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Priesterbruderschaft St. Pius X.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (lat. Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii X., OrdenskĂŒrzel FSSPX, umgangssprachlich oft Piusbruderschaft) ist eine Priestervereinigung katholischer Traditionalisten. Sie wurde 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre gegrĂŒndet, um an Riten und Lehren der römisch-katholischen Kirche festzuhalten, die das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) aus seiner Sicht aufgegeben hatte. Sie lehnt KonzilsbeschlĂŒsse wie die Öffnung zur Ökumene, Religionsfreiheit, KollegialitĂ€t der Bischöfe, Anerkennung des Judentums als Heilsweg (Nostra Aetate) sowie die auf Anordnung des Konzils durchgefĂŒhrte Liturgiereform als „modernistisch“ ab und strebt eine „Erneuerung des Priestertums“ und „Verbreitung und Wiederherstellung der authentischen katholischen Lehre“ an.[1] Seit 1994 ist der von Lefebvre zum Bischof geweihte Bernard Fellay der Generalobere der Bruderschaft.

Seit 1975 hat die Piusbruderschaft keinen kanonischen Status in der römisch-katholischen Kirche mehr und betreibt ohne Erlaubnis der jeweiligen Diözesanbischöfe Priesterseminare, Priorate und Kapellen. Im Jahr 1988 fĂŒhrten illegale Bischofsweihen zur Exkommunikation der vier geweihten und zwei weihenden Bischöfe. Die Exkommunikation der vier Geweihten wurde am 21. Januar 2009 von Papst Benedikt XVI. aufgehoben. Sie und die Priester der Bruderschaft sind weiterhin suspendiert und gelten nach römisch-katholischem Kirchenrecht als „vagante Kleriker“, die grĂ¶ĂŸtenteils in irregulĂ€rer Weise zum Priester geweiht wurden und ohne kirchliche Erlaubnis wirken.

Inhaltsverzeichnis

AnhÀngerschaft

Zur Piusbruderschaft gehören nach eigenen Angaben von 2011 weltweit 551 Priester.[2] Die Zahl der GlĂ€ubigen, die sich zu ihr bekennen, soll nach Angaben von Kardinal DarĂ­o CastrillĂłn Hoyos von 2007 um 600.000 Personen umfassen, davon 100.000 in Frankreich. Andere Quellen nennen 150.000 AnhĂ€nger.[3] UnabhĂ€ngige und regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒfte Erhebungen zu den AnhĂ€ngerzahlen sind nicht bekannt.

Einrichtungen

Im Jahr 1970 erlaubte Bischof François CharriĂšre in seiner Diözese Erzbischof Lefebvre vorlĂ€ufig die GrĂŒndung eines Priesterseminars in EcĂŽne (Schweiz). Seither grĂŒndete die Piusbruderschaft ohne kirchliche Erlaubnis fĂŒnf weitere Priesterseminare: in Flavigny-sur-Ozerain (Frankreich), Goulburn (Australien), Winona (Minnesota) (USA), La Reja (Argentinien) und das Internationale Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen, einem Ortsteil von Schierling in der Oberpfalz (Deutschland). Insgesamt unterhĂ€lt sie 750 Messzentren, 161 Priorate, 90 Schulen und zwei sogenannte Instituts Universitaires in 63 Staaten auf allen Kontinenten.[4] Ihr Generalhaus liegt in Menzingen im Schweizer Kanton Zug.

Altar in der Piusbruderschaftskirche St. Joseph in Memmingen

In Deutschland betreibt sie etwa 50 als „Zentren“ bezeichnete Messstandorte, wobei die sogenannten Priorate von den von diesen aus betreuten Kapellen zu unterscheiden sind.[5] Die meisten davon befinden sich im sĂŒddeutschen Raum; fĂŒr Ostdeutschland gibt es nur ein Priorat in Berlin und eine Kapelle in Dresden. Zudem betreibt sie ein Kloster, ein Schwesternnoviziat, ein Altenheim und fĂŒnf Privatschulen: darunter das St.-Theresien-Gymnasium bei Bonn mit MĂ€dcheninternat und zwei Grundschulen in Baden-WĂŒrttemberg.[6] Im Jahr 1997 erhielt sie fĂŒr vier Schulen 1,1 Millionen Euro staatliche Gelder.[7] FĂŒr eine Grundschule mit insgesamt 18 SchĂŒlern und eine Realschule mit etwa 50 SchĂŒlern in SaarbrĂŒcken erhĂ€lt die Bruderschaft jĂ€hrlich Gelder in Höhe von 425.000 Euro vom Saarland.[8] Distriktoberer der deutschen Einrichtungen ist Franz Schmidberger.

Von April 2005 bis Juni 2006 ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen Lehrer und Leitung der Realschule in SaarbrĂŒcken wegen Misshandlungen an SchĂŒlern. Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes erlaubte den Weiterbetrieb, da die Schulleitung auf die Verfehlungen eines Lehrers angemessen reagiert habe.[9] 2010 wurde dem angegliederten Internat vom Ministerium fĂŒr Justiz, Gesundheit und Soziales (Saarland) die Betriebserlaubnis entzogen. Grund war, dass mehr InternatsplĂ€tze vergeben wurden, als genehmigt waren. Außerdem wurden nicht genehmigte zusĂ€tzliche Wohngruppen festgestellt.[10] Weil das Bildungsministerium durch die VorfĂ€lle im Internat die ZuverlĂ€ssigkeit des SchultrĂ€gers nicht mehr gegeben sah, verfĂŒgte sie anschließend auch die Schließung der Schule selbst. Die Anordnung der sofortige Schließung konnte jedoch erfolgreich angefochten werden.[11] Der anschließende Verwaltungsprozess ĂŒber die Frage der Schließung an sich endete zugunsten der Piusbruderschaft.[12]

In den Diözesen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz darf die Piusbruderschaft meist keine römisch-katholischen KirchengebĂ€ude nutzen, auch nicht fĂŒr Beerdigungen, Taufen, Eheschließungen oder Wallfahrten. In Lisieux und Lourdes wurden ihr 2005 und in den folgenden Jahren vereinzelt HochĂ€mter in römisch-katholischen Kirchen gestattet.

2002 wurde in der Ukraine die Priesterbruderschaft St. Josaphat mit dem Ziel der „Bekehrung des schismatischen Ostens zur Anerkennung des Papstes und der traditionellen katholischen Lehre“ gegrĂŒndet.

Mit dem Sarto-Verlag betreibt die Priesterbruderschaft einen eigenen Verlag[13] mit Online-BĂŒcherversandhandel.

Geschichte

Vorgeschichte und GrĂŒndung

Lefebvre wurde im Juli 1962 zum Generaloberen der Spiritaner gewĂ€hlt und in die Vorbereitungskommission des Zweiten Vatikanischen Konzils berufen. Dort kritisierte er die KollegialiĂ€tsidee, die ökumenische Öffnung und die Religionsfreiheit, nicht aber die Liturgiekonstitution von 1963. Nach dem Konzil lehnte er jedoch die Liturgiereform ab, verschĂ€rfte seine ĂŒbrige Kritik am Konzil und gab im September 1968 das Amt des Generaloberen auf.

Kurz darauf baten Seminaristen des Französischen Priesterseminars in Rom Lefebvre um ein konservatives Seminar zum Beenden ihrer Studien, um unbedrĂ€ngt an traditionellen Glaubensvorstellungen und Doktrinen festhalten zu können. Er verwies sie zunĂ€chst an die UniversitĂ€t Freiburg in der Schweiz. Nachdem er gebeten worden war, diese Seminaristen persönlich zu unterrichten, wandte er sich an den Diözesanbischof vom Bistum Lausanne-Genf-Freiburg, François CharriĂšre. Dieser genehmigte im Sommer 1969 die GrĂŒndung der Confraternitas Pius X. in seiner Diözese in der Rechtsform einer „pia unio” (can. 707ff CIC/1917) und genehmigte die Statuten fĂŒr einen Zeitraum von sechs Jahren „ad experimentum”. Kardinal John Joseph Wright, PrĂ€fekt der Kongregation fĂŒr den Klerus, gratulierte Lefebvre brieflich zur GrĂŒndung der Bruderschaft.[14]

Verlust kirchlicher Anerkennung

1971 lehnte Lefebrve die neue Messordnung, die Paul VI. am 3. April 1969 verkĂŒndet hatte, ab und betrachtete die Liturgiereform von 1969 nun als EinfĂŒhrung von Martin Luthers AbendmahlsverstĂ€ndnis in der katholischen Kirche. Die kirchlichen VerĂ€nderungen seit dem Konzil seien das Ergebnis eines Komplotts liberaler und antichristlicher MĂ€chte. Daraufhin berief KardinalstaatssekretĂ€r Jean-Marie Villot im Auftrag des Papstes[15] eine Kommission ein, die die Angelegenheit untersuchen sollte. Dazu gehörten Kardinal Gabriel-Marie Garrone, Kardinal Wright und Kardinal Arturo Tabera.[14]

