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WirtschaftsingenieurwesenWirtschaftsingenieurwesen (kurz: WIW) ist eine interdisziplinäre Wirtschafts-, Rechts- und Ingenieurwissenschaft, die ein entsprechendes, interdisziplinäres Studium an einer Hochschule voraussetzt. WissenschaftViele Merkmale des Wirtschaftsingenieurwesens leiten sich von seiner ursprünglichen Herkunft als Schnittstellendisziplin ab. Im Laufe vieler Jahre hat das Wirtschaftsingenieurwesen jedoch eigene, wissenschaftliche Aussagebereiche entwickelt. Das Wirtschaftsingenieurwesen befasst sich mit Theorien, Methoden, Werkzeugen und intersubjektiv wie interdisziplinär nachprüfbaren Erkenntnissen und Zusammenhängen zwischen verschiedenen wirtschafts-, ingenieur- und rechtswissenschaftlichen Disziplinen. Inhalt des Wirtschaftsingenieurwesen sind also interdisziplinäre und damit oft sehr komplexe Systeme, deren Entwicklung, Realisierung, Implementierung und Optimierung, sowie der tatsächliche Betrieb solcher Systeme unter Einhaltung rechtlicher Anforderungen und Vorschriften (z.B. SOX Compliance), wobei diese Systeme im Gegensatz zur einzelnen Disziplin nicht als rein wirtschaftliche oder rein technische Systeme betrachtet werden. Wie man die Kosten maßgeschneiderter Mega-Projekte plant, steuert und kontrolliert : Großprojekte haben meist eine lange Vorgeschichte und wenn es geschäftlich wird, ist nach Abschluss aller Verhandlungen u. a. auch ein Festpreis vereinbart. Aber Großbauten und Großanlagen sind maßgeschneiderte Einzelanfertigungen, die aus wirtschaftlichen Gründen im Detail nie ganz genau so konstruiert werden, wie sie verkauft – bzw. im öffentlichen Bereich - wie sie genehmigt werden. Die detailgenaue Konstruktion wird erst im Auftragsfall durch Plananpassung genauer spezifiziert. Die Kostenbeeinflussung durch genauere Materialmengen, Maße, Gewichte, Abmessungen etc. erfolgt allerdings oft diskret, d. h. ohne Bewertung, so daß nachgeordnete Disziplinen (Fertigung, Bau und Montage) gegen die geplanten Kosten einer Anlage berichten, die so gar nicht gebaut wird. Gewinne oder Verluste werden dann immer erst erkennbar sein, wenn sie nicht mehr beeinblussbar sind. Diese Informationslücke im operativen Entscheidungsprozess bezeichnet Lorenzoni in seinem Buch 'applied cost engineering' als 'black-out period'. Bei der Geschäftsanbahnung genügen dem Kunden im Vorfeld zunächst pauschale Erfahrungswerte, um die Größenordnung (Phase V) einer Investition abzuschätzen. Je nach Daten-in-put nimmt die Genauigkeit der Kostenschätzung aber schrittweise zu und selbst wenn viele Konstruktionsdaten schon grob vorspezifiziert sind, bleiben Anfragen & Angebote in der Konzeptphase oder bei einer Voranfrage noch unverbindlich. Folgende Bearbeitungs-Phasen sind in der anglo-amerikanischen Geschäftswelt üblich : Steuerungs-Phasen mit zunehmender Genauigkeit in verschiedenen Klassen
Voranfrage : IV semi-detailliertes Design Verbindliches Angebot : III vertriebliches Ziel : der Verkauf (cost estimating) Kunden-Auftrag --------------------------------- Planung : III’ betriebliches Ziel: der Erfolg (control estimating) II Funktion & Konstruktion: Mengenermittlung (cost engineering) Steuerung : I Herstellerauswahl: Marktanalyse (cost analysis) Kontrolle : 0 Nachrechnung: nicht datenbankfähige Werte (cost accounting) Planung : (Klasse III’) Die vertriebliche Angebotskalkulation wird eingefroren und eine Kopie davon bildet die betriebliche Ausgangsbasis, in der etwaige Ungenauigkeiten aus der Angebotsbearbeitung schon bereinigt sind. Das Ziel ist jetzt nicht mehr subjektiv (der