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| Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs | |
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| Zweck: | Förderung der Entwicklung junger Menschen |
| Vorsitz: | Peter Reimann Präsident[1] Gitti Krepl Bundesleiterin Christoph Hofbauer Bundesleiter |
| Gründungsdatum: | 1976 |
| Mitgliederzahl: | ca. 85.000[2] |
| Sitz: | Wien |
| Website: | www.ppoe.at |
Der Verein Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs (PPÖ) ist der größte österreichische Pfadfinderverband und Mitglied der beiden Weltverbände World Association of Girl Guides and Girl Scouts und World Organization of the Scout Movement. Der Verband hat nach eigenen Angaben in 300 Ortsgruppen etwa 85.000 Mitglieder[2].
Inhaltsverzeichnis |
Er gliedert sich in neun Landesverbände, die wiederum in Bezirke, Regionen oder Kolonnen unterteilt werden. Die Ortsgruppen sind entweder unselbständige Untergliederungen der PPÖ oder rechtlich eigenständige Anschlussvereine.
Die Trennung der verschiedenen Altersgruppen erfolgt nach Stufen:
Nach Absolvierung der regulären Altersstufen können Pfadfinder als Pfadfinderleiter (bis 2002: Pfadfinderführer) tätig werden oder in die Pfadfinder-Gilde Österreichs (auch Altpfadfinder genannt) eintreten.
Für Kinder von 5 bis 7 Jahren gibt es vor allem in Wien[3] und Niederösterreich[4] die Stufe Biber. Auch in Salzburg[5][6], Tirol[7] und der Steiermark[8] haben einzelne Gruppen mit Biber-Heimstunden begonnen. Diese Stufe besteht jedoch nur auf Landesebene und existiert nicht bundesweit. Zuletzt wurde im April 2007 vom Bundesrat die Entscheidung getroffen, Biber weiterhin nicht als offizielle Altersstufe einzuführen bzw. diese Stufe weiter zu fördern, aber sie auch nicht zu verbieten[9].
Die einzelnen Stufen verwenden verschiedene Spielideen und Arbeitsmethoden. So orientiert sich die Wölflingsstufe am Dschungelbuch, die Wichtelstufe am Buch „Puck sucht ihren Namen“, als Methode nutzen sie das Spiel. Bei den Guides und Späher ist die Arbeitsmethode das Abenteuer, auch der Wettbewerb in den Patrullen wird genutzt. Bei den Caravelles und Explorern steht die Methode des Unternehmens im Vordergrund. Dabei lernen die Jugendlichen aus eigenen Ideen eine auswählen, ein Unternehmen zu planen, durchzuführen und schließlich Rückschau zu halten. Die vielschichtigere Projektmethode hilft Rangern und Rovern ihr Programm zu gestalten.
Grundlage der Programmgestaltung sind in allen Altersstufen die acht Schwerpunkte der PPÖ, die eine ganzheitliche Gestaltung ermöglichen.
Alle Pfadfinderleiter (ab 2002 gleichwertig zu: Pfadfinderführer) der PPÖ sind ehrenamtlich tätig. Sie durchlaufen eine fünfstufige Regelausbildung die mit dem Woodbadgekurs abschließt: Einstiegsseminar, Grundlagenseminar, Methodenseminar, Aufbauseminar (im Landesverband Wien zweigeteilt in Aufbauseminar Stufe und Aufbauseminar Team) sowie dem Woodbadgekurs, dem Führungskräfteseminar der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs. Zusätzlich werden Spezialseminare (persönlichkeitsbildende, pädagogische, religiöse, musische, administrative und technische Seminare) angeboten.
Die acht Schwerpunkte in der Programmgestaltung der Heimstunden und Unternehmen der PPÖ sind:
Im Jahr 1910 gründete Georg Pfligersdorffer das Pfadfinderkorps Wiener Neustadt, das bis heute als die Gruppen Wiener Neustadt 1 und Wiener Neustadt 2 aktiv ist und damit die ersten Pfadfindergruppen in Österreich waren.[10] Damit zählen sie außerdem zu den ältesten noch bestehenden Pfadfindergruppen weltweit.