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Prahovo

Прахово
Prahovo
Prahovo führt kein Wappen
Prahovo (Serbien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Serbien
Okrug: Bor
Opština: Negotin
Koordinaten: 44° 18′ N, 22° 36′ O44.292222222222.5927777778Koordinaten: 44° 17′ 32″ N, 22° 35′ 34″ O
Einwohner: 1.506 (2002)
Postleitzahl: 19330
Kfz-Kennzeichen: BO
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Dorf

Prahovo (kyrillisch Прахово) ist eine Stadt in der Opština Negotin und im Bezirk Bor in Ostserbien. Sie liegt an der Donau im Dreiländereck zwischen Serbien, Rumänien und Bulgarien und zählt zu einer der ältesten Siedlungen in dieser Gemeinde.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Es wird angenommen, dass das Dorf aus der römischen Siedlung Decebaluma entstanden ist.[1]

Anfang des 16. Jahrhunderts hatte das Dorf 35 Häuser, erst in den letzten Jahrhunderten wuchs die Einwohneranzahl in die Höhe. Die Einwohner des Dorfes, Walachen, kamen ursprünglich aus dem Süden, bevor sie sich in Prahovo niedergelassen hatten.

Im 17. Jahrhundert waren die meisten Einwohner Bauern, die Schweine oder Schafe hielten.

Am 6. und 7. September 1944 wurde in der Donau die „Schwarzmeerflotte“ der deutschen Kriegsmarine auf Befehl von Konteradmiral Paul-Willy Zieb versenkt, um den Wasserweg unpassierbar zu machen. Schätzungsweise 150 bis 200 Schiffen auf bis zu 20 Kilometern Länge war außerdem der Rückzug über die Donau abgeschnitten. Die Rote Armee kontrollierte bereits das rumänische Ufer des Eisernen Tores, sie konnte aber die meist kleineren deutschen Schiffe wegen einer Insel und davorliegenden Sümpfe nicht angreifen. Die Wehrmacht beherrschte zwar noch das serbische Ufer, wurde aber von vorrückenden jugoslawischen Partisanen bedroht. Nach Augenzeugenberichten wurden die Schiffe ineinander verkeilt, geflutet und im Inneren Explosionen ausgelöst. Einige Wracks wurden mit dem Schiffskran Sutjeska aus der Fahrrinne geräumt, damit überhaupt Schiffe passieren konnten. Noch im Jahre 2009, 64 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, bereiten die übrigen Wracks alter deutscher Kriegsschiffe der internationalen Donauschifffahrt immer mehr Probleme. Mithilfe lokaler Taucher und niederländischer Experten sind 2009 die Wracks lokalisiert und vermessen worden, wobei mindestens noch 21 Schiffe in oder nahe der Fahrrinne liegen, die Frachtschiffe und Flusskreuzfahrtschiffe behindern. Bis zu 30 Millionen Euro müssen für die Bergung aufgebracht werden.[2][3][4]

Einwohner

Die Volkszählung 2002[5] (Eigennennung) ergab, dass 1.506 Menschen im Dorf leben.

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Weitere Volkszählungen:

  • 1948: 2.186
  • 1953: 2.174
  • 1961: 2.600
  • 1971: 2.455
  • 1981: 2.412
  • 1991: 2.296

Verkehr

Prahovo verfügt über drei Bahnhöfe. Prahovo Pristanište bildet den Endpunkt der Strecke nach Crveni Krst in der Opština Niš. Täglich verkehren hier drei Zugpaare bis Zaječar und ein Paar bis Niš, die auch den Bahnhof Prahovo bedienen. Der Halt Prahovo Fabrika wird dagegen nicht im Personenverkehr bedient.

Etwa zwei Kilometer westlich von Prahovo wurde am 28. Dezember 2011 der Grenzübergang Kusjak nach Rumänien eröffnet. Genutzt wir dafür der Damm des Kraftwerks Eisernes Tor 2.[6]

Einzelnachweise

  1. Webseite der Gemeinde Negotin (serbisch)
  2. Sächsische Zeitung/dpa): Neuer Ärger mit alten Pötten (17. Oktober 2009)
  3. Der Spiegel: Eiserne Mahnmale, 18. August 2003
  4. Schifffahrt in schwerer Zeit
  5. Gesamtergebnis der Volkszählung vom April 2002 (englisch)
  6. Serbian, Romanian IMs open new border crossing. www.b92.net, 28. Dezember 2011
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