Poppaea Sabina (* ca. 30/32 n. Chr. in Pompeji; â Sommer 65 n. Chr. in Rom) war die zweite Frau des römischen Kaisers Nero.
Herkunft
Poppaea Sabina, geboren in Pompeji[1], war Tochter des Titus Ollius[2] aus Picenum und der Poppaea Sabina der Ălteren. Ihr Vater war mit dem PrĂ€torianerprĂ€fekten Seian befreundet, der unter Kaiser Tiberius jahrelang der mĂ€chtigste Mann im Reich war. Seians Sturz im Jahre 31 bedeutete fĂŒr Titus Ollius, der nie ĂŒber das Amt des QuĂ€stors hinauskam,[3] ebenfalls den Untergang.[2]
Seine Tochter, die bis dahin den Namen Ollia trug, nahm spĂ€ter den Namen ihres GroĂvaters mĂŒtterlicherseits an, âda das Andenken des Poppaeus Sabinus berĂŒhmt war, der hervorstrahlte im Ehrenschmucke des Konsulates und Triumphes, wĂ€hrend Ollius, noch ehe er ein Ehrenamt bekleidet hatte, die Freundschaft des Seianus stĂŒrzte.â[4]
Erste Ehe: Rufrius Crispinus
Poppaea heiratete (bereits im Jahr 44?[5]) zunĂ€chst den PrĂ€torianerprĂ€fekten Rufrius Crispinus aus ritterlichem Stand.[3] Im Jahr 47 wurde der zweimaligen Konsul Valerius Asiaticus auf Beschuldigung der Kaiserin Messalina durch den berĂŒchtigten Suillius angeklagt, er habe mit Poppaeas (gleichnamiger) Mutter einst Ehebruch getrieben,.[6] Claudius schickte seinen PrĂ€torianerprĂ€fekten Rufrius, den Schwiegersohn der Beschuldigten, nach Baiae, um den Angeklagten gefangen zu nehmen und ihn nach Rom zu bringen.[6] Asiaticus wurde zum Selbstmord gezwungen, Poppaeas Mutter von Messalina durch Drohungen ebenfalls in den Selbstmord getrieben. âDer Kaiser wusste gar nichts davon, so dass er wenige Tage darauf an Scipio, ihren Gatten, als dieser bei ihm speiste, die Frage richtete, warum er sich ohne seine Gemahlin zu Tische begeben habe? worauf dieser die Antwort gab, sie sei gestorben.â[7]
Rufrius Crispinus wurde vier Jahre spĂ€ter (51) von Agrippina seiner Stellung als PrĂ€torianerprĂ€fekt enthoben und durch Sextus Afranius Burrus ersetzt, weil diese den PrĂ€fekten âdem Andenken der Messalina und deren Kindern ergebenâ glaubte.[8]
58 lieĂ Poppaea sich von Rufrius Crispinus scheiden.
Rufrius Crispinus wurde spĂ€ter (im Jahr 65) im Rahmen der Pisonischen Verschwörung gefangengenommen und ins Exil geschickt: âVertrieben wurde auf Grund der Verschwörung auch Rufrius Crispinus, doch eigentlich Nero verhasst, weil er einst Poppaea zur Frau gehabt hatte.â[9]
Einen vermutlich um das Jahr 51 (oder etwas spĂ€ter) geborenen Sohn aus dieser Ehe, der wie sein Vater Rufrius Crispinus hieĂ, lieĂ Nero noch als Knaben âdurch dessen eigenen Sklaven im Meer ertrĂ€nken, wĂ€hrend er beim Fischen war; er hatte nĂ€mlich gehört, dieser spiele immer âFeldherr und Kaiser.ââ[10]
Zweite Ehe: Otho
- âEine nicht minder [als der Mord des Octavius Sagitta] in diesem Jahr hervorstechende Schamlosigkeit machte den Anfang groĂen UnglĂŒcks fĂŒr den Staat. Es lebte in Rom Sabina Poppaea [âŠ] Als sie so in der Ehe mit dem römischen Ritter Rufus Crispinus lebte, dem sie einen Sohn geboren hatte, lockte Otho sie durch seine Jugend und durch Verschwendung an sich, auch weil er als der HeiĂgeliebteste in Neros Freundschaft galt. Und nicht lange wĂ€hrte es, so gesellte sich zu dem Ehebruche die VermĂ€hlung.â[11]
Der spĂ€tere Kaiser Otho war so leichtsinnig, Nero gegenĂŒber die VorzĂŒge seiner Frau zu preisen. Auch Poppaea machte sich erfolgreich daran, die Begierde des FĂŒrsten durch geschickte VerfĂŒhrung und Verweigerung zu reizen. SchlieĂlich wurde Otho von den Vertraulichkeiten ausgeschlossen und von Nero (âals Vertuschung der Verbannungâ) weit weg von Rom als Statthalter nach Lusitania geschickt.[12]
Etwas anders wird die Geschichte bei Plutarch ĂŒberliefert. Hier ist Otho ursprĂŒnglich nur ein Strohmann Neros:
- âDa war ein gewisser Marcus Otho, ein Mann von nicht unedler Herkunft, der aber durch Ăppigkeit und GenuĂsucht von Kind auf wie nur irgendeiner in Rom verdorben war, und wie Homer den Alexandros oftmals den âGatten der schönhaarigen Heleneâ nennt und ihn, weil er sonst nichts Besonderes aufzuweisen hat, wegen seines Weibes rĂŒhmt, so war Otho wegen seiner Ehe mit Poppaea in Rom bekannt geworden.
