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| Poitiers | ||
|---|---|---|
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| Region | Poitou-Charentes (Präfektur) | |
| Département | Vienne | |
| Arrondissement | Poitiers | |
| Kanton | Chef-lieu von 7 Kantonen | |
| Gemeindeverband | Communauté d'agglomération de Poitiers 00°20'10 46°34'55 | |
| Koordinaten | 46° 35′ N, 0° 20′ O46.58111111110.335277777778111Koordinaten: 46° 35′ N, 0° 20′ O | |
| Höhe | 111 m (65–144 m) | |
| Fläche | 42,11 km² | |
| Einwohner | 88.795 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 2.109 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 86000 | |
| INSEE-Code | 86194 | |
| Website | www.poitiers.fr | |
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Poitiers ist die Hauptstadt des französischen Départements Vienne (Region Poitou-Charentes). Sie liegt am Fluss Clain und zählt 88.795 Einwohner (Stand 1. Januar 2009).
Aufgrund ihrer 78 unter Denkmalschutz stehenden Kulturdenkmäler wurde sie mit dem Prädikat Stadt der Kunst und Geschichte ausgezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
In der Schlacht bei Tours und Poitiers (732) stoppte der Franken-Herrscher Karl Martell das weitere Vordringen der Mauren nach Mitteleuropa.
1356 wurde der französische König Johann der Gute nach der Schlacht von Maupertuis zwischen England und Frankreich in Poitiers gefangen genommen.
Karl VII. gründete 1431 die Universität Poitiers.
Poitiers war die Hauptstadt des Poitou, der historischen Region, die vom Grafen von Poitiers regiert wurde; die Stadt ist Sitz des Erzbistums Poitiers.
| Bevölkerungsentwicklung | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1936 | 1954 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | ||
| Einwohner | 44.269 | 52.681 | 62.178 | 71.129 | 81.313 | 79.350 | 78.894 | 83.448 | 89.253[1] | ||
Poitiers besitzt vorgeschichtliche und antike Kulturdenkmäler wie den Pierre levée de Poitiers (Dolmen) an der späteren Römerstraße nach Avaricum (Bourges) beziehungsweise Lugdunum (Lyon) und Überreste einer der größten römischen Arenen (Anfang 1. Jahrhundert, ursprünglich 150 × 130 m). Eine Weiheinschrift für den gallischen Gott Adsmerius wurde ebenfalls hier aufgefunden.
Aus dem 12./13. Jahrhundert stammen die Reste der ehemaligen Befestigungsanlage, die als „Mauer der Eleonore von Aquitanien“ bekannt sind. Erhalten blieben Teile der Stadtmauer sowie die im Tal der Boivre errichteten Türme. Letztere beherbergen gegenwärtig Einrichtungen der Postbehörde.
Ein weiterer touristischer Anziehungspunkt ist sieben Kilometer nördlich von Poitiers das seinerzeit von der Pariser Cité des sciences et de l’industrie inspirierte Futuroscope.
Die ehemalige Residenz der Grafen von Poitiers hat ihren gegen Ende des Mittelalters eingerichteten, „Tour Maubergeon“ genannten Donjon bewahrt. Er beherbergt heute den Justizpalast.
Ebenfalls erhalten blieben die Türme des Schlosses von Jean I. de Berry, der Burg Clain am Zusammenfluss des Clain und der Boivre.
In der Altstadt sind, insbesondere im Bereich der Rue de la Chaîne, des Place du marché Notre-Dame, der Rue de la Regratterie und der Rue des Vieilles Boucheries zahlreiche schöne Fachwerkhäuser zu finden.
Unter den sogenannten „Hôtels Particuliers“, das heißt den ehemaligen Stadtpalästen des gehobenen Bürgertums sind das Hôtel Fumé und das Hôtel Berthelot in der Rue de la Chaîne zu nennen, in denen gegenwärtig die Fakultät für Geschichte und Geisteswissenschaften der Universität angesiedelt ist, sowie das Hôtel du Puyarreau.
Sehenswert sind auch das Rathaus, die Statue „Notre-Dame des Dunes“ und die Kopie der Freiheitsstatue, die in Erinnerung an General Jean-Baptiste Berton an dem früheren Standort des Prangers errichtet wurde, an dem der General im Jahr 1822 guillotiniert wurde.
Von kunsthistorischer Bedeutung sind die frühchristliche Taufkapelle St. Jean (im Kern 6. Jahrhundert mit möglicherweise älteren Vorgängern), einer der ältesten erhaltenen Sakralbauten Frankreichs, die romanischen Kirchen St. Hilaire-le-Grand und Sainte-Radegonde, die der Gegenwart von herausragenden Persönlichkeiten in Poitiers, wie dem heiligen Kirchenlehrer Hilarius von Poitiers und der heiligen Radegundis, der Gattin Chlothars I. zu verdanken sind, sowie die Kirche Notre-Dame la Grande.
Der Flughafen Poitiers-Biard liegt westlich von Poitiers.
Im Westen der Stadt, westlich des Flughafens, verläuft die Autoroute A10 (L'Aquitaine), die in diesem Bereich Teilstück der Europastraße 5 ist. Über zwei Anschlussstellen (29: Poitiers-Nord und 30: Poitiers-Sud) ist sie mit der die Stadt verbunden.
Der Bahnhof von Poitiers, errichtet 1851, liegt an der Bahnstrecke Paris – Bordeaux.
Die Hochschulen von Poitiers sind:
Die Universität Poitiers wurde 1431 von Karl VII. gegründet. Poitiers ist damit die zweitälteste Universität in Frankreich. Denker wie François Rabelais, René Descartes und Francis Bacon besuchten die Universität. Heute ist Poitiers eine der größten Studentenstädte in Frankreich - die Stadt hat mehr Studenten pro Einwohner als jede andere französische Universitätsstadt.