Verkauf) sondern objektiv (der geziel-te Erfolg) und dazu bedarf es einer effektiven Steuerungstechnik schon in der Design-Phase, mit der Leistungen, Termine und Kosten gemeinsam geplant (III') rechtzeitig gesteuert (II) und plausibel analysiert (I) werden. Steuerung : (Klassen II & I) Die zahlreichen Plananpassungen im operativen Entscheidungsprozeß (Funktion & Konstruktion) werden (as designed) im Control Estimate (Class II) und nach Vergabe an Unterlieferanten im Control Estimate (Class I) bewertet. Zwei Ziele werden damit erreicht : Laufende Projekte sind zu jedem Zeitpunkt unter Kontrolle und der Vertrieb ist im Besitz erstklassiger Kostenkenntnis, d. h. das Feedback ist technisch plausibel, so daß künftig benutze Parameter als Wettbewerbsvorteil genutzt werden können. Kontrolle : (Klasse 0) Buchhalterische Nachrechnungen oder Bestellwerte mit (in Verhandlungen) ausgereizten Niedrigstwerten sind zwar sehr genau, aber zur realistischen Kosten- und Preisbildung im Vertrieb sind sie nur bedingt geeignet. (daher Klasse 0). Dieter Radloff Tel. 0151 522 10 939 WirtschaftsingenieurDer Wirtschaftsingenieur (kurz: WI, WING, Wi.-Ing., Wirt.Ing. oder Wirtsch.-Ing.) ist ein akademischer Beruf an der Schnittstelle zwischen Ingenieuraufgaben und kaufmännischen Aufgaben. Voraussetzung für diesen Beruf ist ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens. Problemstellung
weiterlesen Spezielles Ingenieurwesen / Verwandte IngenieurberufeVertriebsingenieurwesenDer Vertriebsingenieur hat ein sehr breites Betätigungsfeld. Der Begriff setzt sich aus Vertrieb und Ingenieur zusammen und impliziert schon, dass der Beruf zumeist mit technischem Verkauf zu tun hat. Dieser kann von Kleinstteilen (z.B. Schrauben) bis zu großtechnischen Raffinerie-Anlagen reichen. Einsatzgebiete des VertriebsingenieursDas Einsatzgebiet für Vertriebsingenieure erstreckt sich über alle technologie-orientierten Branchen. Vor allem Automobilzulieferer, Automobilhersteller (bereits heute werden nahezu 50 Prozent der Autos direkt an Firmen oder große Händler und nicht mehr über die Vertragswerkstätten der Automobilhersteller verkauft), Maschinenbau, Anlagenbau, Elektrotechnik, Medizintechnik, Telekommunikation und Software. WirtschaftsinformatikDie Wirtschaftsinformatik ist die Wissenschaft von Entwurf, Entwicklung und Anwendung von Informations- und Kommunikationssystemen. Sie hat als interdisziplinäre Disziplin ihre Wurzeln in der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften, insbesondere der Betriebswirtschaftslehre. WissenschaftObwohl die Wirtschaftsinformatik viele Merkmale einer Schnittstellendisziplin trägt, hat sie einen eigenen Aussagebereich: Sie befasst sich mit Theorien, Methoden, Werkzeugen und intersubjektiv nachprüfbaren Erkenntnissen über Informations- und Kommunikationssysteme. PatentingenieurwesenPatentingenieurwesen in ein Studiengang, der seit dem WS 1999/2000 existiert und deutschlandweit nur an der Fachhochschule Amberg-Weiden angeboten wird. Semesterbeginn ist jeweils im Wintersemester, der Frauenanteil liegt mit ca. 1/3 für einen Ingenieursstudiengang relativ hoch. Ziel des Studiums ist der Diplomingenieur für Patentwesen, der für vielseitige Einsatzmöglichkeiten in Firmen oder Ämtern geeignet sein soll. InhaltDas Studium ist dem des Wirtschaftsingenieurwesens ähnlich und ... Der Artikel Patentingenieurwesen wurde leider gelöscht, wollen Sie statt dessen den Artikel Patentingenieur lesen? KüsteningenieurwesenMehr dazu im Artikel Küsteningenieurwesen und der Kategorie: Küsteningenieurwesen. |
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