- In sie, die mit Crispinus vermĂ€hlt war, hatte sich Nero verliebt. Weil er aber noch Scheu vor seiner Gemahlin [Octavia] und Furcht vor seiner Mutter empfand, so schickte er insgeheim Otho ab, um Poppaea zu verfĂŒhren. Denn er hielt sich Otho wegen seiner Zuchtlosigkeit als Freund und Gesellschafter [âŠ] Er verfĂŒhrte also Poppaea noch vor Nero, verlockte sie mit den Aussichten auf ihn und brachte sie dazu, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen. Nachdem sie als seine Ehefrau zu ihm gekommen war, begnĂŒgte er sich nicht damit, ihr Mitbesitzer zu sein, sondern war erbost, dass er sie mit einem anderen teilen sollte; und wie es heiĂt, war auch Poppaea diese Eifersucht nicht unwillkommen, denn sie soll sich, auch wenn Otho abwesend war, vor Nero verschlossen haben, sei es, um eine ĂbersĂ€ttigung am GenuĂ zu vermeiden, oder sei es, dass sie, wie einige sagen, aus Zuchtlosigkeit keine Lust hatte, sich mit dem Kaiser zu vermĂ€hlen, aber nicht abgeneigt war, ihn zum Liebhaber zu haben. Hierdurch kam Otho in Lebensgefahr, und es war gegen alle Erwartung, dass Nero, der wegen der Verbindung mit Poppaea seine Frau und Schwester [Octavia] umgebracht hatte, Otho verschonte. Aber er hatte Seneca zum Gönner, und auf dessen Rat und Mahnung wurde er von Nero als Statthalter von Lusitanien an den Ozean gesandt.â[13]
Die Geliebte des Kaisers
Im Jahr 59 erglĂŒhte Nero in âtĂ€glich heftigerer Liebe zu Poppaeaâ, die aber âsolange Agrippina lebte, die Ehe mit ihm und seine Scheidung von Octavia nicht hoffen konnte.â Poppaea trieb also Nero durch Spottreden massiv dazu an, sich von seiner Mutter unabhĂ€ngig zu machen. âKönne Agrippina keine andre als eine ihrem Sohn feindlich gesinnte Schwiegertochter ertragen, nun so möge man sie der Ehe Othos wiedergeben.â So setzte sie, in Ăbereinstimmung mit dem Hof, Nero unter Zugzwang. Womit niemand gerechnet hatte: Nero selbst sah offenbar keine andere Möglichkeit, sich von seiner Mutter zu befreien, als sie im MĂ€rz 59 ermorden zu lassen.[14]
Dritte Ehe: Nero
Erst nachdem die einflussreichen Berater Burrus und Seneca im April 62 kaltgestellt waren, setzte Poppaea endlich durch, dass sich Nero unter dem Vorwand, sie sei unfruchtbar, von seiner ersten Frau scheiden lieĂ.[15] Nero verband sich nun offiziell mit Poppaea, die der Octavia Sklavenliebschaft mit dem alexandrinischen Flötenspieler Eucerus vorwerfen lieĂ. Tigellinus betĂ€tigte sich hierbei als williger Folterknecht. Die Ehe mit Nero wurde offiziell geschieden, Octavia spĂ€ter nach Kampanien verbannt. Doch scheint die negative Reaktion des Volkes auf diese MaĂnahme so eindringlich gewesen zu sein, dass Nero Octavia als seine Frau zurĂŒckholte.[16]
- âSofort erstieg man freudig das Kapitol und verehrte die Götter endlich wieder. Die Statuen der Poppaea riss man nieder, trug Octavias Bildnisse auf den Schultern umher, bestreute sie mit BlumenâŠâ[15]
Poppaea, die inzwischen ihre Schwangerschaft bemerkt hatte,[17] brachte Nero dazu, Octavia einen weiteren Ehebruch zu unterstellen. Octavia wurde nach Pandateria verbannt und dort am 7. Juni 62 ermordet. âIhr Haupt wurde abgeschnitten und in die Stadt gebracht und Poppaea betrachtete es.â[15]
Zwölf Tage nach der Scheidung von Octavia heiratete Nero Poppaea.[18]
Die Tochter: Claudia Augusta
Wohl am 21. Januar 63[19] kam eine Tochter zur Welt:
- âUnter dem Konsulat des Memmius Regulus und Verginius Rufus [= 63 n. Chr.] hatte Nero eine ĂŒbermenschliche Freude darĂŒber, dass ihm von Poppaea eine Tochter geboren wurde, und nannte sie Augusta, nachdem er diesen Namen auch der Poppaea gegeben hatte.â[20]
Der ganze Senat strömte nach der Niederkunft nach Antium, dem Ort der Geburt, wo Nero selbst geboren war.
