erhielt Perleberg, parallel zum Kasernenbau, moderne und hygienische Trinkwasserversorgungs- und Kanalisationsanlagen.[12]
Von 1945 bis 1992 war Perleberg Standort der Sowjetarmee. Ebenfalls waren Truppen der Grenztruppen der DDR in Perleberg stationiert, hier befand sich deren Unteroffiziersschule „Egon Schultz“.
1952 wurde Perleberg nach der Auflösung des Landes Brandenburg und der Neubildung von Bezirken in der DDR Kreisstadt im gleichnamigen Kreis Perleberg, der künftig als einziger ehemals brandenburgische Region dem Bezirk Schwerin zugeordnet wurde.
1964 wurde der Perleberger Tierpark angelegt.
Bis 1991 war Perleberg Standort der 21. Garde-Motorisierten-Schützen-Division der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland.
Mit der Bildung der Länder nach der Wende wurde der Kreis Perleberg im Rahmen einer Volksabstimmung wieder dem Land Brandenburg (und nicht Mecklenburg-Vorpommern) zugeordnet und 1993 wurde Perleberg Kreisstadt des neu gebildeten Landkreises Prignitz.
Im Juni 1993 führte die Stepenitz ungewöhnliches Hochwasser, das auch Teile der Perleberger Altstadt überflutete.
Am 12. März 1997 endete mit dem Abzug des zuletzt hier stationierten Sanitätsbataillons der Bundeswehr für die Garnisonsstadt Perleberg eine 300jährige Militärtradition.
Im Dezember 1999 wurden der Neubau und die teilweise Rekonstruktion der Kreisverwaltung in Perleberg beendet, am 6. Februar 2003 ein Neubau des „Kreiskrankenhauses Prignitz“ fertiggestellt.
Am 3. Juli 1972 wurden Düpow und Groß Buchholz eingemeindet. Am 1. Mai 1973 folgte Spiegelhagen. Groß Linde (mit Lübzow und Gramzow) und Rosenhagen kamen am 1. Januar 1974, Dergenthin, Quitzow (mit Schönfeld) und Sükow erst am 6. Dezember 1993 hinzu.[13]
Die Stadtverordnetenversammlung von Perleberg besteht aus 22 Stadtverordneten sowie dem jeweiligen Bürgermeister bei folgender Sitzverteilung:
(Stand: Kommunalwahl 2008[14])
Nach dem Tod des bisherigen Bürgermeisters Manfred Herzberg wurde im Rahmen einer Stichwahl am 11. Februar 2007 mit 69,4 Prozent der abgegebenen Stimmen der parteilose Kandidat Fred Fischer (unterstützt von der PDS.Die Linke) vor seinem ebenfalls parteilosen Mitbewerber Hans Rothbauer (unterstützt von der SPD und CDU), der 30,6 Prozent der abgegeben Stimmen erhielt, gewählt.[15] Fred Fischer trat am 11. Februar sein neues Amt an.
Vor blauem Hintergrund befindet sich im Zentrum des Perleberger Wappens ein achtstrahliger goldener Stern. Bewinkelt werden diese Strahlen von acht silbernen Perlen. Im Inneren des Sterns ist eine goldperlengefasste groß silberne Innenperle. Das Wappen von Perleberg ist ein redendes Wappen, dessen Wappenform vom ältesten Stadtsiegel (SIGILLVM BVRGENSIVM IN PERLEBERCH) aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts abstammt. Man vermutet, dass die große Innenperle die Stadt Perleberg als Hauptort der Prignitz symbolisiert und die übrigen acht Perlen die anderen Städte in der Prignitz.[16]
Die Flagge der Stadt ist blau-weiß (1:1) gestreift und mittig mit dem Stadtwappen belegt.
Perleberg unterhält städtepartnerschaftliche Beziehungen mit Kaarst in Nordrhein-Westfalen, Pinneberg und Norderstedt in Schleswig-Holstein, des Weiteren mit dem polnischen Szczawnica.
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* geschätzte Werte
| Jahr | Gesamtbevölkerung | Alter: unter 15 | Alter: 15 bis 65 | Alter: über 65 |
|---|---|---|---|---|
| 2000 | 13.907 | 1.774 | 9.812 | 2.321 |
| 2008 | 12.474 | 1.273 | 8.172 | 3.029 |
Quelle: [22]
| Jahr | Gesamtbevölkerung | Alter: unter 15 | Alter: 15 bis 65 | Alter: über 65 |
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 12.100 | 1.313 | 7.744 | 3.043 |
| 2020 | 10.709 | 1.298 | 5.969 | 3.442 |
| 2030 | 9.406 | 744 | 4.478 | 4.185 |
Quelle: [23]
siehe auch: Liste der Baudenkmale in Perleberg
Durch Perleberg verlaufen die Bundesstraßen 5 und 189, über die in 35 Kilometern Entfernung auch Anschluss an die Bundesautobahn 24 besteht.
Die Stadt besitzt seit 1881 einen Eisenbahnanschluss über die Bahnstrecke Wittenberge–Strasburg, deren Abschnitt Wittenberge–Perleberg 1881 von der Wittenberge-Perleberger Eisenbahn beziehungsweise der Abschnitt Perleberg–Wittstock 1885 von der Prignitzer Eisenbahngesellschaft eröffnet wurde. Des Weiteren war der Bahnhof Mittelpunkt des normal- und schmalspurigen Netzes der Prignitzer Kreiskleinbahnen. Im Regionalverkehr wird der Bahnhof Perleberg 2008 durch die Regional-Express-Linie RE 6 (Wittenberge–Berlin-Spandau) bedient, Teilstrecken der Prignitzer Kreiskleinbahnen werden zudem noch als Museumsbahn betrieben.
Der Wirtschaftsstandort ist einer von 15 Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg. Dadurch werden ausgewählte zukunftsorientierte Branchen gefördert. In Perleberg sind kleine und mittlere Unternehmen ansässig.
Die Organisation des Schul- und Bildungswesen unterliegt den Vorgaben des Landes Brandenburg.
Es gibt in Perleberg (Schuljahr 2007/08) folgende, ausschließlich staatliche Schulen:
Des Weiteren ist in Perleberg die Kreismusikschule Prignitz zu finden.
Perleberg ist Sitz des staatlichen Schulamtes der Kreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel.
Bad Wilsnack | Berge | Breese | Cumlosen | Gerdshagen | Groß Pankow (Prignitz) | Gülitz-Reetz | Gumtow | Halenbeck-Rohlsdorf | Karstädt | Kümmernitztal | Lanz | Legde/Quitzöbel | Lenzen (Elbe) | Lenzerwische | Marienfließ | Meyenburg | Perleberg | Pirow | Plattenburg | Pritzwalk | Putlitz | Rühstädt | Triglitz | Weisen | Wittenberge