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| Portogruaro | ||
|---|---|---|
| Staat: | Italien | |
| Region: | Venetien | |
| Provinz: | Venedig (VE) | |
| Lokale Bezeichnung: | Portogruaro | |
| Koordinaten: | 45° 47′ N, 12° 50′ O45.775555555612.83757Koordinaten: 45° 46′ 32″ N, 12° 50′ 15″ O | |
| Höhe: | 7 m s.l.m. | |
| Fläche: | 102 km² | |
| Einwohner: | 25.440 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 249 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 30026 | |
| Vorwahl: | 0421 | |
| ISTAT-Nummer: | 027029 | |
| Demonym: | Portogruaresi | |
| Schutzpatron: | Apostel Andreas | |
| Website: | Portogruaro | |
Portogruaro ist eine italienische Stadt mit 25.440 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) am Fluss Lemene im östlichen Venetien an der Grenze zu Friaul-Julisch Venetien, rund 60 km von Venedig entfernt.
Inhaltsverzeichnis |
Der Name Portogruaro kann nach vorherrschender Meinung als "Kranich-Hafen" übersetzt werden (porto = Hafen, gru = Kranich), was sich auch im Stadtwappen mit den zwei Kranichen widerspiegelt. Zur Blütezeit der venezianischen Republik war Portogruaro nämlich ein für den Handel Venedigs wichtiger Flusshafen und der Kranich war der typische Vogel der damaligen Sumpflandschaft. Eine alternative Interpretation leitet den Namensteil gruaro von lateinischen Gruarius (Wächter der Felder) ab, was dem ländlichen Charakter der Umgebung Portogruaros entsprechen würde.
Die Gründung der Stadt geht auf eine Urkunde des Gervico, Bischof von Concordia, vom 10. Januar 1140 zurück. Mit dieser Urkunde überließ der Bischof den Hafenmeistern Giovanni Venerio, Arpone, Bertaldo, Berigoio, Enrico Mosca, Giovanni Salimbene und anderen Grundstücke am Ufer des Lemene zur Errichtung von Häusern, Lagerhäusern sowie eines Flusshafens. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Gegend von Portogruaro bereits in einem Privileg Kaiser Ottos III. aus dem Jahre 986, mit dem dieser dem Bischof von Concordia die Herrschaft über das Gebiet übertrug.
Bereits im 10. Jahrhundert muss am rechten Ufer des Lemene eine befestigte Anlage existiert haben, die von den Bischöfen der Diözese Concordia als Wohnsitz errichtet wurde, da sie sich in den Ruinen der antiken römischen Stadt Iulia Concordia (heute Concordia Sagittaria) nicht mehr hinreichend sicher fühlten.
Die von einer Ringstraße umschlossene Altstadt von Portogruaro ist im Stil der venezianischen Gotik und nahezu vollständig erhalten. Als architektonische Attraktionen gelten vor allem das Rathaus aus dem 13. Jahrhundert mit einem markanten Zinnenkranz, der schiefe Glockenturm des Doms zu Portogruaro und die alten Mühlen im Zentrum der Stadt.
Gleich links vom Rathaus steht auf einem achteckigen Sockel eines der Wahrzeichen von Portogruaro, der Kranichbrunnen. Er wurde 1494 vom Bildhauer Giovanni Antonio Pilacorte gestaltet. An den Außenwänden des oktogonalen Brunnenbeckens sind neben dem Stadtwappen auch jene von Paolo Contarini und Jacopo Gabriel, die wahrscheinlich Ende des 15. Jahrhunderts Bürgermeister waren, herausgemeißelt. Die beiden Kraniche sind ein Werk von Valentino Turchetto.
Ursprünglich stand der Kranichbrunnen etwas von seinem heutigen Standort entfernt. Gespeist wird er von einer unterirdischen Zisterne. Von dieser Zisterne berichtet eine Inschrift aus dem Jahre 1598, die sich rechts neben dem Stadtwappen befindet, dass selbige vom Bürgermeister Giovanni Balbi erneuert wurde, um sauberes Wasser zu erhalten.
Im 18. Jahrhunderts gelangte der Brunnen auf mysteriös unerklärliche Weise in private Hände. Erst 1908 wurde er anlässlich der Einweihung des öffentlichen Aquädukts an die Gemeinde feierlich zurückgegeben.
Städtepartnerschaften bestehen seit 1987 mit:
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