- âFerner hatte der Senat Poppaeas Mutterleib den Göttern anempfohlen und öffentlich GelĂŒbde ĂŒbernommen, welche noch vervielfacht und entrichtet wurden. Auch Dankgebete fĂŒgte man hinzu und beschloĂ einen Tempel der Fruchtbarkeit, ein Kampfspiel nach dem Muster der actischen Feier, dass der GlĂŒcksgöttinen goldene Bilder auf dem Throne des kapitolinischen Jupiters aufgestellt, und dass ein Zirkusspiel, wie dem julischen Geschlechte bei Bovillae, so dem claudischen und julischen bei Antium gegeben wĂŒrde. Dies alles zerfloĂ in nichts, da das Kind schon innerhalb des vierten Monats starb.â[21]
- âNun erhoben sich von neuem die Schmeicheleien derer, welche die Ehre einer Göttin, ein Opfertisch, Tempel und einen Priester fĂŒr sie beantragten. Auch Nero selbst benahm sich, wie in der Freude, so im Grame ohne MaĂ.â[20]
Aussehen
Poppaea galt â wie bereits ihre Mutter â als eine der schönsten Frauen ihrer Zeit:
- âIhre Mutter nĂ€mlich, die Frauen ihrer Zeit an Schönheit ĂŒbertreffend, hatte diesen Ruhm zugleich mit ihrer Schönheit auf sie vererbt.â[22]
Ihr Haar war rotgolden, wie Plinius berichtet:
- âDomitius Nero eignete sich, neben den anderen ScheuĂlichkeiten seines Lebens, sogar die Haare seiner Frau Poppaea in diesem Namen an, und nannte sie auch in einigen seiner Gedichte 'Bernsteine'. Denn bei keinen Lastern fehlen die Namen von Kostbarkeiten.â [23]
Ihre Haut war weiĂ, was sie durch das Baden in Eselsmilch weiter zu befördern suchte.[24]
Von Poppaea sind aufgrund der nach Neros Tod einsetzenden damnatio memoriae nur wenige Statuen erhalten, die ihr zudem oft auch nur unsicher zugeordnet werden können. Ihr Bild ist vor allem durch MĂŒnzen ĂŒberliefert, die aber keinen ĂŒberzeugenden Eindruck von der ĂŒberragenden Schönheit dieser Frau zu liefern vermögen.
Bildung und Sprache
Poppaea besaĂ offenbar eine fĂŒr eine Frau der damaligen Zeit recht gute Ausbildung. In einem zeitgenössischen Epigramm wird sogar ihre Weisheit (âsophiaâ) der gelobt.[25] Dass dies nicht vollstĂ€ndig als die ĂŒbliche Schmeichelei gegenĂŒber einer Kaiserin verbucht werden kann, zeigt das Urteil des Tacitus, der sonst nur wenig Schmeichelhaftes von Poppaea berichtet:
- âihre Rede war freundlich, ihr Verstand nicht ungebildet.â[26]
Tacitus, der uns ihre Sprechweise sehr anschaulich ĂŒberliefert, hebt besonders ihre kokette, in Frageform gekleidete, Ironie hervor. Er zitiert sie wörtlich, ganz als wenn er Briefe gekannt hĂ€tte,[27] die sie in den Jahren 59 und 62 an Nero schrieb:
- âDenn warum wĂŒrde die VermĂ€hlung mit ihr aufgeschoben? GewiĂ miĂfalle ihre Gestalt und die triumphgeschmĂŒckten Ahnen, oder fĂŒrchte man etwa ihre Fruchtbarkeit und ihren geraden Sinn?â[28]
- âWas sei denn ĂŒbrigens ihr Vergehen? Womit habe sie denn irgendwen beleidigt? Etwa damit, dass sie den Penaten der CĂ€saren einen echten SpröĂling geben wĂŒrde? Wolle denn das Römervolk es lieber, daĂ der Nachwuchs eines Ă€gyptischen Flötenspielers zu kaiserlicher Hoheit gelange?â[29]
Charakter und Gewohnheiten
Lasterhaftigkeit
Poppaeas Ruf war bestimmt von WollĂŒstigkeit und Berechnung:
- âDiese Frau besaĂ alles andere auĂer einem tugendhaften Herzen. [âŠ] Ehrbarkeit trug sie zur Schau, leichtfertig war sie in Wirklichkeit.â[30]
- âSelten ging sie aus, und dann mit halb verschleiertem Gesichte, um dem Auge nicht volle Befriedigung zu gewĂ€hren, oder weil ihr dies vorteilhaft stand.â[31],
vielleicht auch nur, um sich die vornehme BlĂ€sse zu erhalten, fĂŒr die sie berĂŒhmt war.