Am 21. November 1974 veröffentlichte Lefebvre folgende „GrundsatzerklĂ€rung“:[16]

„Wir hĂ€ngen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele am katholischen Rom, der HĂŒterin des katholischen Glaubens und der fĂŒr die Erhaltung dieses Glaubens notwendigen Traditionen [
] Wir lehnen es hingegen ab, und haben es immer abgelehnt, dem Rom der neo-modernistischen und neo-protestantischen Tendenz zu folgen, die klar im Zweiten Vatikanischen Konzil und nach dem Konzil in allen Reformen, die daraus hervorgingen, zum Durchbruch kam [
] Keine AutoritĂ€t, selbst nicht die höchste in der Hierarchie, kann uns zwingen, unseren Glauben, so wie er vom Lehramt der Kirche seit neunzehn Jahrhunderten klar formuliert und verkĂŒndet wurde, aufzugeben oder zu schmĂ€lern [
] Da diese Reform vom Liberalismus und vom Modernismus ausgeht, ist sie völlig vergiftet. Sie stammt aus der HĂ€resie und fĂŒhrt zur HĂ€resie, selbst dann, wenn nicht alle ihre Akte direkt hĂ€retisch sind! Daher ist es jedem wachen und treuen Katholiken unmöglich, diese Reform anzunehmen und sich ihr, in welcher Weise auch immer, zu unterwerfen.“

Am 13. Februar und 3. MĂ€rz 1975 musste sich Lefebrvre vor der Kardinalskommission in Rom fĂŒr seine Haltung verantworten. Danach erteilte Kardinal Tabera Bischof Pierre Mamie, CharriĂšres Nachfolger, brieflich die Vollmacht, die Piusbruderschaft aufzulösen. Daraufhin entzog Mamie ihr am 6. Mai 1975 die Anerkennung als katholische Organisation.[17] Lefebvre werde bis zum Widerruf seiner ErklĂ€rung vom 21. November 1974 keinerlei kirchliche UnterstĂŒtzung erhalten.

Dieser lehnte gegenĂŒber der Apostolischen Signatur diese Entscheidungen ab, da die Kardinalskommission nicht befugt gewesen sei, seine ErklĂ€rung zu beurteilen. Diese sei persönlicher Art gewesen, so dass allenfalls er selbst dafĂŒr bestraft werden dĂŒrfe. Es gehe nicht an, deshalb die Piusbruderschaft und deren Priesterseminare aufzulösen. Die Apostolische Signatur lehnte diesen Rekurs Lefebvres am 10. Juni 1975 ab, da Papst Paul VI. die Entscheidung der Kardinalskommission in forma specifica befĂŒrwortet habe. Dies bestĂ€tigte dieser in einem persönlichen Brief an Lefebvre. FĂŒr den Vatikan war die Piusbruderschaft fortan keine römisch-katholische Organisation mehr.

Lefebvre erklĂ€rte die Aufhebung der Piusbruderschaft fĂŒr ungĂŒltig: Die Kardinalskommission habe ihre Kompetenz ĂŒberschritten, da der Papst ihre spezifische Entscheidung erst nach Erlass des Rechtsaktes bestĂ€tigt habe.[18] Er setzte seine Arbeit fort und ignorierte die Weisungen des Diözesanbischofs und Roms. Im Konsistorium am 24. Mai 1976 kritisierte Papst Paul VI. ihn deswegen öffentlich und appellierte an ihn und seine AnhĂ€nger, sich zu besinnen.[19]

Unerlaubte Priesterweihen und SeminargrĂŒndungen

Trotz zweifachen Verbots durch Erzbischof Giovanni Benelli weihte Lefebvre am 29. Juni 1976 Seminaristen der Piusbruderschaft zu Priestern. In der Predigt dazu bekundete er:[20]

„Es bereitet uns einen ungeheuren und unermesslichen Schmerz, feststellen zu mĂŒssen, dass wir mit Rom Schwierigkeiten haben — wegen unseres Glaubens! [
] Wir befinden uns in einer wahrhaft dramatischen Situation. Wir mĂŒssen uns entscheiden. Es geht um einen sozusagen scheinbaren Gehorsam, denn der Heilige Vater kann von uns nicht mit Recht verlangen, unseren Glauben aufzugeben. [
] Wir entscheiden uns dafĂŒr, unseren Glauben nicht aufzugeben, denn darin können wir uns nicht tĂ€uschen.“

Lefebvre wurde am gleichen Tag von seinem Amt suspendiert (a collatione ordinum), so dass er von nun an keine rechtmĂ€ĂŸigen Priesterweihen durchfĂŒhren konnte. Kardinal Sebastiano Baggio, PrĂ€fekt der Kongregation fĂŒr die Bischöfe, forderte ihn eine Woche spĂ€ter auf, sich beim Papst fĂŒr die verbotenen Priesterweihen zu entschuldigen. In seinem Antwortschreiben verweigerte Lefebvre dies. Paul VI. solle seinerseits „die richtige Auffassung der verfĂ€lschten Ideen wiederherstellen, die zu Idolen des modernen Menschen geworden sind: Freiheit, Gleichheit, BrĂŒderlichkeit, Demokratie.“[21] Der Papst solle das „unglĂŒckselige Unternehmen eines Kompromisses mit den Ideen des modernen Menschen aufgeben“, das vor dem Konzil mit einer geheimen Übereinkunft zwischen hohen kirchlichen WĂŒrdentrĂ€gern und den Freimaurerlogen begonnen habe.

Saint-Nicolas-du-Chardonnet, Paris

Daraufhin suspendierte der Papst Lefebvre am 22. Juli 1976 a divinis und entzog ihm damit alle Vollmachten seines Priester- und Bischofsamts. Dennoch empfing er ihn am 11. September 1976 nochmals zu einer Audienz, die ergebnislos verlief.

Lefebvre blieb Leiter der Piusbruderschaft, seit 1982 zusammen mit Franz Schmidberger als Generalvikar mit dem Recht auf Nachfolge. Er wurde zur Symbolfigur fĂŒr konservative und radikale Gegner aller Kirchenreformen seit 1960 in der Tradition der Action française. Die Piusbruderschaft wurde vor allem in Frankreich zu deren Sammelbecken.

Lefebvres AnhĂ€nger besetzten am 27. Februar 1977 die Kirche Saint-Nicolas-du-Chardonnet in Paris.[17] Unter der FĂŒhrung des Pariser Priesters François Ducaud-Bourget wurde der amtierende Priester aus der Kirche gewiesen. Die Kirche wird bis heute nur von der Piusbruderschaft genutzt und gilt in Frankreich als deren Hauptquartier. Behördlich wurde mehrmals bestĂ€tigt, dass die Besetzung rechtswidrig war.[22]

Die Piusbruderschaft eröffnete in verschiedenen Staaten weitere kirchlich ungenehmigte Priesterseminare und Kapellen und fĂŒhrte unerlaubte Priesterweihen durch. Sie begrĂŒndet dies im Gegensatz zum Sedisvakantismus mit einer existierenden Kirchenkrise, leitet daraus einen Notstand und damit ein Recht zum Ungehorsam gegenĂŒber Rom und den lokalen Diözesanbischöfen ab.[23]

Unerlaubte Bischofsweihen

1987 erklÀrte Lefebvre, er werde einen Nachfolger mit oder ohne Erlaubnis des Vatikans zum Bischof weihen. Denn dieser sei von antichristlichen KrÀften besetzt:[24]

„Da dieses modernistische und liberale Rom sein Werk der Zerstörung der Herrschaft Unseres Herrn weiterverfolgt, [
] sehe ich mich gezwungen [
] die Gnade des katholischen Bischofsamtes [
] weiterzugeben, damit die Kirche und das katholische Priestertum fortfahren zu bestehen.“

Der Vatikan verhandelte daraufhin mit Lefebvre und erreichte, dass er am 5. Mai 1988 ein Protokoll unterschrieb.[25] Im ersten, doktrinalen Teil versprach er als Vertreter der Piusbruderschaft:

  • der katholischen Kirche sowie dem Papst und seinem Primat als Oberhaupt der Gesamtheit der Bischöfe immer treu zu sein,
  • die in Sektion 25 der dogmatischen Konstitution ĂŒber die Kirche (Lumen Gentium) enthaltene Lehre ĂŒber das kirchliche Lehramt, die Papst Paul VI. promulgiert hatte, anzunehmen,
  • hinsichtlich der vom Zweiten Vatikanischen Konzil eingeleiteten Liturgie- und Kultreformen, bei deren Studium und einem Vorbringen beim Heiligen Stuhl eine positive Haltung einzunehmen und jede Polemik zu vermeiden,
  • die GĂŒltigkeit des Messopfers und der Sakramente anzuerkennen, die in den von den PĂ€psten Paul VI. und Johannes Paul II. promulgierten offiziellen Ausgaben des römischen Messbuches und in den Ritualen fĂŒr die Sakramente enthalten sind,
  • die allgemeine Disziplin der Kirche und die kirchlichen Gesetze zu achten, besonders das von Papst Johannes Paul II. promulgierte Kirchliche Gesetzbuch.

Der zweite, juristische Teil sah vor, dass:

  • die Priesterbruderschaft eine Gesellschaft des Apostolischen Lebens wird,
  • Erzbischof Lefebvre oder ein von ihm gebilligter anderer Bischof autorisiert werde, Bruderschaftsseminaristen zu Priestern zu weihen,
  • dem Papst vorgeschlagen wird, einen aus der Bruderschaft ausgewĂ€hlten und von Lefebvre vorgestellten Kandidaten zum Bischof zu ernennen,
  • eine Kommission eingesetzt wird fĂŒr die Koordinierung der Beziehungen zwischen der Piusbruderschaft einerseits und den verschiedenen vatikanischen Dikasterien und den Diözesanbischöfen andererseits sowie fĂŒr die Lösung eventueller Probleme und Streitfragen,
  • die kirchenrechtliche Suspension von Erzbischof Marcel Lefebvre aufgehoben wird,
  • es zu einer „Amnestie“ und einer Genehmigung kommt fĂŒr die HĂ€user und KultstĂ€tten, die die Bruderschaft ohne Autorisierung der zustĂ€ndigen Bischöfe errichtet und benutzte.

Dieses Dokument unterschrieben Lefebvre und Kardinal Joseph Ratzinger – der heutige Papst – und sandten es an Papst Johannes Paul II. mit der Bitte um Zustimmung.

Lefebvre ersuchte am 6. Mai in einem Brief an Kardinal Ratzinger um ein pĂ€pstliches Mandat fĂŒr eine Bischofsweihe am 30. Juni. Sollte ihm dies verweigert werden, sehe er sich verpflichtet, bereits mit der Zusage eines Bischofs im Protokoll zur Bischofsweihe zu schreiten. Am 24. Mai stellte Kardinal Ratzinger dem Erzbischof in Aussicht, dass der Papst am 15. August einen Priester der Bruderschaft zum Bischof ernennen werde, falls man einen geeigneten Kandidaten finde. Im Gegenzug mĂŒsse Lefebvre auf der Basis des am 5. Mai von ihm unterzeichneten Protokolls um Aussöhnung mit dem Papst ersuchen und einen Brief mit Entschuldigungsbitten unterzeichnen. Lefebvre beharrte jedoch weiter auf einer eigenen Bischofsweihe am 30. Juni.

Nachdem in den GesprĂ€chen von Seiten Roms kein genauer Termin fĂŒr die Bischofsweihe genannt wurde und sich auch abzeichnete, dass die vorgesehene Kommission nicht mehrheitlich aus Mitgliedern der Bruderschaft bestehen wĂŒrde, teilte Lefebvre am 3. Juni 1988 in einem Brief dem Papst mit, er werde am 30. Juni die von ihm geplanten Bischofsweihen auch ohne pĂ€pstliche Erlaubnis durchfĂŒhren.

Papst Johannes Paul II. erinnerte Lefebvre am 9. Juni 1988 nochmals brieflich an die von ihm am 5. Mai unterzeichnete Vereinbarung und appellierte an ihn, nicht mit seinem Plan fortzufahren. Dieser werde als schismatischer Akt bewertet, dessen theologische und kanonische Konsequenzen Lefebvre bekannt seien. Als dieser darauf nicht antwortete, machte der Vatikan den Briefwechsel am 16. Juni 1988 öffentlich bekannt.

Am 30. Juni 1988 weihte Lefebvre, assistiert vom emeritierten brasilianischen Bischof AntĂŽnio de Castro Mayer, die Priester der Piusbruderschaft Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson und Alfonso de Galarreta gegen das pĂ€pstliche Verbot zu Bischöfen. In der Predigt dazu begrĂŒndete er den Abbruch der Verhandlungen mit Rom:[26]

„Was ist die Wahrheit fĂŒr diese Menschen? Es ist die Wahrheit des Zweiten Vatikanischen Konzils, dieser konziliaren Kirche. Folglich ist fĂŒr den Vatikan die heute einzige existierende Wahrheit, die konziliare Wahrheit, die Wahrheit des ‚Geistes des Konzils‘. Es ist der Geist von Assisi. Das ist heute ‚die Wahrheit‘. Diese Wahrheit wollen wir nicht, um alles in der Welt! Der feste Willen der gegenwĂ€rtigen römischen Behörden ist, die Tradition zu vernichten und alle in diesen Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils hineinzuziehen, in diesen Geist von Assisi. Darum haben wir es vorgezogen, uns zurĂŒckzuziehen. Diesem Geist konnten wir nicht zustimmen, das war unmöglich. FĂŒr uns war es nicht möglich, sich einer solchen Obrigkeit zu unterwerfen. Wir hĂ€tten der Amtsgewalt von Kardinal Ratzinger, des PrĂ€sidenten dieser römischen Kommission, die uns hĂ€tte leiten sollen, unterstanden. Wir wĂ€ren ihm ausgeliefert gewesen. Wir wĂ€ren in die HĂ€nde der Personen gefallen, die uns dem Geist des Konzils und dem Geist von Assisi unterwerfen wollen. Das ist unmöglich!“

Ein spÀterer Vermittlungsversuch des französischen Philosophen Jean Guitton scheiterte.

Exkommunikation

Als Reaktion auf die unerlaubten Bischofsweihen erließ die Kongregation fĂŒr die Bischöfe am 1. Juli 1988 ein Dekret, das Lefebvre, de Castro Mayer und die vier frisch geweihten Piusbischöfe fĂŒr exkommuniziert erklĂ€rte.[27] Am folgenden Tag bestĂ€tigte Papst Johannes Paul II. dieses Dekret mit einem Apostolischen Brief.[28] Der Vollzug illegitimer Bischofsweihen im Ungehorsam gegenĂŒber dem Papst sei ein schismatischer Akt. Die Wurzel dieses Aktes sei ein unvollstĂ€ndiges und widersprĂŒchliches TraditionsverstĂ€ndnis. Niemand, der sich dem universalen Lehramt der Kirche widersetze, das dem Bischof von Rom und dem Kollegium der Bischöfe zukomme, könne der Tradition treu bleiben. Der Papst forderte alle Katholiken mit irgendwelchen Kontakten zur Piusbruderschaft auf, dieser keine UnterstĂŒtzung mehr zukommen zu lassen.

Die Piusbruderschaft bestreitet den Eintritt der Exkommunikation aufgrund einer kirchlichen Notlage.[29]

Abspaltungen

Einige Priester verließen die Piusbruderschaft sofort nach deren unerlaubten Bischofsweihen und grĂŒndeten noch 1988 die Priesterbruderschaft St. Petrus. Diese erkennt alle Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils und die auf dessen Anordnung durchgefĂŒhrte Liturgiereform an, so dass sie ihrerseits von der katholischen Kirche anerkannt wurde. Dies gilt auch fĂŒr weitere Gruppen ehemaliger AnhĂ€nger Lefebvres, die in den folgenden Jahren mit UnterstĂŒtzung der PĂ€pstlichen Kommission Ecclesia Dei von der Kirche anerkannte altritualistische Gemeinschaften grĂŒndeten. Daneben kam es zu Abspaltungen, welche die LegitimitĂ€t des römischen Papstes in Frage stellen und eine sedisvakantistische Position einnehmen.

