Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

PrÀsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten

Die PrĂ€sidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten bestimmt, wer fĂŒr eine vierjĂ€hrige Amtszeit als PrĂ€sident der Vereinigten Staaten und wer als VizeprĂ€sident der Vereinigten Staaten dient. Sie ist eine indirekte Wahl, die zunĂ€chst ein WahlmĂ€nnerkollegium bestimmt, welches wiederum PrĂ€sident und VizeprĂ€sident wĂ€hlt.

Die Wahl findet seit 1788 in einem vierjÀhrigen Rhythmus statt. Seit 1845 ist der Wahltag auf den Dienstag nach dem ersten Montag im November festgelegt, was die Wahl immer im Zeitraum von 2. bis 8. November stattfinden lÀsst. Gleichzeitig wird auch ein Drittel des Senats und das ReprÀsentantenhaus gewÀhlt. HÀufig finden auch Wahlen auf Bundesstaatenebene am gleichen Wahltermin statt.

Das Wahlergebnis wird Anfang Januar durch den Kongress nach dessen erstem Zusammentreten festgestellt. Die Amtszeit des PrĂ€sidenten beginnt mit dem Tag der AmtseinfĂŒhrung, der seit 1937 auf den dem Wahltermin folgenden 20. Januar fĂ€llt.

Die letzte Wahl fand am 4. November 2008 statt. Die nĂ€chste Wahl ist fĂŒr den 6. November 2012 geplant.

Inhaltsverzeichnis

Teilnahme

Aktive Wahlberechtigung

Aktiv wahlberechtigt ist jeder StaatsbĂŒrger der Vereinigten Staaten, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und seinen Wohnsitz in einem der 50 Bundesstaaten oder dem District of Columbia hat. Die Bewohner der Territorien (Guam, Puerto Rico etc.) haben kein aktives Wahlrecht. Außerdem wird vorausgesetzt, dass die Person zur Zeit der Wahl weder inhaftiert ist noch ihr aufgrund einer Verurteilung das Wahlrecht entzogen wurde. Amerikanische StaatsbĂŒrger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und außerhalb der Vereinigten Staaten wohnen, sind ebenfalls aktiv wahlberechtigt, und zwar im Bundesstaat, in dem sie ihren letzten Wohnsitz in den Vereinigten Staaten hatten.

Passive Wahlberechtigung

WĂ€hlbar ist jeder gebĂŒrtige US-Amerikaner, der mindestens 35 Jahre alt ist und 14 Jahre am StĂŒck seinen Wohnsitz in den USA hat.

Die Verfassung von 1787 sieht vor, dass nur diejenigen Personen zum PrĂ€sident wĂ€hlbar sind, die „Natural born citizens“ der Vereinigten Staaten sind bzw. zum Zeitpunkt der Verabschiedung der Verfassung schon BĂŒrger waren. Die genaue Auslegung der Wortwahl „natural born“ wurde immer wieder diskutiert und ist nicht schlussendlich geklĂ€rt, da dies nie durch einen Verfassungszusatz oder einen Richterspruch des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten prĂ€zisiert wurde. Jedoch ist das heutige VerstĂ€ndnis gemeinhin, dass nur US-Amerikaner als wĂ€hlbar gelten, die an einem Ort geboren wurden, der zum Geburtszeitpunkt unter der Rechtsprechung der Vereinigten Staaten stand. Damit galt z.B. der in der Panamakanalzone geborene John McCain bei der Wahl 2008 als berechtigt, da das Territorium unter US-amerikanischer Verwaltung stand.

Ablauf

Rechtlich wird der Ablauf der PrĂ€sidentschaftswahl durch den zweiten Artikel und den 12., 22. und 23. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten geregelt. Dabei lĂ€uft die Wahl in drei Phasen ab:

Wahl des Electoral College

Am offiziellen Wahltag geben die wahlberechtigten BĂŒrger ihre Stimmen ab. Dabei wĂ€hlen sie nicht direkt Kandidaten fĂŒr die beiden Ämter, sondern geben ihre Stimme fĂŒr die Mitglieder des Electoral College ab, welches aus 538 Mitgliedern („WahlmĂ€nner“ genannt) besteht. Jedem Bundesstaat steht eine Anzahl von WahlmĂ€nnern zu, die der Anzahl von Abgeordneten, die er im ReprĂ€sentantenhaus (variabel je nach BevölkerungsgrĂ¶ĂŸe, mindestens einer) und im Senat (2 Senatoren pro Staat) hat, entspricht. Dadurch erhĂ€lt jeder Bundesstaat mindestens drei WahlmĂ€nner. Da das ReprĂ€sentantenhaus immer 435 Abgeordnete hat und der Senat derzeit 100 Senatoren, ergibt dies 535 WahlmĂ€nner aus den Staaten. ZusĂ€tzlich erhĂ€lt auch die Bundeshauptstadt Washington D.C., die sonst bei Wahlen auf Bundesebene nicht berĂŒcksichtigt wird, WahlmĂ€nner. Dies wird gemĂ€ĂŸ dem 23. Verfassungszusatz festgelegt, laut dem der Bundesdistrikt soviele WahlmĂ€nner erhĂ€lt, wie er erhielte, wenn er ein Bundesstaat wĂ€re, jedoch keinesfalls mehr als der bevölkerungsĂ€rmste Bundesstaat. Dies legt die WahlmĂ€nnerzahl auf drei fest. Allerdings hat die Hauptstadt ungefĂ€hr so viele Einwohner wie die bevölkerungsĂ€rmsten Bundesstaaten, so dass sie auch ohne diese Deckelung nicht mehr WahlmĂ€nner stellen wĂŒrde.

In den meisten Bundesstaaten und dem District of Columbia herrscht das „winner-takes-all“-Prinzip. Danach werden die WahlmĂ€nner eines Bundesstaats von der Partei gestellt, deren Kandidat die relative Mehrheit der Stimmen am Wahltag erhĂ€lt. Die Mehrheit liegt derzeit bei 270 Stimmen. Es besteht also ein Mehrheitswahlrecht, welches unter bestimmten Stimmkonstellationen dazu fĂŒhren kann, dass der Kandidat mit der ĂŒber die Staatsgrenzen hinweg landesweit höchsten Anzahl an WĂ€hlerstimmen einem Kandidaten unterliegen kann, der im landesweiten Vergleich weniger WĂ€hlerstimmen erzielt hat – so geschehen bei den PrĂ€sidentschaftswahlen der Jahre 1876, 1888 und 2000.

Die einzigen Ausnahmen zum genannten Prinzip sind die Bundesstaaten Maine und Nebraska, die ein anderes Verfahren verwenden. Sie vergeben zwei WahlmÀnnerstimmen an den Kandidaten, der die relative Mehrheit im ganzen Staat erhielt. Die anderen WahlmÀnner werden wie bei den Wahlen zum ReprÀsentantenhaus vergeben, d.h. der Staat ist in Wahlkreise aufgeteilt, von denen jeder einen Wahlmann bestimmt, der mit relativer Mehrheit gewÀhlt wird.

Da das politische System der Vereinigten Staaten mit seinem Mehrheitswahlrecht das bestehende Zweiparteiensystem begĂŒnstigt, gelten Kandidaten, die nicht fĂŒr eine der beiden großen Parteien antreten, als wenig aussichtsreich. Allerdings gelang es solchen Kandidaten wiederholt, einen erheblichen Teil der Stimmen zu gewinnen. Zuletzt war dies bei Ross Perot der Fall, der bei der Wahl 1992 18,9 % der Stimmen erhielt, aber keine WahlmĂ€nnerstimmen. Der Gewinn einer nennenswerten Anzahl WahlmĂ€nnerstimmen ist allerdings erheblich seltener. Dies kam zuletzt im Jahr 1968 vor, als George Wallace 8,4 % der WahlmĂ€nnerstimmen erhielt. Außerdem gelten diese Kandidaten oft als „Spoiler“, d. h. sie ziehen unter UmstĂ€nden ausschlaggebende Stimmen auf sich, die sonst fĂŒr den einen oder anderen Hauptkandidaten abgegeben worden wĂ€ren.

Zusammenkunft des Electoral College

Die WahlmĂ€nner treffen sich 41 Tage nach der Wahl in der jeweiligen Hauptstadt ihres Bundesstaats (oder in Washington D.C. fĂŒr den Bundesdistrikt). Zu diesem Zeitpunkt stimmen sie getrennt ĂŒber den zukĂŒnftigen PrĂ€sidenten und VizeprĂ€sidenten ab. Die Stimmzettel dieser Wahl werden versiegelt und dem amtierenden VizeprĂ€sidenten in seiner Funktion als PrĂ€sident des Senats ĂŒbergeben.

AuszÀhlung der Stimmen

Am ersten Sitzungstag des Kongresses zÀhlt der VizeprÀsident die Stimmen der WahlmÀnner in einer gemeinsamen Sitzung von ReprÀsentantenhaus und Senat. Als gewÀhlt gilt der Kandidat, der eine absolute Mehrheit der Stimmen erhÀlt.

