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Pierre Broué (* 8. Mai 1926 in Privas, Ardèche; † 27. Juli 2005 in Grenoble, Frankreich) war ein französischer Historiker, Autor und Trotzkist.
Inhaltsverzeichnis |
Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Mitglied der Französischen Kommunistischen Partei (PCF) in der Résistance gegen die deutschen Besatzer.
Als Stalin die Komintern 1943 auflöste, verließ Broué die PCF.
Früh bekannte er sich zum Trotzkismus und wurde so Mitglied der Organisation Communiste Internationaliste, von welcher er 1989 ausgeschlossen wurde. Später sympathisierte er mit der International Marxist Tendency.
1978 gründete er das Leo-Trotzki-Institut (kurz ILT - Institut Léon Trotsky) und gab die französische Ausgabe der Trotzki-Werke heraus.
Insgesamt veröffentlichte er mehr als 20 Bücher, darunter eine zwei-bändige Trotzki-Biographie (1988) sowie ein Werk zum spanischen Bürgerkrieg.
Über Broués Trotzki-Biographie urteilte der Berliner Historiker Andreas Oberender: „Sie ist in einem Tonfall naiver, anbiedernder Bewunderung gehalten, der jeden Leser peinlich berührt; im Vorwort äußert der Autor allen Ernstes die Hoffnung, im Laufe der Lektüre werde der Leser Trotzki 'lieben' lernen.“[1]
Pierre Broué war Professor des Institutes für politische Studien an der Universität Grenoble. Zuvor arbeitete er als Lehrer.
Er war drei Mal verheiratet und Vater von fünf Kindern.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Broué, Pierre |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Schriftsteller, Trotzkist, Historiker |
| GEBURTSDATUM | 8. Mai 1926 |
| GEBURTSORT | Privas, Ardèche |
| STERBEDATUM | 27. Juli 2005 |
| STERBEORT | Grenoble, Frankreich |