Kirchenrechtlicher Status

Der Vatikan sieht die Piusbruderschaft nicht als schismatisch an[30], sie habe aber keinen „kanonischen Status“.[31] Auch bestehe die Gefahr, dass ihre Mitglieder lĂ€ngerfristig zum Schisma tendierten.[32]

Die Piusbruderschaft bestreitet das Vorliegen und Anstreben eines Schismas, erkennt den Papst ausdrĂŒcklich an und betont ihre LoyalitĂ€t ihm gegenĂŒber sowie ihr tĂ€gliches Gebet im Messkanon fĂŒr ihn und die Ortsbischöfe.[33] Die Priesterweihen der Piusbruderschaft sind nach katholischem Kirchenrecht gĂŒltig, die Priester gelten jedoch wegen des Mangels einer gĂŒltigen Inkardination als suspendiert. Lefebvre beanspruchte das Recht, in die eigene Gemeinschaft inkardinieren zu können, nachdem Kardinal Antoniutti, PrĂ€fekt der Kongregation fĂŒr die Ordensleute, zwei Ordenspriestern einen Indult erteilte, von ihrem Orden direkt in die Bruderschaft ĂŒberzutreten, was kirchenrechtlich einer Inkardinationsberechtigung gleichkommt.[34]

Der Vatikan sieht die Messen der Piusbruderschaft als gĂŒltig an, rĂ€t aber von ihrem Besuch ab. Auf eine schriftliche Anfrage antwortete Camille Perl 1995 als damaliger SekretĂ€r der pĂ€pstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, Besuche von Messen der Piusbruderschaft seien moralisch unerlaubt (morally illicit).[35] 2002 und 2003 nannte er die Messen nur noch rechtlich unerlaubt (illicit i. e., contrary to the law). Es sei keine SĂŒnde, daran teilzunehmen, um einfach eine Messe nach der Messordnung von 1962 zu feiern. Ein Katholik könne damit strenggenommen (in the strict sense) die Sonntagspflicht erfĂŒllen. Auch eine moderate Spende bei dortigen Kollekten sei keine SĂŒnde und erscheine vertretbar. Diese Messbesuche könnten allerdings weiterhin nicht empfohlen werden.[36] GlĂ€ubige, die dennoch eine von Priestern der Bruderschaft gehaltene Messe besuchen, riskieren nur dann Sanktionen, wenn sie in der Piusbruderschaft „die einzig wahre Kirche sehen und dies im Ă€ußeren Bereich sichtbar machen“.[37]

Trauungen durch Priester der Piusbruderschaft sind nur gĂŒltig, wenn diese mit Assistenz oder in Delegation des Ortsordinarius oder des Ortspfarrers geschlossen werden. Auch eine von einem Priester der Bruderschaft erteilte Absolution bedarf einer vom Ortsordinarius erteilten oder sich aus dem kirchlichen Priesteramt ergebenden Jurisdiktionsgewalt bzw. Befugnis („facultas“) zur Spendung des Bußsakraments (Can. 967ff. CIC). Diese ist in einigen FĂ€llen entbehrlich bzw. von Rechts wegen ersetzt („suppliert“) , beispielsweise bei Todesgefahr des Beichtenden (Can. 142 § 2 CIC, Can. 144 CIC, Can. 844 § 2 CIC, Can. 976 CIC).

Beidseitige Versuche der WiederannÀherung

Die von Johannes Paul II. eingesetzte Dialogkommission Ecclesia Dei unter Kardinal Hoyos fĂŒhrte unregelmĂ€ĂŸige GesprĂ€che mit der Priesterbruderschaft ohne greifbare Ergebnisse.

Im August 2005 empfing Papst Benedikt XVI. Bernard Fellay und Franz Schmidberger zu einem freundschaftlichen Meinungsaustausch. Im Umfeld seines ersten Konsistoriums am 24. MĂ€rz 2006 verstĂ€rkte der Vatikan sein BemĂŒhen, den AnhĂ€ngern der Piusbruderschaft eine vollkommenere Gemeinschaft mit der Römischen Kirche zu ermöglichen.

Der Papst erleichterte mit dem Motu Proprio Summorum Pontificum vom 7. Juli 2007 die Feier der Messe nach dem Messbuch von 1962. Zugleich ermĂ€chtigte er die Kommission Ecclesia Dei dazu, diese „außerordentliche Form des römischen Ritus“ zu organisieren. Kardinal Hoyos erklĂ€rte dazu, der Papst liebe den alten Ritus und wolle den GlĂ€ubigen der Piusbruderschaft damit volle Kirchengemeinschaft ermöglichen. Denn sie seien keine Schismatiker und HĂ€retiker, nur ihre Bischöfe seien 1988 exkommuniziert worden.[38]

Der französische Kirchenhistoriker Luc Perrin sah wenig Aussicht auf Versöhnung, da die Piusbruderschaft nicht nur bei der Liturgie Entgegenkommen fordere. Er wies darauf hin, dass ihre FĂŒhrung jedes Mal, als Einigung mit dem Vatikan möglich war, eine Periode des „Kalten Krieges“ gegen ihn begonnen habe. Wegen fehlender dauerhafter Strukturen seien Verhandlungen stets fehlgeschlagen. Inzwischen seien sowohl bei nationalen Bischofskonferenzen als auch bei den Priestern der Piusbruderschaft enorme WiderstĂ€nde gegen eine Einigung vorhanden.[39]

Am 15. Dezember 2008 schrieb Bernard Fellay im Namen aller vier Bischöfe der Piusbruderschaft an Ecclesia Dei, man sei bereit, der katholischen Kirche zu dienen, ihre Lehren, den Primat Petri und seine Vorrechte zu akzeptieren. Dies erfĂŒllte eine Bedingung des Vatikans zur Aufhebung der Exkommunikation.[40]

Aufhebung der Exkommunikation

Am 21. Januar 2009 hob der PrĂ€fekt der Kongregation fĂŒr die Bischöfe, Giovanni Battista Kardinal Re, aufgrund einer „ausdrĂŒcklich[en] vom Heiligen Vater Benedikt XVI. ĂŒbertragenen Vollmacht“ und einer erneuten Bitte Bernard Fellays die Exkommunikation der vier irregulĂ€r geweihten Bischöfe auf. Er begrĂŒndete diesen Schritt damit, dass er dem „spirituellen Unbehagen“ der exkommunizierten Bischöfe mit „vĂ€terlicher EinfĂŒhlsamkeit“ begegne und ihre kirchenrechtliche Lage ĂŒberdenken wolle. Er glaube ihrer schriftlich zugesicherten Bereitschaft, mit dem Vatikan ernsthaft ĂŒber bestehende Differenzen zu reden, um „bald zu einer vollen und zufrieden stellenden Lösung des zugrunde liegenden Problems“ zu gelangen. Dieses „Geschenk des Friedens“ zum Ende der Weihnachtszeit solle die „Einheit in der Barmherzigkeit der Universalkirche“ fördern und „den Skandal der Spaltung“ ĂŒberwinden. [41]

Das Dekret wurde am 24. Januar bekanntgegeben. Es beinhaltet das Recht zum gĂŒltigen Empfang der Sakramente, aber kein Recht, diese zu spenden und keine Anerkennung der BischofsĂ€mter. Diese werden erst fĂŒr den Fall einer vollen Anerkennung des 2. Vatikanischen Konzils durch die Bruderschaft in Aussicht gestellt.

Reaktionen

Wegen ihres zeitlichen Zusammentreffens mit dem Bekanntwerden der Holocaustleugnung von Richard Williamson erschien die Aufhebung der Exkommunikation als Rehabilitation von Ansichten, die fĂŒhrende Mitglieder der Piusbruderschaft vertreten. Dies rief anhaltende inner- und außerkirchliche Proteste hervor.[42]

Judentum

Aus Protest gegen die pÀpstliche Wiederaufnahme eines Holocaustleugners in die römisch-katholische Kirche setzte das israelische Oberrabbinat die Beziehungen zum Vatikan am 21. Januar 2009 unbefristet aus.[43]

Am 23. Januar 2009 warnte die Anti Defamation League den Vatikan schriftlich vor der bevorstehenden Wiederaufnahme Williamsons und der Piusbruderschaft in die römisch-katholische Kirche, die negative Folgen fĂŒr deren VerhĂ€ltnis zum Judentum haben werde. Ebenso warnte der römische Oberrabbiner Riccardo Di Segni den Papst vor negativen Folgen fĂŒr das jĂŒdisch-katholische VerhĂ€ltnis und sprach von einer „tiefen Wunde“, die eine „Beendigung des Schismas“ und die „Wiederaufnahme der Lefebvristen in die Kirche“ reißen wĂŒrde.[44]

Der Zentralrat der Juden in Deutschland brach den Dialog mit der katholischen Kirche vorerst ab. Der israelische Minister fĂŒr Religionsangelegenheiten, Jizchak Cohen, empfahl seiner Regierung am 31. Januar den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan.[45] Diesen Vorschlag wies der israelische Außenminister jedoch zurĂŒck.