In der politischen RealitĂ€t der Vereinigten Staaten steht der Gewinner der PrĂ€sidentschaftswahl gewöhnlich bereits nach dem ursprĂŒnglichen Wahltag fest, da die WahlmĂ€nner einer bestimmten Partei oder eines bestimmten Kandidaten gewĂ€hlt wurden. Nur wenige WahlmĂ€nner Ă€ndern ihre Position zwischen den WahlgĂ€ngen und solche VerĂ€nderungen haben noch nie das Wahlergebnis beeinflusst. Zudem haben zahlreiche Staaten Gesetze, die entgegen ihrem Auftrag stimmende WahlmĂ€nner, sogenannte „faithless electors“, bestrafen.

Kann kein Kandidat bis zum Vereidigungstag die absolute Mehrheit auf sich vereinigen, so wird gemĂ€ĂŸ dem 20. Verfassungszusatz der gewĂ€hlte VizeprĂ€sident als geschĂ€ftsfĂŒhrender PrĂ€sident eingesetzt, bis die ordnungsgemĂ€ĂŸe Wahl eines PrĂ€sidenten gelingt. Steht auch kein VizeprĂ€sident zur VerfĂŒgung, so kann der Kongress per Gesetz einen geschĂ€ftsfĂŒhrenden PrĂ€sidenten einsetzen.

Wahltag

Seit 1845, als der Kongress der USA fĂŒr das gesamte Gebiet der damals 28 Staaten einen einheitlichen Termin festlegte, wird immer am Dienstag nach dem ersten Montag im November des jeweiligen Wahljahres gewĂ€hlt. FrĂŒhestmöglicher Termin ist damit der 2. November und der spĂ€teste der 8. November. Der Monat November wurde fĂŒr die Wahl ausgesucht, um den Bauern entgegen zukommen: die Ernte war bereits eingeholt worden und das milde Klima begĂŒnstigte lĂ€ngere Reisen zu den Wahllokalen. Um den traditionellen Kirchenbesuch nicht zu stören, fiel der Sonntag als Wahltermin aus. Auch der Montag wurde wegen der teilweise großen Entfernungen ausgeschlossen, um eine Anreise zu ermöglichen. Am Samstag war an vielen Orten Markttag, wofĂŒr der Freitag als Vorbereitungstag genutzt wurde. Auch der Donnerstag kam nicht infrage, da an diesem Tag die damals von den US-Amerikanern ungeliebten Briten ihr Parlament wĂ€hlten. Somit blieben nur der Dienstag oder der Mittwoch.[1]

Die Wahlen mĂŒssen laut Verfassung am gleichen Tag stattfinden. Eine zeitliche Abstimmung der Öffnungszeiten der Wahllokale gibt es jedoch nicht. So öffnen die Orte Dixville Notch und Hart’s Location im Bundesstaat New Hampshire traditionell schon um Mitternacht am Wahltag ihre Wahllokale, seit dies eine Änderung der Bestimmungen im Jahr 1960 erlaubt hat.[2] Da sich die Vereinigten Staaten ĂŒber mehrere Zeitzonen erstrecken, schließen die Wahllokale in den westlichen Bundesstaaten erst Stunden nach denen an der OstkĂŒste.

Wahltrends

In den letzten Jahrzehnten haben entweder die Demokratische Partei oder die Republikaner fast immer amtierende PrÀsidenten oder VizeprÀsidenten ins Rennen geschickt. Da Dick Cheney bei der PrÀsidentschaftswahl 2008 nicht antrat, war es das erste Mal seit 1952 und nur das zweite Mal seit 1928, dass weder ein amtierender PrÀsident noch ein amtierender VizeprÀsident an der Wahl teilnahm.

Neben amtierenden PrĂ€sidenten und VizeprĂ€sidenten kamen die meisten Kandidaten der zwei großen Parteien entweder aus dem Gouverneursamt eines Bundesstaats oder aus dem Senat. Der letzte Kandidat, der weder als Senator noch als Gouverneur diente, war Dwight D. Eisenhower, der Oberbefehlshaber der Alliierten StreitkrĂ€fte in Europa wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs war. Er gewann die republikanische Kandidatur und schließlich die Wahl 1952.