- âIhren Ruf aber schonte sie nie, keinen Unterschied machend zwischen ihren EhemĂ€nnern und Liebhabern. Auch von Neigung, ihrer eigenen oder eines anderen, unabhĂ€ngig lieĂ sie dahin, wo sich Vorteil zeigte, ihre Sinnenlust gehen.â[32]
Wechselhaftigkeit und JĂ€hzorn
- âSobald sie Zutritt erhalten hatte, suchte PoppĂ€a zuerst durch Schmeicheleien und VerfĂŒhrungskĂŒnste EinfluĂ zu gewinnen, sich dabei stellend, als erliege sie ihrer Leidenschaft und sei von Neros Schönheit ganz eingenommen.â[33]
SpĂ€ter machte sie Nero VorwĂŒrfe
- âunter hĂ€ufigen Beschuldigungen, bisweilen durch Spottredenâ und nannte ihn âunmĂŒndigâ und âunfreiâ.[34]
Ihr Zorn und ihre Grausamkeit waren gefĂŒrchtet. Poppaea geriet
- âimmer schon aus HaĂ, jetzt auch aus Furcht in Wutâ.[35]
Ihr Tod war âfĂŒr alle erfreulich, die sich ihrer Unkeuschheit und Grausamkeit erinnerten.â[36]
Eitelkeit
- âDenn sie verwandte die gröĂte MĂŒhe auf ihre Schönheit und den Glanz ihrer Erscheinung, und das war der Grund, dass sie, als sie sich einmal im Spiegel nicht anmutig fand, den Wunsch aussprach, sterben zu dĂŒrfen, ehe sie verblĂŒhe.â[37]
Reichtum, Luxus und kosmetische Raffinessen
- âihr Vermögen entsprach der BerĂŒhmtheit des Geschlechts.â[38]
Poppaea und die goldenen Esel
Von den goldenen Schuhen der Poppaea-Esel und ihrem Baden in Eselsmilch berichtete schon ihr Zeitgenosse Plinius:
- âZu unserer Zeit lieĂ Poppaea, die Gattin Neros, auch ihren verwöhnteren Lasttieren FuĂfesseln aus Gold anziehen.â[39]
- âVon Eselsmilch glaubt man auch, dass sie dazu beitrĂ€gt, die Haut der Frauen aufzuhellen. Jedenfalls pflegte Poppaea, die Gattin von Domitius Nero, stets 500 Eselinnen, die frisch gefohlt hatten, mit sich zu fĂŒhren, und gewöhnlich weichte sie ihren ganzen Körper in einer Badewanne in deren Milch ein, weil sie glaubte, das dies der Haut auch noch zusĂ€tzliche Straffheit verleihe.â[40]
- âMan glaubt, dass sich durch Eselsmilch die Gesichtshaut straffe und sie durch BlĂ€sse zart werden lasse, und es ist bekannt, dass einige (Frauen) tĂ€glich siebenmal, bei genau beachteter Anzahl, die Wangen warm waschen. Die Poppaea des Kaisers Nero fĂŒhrte dies ein, indem sie MischbĂ€der nahm, wobei Eselsherden sie aus diesem Grund begleiteten.â[41]
Auch der Satiriker Juvenal machte sich in seiner berĂŒhmten Frauensatire ĂŒber diese luxuriöse Marotte der Poppaea lustig:
- âDabei sieht sie abstoĂend und lĂ€cherlich aus, ihr Gesicht dick bepflastert mit Brotteig und Salbe Ă la Poppaea. [âŠ] sobald man sie [unter der Brotteigmaske] erkennen kann, lĂ€sst sie sich mit jener warmen Milch waschen, derenthalben sie Eselinnen mit sich fĂŒhrt, wĂŒrde sie auch an den Nordpol verbannt.â [42]
Noch Cassius Dio wusste von diesem verschwenderischen Aufwand:
- âWas diese Frau an beispiellosem Luxus sich erlaubte, soll in aller KĂŒrze zusammengefassend dargestellt werden: Sie lieĂ die Maultiere, die ihren Wagen zogen, mit vergoldeten Schuhen versehen und fĂŒnfhundert Eselinnen, die eben gefohlt hatten, tĂ€glich melken, um sich in ihrer Milch baden zu können.â[43]
ReligiositÀt
Astrologen
Poppaea hielt sich einen ganzen Stab von Astrologen:
- âViele solcher Astrologen [âMathematikerâ], in dem ehelichen Leben eines FĂŒrsten die verderblichsten Werkzeuge, hatte sich das geheime Kabinett PoppĂ€as gehalten. Einer derselben, PtolemĂ€us, Othos Begleiter in Spanien, hatte ihm verheiĂen, dass er Nero ĂŒberleben werdeâŠâ[44]
Obgleich schon so mancher Römer wegen Astrologie verurteilt und verbannt wurde,[45] war Poppaeas Neigung zur Sternkunde wohl öffentlich bekannt und geduldet. Der Dichter Leonidas von Alexandria schenkte Poppaea zum Geburtstag einen Himmelsglobus:
- âNimm zum Geburtstag als Gabe dies Abbild des Himmelsgewölbes
- gnÀdig vom Sohne des Nils, deinem Leonidas, an,
- Kaiserin, Gattin des Zeus, Poppaea! Erfreu dich des Globus,
- den du durch deinen Gemahl wie durch dein Wissen verdient.â
- (Anthol. Pal. 9.355)[46]
Poppaea und die Juden: GottesfĂŒrchtig oder gottlos?