Theologen und Kirchenvertreter

Kritische Katholiken griffen meist nicht nur Aussagen aus der Piusbruderschaft, sondern auch die Papstentscheidung zur Aufhebung der Exkommunikation an. Der belgische Theologe Jean-Pierre Wils trat am 1. Februar deswegen aus der römisch-katholischen Kirche aus: Die Priesterbruderschaft sei eine „extrem reaktionĂ€re und zutiefst antisemitische Gruppe, die mit Diktatoren und rechtsgerichteten Regimen sympathisiere“.[46] Die Theologin Uta Ranke-Heinemann nannte die ZurĂŒcknahme der Exkommunikation einen „schweren Fehltritt“.[47]

Einige deutsche Bischöfe kritisierten den Vatikan, nahmen aber den Papst in Schutz. Karl Lehmann meinte am 2. Februar 2009, Benedikt XVI. habe die Holocaustleugnung Williamsons vor dem Aufhebungsdekret gar nicht kennen können. Kardinal Hoyos aber hĂ€tte sich zuvor ein zutreffendes Bild von Williamson machen mĂŒssen. Dessen Wiederaufnahme sei eine Katastrophe fĂŒr alle Holocaust-Überlebenden, fĂŒr die es eine klare Entschuldigung „von hoher Stelle“ geben mĂŒsse. Dem Konflikt mit der Piusbruderschaft lĂ€gen inhaltlich-dogmatische Fragen zugrunde; sie habe sich nie mit Dignitatis humanae, der Französischen Revolution, der Ökumene und KollegialitĂ€t der Bischöfe abgefunden. Dies versuche sie durch Konzentration auf die lateinische Liturgie zu verschleiern.[48]

Hans-Jochen Jaschke schlug am 3. Februar 2009 vor, den Prozess der Wiedereingliederung vorlĂ€ufig zu stoppen. Franz-Josef Bode meinte, der Papst dĂŒrfe Holocaustleugnung in der Kirche keinesfalls dulden. Ein Kirchengericht mĂŒsse den Fall Williamson klĂ€ren; dieser mĂŒsse Buße leisten. Es sei jedoch kaum vorstellbar, dass die Piusbruderschaft von ihren bisherigen Äußerungen zu den kirchlichen Reformen abrĂŒcken werde. Dann bleibe dem Papst nur die erneute und diesmal endgĂŒltige Exkommunikation. Ähnlich Ă€ußerten sich Werner Thissen und Gebhard FĂŒrst.

Reinhard Marx verlangte eine scharfe kirchliche Absage an den Antisemitismus, der Juden und Christen nie wieder entzweien dĂŒrfe. Der fĂŒr Religionsdialog im Vatikan zustĂ€ndige Walter Kasper, den Hoyos nicht vom Aufhebungsdekret informiert hatte, beklagte „Fehler im Management der Kurie“ und zu wenig „interne Kommunikation“. Die Aufhebung sei nur ein Dialogangebot an die Piusbruderschaft, keine vollgĂŒltige Wiederaufnahme.[49]

Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, beklagte am 6. Februar 2009: Man habe „den Papst leichtfertig ins Messer laufen lassen“. Kardinal Hoyos hĂ€tte sich vor Bekanntgabe des Aufhebungsdekrets vergewissern mĂŒssen, „was fĂŒr Personen“ die Betroffenen seien. Gerhard Ludwig MĂŒller zufolge sollten die vier illegal geweihten Bischöfe auf die AusĂŒbung ihrer Weihevollmachten verzichten und könnten nur als einfache Priester eingesetzt werden.[50] Am 15. Februar forderte Lehmann eine rasche Entscheidung des Vatikan zur Piusbruderschaft; es sei „fast lĂ€cherlich“, abzuwarten, bis Williamson geprĂŒft habe, ob der Holocaust stattgefunden habe. Mit derartigen „höhnischen Reaktionen“ sei die Entscheidung eigentlich schon gefallen.[51]

Am 5. MĂ€rz 2009 erklĂ€rte die Deutsche Bischofskonferenz, die Piusbruderschaft sei kein Teil der katholischen Kirche und könne dies nur werden, wenn sie alle BeschlĂŒsse des Zweiten Vatikanischen Konzils ohne Abstriche anerkenne. Nötig sei auch eine ernsthafte Distanzierung der ganzen Bruderschaft von Richard Williamson und von antisemitischen Haltungen. Dies sei jedoch zur Zeit kaum zu erwarten. Kein Priester der Bruderschaft dĂŒrfe eine Messe feiern oder Sakramente spenden. Vergangene und angekĂŒndigte Priesterweihen dort verstießen gegen das katholische Kirchenrecht; der Vatikan möge daher bald klĂ€ren, welche Folgen dies hĂ€tte.[52]

Hans KĂŒng begrĂŒĂŸte die eindeutige Bejahung des Ökumenismus in der ErklĂ€rung, kritisierte aber, die Bischöfe hĂ€tten eine Fehlentscheidung des Papstes erneut als Kommunikationsproblem verschleiert und versĂ€umt, die erneute Exkommunikation der Piusbruderschaft von ihm zu fordern.[53]

Außerkirchliche Stimmen

FĂŒr den Bonner Politikwissenschaftler Gerd Langguth ist die Piusbruderschaft ein „Fall fĂŒr den Verfassungsschutz“, da sie einen „katholischen Gottesstaat“ anstrebe.[54] Ihre Beobachtung forderten auch Volker Beck (BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen), Klaus Uwe Benneter und Sebastian Edathy (SPD).[55]

Journalisten kommentierten dazu oft die Haltung des heutigen Papstes: „Benedikt wusste, was er tat und mit wem er es zu tun hatte. Niemand im Vatikan kennt die Piusbruderschaft lĂ€nger und wohl auch besser als er“, schrieb Daniel Deckers (FAZ).[56]

Friedrich Wilhelm Graf schrieb in der NZZ: Wer glaube, der Papst habe nicht gewusst, was er mit der Aufhebung der Exkommunikation der schismatischen Bischöfe tat, könne sich durch die LektĂŒre der Schriften Joseph Ratzingers eines Besseren belehren lassen.[57] Isolde Charim (Taz) meinte: Die Piusbruderschaft habe fĂŒr den Papst Vorbildcharakter, er setze mit ihrer Wiederaufnahme auf eine kĂ€mpferische Kernkirche von Überzeugten.[58]

Dem Philosophiehistoriker Kurt Flasch (SZ) zufolge stimmen die Vorstellungen von der Kircheneinheit bei der Piusbruderschaft und Papst weitgehend ĂŒberein. Die Aufhebung der Exkommunikation trotz im Vatikan bekannter antikonziliarer, antisemitischer und antimoderner Äußerungen sei daher gewollt, die möglichen Folgen seien bewusst missachtet worden.[59]

Der österreichische Politiker Ewald Stadler (frĂŒher FPÖ, jetzt Abgeordneter fĂŒr das BZÖ), ein jahrelanger UnterstĂŒtzer der Piusbruderschaft, erklĂ€rte: Diese wolle die Einheit mit Rom gar nicht; Williamson habe seine Holocaustaussagen bewusst getĂ€tigt, um den Einigungsprozess zu zerstören. Stadler verlangte ein Ultimatum des Vatikan an die Piusbruderschaft, um in die kirchliche Einheit zurĂŒckzukehren. Zugleich sollten die einzelnen Diözesen deren Laienmitgliedern die Wiedereingliederung erleichtern.[60]

In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der GrĂŒnen-Bundestagsfraktion sah die Bundesregierung im Oktober 2010 keine hinreichenden verdachtsbegrĂŒndenden Anhaltspunkte fĂŒr eine verfassungsfeindliche AktivitĂ€t der Piusbruderschaft, so dass diese nicht vom Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz beobachtet wird.[61]

Priesterbruderschaft St. Pius X.

Bernard Fellay verbot Williamson am 27. Januar 2009 bis auf weiteres, Stellungnahmen zu politischen und historischen Sachverhalten abzugeben. Er habe Williamsons Antisemitismus nicht bemerkt. Dieser sei nicht die Position der Bruderschaft.[62]

Am 29. Januar 2009 sagte AbbĂ© RĂ©gis de Cacqueray, Leiter der Piusbruderschaft in Frankreich, die Kirchenkrise sei auf das Zweite Vatikanische Konzil selbst, nicht nur seine Auslegung zurĂŒckzufĂŒhren. Es sei daher an der Zeit, es Papst, Bischöfen und Priestern gegenĂŒber zur Diskussion zu stellen. Der KollegialitĂ€tsbegriff sei fragwĂŒrdig: Die Kirche sei eine Monarchie, an deren Spitze der Papst als König stehe.[63]

Am 1. Februar 2009 reagierte Bernard Tissier de Mallerais in Italien auf den Papstaufruf zur Anerkennung des 2. Vatikanischen Konzils wie folgt:[64]

„Wir Ă€ndern unsere Positionen nicht, aber wir haben die Intention, Rom zu bekehren, das heißt, Rom zu unseren Positionen zu fĂŒhren.“

