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Peter Dehoust (* 30. Mai 1936 in Heidelberg) (Pseudonym Peter Degner[1]) ist Multifunktionär und einer der wichtigsten Publizisten der deutschen rechtsextremistischen Szene.
Inhaltsverzeichnis |
Dehoust wuchs in Heidelberg auf und absolvierte dort sein Abitur. In Heidelberg und München studierte er Rechtswissenschaften und Publizistik. Während seines Studiums war er 1956 Mitgründer und Chefideologe des rechtsextremen Bundes Nationaler Studenten (BNS). Diese zusammen mit Peter Stöckicht und Martin Mußgnug gegründete Gruppe war eine der radikalsten rechtsextremen Studentenorganisationen Ende der 1950er Jahre und wurde 1961 bundesweit verboten. In Heidelberg verfolgte Dehoust das Ziel, die Anerkennung den BNS als akademische Gruppe an der Universität zu erreichen. Er war Schriftleiter des BNS-Organs "Student im Volk" und von Juni 1961 bis 1978 Herausgeber der nach dem BNS-Verbot umbenannten Nachfolgezeitschrift "Deutscher Studenten Anzeiger" (DSA), wo er bis 1971 als Redakteur mitarbeitete.
1968 wurde Dehoust Bezirksvorstandsmitglied der NPD in Bayreuth, 1970 1. Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Coburg. 1970 trat er für die NPD Bayern als Kandidat zur Landtagswahl an. Nach dem Tod von Arthur Ehrhardt 1971 wurde Dehoust "Hauptschriftleiter" der Zeitschrift "Nation und Europa" (NE) und veröffentlichte hier in den folgenden Jahren zahlreiche Artikel, zum Teil auch unter dem Pseudonym Peter Degner.
1972 wurde er Vorstandsmitglied des NPD-Landesverbandes Bayern. 1972 gründete er mit weiteren Mitgliedern des Arbeitskreises Junges Forum und der NPD die Deutsch-Europäische Studiengesellschaft (DESG), einen wichtigen Zirkel der Neuen Rechten. Als Funktionär der NPD versuchte er insbesondere die Kontakte zwischen NPD-nahen Kreisen und der CDU/CSU zu intensivieren. Hierzu gründete er 1976 das Hilfskomitee Südliches Afrika (HSA), in dessen Vorstand er bis heute tätig ist.
1978 war Dehoust stellvertretender NPD-Kreisvorsitzender in Oberfranken und kandidierte erneut bei den bayrischen Landtagswahlen. 1979 war er Vorsitzender des außenpolitischen Bundesausschusses der NPD und Vorstandsmitglied (stellvertretender Vorsitzender) der Gesellschaft für Freie Publizistik (GfP). Ab 1985 beteiligt er sich an den Bemühungen um die Bildung einer einheitlichen rechten Wahlfront, welche 1991 in der Bildung der Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH) mündeten. Dort ist er Beisitzer im Vorstand des DLHV. Er ist auch Vorsitzender des Förderkreises Vereinigte Rechte, einer Vorfeldorganisation der DLVH.
Seit 1988 fungiert Dehoust als Verlagsleiter und Herausgeber der Zeitschrift und Inhaber des Deutschen Buchversandes. Der Aufkauf der Zeitschrift Deutsche Monatshefte 1989 wurde wesentlich von Dehoust initiiert. Nachdem 1992 Adolf von Thadden und Harald Neubauer in den Herausgeberkreis der NE aufgenommen wurden, hält Dehoust 57% der Geschäftsanteile. 1995 wurde er in Coburg wegen Volksverhetzung verurteilt.
Von 1989 bis 1991 war er Gesellschafter des Vereins Nation-Europa-Freunde. Bei der Gründungsveranstaltung der rechtsextremen Organisation Deutsche Alternative/Vereinigte Rechte am 18. Januar 1991 in München-Großhadern trat er als Redner auf.
1996 wurde Dehoust von der Gesellschaft für freie Publizistik für sein Lebenswerk mit der Ulrich-von-Hutten-Medaille ausgezeichnet.
2001 erklärte der Stadtrat von Coburg Peter Dehoust zu unerwünschten Personen in der Stadt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dehoust, Peter |
| ALTERNATIVNAMEN | Degner, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Publizist und Multifunktionär der deutschen rechtsextremistischen Szene |
| GEBURTSDATUM | 30. Mai 1936 |
| GEBURTSORT | Heidelberg |