Der Jude Josephus berichtet in seinen Antiquitates Judaicae, dass Agrippa II. im Jahr 62 in Jerusalem ein hohes GebĂ€ude errichtet hatte, von dem aus man den Tempel beobachten konnte. Die âVornehmenâ der Stadt erbauten nun eine Mauer, die den Einblick verhinderte, allerdings auch den Römern die Kontrolle versperrte. Der Statthalter Festus
- âgab den Befehl, die Mauer niederzureiĂen. Die Juden baten jedoch um Erlaubnis, wegen dieser Angelegenheit Abgeordnete an Nero schicken zu dĂŒrfen, weil sie lieber sterben, als einen Teil ihres Tempels zerstört sehen wollten. Da Festus dies gestattete, ordneten sie zehn vornehme BĂŒrger aus ihrer Mitte sowie den Hohepriester Ismael und den Tempelschatzmeister Helkias an den Caesar ab. Nero erteilte ihnen Audienz und verzieh ihnen nicht nur das Geschehene, sondern gestattete auch, dass das Bauwerk stehen blieb, und zwar tat er das seiner Gemahlin Poppaea zu Gefallen, die eine gottesfĂŒrchtige Frau war, und sich deshalb fĂŒr die Juden ins Mittel legte. Poppaea lieĂ alsdann nur die zehn Vornehmen heimkehren, behielt aber Helkias und Ismael als Geiseln zurĂŒck.â[47]
Diese Notiz wird ergĂ€nzt durch die ĂŒber zwanzig Jahre frĂŒher entstandene Selbstbiographie des Josephus. Er selbst unternahm in den Jahren 62/63 (?) eine Reise nach Rom, um ihm âsehr befreundete Priester, wackere und ehrenwerte MĂ€nnerâ zu befreien, die âeiner ganz unbedeutenden Ursache wegenâ von dem Statthalter Felix (!?) verhaftet und nach Rom geschickt worden waren. Josephus erlitt Schiffbruch und fand in Puteoli Aufnahme bei dem jĂŒdischen Schauspieler Aliturus, der bei Nero in hoher Gunst stand.
- âDurch ihn wurde ich mit der Gemahlin des Caesars, Poppaea, bekannt und trug ihr nun sogleich die Bitte um Freilassung der Priester vor. Sie gewĂ€hrte mir denn auch diese Gnade, und nachdem ich obendrein noch reichlich von ihr beschenkt worden war, kehrte ich nach Hause zurĂŒck.â[48]
Nur drei Kapitel nach dem Bericht vom Mauerstreit wechselt Josephus sein positives Urteil von der gottesfĂŒrchtigen Poppaea ins genaue Gegenteil:
- âWas nun Gessius Florus anlangt, den Nero [im Jahr 64] als Nachfolger des Albinus gesandt hatte, so verhĂ€ngte er unsĂ€gliches Leid ĂŒber die Juden. er stammte aus Klazomenae und brachte seine Gattin Kleopatra mit, die als Freundin und an Gottlosigkeit ebenbĂŒrtige Genossin von Neros Gemahlin Poppaea ihm das Amt eines Landpflegers von Judaea verschafft hatte.â[49]
Tod
Die antiken Zeugnisse stimmen darin ĂŒberein, dass Poppaea im Sommer 65 an einem FuĂtritt Neros starb:
- âNach Beendigung des Spieles [= der vorgezogenen Neronia des Jahres 65] fand Poppaea ihren Tod zufĂ€llig durch den JĂ€hzorn des Gemahles, von welchem die Schwangere einen FuĂtritt erhielt. Denn an Gift möchte ich nicht glauben, wiewohl es einige Schriftsteller, mehr aus HaĂ als der Wahrheit gemĂ€Ă, berichten. WĂŒnschte er sich doch Kinder und war der Liebe zur Gemahlin ganz hingegeben.â (Tacitus)[50]
- âPoppaea [âŠ] liebte er [Nero] leidenschaftlich. und doch tötete er auch sie durch einen FuĂtritt weil sie ihn, als sie krank und schwanger war, heftig ausgescholten hatte, als er einmal sehr spĂ€t vom Wagenrennen heimkam.â (Sueton)[51]
- âAuch Sabina kam damals durch einen Gewaltakt Neros zu Tode; absichtlich oder unabsichtlich war er mit dem FuĂ auf sie gesprungen, wĂ€hrend sie schwanger war.â (Cassius Dio)[43]
BegrÀbnis
- âIhr Leichnam wurde nicht verbrannt, wie es Römersitte ist, sondern nach Gewohnheit auslĂ€ndischer Könige mit einer FĂŒllung von Spezereien einbalsamiert und im BegrĂ€bnis der Julier beigesetzt. Doch wurde ein öffentliches LeichenbegĂ€ngnis gehalten, und er selbst pries auf der RednerbĂŒhne ihre Schönheit, dass sie eines göttlichen Kindes Mutter gewesen sei, und noch andere Geschenke des GlĂŒckes als Tugenden.