Am 10. Februar erklĂ€rte Fellay auf schriftliche Anfrage, er habe Williamson sofort nach der Fernsehsendung vom 21. Januar aufgefordert, „diesen Unsinn zu korrigieren“, und am 31. Januar 2009 als Bischof und Leiter des Priesterseminars in La Reja abgesetzt. Er bekrĂ€ftigte, vorher nichts von Williamsons Aussagen zum Holocaust gewusst zu haben. Antisemitische Christen stellten ihr eigenes Heil in Frage, da Christus Jude gewesen sei. Das Christentum sei anderen Religionen ĂŒberlegen, daher wĂŒnsche man sich einen Staat, der es bevorzuge. Zur innerchristlichen Ökumene gelange man nur, indem „sich die anderen Konfessionen zur Wahrheit der katholischen Kirche bekehren.“[65]

Williamson hatte in einem öffentlichen Brief an Hoyos am 30. Januar bedauert, sein Interview sei „unbedacht“ gewesen, und sich beim Papst fĂŒr die Folgen entschuldigt, aber seine Holocaustleugnung nicht zurĂŒckgenommen. Am 9. Februar erklĂ€rte er, er mĂŒsse die historischen Beweise fĂŒr den Holocaust erst prĂŒfen und werde dazu das Buch von Jean-Claude Pressac (Auschwitz. Technique and operation of the gas chambers) studieren. Das brauche Zeit.[66]

Am 18. Februar 2009 erklĂ€rte Matthias Gaudron im ZDF, die Piusbruderschaft habe Richard Williamson ein Ultimatum bis Ende Februar gesetzt, seine Behauptungen zu widerrufen. Er habe seiner Gemeinschaft damit Schaden zugefĂŒgt. Traditionelle Katholiken hĂ€tten keinen Grund, Hitler und das NS-Regime zu verharmlosen.[67]

Nach seiner staatlich erzwungenen Ausreise aus Argentinien[68] bat Williamson am 26. Februar 2009 in einem offenen Brief an den Vatikan „alle, die sich aufgrund meiner Worte aufrichtig entrĂŒstet haben, vor Gott um Vergebung.“ Er habe im schwedischen Fernsehen nur die 20 Jahre alte Meinung eines Nichthistorikers geĂ€ußert. Dies tue ihm angesichts der Folgen „besonders der Kirche, aber ebenso den Überlebenden und den Verwandten der Opfer der Ungerechtigkeit unter dem Dritten Reich“ gegenĂŒber nun leid. Die Aussagen selbst nahm er wiederum nicht zurĂŒck.[69]

Am 6. MĂ€rz 2009 kritisierte Franz Schmidberger die deutschen katholischen Bischöfe scharf: Sie verweigerten sich einem Dialog mit der Piusbruderschaft und lehnten mit der RĂŒcknahme des Exkommunikationsdekrets implizit die pĂ€pstliche AutoritĂ€t ab. Ihr Vorwurf des Antisemitismus oder Antijudaismus sei Verleumdung der Piusbruderschaft und ein Verstoß gegen das Gebot „Du sollst kein falsches Zeugnis geben!“ Die Piusbruderschaft habe sich sofort nach Bekanntwerden von Williamsons Äußerungen „klar und unmissverstĂ€ndlich von jeder Art von Verharmlosung der Naziverbrechen distanziert“.[70] Die von Papst und Bischöfen geforderte Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils blieb aus.[71]

Am 27. Juni 2009 weihte die Bruderschaft trotz Interventionen seitens der deutschen Bischöfe und einer ErklĂ€rung des Vatikans,[72] wonach die Weihen „durchweg als illegitim anzusehen“ seien im Priesterseminar Zaitzkofen bei Regensburg drei Priester.[73] Der Vorgang wiederholte sich 2010, als die Bruderschaft am 26. Juni 2010 erneut ohne kirchliche Erlaubnis drei Priester weihte.[74]

Vatikan

Am 28. Januar 2009 erklĂ€rte Papst Benedikt XVI. zum Gedenktag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz seine „volle und unbestreitbare SolidaritĂ€t“ mit den Juden und bat:[75]

„Die Shoah sei fĂŒr alle eine Mahnung gegen das Vergessen, gegen die Leugnung oder die Reduzierung.“

Er forderte die Piusbruderschaft auf, die weiteren notwendigen Schritte zur vollen Kirchengemeinschaft zu tun, das pÀpstliche Lehramt und das Zweite Vatikanische Konzil anzuerkennen.[76]

Nachdem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den Papst am 3. Februar zu einer Klarstellung bezĂŒglich der Holocaustleugnung Williamsons aufgefordert hatte[77], verlangte das Staatssekretariat des Vatikans am Folgetag, Williamson mĂŒsse seine Aussagen zum Holocaust vollstĂ€ndig, eindeutig und öffentlich widerrufen. Andernfalls könne er keine Ämter in der katholischen Kirche ĂŒbernehmen. Eine Frist dazu setzte es ihm nicht.[78] Die „volle Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils und des Lehramts der PĂ€pste Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul I., Johannes Paul II. sowie Benedikt XVI.“ sei die „unerlĂ€ssliche Bedingung“ fĂŒr die „kĂŒnftige Anerkennung der Bruderschaft St. Pius X.“. Die Aufhebung der Exkommunikation habe deren kirchenrechtliche Lage noch nicht verĂ€ndert.[79]

Nach Presseberichten vom 4. Februar 2009 stuften Vatikanvertreter die Sendung des Williamson-Interviews vom 21. Januar 2009 intern als „gezieltes Komplott“ und „bewusst gestellte Falle“ ein, mit der bestimmte Medien dem Papst zu schaden versucht hĂ€tten. Dem widersprachen die schwedischen Journalisten, die das Interview gefĂŒhrt hatten.[80]

Nach einem internen Dossier soll der Papst dagegen von eigenen Mitarbeitern in eine vorbereitete Falle gelockt worden sein. Andere Vatikanvertreter sprachen von „ignoranter Schlamperei und mangelhafter Kommunikation in der Kurie“. Das Vatikanische Staatssekretariat habe die Veröffentlichung des Aufhebungsdekrets am 24. Januar noch vergeblich zu verhindern versucht. Dem widersprach Kardinal Hoyos: Er habe bis zum Dekret des Papstes nichts von antisemitischen Ansichten Williamsons bemerkt. Sein Mitarbeiter Camillo Perl erklĂ€rte, man habe politische Ansichten der Piusbischöfe nicht geprĂŒft, da die meisten KardinĂ€le die Aufhebung ihrer Exkommunikation schon Ende 2007 befĂŒrwortet hĂ€tten, um das bereits eingetretene Schisma zu ĂŒberwinden.[81]

Vatikansprecher Federico Lombardi erklĂ€rte am 6. Februar 2009, die WilliamsonaffĂ€re habe „Kommunikationsdefizite in der Kurie“ aufgedeckt. Jede Abteilung kommuniziere eigenstĂ€ndig, ohne immer mit der Presseabteilung des Vatikans zusammenzuarbeiten. Das Aufhebungsdekret sei mangelhaft vorbereitet worden; wĂ€re die Klarstellung des Vatikanischen Sekretariats vom 4. Februar gleichzeitig erfolgt, hĂ€tte die AffĂ€re vermieden werden können. Benedikt XVI. habe vor der Aufhebung der Exkommunikation nichts von den Aussagen Williamsons gewusst.[82]

In einem Brief vom 11. MĂ€rz 2009 an seine Mitbischöfe bedauerte der Papst, dass sein „Gestus der Barmherzigkeit“ durch die Holocaustleugnung durch Williamson ĂŒberlagert worden sei. „Grenze und Reichweite“ der Aufhebung der Exkommunikation seien „bei der Veröffentlichung des Vorgangs nicht klar genug dargestellt worden“. Der Heilige Stuhl mĂŒsse in Zukunft aufmerksamer auf Nachrichten aus dem Internet achten. Dann erlĂ€uterte er seine Motive fĂŒr das Aufhebungsdekret: Er denke dabei „zum Beispiel an die 491 Priester. Das Geflecht ihrer Motivationen können wir nicht kennen. Aber ich denke, daß sie sich nicht fĂŒr das Priestertum entschieden hĂ€tten, wenn nicht neben manchem Schiefen oder Kranken die Liebe zu Christus da gewesen wĂ€re“. Trotz mancher „Misstöne“ aus der Bruderschaft fragte er:

„Aber sollte die Großkirche nicht auch großmĂŒtig sein können im Wissen um den langen Atem, den sie hat; im Wissen um die Verheißung, die ihr gegeben ist?“

Die Aufhebung der Exkommunikation betreffe nur die „disziplinĂ€re Ebene“ und die vier Bischöfe als Personen. Davon sei „der doktrinelle Bereich zu unterscheiden, [
] bei der Amt und Institution in Frage stehen“. In Bezug darauf gelte:

„Solange die doktrinellen Fragen nicht geklĂ€rt sind, hat die Bruderschaft keinen kanonischen Status in der Kirche und solange ĂŒben ihre AmtstrĂ€ger, auch wenn sie von der Kirchenstrafe frei sind, keine Ämter rechtmĂ€ĂŸig in der Kirche aus.“

Zur KlĂ€rung dieser wichtigen doktrinellen Fragen solle die Kommission Ecclesia Dei mit der Glaubenskongregation zusammengeschlossen werden. Außerdem wĂŒrden deren kollegiale Organe, „besonders die regelmĂ€ĂŸige Kardinalsversammlung an den Mittwochen und die ein- bis zweijĂ€hrige Vollversammlung“ sowie „die Einbeziehung der PrĂ€fekten verschiedener römischer Kongregationen und des weltweiten Episkopats in die zu fĂ€llenden Entscheidungen“ die PrĂŒfung aller Lehrdifferenzen mit der Piusbruderschaft garantieren. Er wies ferner auf Vorbehalte der Piusbruderschaft, aber auch mancher ihrer Gegner gegen die fortlaufende pĂ€pstliche und konzilische LehrautoritĂ€t hin:

„Man kann die LehrautoritĂ€t der Kirche nicht im Jahr 1962 einfrieren [
] Aber manchen von denen, die sich als große Verteidiger des Konzils hervortun, muß auch in Erinnerung gerufen werden, daß das II. Vaticanum die ganze Lehrgeschichte der Kirche in sich trĂ€gt. Wer ihm gehorsam sein will, muß den Glauben der Jahrhunderte annehmen und darf nicht die Wurzeln abschneiden, von denen der Baum lebt.[83]“

Positionen einzelner Vertreter

Ablehnung des weltanschaulich neutralen Staates

In einer Predigt zu Allerheiligen 1990 im schweizerischen EcĂŽne sagte Lefebvre:

„Die LaizitĂ€t ist der öffentliche Atheismus und das ist eine schwere SĂŒnde. Der Atheismus beruht auf der ErklĂ€rung der Menschenrechte. Die Staaten, die sich seither zu diesem offiziellen Atheismus bekennen, befinden sich in einem Zustand dauernder TodsĂŒnde.“[84]

Am 2. April 2006 erklÀrte der Generalobere der Bruderschaft Bernard Fellay in einer Predigt:

„Da erklĂ€rt [Papst Benedikt] uns, der moderne Staat habe sich seit dem 19. Jahrhundert, wo er von der Kirche verurteilt wurde, verĂ€ndert. Heute sei der moderne Staat besser, versöhnlicher, weniger radikal und folglich musste die Kirche auf dem Konzil bezĂŒglich des VerhĂ€ltnisses zum Staat eine neue Haltung einnehmen. Und indem sich die Kirche eines der fundamentalen Prinzipien des modernen Staates zu eigen machte, nĂ€mlich die NeutralitĂ€t, die Unparteilichkeit allen Religionen gegenĂŒber, konnte die Kirche ihr (eigentliches) Erbe wiederfinden. [
] Anders ausgedrĂŒckt erklĂ€rt der Papst, 1700 Jahre der Kirchengeschichte sei außerhalb der Lehre Unseres Herrn abgelaufen; die Kirche habe wĂ€hrend 1700 Jahren ihr Erbe verloren und jetzt wiederentdeckt, indem sie auf den katholischen Staat verzichtet. Wenn das kein Bruch sein soll, was ist es dann?“[85]

Auch der deutsche Distriktobere Franz Schmidberger lehnt die religiöse NeutralitĂ€t des Staates ab und plĂ€diert fĂŒr eine „christliche Gesellschaftsordnung“, in der etwa die Todesstrafe gĂ€lte, „keine zivile Ehescheidung“ vorgesehen sei, eine „Unauflöslichkeit der Ehe“ als „einer ihrer Grundpfeiler“ bestehe, „den vorehelichen und außerehelichen Beziehungen“ der „Kampf“ angesagt werde und der „Vertrieb von empfĂ€ngnisverhĂŒtenden Mitteln“ verboten werde, ebenso wie Zinsspekulation, Großbanken, Abtreibung, „GotteslĂ€sterung, HomosexualitĂ€t und Pornographie“. Er fordert, dass die „Gewalt in Staat und Gesellschaft“ „nicht vom Volke“, nicht „von der Basis aus[geht], sondern von Gott [
] folglich bezeichnet das Volk in Wahlen allein diejenigen, die es regieren sollen, verleiht ihnen aber nicht die AutoritĂ€t; ebenso wenig kann es Regierungen beliebig absetzen.“ Statt eines Parteiensystems empfiehlt er, dass an deren „Stelle jene christlichen MĂ€nner treten, die sich durch sittliche Reife und Lebenserfahrung, durch Gerechtigkeitssinn und Sorge um das Gemeinwohl auszeichnen“.[86]

Kontakte zu Rechtsextremisten, Haltung zu rechtsgerichteten Diktaturen

Schon in den 1970er Jahren soll Lefebvre in Predigten Aussagen getĂ€tigt haben, wonach die MilitĂ€rjunta von Argentinien und die Diktatur in Chile unter Augusto Pinochet vorbildliche Regierungen seien.[87] Lobende Worte fand er auch fĂŒr die Diktatoren Francisco Franco, AntĂłnio de Oliveira Salazar und den Kollaborateur der Nationalsozialisten Philippe PĂ©tain. Er wurde durch reaktionĂ€re Aristokraten, die sich die Monarchie zurĂŒck wĂŒnschen, und aus autoritĂ€r-republikfeindlichen Kreisen des GroßbĂŒrgertums finanziell unterstĂŒtzt.[88]

Philippe LaguĂ©rie, der von 1979 bis zu seinem Ausschluss 2004 Mitglied der Piusbruderschaft war, erklĂ€rte 1991, dass die Front National die Partei sei, die am wenigsten weit vom Naturrecht entfernt sei.[89] 1996 hielt er ein Requiem fĂŒr den verurteilten Kriegsverbrecher Paul Touvier und erklĂ€rte sich zum Anwalt Touviers vor Gott. Vor dem letzten Gericht gĂ€be es keine Medien, keine Inszenierungen, keine NebenklĂ€ger und keine Organisationen gegen Rassismus und Antisemitismus.[90]

Die Piusbruderschaft nahm mehrfach an Pilgerfahrten zum Grab PĂ©tains teil. Dabei verglich der französische Distriktobere der Bruderschaft, AbbĂ© Regis de Cacqueray, 2007 den „Kampf von PĂ©tain fĂŒr Frankreich“ mit dem „Kampf des Lefebvres fĂŒr die katholische Kirche“.[91]

Markus Heggenberger war als deutscher Distriktoberer auch Referent des inzwischen aufgelösten Cannstatter Kreises der Stuttgarter FDP, den der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstufte. Heggenberger, Niklaus Pfluger und weitere deutsche PiusbrĂŒder gaben der „Jungen Freiheit“ Interviews.[92] Am 2. Juni 2008 sollte der österreichische Rechtsextremist Richard Melisch in der Kirche des Priorats St. Athanasius in Stuttgart – seit 1984 Sitz des deutschen Distriktoberen – ein Referat zu den „Gefahren der Globalisierung“ halten. In der Einladung war von einem „Angriffskrieg“ der Globalisierer und einer „Allianz von Pentagon & Wall Street“ die Rede, die ihre „WelteroberungsplĂ€ne“ schriftlich veröffentlicht hĂ€tten. Kurz vor Beginn wurde der Vortrag abgesagt.[93]

Antijudaismus und Antisemitismus

FĂŒhrende Vertreter der Priesterbruderschaft sind öfter mit antijudaistischen und antisemitischen Aussagen hervorgetreten. So schrieb Lefebvre am 31. August 1985 an Papst Johannes Paul II., die Feinde der Kirche seien z. B. Juden, Kommunisten und Freimaurer.[94] Damit griff er das seit 1790 bekannte Motiv einer christentumsfeindlichen Allianz von Juden und Freimaurern auf, das eine Wurzel der antisemitischen Verschwörungstheorie vom Weltjudentum ist.

