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Philippe Sollers

Philippe Sollers in Paris

Philippe Sollers (* 28. November 1936 in Bordeaux) ist ein französischer Schriftsteller.

Er veröffentlichte 1959 Une curieuse solitude (Eine seltsame Einsamkeit). Dieser klassische Entwicklungsroman wurde vom katholischen Schriftsteller François Mauriac, aber auch von seinem kommunistischen Kollegen Louis Aragon, begeistert aufgenommen. Zwischen 1960 und 1982 widmete sich Sollers sprachlichen und politischen Experimenten. So unterstützte er zeitweise den Maoismus. 1983 landete er mit Femmes einen überraschenden Bestseller, mit dem er wieder zu einer konventionelleren Erzählweise zurückkehrte. Seitdem ist er immer wieder in den französischen Medien zu erleben, wo er sich zu aktuellen Fragen äußert. Heute unterstützt er den Papst und setzt sich gegen Gentechnik ein. Vereinfachend könnte man Sollers einen Vorläufer von Michel Houellebecq nennen.

Literatur

  • Johannes Angermüller: Nach dem Strukturalismus. Theoriediskurs und intellektuelles Feld in Frankreich. Bielefeld 2007. ISBN 978-3-89942-810-0
  • Roland Barthes: Sollers écrivain. Paris 1979, ISBN 2-02-005187-7
  • Jacques Derrida: Dissemination. Passagen Verlag, Wien 1995, S. 323ff. ISBN 3-85165-152-9
  • Kritisches Lexikon der fremdsprachigen Gegenwartsliteratur KLfG, Artikel von Andreas Gelz. Edition text und kritik, München (fortlaufend.)

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Philippe Sollers â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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