Die letzten Wahlen haben Gouverneure bevorteilt. Von den letzten fĂŒnf PrĂ€sidenten vor dem jetzigen Amtsinhaber Barack Obama (Jimmy Carter, Ronald Reagan, George Bush, Bill Clinton und George W. Bush) war nur George Bush nie Gouverneur. Geographisch kamen diese fĂŒnf PrĂ€sidenten entweder aus sehr großen Bundesstaaten (Kalifornien, Texas) oder aus Staaten sĂŒdlich der Mason-Dixon-Linie und östlich von Texas (Georgia, Arkansas). Der letzte PrĂ€sident vor Obama aus einem Nordstaat und amtierender Senator war John F. Kennedy aus Massachusetts 1960.

Wahlergebnisse

Amts-
zeit
Wahl-
jahr
PrÀs.-
Nr.
[B 1]
Gewinner (PrÀsident)[B 2] Andere bedeutende[B 3] Kandidaten
Kandidaten fĂŒr das VizeprĂ€sidentenamt
VizeprÀsident[B 2] VizeP.
Nr.
[B 4]
1 1789 01.  George Washington John Adams  (parteilos
John Jay  (parteilos) 
Robert H. Harrison  (parteilos) 
John Rutledge  (parteilos) 
 â†’ John Adams[B 5] 1.
2 1792 ↓ John Adams  (Föderalist[B 6]
George Clinton  (Demokr.-Republik. Partei[B 6]
 â†’ John Adams[B 5]
3 1796 02.  â†™â‡™ John Adams[B 7] Thomas Jefferson  (Demokr.-Republik. Partei) 
Thomas Pinckney  (Föderalist) 
Aaron Burr  (Demokr.-Republik. Partei) 
Samuel Adams  (Demokr.-Republik. Partei) 
Oliver Ellsworth  (Föderalist) 
↓ George Clinton  (Demokr.-Republik. Partei) 
 â†’ Thomas Jefferson 2.
4 1800 03.  â†™â‡™ Thomas Jefferson ↓ Aaron Burr  (Demokr.-Republik. Partei) [B 8]
⇘(↓,↓) John Adams  (Föderalist) 
Charles Cotesworth Pinckney  (Föderalist) 
 â†’↘ Aaron Burr[B 8] 3.
5 1804 ↓Charles Cotesworth Pinckney  (Föderalist)   (↘,↘) George Clinton â€  4.
6 1808 04.  James Madison ↓(↓) Charles Cotesworth Pinckney  (Föderalist) 
7 1812 DeWitt Clinton  (Föderalist /Friedenspartei)  Elbridge Gerry â€  5.
8 1816 05.  James Monroe Rufus King  (Föderalist)   Daniel D. Tompkins 6.
9 1820 (kein Gegenkandidat)
10 1824(2) 06.  John Quincy Adams Andrew Jackson(2)  (Demokr.-Republik. Partei) 
William H. Crawford  (Demokr.-Republik. Partei) 
Henry Clay  (Demokr.-Republik. Partei) 
 John C. Calhoun

 Partei gewechselt.<small/>[B 7]
7.


11 1828 07.  â†™Andrew Jackson ⇘ John Quincy Adams (Nationalrepublikanische Partei)
12 1832 (↓) Henry Clay (Nationalrepublikanische Partei)
William Wirt (Anti-Masonic Party)
John Floyd (Nullifier Partei („Die UnabhĂ€ngigen“))
 Martin Van Buren 8.
13 1836 08.  â‡™ Martin Van Buren William Henry Harrison  (Whig
Hugh Lawson White  (Whig-Partei) 
Daniel Webster  (Whig-Partei) 
Willie P. Mangum  (Whig mit Stimmen der Nullifiers)
 Richard Mentor Johnson 9.
14 1840 09.
10.
 â†™ William Henry Harrison â€ 
 â‡ John Tyler
⇘(⇙) Martin Van Buren  (Demokratische Partei  John Tyler
nicht besetzt (aufgerĂŒckt)
10.
15 1844(1) 11.  James K. Polk (↓,↓) Henry Clay  (Whig-Partei) 
James G. Birney (Liberty Party)
 George M. Dallas 11.
16 1848(1) 12.
13.
 Zachary Taylor â€ 
 â‡ Millard Fillmore
Lewis Cass  (Demokratische Partei) 
(↓,⇘,⇙) Martin Van Buren (Free Soil Party)
 Millard Fillmore
nicht besetzt (aufgerĂŒckt)
12.
17 1852 14.  Franklin Pierce Winfield Scott  (Whig-Partei) 
John P. Hale (Free Soil Party)
 William R. King â€  13.
18 1856(1) 15.  James Buchanan John C. FrĂ©mont  (Republikanische Partei
(⇘ ⇙) Millard Fillmore (American Party/ (Whig) )
 John C. Breckinridge 14.
19 1860(1) 16.