- Der Tod Poppaeas, welcher, wiewohl öffentlich betrauert, doch fĂŒr alle erfreulich war, die sich ihrer Unkeuschheit und Grausamkeit erinnerten, machte Nero erst dadurch zu einem wirklichen UnglĂŒck, daĂ er Gajus Cassius von der Ehre des LeichenbegĂ€ngnisses ausschloĂ, was der erste Vorbote zu seinem Sturz war.â[52]
Neros Poppaea-Klon: Sporus
- âNero vermisste sie [Poppaea] sehr. Als er daher nach ihrem Tode eine Frau kennenlernte, welche ihr glich, lieĂ er zuerst sie holen und nahm sie zu sich. SpĂ€ter lieĂ er auch einen freigelassenen Jungen, den er Sporus[53] nannte, wegen seiner Ăhnlichkeit mit Sabina kastrieren und gebrauchte ihn ganz und gar wie ein Weib.â[54]
Nach Cassius Dio wurde Sporus von Nero âSabinaâ genannt.[55] Sporus trug das Ornat der Kaiserinnen.[56]
- âNero nannte aber Sporus nicht nur deshalb âSabinaâ, weil er ihn wegen seiner Ăhnlichkeit mit ihr zum Eunuchen gemacht, sondern auch, weil der junge Mann ebenso wie die frĂŒhere Gemahlin Neros mit ihm in Griechenland auf feierliche Weise vermĂ€hlt worden war. Tigellinus besorgte dabei, wie das Gesetz es anordnete, die Verheiratung der Braut.â[57]
Damnatio memoriae
Nach dem Tod Neros im Juni 68 fiel auch das Andenken der Poppaea einer Damnatio memoriae anheim. Doch zu Beginn des Jahres 69 lieĂ der soeben zum Kaiser ausgerufene Otho âauch jetzt nicht einmal seine LiebestĂ€ndel vergessend, die BildsĂ€ulen der Poppaea durch einen SenatsbeschluĂ wieder aufrichten.â[58]
KĂŒnstlerische Gestaltungen
- Im Drama Octavia, angeblich von Seneca, wohl aber von einem SchĂŒler des Stoikers verfasst, wird ihre Schönheit hervorgehoben, Poppaea selbst tritt als Rolle auf.
Literatur
- Gerhard Winkler. Poppaeus; 4. P. Sabina. In: Der Kleine Pauly, Bd. 4 (1972) Sp. 1055.
Weblinks
Anmerkungen
- â Im Familienbesitz der Poppaei befand sich sehr wahrscheinlich die sogenannte Casa del Menandro in Pompeji (I, 10, 4), benannt nach einem PortrĂ€t des griechischen Komödiendichters Menander, wo man um 1930 auch ein 115-teiliges Silberbesteck fand (jetzt im Museum in Neapel). Enge Verbindung zu Poppaea hat auch die sogenannte Villa Oplontis, 3 km von Pompeji entfernt und am Meer gelegen. Poppaea unterstĂŒtzte ihren Geburtsort Pompeji auch bei dem Versuch, als Kolonie anerkannt zu werden.
- â a b Tacitus, Annalen 13, 45.
- â a b Sueton, Nero 35, 1.
- â Tacitus, Annalen 13, 45; Ăbersetzung W. Bötticher/A. Schaefer.
- â So die englische Wikipedia, jedoch ohne Quellenangabe
- â a b Tacitus, Annalen 11, 1f.
- â Tacitus, Annalen 11, 2.
- â Tacitus, Annalen 12, 42.
- â pellitur et Rufrius Crispinus occasione coniurationis, sed Neroni invisus, quod Poppaeam quondam matrimonio tenuerat (Tacitus, Annalen 15, 71).
- â Sueton, Nero 35. Dies geschah vermutlich erst nach dem Tod Poppaeas im Sommer 65, Rufrius Crispinus der JĂŒngere wĂ€re demnach, da er noch keine 15 Jahre alt war, nicht vor 51 geboren, wohl aber auch nicht sehr viel spĂ€ter.
- â Non minus insignis eo anno impudicitia magnorum rei publicae malorum initium fecit. erat in civitate Sabina Poppaea, [âŠ] igitur agentem eam in matrimonio Rufri Crispi[ni] equitis Romani, ex quo filium genuerat, Otho pellexit iuventa ac luxu et quia flagrantissimus in amicitia Neronis habebatur. nec mora quin adulterio matrimonium iungeretur. (Tacitus, Annalen 13, 45).
- â Tacitus, Annalen 13, 46: Otho sive amore incautus laudare formam elegantiamque uxoris apud principem, sive ut accenderet ac, si eadem femina potirentur, id quoque vinculum potentiam ei adiceret. saepe auditus est consurgens e convivio Caesaris seque ire ad illam, sibi concessam dictitans nobilitatem pulchritudinem, vota omnium et gaudia felicium. his atque talibus inritamentis non longa cunctatio interponitur, sed accepto aditu Poppaea primum per blandimenta et artes valescere, imparem cupidini et forma Neronis captam simulans; mox acri iam principis amore ad superbiam vertens, si ultra unam alteramque noctem attineretur, nuptam esse se dictitans, nec posse matrimonium omittere, devinctam Othoni per genus vitae, quod nemo adaequaret: illum animo et cultu magnificum; ibi se summa fortuna digna visere. at Neronem, paelice ancilla et adsuetudine Actes devinctum, nihil e contubernio servili nisi abiectum et sordidum traxisse. deicitur familiaritate sueta, post congressu et comitatu Otho, et ad postremum, ne in urbe aemulatus ageret, provinciae Lusitaniae praeficitur; ubi usque ad civilia arma non ex priore infamia, sed integre sancteque egit, procax otii et potestatis temperantior.
