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Pomarico

Pomarico
Kein Wappen vorhanden.
Pomarico (Italien)
Pomarico
Staat: Italien
Region: Basilikata
Provinz: Matera (MT)
Koordinaten: 40° 31′ N, 16° 33′ O40.516666666716.55459Koordinaten: 40° 31′ 0″ N, 16° 33′ 0″ O
Höhe: 459 m s.l.m.
Fläche: 128 km²
Einwohner: 4268 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einw./km²
Postleitzahl: 75016
Vorwahl: 0835
ISTAT-Nummer: 077022
Demonym: Pomaricani
Schutzpatron: San Michele Arcangelo
Website: Pomarico
Historischer Stadtkern in den Abendstunden
Viale Kennedy

Pomarico ist eine Gemeinde in der Provinz Matera in Süditalien mit 4268 Einwohnern (Stand am 31. Dezember 2010). Sie gehört zur Region Basilikata. Der Name soll vom Lateinischen „Pomi ager“ herrühren, was so viel wie fruchtbarer Boden bedeutet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Es handelt sich nicht um eine typische Touristenstadt, eher ein Bergdorf, an dem der Tourismus-Boom der vergangenen Jahrzehnte vorbei ging. Dies mindert jedoch nicht die Idylle und den Charme des kleinen Städtchens, das wie viele seiner Nachbargemeinden (Bernalda, Ferrandina, Montescaglioso, Miglionico, Pisticci) auf einem Bergrücken liegt. Am Fuße des Hügels fließt der Basento, dessen Wasserspiegel im Sommer oftmals stark zurückgeht.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Vor den Toren Pomaricos wurden Überreste einer Siedlung aus vorchristlicher Zeit entdeckt. Diese Siedlung wird „Pomarico Vecchio“, also altes Pomarico genannt. Der historische Stadtkern des jetzigen Pomarico findet sich ca. 3 km entfernt auf einem Hügel, der sich bis zu einem anderen Hügel, dem Quartiere Aldo Moro zieht, das einer Neubausiedlung entspricht. Dort findet sich auch das einzige Industriegebiet.

Klima

Im Sommer herrschen in Pomarico subtropische Temperaturen, im Winter dominieren nasse Kälte und Schnee.

Geschichte

Die Anfänge der Stadt gehen bis ins 5. Jahrhundert vor Christus zurück.

Religionen

Der Großteil der Bevölkerung ist römisch-katholisch. Es gibt eine kleine evangelische Gemeinde, die ihre Gottesdienste kurioserweise in einer Garage zelebriert. Schutzpatron der Stadt ist San Michele Arcangelo, dessen Fest jährlich am 8. Mai gefeiert wird. Ihm ist die größte der zahlreichen Kirchen im Ort geweiht.

Bürgermeister

Derzeitiger Bürgermeister Pomaricos ist Giuseppe Casolaro.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt, zählen die verschiedenen Kirchen, die Ausgrabungen des Pomarico Vecchio und der historische Stadtkern, sowie der "Palazzo". Die Ausgrabungen belegen den griechisch-hellenistischen Ursprung des Ortes.

Sport

Im Sport vertritt der Fußballclub F.C. Pomarico seine Stadt in der Kreisliga.

Regelmäßige Veranstaltungen

Vom 7. bis 9. Mai findet zu Ehren des Heiligen Michael ein Fest in der Stadt statt, das bei uns am ehesten mit Kirchweih oder Kerwe vergleichbar ist.

Kulinarische Spezialitäten

Als kulinarische Spezialität gilt die "salsiccia", eine handgemachte und -geschnittene Wurst und „gnumureddrë“ (= gomitoletti), mit Fleisch umwickelte und gegrillte Innereien.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Stadt leidet unter der sehr hohen Arbeitslosigkeit, die es sie in ganz Süditalien gibt. Im handwerklichen Bereich (Maler, Maurer) liegt der Haupterwerbssektor.

Im Ort gibt es Ärzte, Apotheken, einen kleinen Supermarkt, verschiedene Läden (Elektro- und Haushaltsartikel, Metzgereien,Bäckereien, Tabakläden usw.), zwei Tankstellen und mehrere Bars. Außerdem findet in zweiwöchigem Rhythmus ein Wochenmarkt statt.

Weiterhin findet man im Ort einen Kindergarten, eine Grundschule, einen Friedhof, einen Posten der Carabinieri sowie der Polizia Municipale.

Verkehr

Pomarico ist per Auto über die Strada Stadale 7 racc. (Via Appia) aus Richtung Matera, Bari zu erreichen. Von Potenza kommend erreicht man Pomarico über die SS 407 (Basentana), eine neu gebaute Schnellstraße führt in Richtung Montescaglioso und an die Ionische Küste nach Metaponto.

Der einzige öffentliche Linienbus verkehrt im Halbstundentakt (vom morgens bis abends) vom Quartiere Aldo Moro bis in den Stadtkern.

Persönlichkeiten

Sonstiges

In den 1960er und 70er Jahren verließen viele Einwohner die Stadt, um als Gastarbeiter nach Deutschland zu kommen. In den 1980ern wurde die Stadt von einem Erdbeben stark beschädigt.

Literatur

Carlo Levis Buch „Christus kam nur bis Eboli“ beschreibt das Leben in dieser Gegend in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
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