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Peter Andreas Thiel (* 1967 in Frankfurt am Main) ist ein US-amerikanischer Investor deutscher Herkunft. Er ist Partner der Risikokapitalfirma Founders Fund in San Francisco.
Inhaltsverzeichnis |
Thiel wurde in Frankfurt am Main geboren. Als er ein Jahr alt war, wanderten seine Eltern in die Vereinigten Staaten aus.[1] Er studierte Philosophie und Jura an der Stanford University, danach arbeitete er als Anwalt in einer renommierten Kanzlei.
1998 lernte Thiel den Informatiker Max Levchin kennen. Er investierte 280.000 US-Dollar in dessen Startup PayPal und wurde CEO des Unternehmens. 2002 brachte Thiel PayPal an die Börse. Mit dem Erlös von 55 Millionen Dollar aus der Übernahme von PayPal durch eBay im selben Jahr gründete Thiel Clarium Capital Management, einen Global-Macro-Fonds. Dieser Hedge-Fonds verwaltete Anfang 2007 ungefähr 2,1 Mrd. US-$. Im Juni 2004 stieg Thiel als erster Investor mit einem Darlehen von 500.000 US-$ bei Facebook ein. Später wandelte er es in 7% Anteile an Facebook. Er hält derzeit noch 5,1 % der Anteile.[2]
Neben seiner Tätigkeit als Finanzmanager engagierte sich Thiel vielfältig. So finanzierte er als sogenannter "executive producer" (im Vergleich zum Produzenten an sich gilt der "executive producer" heute in der Regel nicht mehr als der die Produktion durchführende Produzent, sondern nur noch als eine Person, die in irgendeiner Weise für die Produktion wichtig war, z.B. als Initiator) die satirische Filmkomödie Thank You for Smoking. Er unterstützte die Arbeiten von Aubrey de Grey zur Überwindung der Alterungsprozesse beim Menschen mit mehreren Millionen US-Dollar.
Auch als Schachspieler war Thiel sehr erfolgreich, allerdings sind seit Ende Juli 2003 keine Turnierpartien mehr verzeichnet. Sein zusammen mit Garri Kasparov und Max Levchin geschriebenes Buch The Blueprint diagnostiziert eine Stagnation des technologischen Fortschritts und plädiert für umfassendere Investitionen in Forschung und Entwicklung, um den globalen Wohlstand zu erhöhen. Mit der aktuellen ELO-Zahl von 2199 zählt er aber immer noch zu den tausend besten Schachspielern in den USA.
Seine politische Orientierung hat sich während des Studiums abgezeichnet, 1987 gründete er die libertäre, wöchentlich erscheinende Campuszeitung The Stanford Review. Schon im Wahlkampf 2008 unterstützte er Ron Paul, einen Verfechter der Österreichischen Schule, für die Nominierung zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten[3]. Im Präsidentenwahlkampf 2012 war er der größte Einzelspender von Paul, er spendete 2,6 Millionen Dollar in Pauls Super-PAC und auch die Tea Party erhielt Geld von ihm[4].
Thiel ist Mitglied im Steering Committee der Bilderberg-Konferenz.[5]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Thiel, Peter |
| ALTERNATIVNAMEN | Thiel, Peter Andreas |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Unternehmer deutscher Herkunft |
| GEBURTSDATUM | 1967 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |