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Das Präsens (lat. tempus praesens, ‚gegenwärtige Zeitform‘) ist eine grammatikalische Zeitform und beschreibt die Gegenwartsform eines Verbs. Es handelt sich dabei um eine Zeitform, mit der ein verbales Geschehen oder Sein aus der Sicht des Sprechers als gegenwärtig charakterisiert wird.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Im Deutschen hat das Präsens vielfache Aufgaben. Es wird daher mitunter empfohlen, den aus der lateinischen Grammatik übernommenen Ausdruck nur als bloßen Namen aufzufassen: [2]
| Bezeichnung(en) | Funktion, Gegenstand | Beispiel(e) |
|---|---|---|
| aktuelles Präsens: | einmalige oder wiederkehrende Ereignisse der Gegenwart | Ich gehe gerade in die Stadt.; Ich gehe jeden Montag in die Stadt. |
| generelles Präsens | generelle zeitlose Sachverhalte, z. B. Sprichwörter | Die Erde dreht sich um die Sonne.; Der Klügere gibt nach. |
| resultatives Präsens | in die Gegenwart hineinreichende Ereignisse und Zustände aus der Vergangenheit | Der Abgeordnete stellt den Antrag, dass ... |
| historisches Präsens | Ereignisse der Vergangenheit | Als im Jahre 1989 die Mauer fällt, verhalten sich England und Frankreich zunächst abwartend. |
| futurisches Präsens | zukünftige Ereignisse | Ich gehe übermorgen in die Stadt. |
| episches Präsens[3] | Präsens für die Erzählhandlung | Er steht auf. Es ist acht Uhr. ... |
| szenisches Präsens[4] | Präsens an bestimmten Stellen zur Steigerung der Spannung | Die Sonne schien. Plötzlich donnert es. ... Er schaut sich um ... |
Im Deutschen wird das Präsens auch als Zukunftsform benutzt, besonders wenn Zeitangaben den gemeinten Zeitpunkt in der Zukunft verdeutlichen:
Die Benutzung des Futur impliziert neben den temporalen auch modale (Absichts-)Komponenten (Nächsten Dienstag werde ich in die Stadt fahren.).
→ Hauptartikel: Konjugation (Grammatik)
Aorist | Futur | Futur II | Imperfekt | Paratatikos | Präsens | Perfekt | Plusquamperfekt | Präteritum