17.
 Abraham Lincoln â€ â€ [B 7]

 â‡ Andrew Johnson
Stephen A. Douglas (Nördliche Demokratische Partei)
⇙ John C. Breckinridge (SĂŒdliche Demokratische Partei)
John Bell (Constitutional Union Party)
 Hannibal Hamlin 15.
20 1864 George B. McClellan  (Demokratische Partei)   Andrew Johnson
nicht besetzt (aufgerĂŒckt)
16.
21 1868 18.  Ulysses S. Grant Horatio Seymour  (Demokratische Partei)   Schuyler Colfax 17.
22 1872 Horace Greeley  (Demokratische Partei /Liberalrepublikaner)  Henry Wilson â€  18.
23 1876(3) 19.  Rutherford B. Hayes Samuel J. Tilden(3)  (Demokratische Partei)   William A. Wheeler 19.
24 1880(1) 20.
21.
 James A. Garfield â€ â€ 
 â‡ Chester A. Arthur
Winfield Scott Hancock  (Demokratische Partei) 
James B. Weaver (Greenback Party)
 Chester A. Arthur
nicht besetzt (aufgerĂŒckt)
20.
25 1884(1) 22.  Grover Cleveland James G. Blaine  (Republikanische Partei) 
Benjamin Franklin Butler (Greenback Party/Anti-Monopolist)
John St. John (Prohibition Party)
 Thomas A. Hendricks â€  21.
26 1888(2) 23.  Benjamin Harrison ⇘ Grover Cleveland(2)  (Demokratische Partei) 
Clinton B. Fisk (Prohibition Party)
Alson Streeter (Union Labor Party)
 Levi P. Morton 22.
27 1892(1) 24.  â†™(⇓) Grover Cleveland ⇘ Benjamin Harrison  (Republikanische Partei) 
(↓) James B. Weaver (Populist Party)
John Bidwell (Prohibition Party)
 Adlai Ewing Stevenson 23.
28 1896 25.

(26.)[B 9]
 William McKinley â€ â€ 

(  )⇐ Theodore Roosevelt
William Jennings Bryan  (Demokratische Partei /Populist Party)  Garret Hobart â€  24.
29 1900 ↓ William Jennings Bryan  (Demokratische Partei) 
John G. Woolley (Prohibition Party)
 Theodore Roosevelt
nicht besetzt (aufgerĂŒckt)
25.
30 1904 26.  â‡“ ⇙ Theodore Roosevelt Alton B. Parker  (Demokratische Partei) 
Eugene V. Debs (Sozialistische Partei)
Silas C. Swallow (Prohibition Party)
 Charles W. Fairbanks 26.
31 1908 27.  William Howard Taft (↓,↓) William Jennings Bryan  (Demokratische Partei) 
↓ Eugene V. Debs (Sozialistische Partei)
Eugene W. Chafin (Prohibition Party)
 James S. Sherman â€  27.
32 1912(1) 28.  Woodrow Wilson (⇘,⇙) Theodore Roosevelt (Progressive Party)
⇘ William Howard Taft  (Republikanische Partei) 
↓(↓) Eugene V. Debs (Sozialistische Partei)
↓ Eugene W. Chafin (Prohibition Party)
 Thomas Riley Marshall 28.
33 1916(1) Charles Evans Hughes  (Republikanische Partei) 
Allan Louis Benson (Sozialistische Partei)
Frank Hanly (Prohibition Party)
34 1920 29.
(30.)[B 9]
 Warren G. Harding â€ 
(  )⇐ Calvin Coolidge
James M. Cox  (Demokratische Partei) 
(↓,↓) Eugene V. Debs (Sozialistische Partei)
Parley P. Christensen (Farmer-Labor Party)
 Calvin Coolidge
nicht besetzt (aufgerĂŒckt)
29.
35 1924 30.  â‡“ ⇙ Calvin Coolidge John W. Davis  (Demokratische Partei) 
Robert M. La Follette (Progressive Party/Sozialistische Partei)
 Charles Gates Dawes 30.
36 1928 31.  Herbert Hoover Al Smith  (Demokratische Partei)   Charles Curtis 31.
37 1932 32.