- â Plutarch Galba 19f; Ăbersetzung Konrat Ziegler. Seneca hatte sich schon einmal, durch ZufĂŒhrung der Claudia Acte, aktiv in das Liebesleben Neros eingeschaltet (siehe Tacitus, Annalen 14, 2).
- â Tacitus, Annalen 14, 1.
- â a b c Tacitus, Annalen 14, 59.
- â Tacitus, Annalen 14, 60.
- â Tacitus, Annalen 14, 61. Da die Geburt der Tochter wohl am 21. Januar 63 erfolgte, dĂŒrfte die Zeugung 9 Monate vorher, um den 21. April herum stattgefunden haben. Poppaea dĂŒrfte demnach frĂŒhestens Anfang Mai ihre Schwangerschaft bemerkt haben.
- â Sueton, Nero 35, 3.
- â Die ArvalbrĂŒder lösten ihr fĂŒr eine glĂŒckliche Geburt geleistetes GelĂŒbde an diesem Tag ein: CIL 6, 2043.
- â a b Tacitus, Annalen 15, 23; Ăbersetzung W. Bötticher/A. Schaefer.
- â Tacitus, Annalen 15, 23; Ăbersetzung W. Bötticher/A. Schaefer. Vgl. Sueton, Nero 35: âVon ihr [Poppaea] hatte er [Nero] eine Tochter, Claudia Augusta, die er aber, als sie noch ein Kind war, wieder verlor.â
- â quippe mater eius, aetatis suae feminas pulchritudine supergressa, gloriam pariter et formam dederat (Tacitus, Annalen 13, 45); vgl. Tacitus, Annalen 16, 6: [Nero] laudavitque ipse apud rostra formam eius.
- â Domitius Nero in ceteris vitae suae portentis capillos quoque Poppaeae coniugis suae in hoc nomen adoptaverat quodam etiam carmine sucinos appellando, quoniam nullis vitiis desunt pretiosa nomina. (Plinius, Naturgeschichte 37, 50.
- â Plinius, Naturgeschichte 11, 238; vgl. 28, 183.
- â Anthologia Palatina 9.355
- â sermo comis nec absurdum ingenium (Tacitus, Annalen 13, 45; dt. Ăbers. W. Bötticher/A. Schaefer).
- â Es âkann kein Zweifel bestehen, dass Tacitus eine groĂe Menge dokumentarischer PrimĂ€rquellen zur VerfĂŒgung stand: Protokolle, Berichte, ErlĂ€sse, Gerichtsurteile, BeschlĂŒsse, Reden, Briefe (vgl. etwa Tac. hist. 4,25,2 [âŠ]), Inschriften und [âŠ] Nachrichten aus den acta diurna.â (Stefan Schmal Tacitus (Hildesheim, 2005) 110.
- â cur enim differri nuptias suas? formam scilicet displicere et triumphales avos, an fecunditatem et verum animum? (Tacitus, Annalen 14, 1).
- â quod alioquin suum delictum? quam cuiusquam offensionem? an quia veram progeniem penatibus Caesarum datura sit? malle populum Romanum tibicinis Aegyptii subolem imperatorio fastigio induci? (Tacitus, Annalen 14, 61).
- â huic mulieri cuncta alia fuere praeter honestum animum. [âŠ] modestiam praeferre et lascivia uti (Tacitus, Annalen 13, 45); vgl. Tacitus, Annalen 16, 7: impudicitiam eius.
- â rarus in publicum egressus, idque velata parte oris, ne satiaret adspectum, vel quia sic decebat (Tacitus, Annalen 13, 45).
- â famae numquam pepercit, maritos et adulteros non distinguens. neque adfectui suo aut alieno obnoxia, unde utilitas ostenderetur, illuc libidinem transferebat (Tacitus, Annalen 13, 45; dt. Ăbers. W. Bötticher/A. Schaefer).
- â accepto aditu Poppaea primum per blandimenta et artes valescere, imparem cupidini et forma Neronis captam simulans (Tacitus, Annalen 13, 46; dt. Ăbers. W. Boetticher/ A. Schaefer).
- â crebris criminationibus, aliquando per facetias incusare principem et pupillum vocare (Tacitus, Annalen 14, 1; dt. Ăbers. W. Boetticher/ A. Schaefer)
- â quae semper odio, tum et metu atrox (Tacitus, Annalen 14, 61; dt. Ăbers. W. Boetticher/ A. Schaefer)
- â Mortem Poppaeae [âŠ] recordantibus laetam ob impudicitiam eius saevitiamque (Tacitus, Annalen 16, 7; dt. Ăbers. W. Boetticher/ A. Schaefer)
- â Cassius Dio 62, 28, 1; Ăbersetzung: Otto Veh (ZĂŒrich/MĂŒnchen 1987).
