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| Planitz Große Kreisstadt Zwickau
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| Koordinaten: | 50° 42′ N, 12° 29′ O50.69372912.475676290Koordinaten: 50° 41′ 37″ N, 12° 28′ 32″ O |
| Höhe: | 290–402,7 m ü. NHN |
| Fläche: | 9,26 km² |
| Einwohner: | 11.854 (31. Dez. 2005) |
| Eingemeindung: | 1. Jan. 1944 |
| Postleitzahlen: | 08062, 08064 |
| Vorwahl: | 0375 |
Planitz ist ein Stadtteil im Stadtbezirk Zwickau-Süd.
Inhaltsverzeichnis |
In der Zeit um 1100 war das Gebiet von Slawen besiedelt. Von ihnen stammt die Bezeichnung „plaw“, das bedeutet „herabfließender Wasserlauf“ oder „Schwemmbach“. Um 1150 zogen deutsche Bauern in die Gegend. In dieser Zeit wurde auch eine erste Burg erbaut.
Bekanntheit erlangte der 1476 durch Selbstentzündung von Steinkohlenflözen entstandene Planitzer Erdbrand, der erst 1860 gelöscht werden konnte. Im Jahr 1837 gründete Ernst August Geitner die „Treibegärtnerei auf den Planitzer Erdbränden“, in der er die mit über 70°C aufsteigenden Dämpfe fasste und zur Beheizung seiner Gewächshäuser nutzte, in denen er tropischer Pflanzen züchtete. Nach dem Erlöschen des Brandes wurde die Gärtnerei stillgelegt.
Vom 1. Juli 1923 (Vereinigung von Ober- und Niederplanitz) bis zum 8. Mai 1924 (Verleihung des Stadtrechts) war die Gemeinde Planitz das größte Dorf in Sachsen. Am 1. Januar 1944 wurde die Stadt Planitz nach Zwickau eingemeindet.
Planitz gliedert sich in die ehemals selbständigen Gemeinden Nieder- und Oberplanitz. Der 1973 auf der grünen Wiese gegründete Zwickauer Stadtteil Neuplanitz grenzt unmittelbar an Planitz an.
Die höchste Erhebung auf Planitzer Gebiet (und gleichzeitig Gesamt-Zwickaus) ist der 403 m hohe Kreuzberg an der westlichen Ortsgrenze zu Lichtentanne. Weitere nennenswerte Berge sind der Schloßberg und die Alexanderhöhe.
Ober- und Niederplanitz sind ursprüngliche Reihendörfer entlang des Planitzbaches, der am Kreuzberg entspringt, das Strandbad und den Geleitsteich speist und schließlich in Zwickau in die Zwickauer Mulde mündet.
Im Jahr 1948 gewann die Fußballmannschaft SG Planitz die Ostzonenmeisterschaft, die Vorgängerin der DDR-Meisterschaft.
Von 1907 bis 1969 besaß Planitz einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Zwickau–Planitz. Zunächst diente die Strecke nur dem Güterverkehr, nach dem Zweiten Weltkrieg verkehrten auch Personenzüge. Nach Planitz verkehrte eine der ersten Omnibuslinien. <div style="clear:both;" />
Pyramidenandrehen
Am Oberplanitzer Markt steht seit 1997 eine Weihnachtspyramide. Jährlich zum ersten Adventssonntag wird sie in einem Festakt angedreht. Im Laufe der Jahre hat sich diese Veranstaltung mehr und mehr zu einem bunten vorweihnachtlichen Treiben inklusive einem eintägigen Weihnachtsmarkt entwickelt. Auch die Besucherzahlen stiegen von anfänglich einigen hundert Personen auf bis zu zeitweise 3000 Leute (Stand 2007) an. Die Figurengruppen der Planitzer Pyramide wurden vom Planitzer Schnitzverein gestaltet und stellen Märchenszenen dar.
Pfingstbarock
Von 2006 bis 2009 fand jährlich am Pfingstwochenende auf dem Schlossberg zu Planitz diese Veranstaltung statt. Es handelte sich hierbei um eine Mischung aus barockem Musikfestival und einer lebendigen Darstellung des höfischen Lebens dieser Zeit. Das Konzept sieht vor, dass der sächsische Regent jeweils ein europäisches Adelsgeschlecht und dessen Abgesandte am Planitzer Hof empfängt. Zudem war das Ereignis von buntem zeitgenössischen Markttreiben und zeitgemäßen Militärmanövern geprägt. Regelmäßiger Höhepunkt des Festes war das sonntägliche Feuerwerk in Verbindung mit barocker Musik.
Stadtteile: Auerbach | Bockwa | Brand | Eckersbach | Hartmannsdorf | Hüttelsgrün | Innenstadt | Marienthal | Maxhütte | Neuplanitz | Niederhohndorf | Niederplanitz | Nordvorstadt | Oberhohndorf | Oberplanitz | Pöhlau | Pölbitz | Schedewitz | Weißenborn
Ortschaften: Cainsdorf | Crossen | Mosel | Oberrothenbach | Rottmannsdorf | Schlunzig
Ortsteile in Ortschaften: Schneppendorf