(33.)[B 9]
 Franklin D. Roosevelt â€ 



(  )⇐ Harry S. Truman
⇘ Herbert Hoover  (Republikanische Partei) 
Norman Thomas (Sozialistische Partei)
 John N. Garner 32.
38 1936 Alf Landon  (Republikanische Partei) 
William Lemke (Union Party)
39 1940 Wendell Willkie  (Republikanische Partei)   Henry A. Wallace 33.
40 1944 Thomas E. Dewey  (Republikanische Partei)   Harry S. Truman
nicht besetzt (aufgerĂŒckt)
34.
41 1948(1) 33.  â‡“ ⇙ Harry S. Truman ↓ Thomas E. Dewey  (Republikanische Partei) 
Strom Thurmond (Dixiecrats)
(⇙) Henry A. Wallace (Progressive Party)
 Alben W. Barkley 35.
42 1952 34.  Dwight D. Eisenhower Adlai Ewing Stevenson II.  (Demokratische Partei)   Richard Nixon 36.
43 1956 ↓ Adlai Ewing Stevenson II.  (Demokratische Partei) 
44 1960(1) 35.
(36.)[B 9]
 John F. Kennedy â€ â€ 
(  )⇐ Lyndon B. Johnson
⇙ Richard Nixon  (Republikanische Partei)   Lyndon B. Johnson
nicht besetzt (aufgerĂŒckt)
37.
45 1964 36.  â‡“ ⇙ Lyndon B. Johnson Barry Goldwater  (Republikanische Partei)   Hubert H. Humphrey 38.
46 1968(1) 37.

[38.][B 10]
 (↙,⇙) Richard Nixon

 â‡ Gerald Ford
⇙ Hubert H. Humphrey  (Demokratische Partei) 
George Wallace (American Independent Party)

 Spiro Agnew[B 10]

 (Gerald Ford)[B 10]
 (Nelson Rockefeller)[B 10]

39.

40.
41.
47 1972 George McGovern  (Demokratische Partei) 
John G. Schmitz (American Independent Party)
48 1976 39.  Jimmy Carter ⇘ ⇙ Gerald Ford  (Republikanische Partei)   Walter Mondale 42.
49 1980 40.  Ronald Reagan ⇘ Jimmy Carter  (Demokratische Partei) 
John B. Anderson  (UnabhĂ€ngig) 
Ed Clark (Libertarian Party)
 George H. W. Bush 43.
50 1984 (⇙) Walter Mondale  (Demokratische Partei) 
51 1988 41.  â‡™ George H. W. Bush Michael Dukakis  (Demokratische Partei)   Dan Quayle 44.
52 1992(1) 42.  Bill Clinton ⇘(⇙) George H. W. Bush  (Republikanische Partei) 
Ross Perot  (UnabhĂ€ngig) 
 Al Gore 45.
53 1996(1) Bob Dole  (Republikanische Partei) 
↓ Ross Perot (Reform Party)
54 2000(2) 43.  George W. Bush ⇙ Al Gore(2)  (Demokratische Partei) 
Ralph Nader (Green Party)
 Dick Cheney 46.
55 2004 John Kerry  (Demokratische Partei) 
56 2008 44.  Barack Obama John McCain  (Republikanische Partei)   Joe Biden 47.

Bedeutung der Farben & Statistik:

6 Parteien
und deren Farben
44
PrÀsidenten
47
VizeprÀsidenten
 Parteiloser 1 0
 Föderalistische Partei 1 1
 Demokratisch-Republikanische Partei 4 6
 Demokratische Partei 16 18
 Whig-Partei 4 2
 Republikanische Partei 18 20


Fußnoten zum Wahlausgang:

1 Gewinner erreichte zwar die relative, aber nicht die absolute Mehrheit aller WĂ€hlerstimmen. (1844, 1848, 1856, 1860, 1880, 1884, 1892, 1912, 1916, 1948, 1960, 1968, 1992, 1996)
2 Verlierer erreichte die relative, nicht aber die absolute Mehrheit aller WĂ€hlerstimmen. (1824, 1888, 2000)
3 Verlierer erreichte sogar die absolute Mehrheit aller Stimmen am Wahltag. (1876)
(In allen anderen, hier nicht aufgefĂŒhrten Wahljahren erreichte der Gewinner die absolute Mehrheit aller WĂ€hlerstimmen.)