- â opes claritudine generis sufficiebant (Tacitus, Annalen 13, 45).
- â nostraque aetate Poppaea coniunx Neronis principis soleas delicatioribus iumentis suis ex auro quoque induere iussit (Plinius, Naturgeschichte 33, 140).
- â conferre aliquid et candori in mulierum cute existimatur. Poppaea certe, Domiti Neronis coniunx, quingentas per omnia secum fetas trahens, balnearum etiam solio totum corpus illo lacte macerabat, extendi quoque cutem credens (Plinius, Naturgeschichte 11, 238).
- â Cutem in facie erugari et tenerescere candore lacte asinino putant, notumque est quasdam cottidie septies genas custodito numero fovere. Poppaea hoc Neronis principis instituit, balnearum quoque solia sic temperans, ob hoc asinarum gregibus eam comitantibus. (Plinius, Naturgeschichte 28, 183). Es ist zu ĂŒberlegen, ob die Symbolzahl Sieben in einem Zusammenhang mit dem von Poppaea geachteten Judentum steht, dem die Zahl Sieben heilig ist und dem in der Antike bekanntlich Eselsverehrung nachgesagt wurde.
- â atque illo lacte fovetur propter quod secum comites educit asellas (Juvenal 6, 462â4698; Ăbersetzung Harry C. Schnur). Auch der Scholiast zu Juvenal 6, 462 Ă€uĂert sich zu den EselsmilchbĂ€dern (vgl. Edward Champlin, Nero, Harvard 2005, S. 297, Anm. 46).
- â a b Cassius Dio 62, 28, 1; Ăbersetzung: Otto Veh (ZĂŒrich/MĂŒnchen 1987).
- â multos secreta Poppaeae mathematicos pessimum principalis matrimonii instrumentum, habuerant: e quibus Ptolemaeus Othoni in Hispania comes, cum superfuturum eum Neroni promisisset, postquam ex eventu fides, coniectura iam et rumore senium Galbae et iuventam Othonis computantium persuaserat fore ut in imperium adscisceretur. [âŠ] (Tacitus, Historien 1, 22); bei Sueton, Otho 4 heiĂt der Astrologe âSeleucusâ.
- â So wurde zum Beispiel in Jahr 49 Lollia wegen ihres âUmgangs mit ChaldĂ€ern und Magiernâ verbannt (Tacitus, Annalen 12, 22). Im Jahr 52 wurden die Astrologen durch Claudius âaus ganz Italien verbannt und ihre AnhĂ€nger bestraftâ (Cass. Dio 61.33.3b)
- â Dietrich Ebener (Hrsg.): Die Griechische Anthologie, Bd. II (Berlin 1991) 355. âYet she was as intelligent as she was beautyful. The poet Leonides of Alexandria gave to Poppaea Augusta a globe of the heavens as a birthday present because, as he says in the accompanying epigram, she enjoyed gifts worthy of her marriage-bed (as the âwife of Zeusâ) and of her learning (sophie).â (Edward Champlin, Nero, Harvard 2005, S. 104.
- â Josephus, antiquitates 20, 8, 11; Ăbersetzung Heinrich Clementz.
- â Josephus, vita 3, Ăbersetzung Heinrich Clementz.
- â Josephus, antiquitates 20, 11, 1; Ăbersetzung Heinrich Clementz.
- â Tacitus, Annalen 16, 6; dt. Ăbers. W. Boetticher/ A. Schaefer.
- â Sueton, Nero 35.
- â Tacitus. Annalen 16, 6â7; dt. Ăbers. W. Boetticher/ A. Schaefer.
- â Griechisch sporos = âSaatâ, âSprösslingâ.
- â Cassius Dio 62, 28, 2; Ăbersetzung: Otto Veh (ZĂŒrich/MĂŒnchen 1987).
- â Cassius Dio 63, 12, 3; 13, 1.
- â Sueton, Nero 28; vgl. Cassius Dio 63, 12, 2: âZu anderen Titulaturen hinzu wurde nĂ€mlich letztere [= Sporus!] als Gebieterin, Kaiserin und Herrin bezeichnet.â
- â Cassius Dio 63, 13, 1; Ăbersetzung: Otto Veh (ZĂŒrich/MĂŒnchen 1987). Dies korrespondiert mit der Notiz bei Sueton, Nero habe Sporus im Jahr 67 als Kaiserin mit nach Griechenland genommen (Sueton, Nero 28). Die Annalen des Tacitus, die im Jahre 66 enden, erwĂ€hnen Sporus jedenfalls noch nicht. Sporus war noch beim Tod Neros dessen Begleiter (Sueton, Nero 49).
- â inter quae necessitate praesentium rerum et instantibus curis excusata ne tum quidem immemor amorum statuas Poppaeae per senatus consultum reposuit. (Tac. Hist. 1, 78; dt. Ăbers. W. Bötticher/A. Schaefer)