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Die Entchristianisierung (fr. déchristianisation) während der Französischen Revolution stellte einen mehrschichtigen, teilweise gewaltsamen Prozess der Verdrängung des Christentums und überhaupt aller traditionellen Bekenntnisse aus dem öffentlichen in das private Leben dar. Insbesondere an Stelle des Katholizismus sollte in die gesellschaftlich-politische Mitte ein zivilreligiöses Ensemble von Revolutionsfesten und Revolutionskulten treten; diese neuen Formen der Frömmigkeit unterschieden die Entchristianisierung von einer eigentlichen Säkularisierung, wogegen durch die Verstaatlichung von Kirchenbesitz tatsächlich eine Säkularisation stattfand. Der Begriff der Entchristianisierung wird im engeren Sinn auch nur auf die jakobinische Revolutionsphase von 1793 bis 1794 angewendet. Das Konkordat von 1801 zwischen Frankreich und dem Papst bedeutete sowohl Abschluss als auch teilweise Rückgängigmachung der Entchristianisierung und legte das Verhältnis von Staat und Kirche in Frankreich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts fest. ...
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 Aktuelles
22. Dezember 2011: Die französische Nationalversammlung hat ein Gesetz verabschiedet, das die Leugnung offiziell anerkannter Genozide, darunter des Völkermordes an den Armeniern, unter Strafe stellt.
Senat: Paris, 28. Oktober 2011: Die sozialistische Fraktion im Senat, der zweiten Kammer des französischen Parlaments, hat angekündigt, einen Gesetzentwurf einzubringen, der das kommunale Wahlrecht auch für solche Ausländer vorsieht, die keine EU-Staatsbürgerschaft haben. Die erste Lesung ist für den 8. Dezember 2011 vorgesehen.
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