Hinweise zur Tabelle und Bemerkungen:

  1. ↑ Die 3. Spalte der Tabelle (Überschrift „PrĂ€s.Nr.“) fĂŒhrt die Nummer des PrĂ€sidenten im Amt.
  2. ↑ a b Fettgedruckte (Vize-)PrĂ€sidenten konnten mehr als eine Wahl gewinnen: 13 PrĂ€sidenten gewannen zwei aufeinanderfolgende Wahlen, Franklin D. Roosevelt gewann als einziger vier (aufeinanderfolgende) Wahlen, Grover Cleveland gewann als einziger zwei nicht direkt aufeinanderfolgende Wahlen. 11 VizeprĂ€sidenten waren zwei (aufeinanderfolgende) Amtszeiten im Amt.
  3. ↑ Als „bedeutender Kandidat“ wird hier jeder Kandidat gezĂ€hlt, der mindestens 1 % der Stimmen am Wahltag fĂŒr Wahlen seit einschließlich 1824 oder der mindestens fĂŒnf WahlmĂ€nnerstimmen fĂŒr Wahlen bis einschließlich 1820 erhielt. (Diese Spalte ist eventuell nicht vollstĂ€ndig.)
  4. ↑ Die 7. Spalte der Tabelle (Überschrift „VizeP.Nr.“) fĂŒhrt die Nummer des VizeprĂ€sidenten im Amt.
  5. ↑ a b John Adams war zuerst parteilos, galt ab 1792 als Föderalist, das heißt als AnhĂ€nger der Politik George Washingtons. Erst 1794 kam es zur ordentliche GrĂŒndung der Föderalistischen Partei.(FĂŒr die Statistik zĂ€hlt er als Föderalist.)
  6. ↑ a b Bei der Wahl 1792 gab es quasi keinen Gegenkandidaten zu George Washington, der ohne Gegenstimme zum PrĂ€sidenten gewĂ€hlt wurde. Daher wurde fĂŒr die Bestimmung des VizeprĂ€sidenten ein zweite Wahl abgehalten, bei der es auch mehrere Kandidaten gab. John Adams ging aus dieser Wahl als Sieger hervor.
  7. ↑ a b c Es gab in der Geschichte der USA insgesamt zwei Amtszeiten, in denen PrĂ€sident und VizeprĂ€sident zwei unterschiedlichen Parteien angehörten: In der Amtszeit von 1796 bis 1800 (Nr. 3) gehörte Thomas Jefferson der Demokratisch-Republikanischen Partei an, wĂ€hrend sein VizeprĂ€sident John Adams Föderalist war. Die 20. Amtszeit von 1864 bis 1868 gehörte dem republikanischen PrĂ€sidenten Abraham Lincoln und seinem demokratischen VizeprĂ€sidenten Andrew Johnson.
    War das erste Auftreten des Falles einer ungleichen Parteizugehörigkeit von PrĂ€sident und VizeprĂ€sident noch dem alten Wahlsystem von vor 1804 geschuldet, so war beim zweiten Mal die GrĂŒndung einer neuen Partei relativ zeitnah vorausgegangen: 1864 amtierte mit Abraham Lincoln der erste republikanische PrĂ€sident der USA. (Ähnliches passierte bereits 1828, als mit Andrew Jackson erstmals ein Demokrat PrĂ€sident wurde und dieser vom damals noch zur Demokratisch-Republikanische Partei gehörenden John C. Calhoun unterstĂŒtzt wurde. Als Jackson gewann und Calhoun dessen VizeprĂ€sident wurde, kann John C. Calhoun zu den Demokraten gezĂ€hlt werden.)
  8. ↑ a b Offiziell galt 1800 noch die Regelung, das der Zweitplatzierte zum VizeprĂ€sidenten ernannt wird. Innerhalb der Republikaner galt Thomas Jefferson jedoch als Quasi-Spitzenkandidat und Aaron Burr als Kandidat fĂŒr das VizeprĂ€sidentenamt.
  9. ↑ a b c d Ist die Nummer eines PrĂ€sidenten und sein farbiges „ParteienkĂ€stchen“ vor dem Namen in runden Klammern gesetzt, so zeigt das, dass der jeweilige PrĂ€sident noch nicht gewĂ€hlt wurde, sondern nur vom Amt des VizeprĂ€sidenten auf das PrĂ€sidentenamt nachgerĂŒckt war und in der darauf folgenden Wahl dann selbst siegen konnte.
  10. ↑ a b c d Nach dem RĂŒcktritt des VizeprĂ€sidenten Spiro Agnew wurde Gerald Ford von Richard Nixon zum neuen VizeprĂ€sidenten ernannt. Damit war zum ersten Mal in der Geschichte der USA eine Person in das vakant gewordene Amt des VizeprĂ€sidenten nachrĂŒckt. Dies war möglich, seit dem 1967 der 25. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten verabschiedet wurde.
    Nachdem Nixon dann ein Jahr spĂ€ter selbst zurĂŒcktrat, rĂŒckte Ford als 38. US-PrĂ€sident nach. Er war somit der erste und bisher einzige PrĂ€sident der USA, der nie gewĂ€hlt wurde. [daher die eckige Klammer um die PrĂ€sidenten-Nummer 38 in der Tabelle] Somit fand gleich darauf der 25. Zusatzartikels bereits zum zweiten Mal Anwendung und Nelson Rockefeller wurde von Gerald Ford auf den freigewordenen Stuhl des VizeprĂ€sidenten gesetzt. Bei der direkt darauf folgenden Wahl 1976 unterlag Ford schließlich dem Demokraten Jimmy Carter.

Siehe auch:

Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung hat sich in den letzten Jahren verringert, obwohl sie sich wĂ€hrend der Wahl 2004 etwas von den Wahlen 1996 und 2000 erholte. WĂ€hrend sich die Wahlbeteiligung verkleinerte, vergrĂ¶ĂŸerte sich die Zahl aller registrierten WĂ€hler 2000 auf 75 % der wahlberechtigten Bevölkerung.

Wahljahr Wahlberechtigte Bevölkerung Âč Wahlbeteiligung Wahlbeteiligung (%)
2008 231.229.580 131.259.500 56,80 %
2004 215.694.000 122.295.345 56,70 %
2000 205.815.000 105.586.274 51,30 %
1996 196.511.000 96.456.345 49,08 %
1992 189.529.000 104.405.155 55,09 %
1988 182.778.000 91.594.693 50,11 %
1984 174.466.000 92.652.680 53,11 %
1980 164.597.000 86.515.221 52,56 %
1976 152.309.190 81.555.789 53,55 %
1972 140.776.000 77.718.554 55,21 %
1968 120.328.186 73.211.875 60,84 %
1964 114.090.000 70.644.592 61,92 %
1960 109.159.000 68.838.204 63,06 %

Quellen: Federal Election Commission (Englisch), Office of the Clerk (Englisch), U.S. Census Bureau (Englisch), Dr. Michael P. McDonald, George Mason University (Englisch)

Âč Es ist zu beachten, dass „Wahlberechtigtes Volk“ hier alle Einwohner ĂŒber 18 Jahre, wie sie vom United States Census Bureau berichtet werden, enthĂ€lt und dadurch auch eine große Anzahl von Personen erfasst, die aufgrund geltenden Rechts nicht wahlberechtigt sind (z. B. Einwanderer ohne amerikanische StaatsbĂŒrgerschaft und Kriminelle, denen das Wahlrecht aberkannt wurde). Die tatsĂ€chliche Anzahl aller wahlberechtigten Personen ist also etwas geringer und die Anzahl aller registrierten Personen ist noch viel geringer. Die Anzahl der Einwohner ohne amerikanische StaatsbĂŒrgerschaft betrug 1994 etwa 13 Millionen und die Anzahl der Kriminellen ungefĂ€hr 1,3 Millionen. Daher kann angenommen werden, dass ungefĂ€hr sieben bis zehn Prozent der Bevölkerung im Wahlalter nicht wahlberechtigt sind.

Außerdem ist zu beachten, dass der ungewöhnlich große RĂŒckgang in der Wahlbeteiligung zwischen 1968 und 1972 teilweise damit erklĂ€rt werden kann, dass das Wahlalter in dieser Zeit von 21 auf 18 gesenkt wurde. Die Gesamtzahl der WĂ€hler stieg, aber genauso stieg auch die Anzahl der Wahlbevölkerung, entsprechend fiel die prozentuale Wahlbeteiligung.

Wahlspenden

Jeder amerikanische BĂŒrger darf jedem Kandidaten maximal 4600 US-Dollar wĂ€hrend eines PrĂ€sidentschaftswahlkampfes spenden, jeweils 2300 US-Dollar im Vorwahlkampf und im Hauptwahlkampf.[3]

Siehe auch

Literatur

  • Arthur M. Schlesinger et al. (Hg.): History of American Presidential Elections, 1789-1968. 4 BĂ€nde. Chelsea House, New York 1971.
  • Theodore H. White: America in Search of Itself: The Making of the President 1956-1980. Harper & Row, New York 1982.

Einzelnachweise

  1. ↑ NĂŒrnberger Nachrichten, 3. November 2008
  2. ↑ SPIEGEL Online, „Obama und McCain kĂ€mpfen bis zur letzten Minute“, 4. November 2008
  3. ↑ Deutschlandradio, 4. Februar 2008 und stern.de, 31. Januar 2008
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.