Die belgische Webseite Joods Actueel zitierte eine Passage der amerikanischen Website der Piusbruderschaft, wonach das „internationale Judentum“ die christlich-katholische Ordnung zerstören wolle: „Das Geld, die Medien und die internationale Politik sind zu großen Teilen in den HĂ€nden der Juden.“[95]

Auch Richard Williamson vertrat in Reden und Predigten die antisemitische Theorie eines Weltjudentums.[96] Im Mai 2000 bezeichnete er die antisemitische Hetzschrift Protokolle der Weisen von Zion als Gabe Gottes fĂŒr Menschen, die die Wahrheit wissen wollten.[97] Im MĂ€rz 2008 bezeichnete er sie als authentische Informationsquelle. Aussagen dieser Art wurden von seinen AnhĂ€ngern gefilmt und unter anderem als YouTube-Videos veröffentlicht.[98]

Franz Schmidberger schrieb im Oktober 2008 an alle 27 deutschen römisch-katholischen Bischöfe:

„Mit dem Kreuzestod Christi ist der Vorhang des Tempels zerrissen, der Alte Bund abgeschafft, wird die Kirche, die alle Völker, Kulturen, Rassen und sozialen Unterschiede umfasst, aus der durchbohrten Seite des Erlösers geboren. Damit sind aber die Juden unserer Tage nicht nur nicht unsere Ă€lteren BrĂŒder im Glauben, wie der Papst bei seinem Synagogenbesuch in Rom 1986 behauptete; sie sind vielmehr des Gottesmordes mitschuldig, so lange sie sich nicht durch das Bekenntnis der Gottheit Christi und die Taufe von der Schuld ihrer VorvĂ€ter distanzieren. Im Gegensatz dazu behauptet das II. Vatikanum, man könne die Ereignisse des Leidens Christi weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen (§ 4).“[99]

Nachdem die Zeitschrift Der Spiegel diese Aussagen veröffentlicht hatte, korrigierte Schmidberger sich am 20. Januar 2009:

„Die Aussage, die heutigen Juden trĂŒgen die Schuld ihrer VĂ€ter, muss auf jene Juden eingeschrĂ€nkt werden, welche die Tötung Jesu Christi gutheißen. Sie ist in der zitierten Verallgemeinerung unrichtig.“

Er blieb aber dabei, dass Jesus Christus auch fĂŒr die heutigen Juden der einzige Weg zum Heil, das Judentum also ĂŒberholt sei. Schon weil Jesus und alle Apostel Juden waren, könne „kein aufrechter Christ Antisemit sein“.[100]

Der Distriktobere der Piusbruderschaft in Österreich, Helmut Trutt, bezeichnete den Verzicht auf Judenmission am 7. Februar 2009 als Irrlehre: Juden sei die Erlösung allein durch Jesus Christus ebenso wie Heiden zu vermitteln.[101]

Am 10. Februar 2009 berichtete der „Spiegel“ ĂŒber antijudaistische Aussagen in der Piusbruderschaft, unter anderem in deren Mitteilungsblatt fĂŒr den deutschen Sprachraum.[102]

Der der Piusbruderschaft nahestehende Theologe Heinz-Lothar Barth vertritt die traditionelle Substitutionstheologie, wonach der neue Bund in Jesus Christus den alten Bund Gottes mit Israel aufgehoben habe, als Hintergrund der tridentinischen Messfeier. Im MĂ€rz 2007 begrĂŒĂŸte er deshalb dessen Wiederzulassung durch Papst Benedikt XVI., zunĂ€chst mit einer unverĂ€nderten KarfreitagsfĂŒrbitte fĂŒr die Juden nach Messbuch von 1962, und wies die innerkatholische Kritik daran zurĂŒck.[103]

Die ErklĂ€rung Nostra Aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils hatte demgegenĂŒber die Gottesmordtheorie und Substitutionstheologie verworfen und das aktive BekĂ€mpfen des Antisemitismus und Antijudaismus zur christlichen Pflicht erklĂ€rt.[104]

Holocaustleugnung

1987 verteidigte Philippe LaguĂ©rie den Vorsitzenden der Front National, Jean-Marie Le Pen, mit den Worten, dieser sei ein Opfer des „jĂŒdischen Finanzkapitals“, das Frankreich seit 45 Jahren tyrannisiere. Die Thesen der Holocaustleugner Henri Roques und Robert Faurisson seien „absolut wissenschaftlich.“ Le Pen hatte zuvor den Holocaust in Frage gestellt.[105]

Im April 1989 leugnete Richard Williamson in seiner Predigt wĂ€hrend der Messe im kanadischen Sherbrooke mit Bezug auf das Vernichtungslager Auschwitz den Holocaust. 2008 Ă€ußerte er sich Ă€hnlich unter Berufung auf den Leuchter-Report.

Am 27. Januar 2009 reagierte Schmidberger nach internationaler Presseberichterstattung auf Williamsons Holocaustleugnung wie folgt:

„Die Verharmlosung der Judenmorde des NS-Regimes und dessen Greueltaten sind fĂŒr uns inakzeptabel. Die Verfolgung und Ermordung von zahllosen Juden im Dritten Reich berĂŒhrt uns Ă€ußerst schmerzlich, verletzt sie doch zutiefst das christliche Gebot der NĂ€chstenliebe, die keine ethnischen Unterschiede kennt.“[106]

Der Priester und Regionalleiter der Piusbruderschaft in Nordost-Italien, Pater Florian Abrahamowicz, wurde 2007 durch eine lateinische Messfeier fĂŒr den Lega-Nord-Vorsitzenden Umberto Bossi bekannt.[107] Am 30. Januar 2009 bezweifelte er den Vernichtungszweck der Gaskammern und die Gesamtzahl der Holocaustopfer:[108]

„Ich weiß, dass die Gaskammern zur Desinfektion benutzt wurden. Ich weiß nicht, ob darin Menschen zu Tode gekommen sind.“

Weiter behauptete Abrahamowicz, „wenn Williamson den Völkermord an den Armeniern geleugnet hĂ€tte, wĂ€re nichts passiert“. Im Februar 2009 schloss die Piusbruderschaft ihn wegen dieser Äußerungen aus.[109]

Islamfeindlichkeit

Schmidberger bezeichnete in einem Vortrag vor der Bewegung actio spes unica im MĂ€rz 1989 den Islam als „jene Religion, die unsere VĂ€ter mehrfach unter grĂ¶ĂŸtem Einsatz und dem Opfer ihres Lebens zurĂŒckgeworfen haben, da sie sich zum Ziel gesetzt hat, die Erde durch Feuer und Schwert dem Halbmond zu unterwerfen.“; „Was dem Islam im 16. und 17. Jahrhundert mit Waffengewalt nicht gelungen ist, das schafft er heute in der nachkonziliaren Ära auf friedlichem Wege. Er besetzt Europa. Frankreich wird ĂŒberschwemmt von Arabern, Deutschland von TĂŒrken, England und Skandinavien von Pakistani.“[110]

Am 5. Februar 2009 erklĂ€rte er in einem Interview, der islamische Prophet Mohammed habe nachweislich mit einem acht- oder neunjĂ€hrigen MĂ€dchen „geschlechtlichen Umgang gepflegt“. Man könne ihn daher heute als „KinderschĂ€nder“ bezeichnen.[111] Am selben Tag bedauerte er diese Aussage, warf den Medien aber zugleich vor, Aussagen aus der Piusbruderschaft bewusst zu verzeichnen, und stellte Medienkontakte deshalb ein.

Ablehnung der Nouvelle Théologie und der AufklÀrungsphilosophie

Im April 2006 erklĂ€rte Tissier de Mallerais in einem Interview,[112] das von Joseph Ratzinger 1968 veröffentlichte Buch EinfĂŒhrung in das Christentum sei „voller HĂ€resien“. Die im Buch vertretenen Positionen seien „schlimmer als Luther, viel schlimmer“. Ferner erklĂ€rte er:

„Sie können Vatikanum II nicht als ein katholisches Werk lesen. Es basiert auf der Philosophie des Immanuel Kant. [
] Ich werde sagen, eines Tages sollte die Kirche dieses Konzil tilgen. Sie wird nicht mehr von ihm reden. Sie muss es vergessen. Die Kirche wird weise daran tun, dieses Konzil zu vergessen.“

AntiaufklÀrerische Erziehungsziele

Die Schulen der Bruderschaft sollen nach ihrem deutschsprachigen Mitteilungsblatt vom Juli 2005 „nicht nur Wissen vermitteln, sondern ebenso auf die Erziehung und Charakterbildung der SchĂŒler Wert legen“. Der „katholische Lehrer“ mĂŒsse die „Hauptirrlehren unserer Zeit“ erklĂ€ren, ohne diese „zu loben“ oder gar „anzunehmen“. SchĂŒler mĂŒssten sich mit den Lehren von Martin Luther, RenĂ© Descartes, David Hume, Immanuel Kant, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Jean-Paul Sartre in der Weise beschĂ€ftigen, wie sich Medizinstudenten mit Krankheiten beschĂ€ftigen: mit dem Ziel, diese Krankheiten dann bekĂ€mpfen zu können.[113]

FĂŒr ihre Bekenntnisschulen beruft sich die Piusbruderschaft auf die Erziehungsenzyklika Divini illius magistri von Papst Pius XI. Es sei wichtig, die Werte der „traditionellen katholischen Kirche“ an Kinder weiterzugeben. Ziel sei es, „frohe, selbststĂ€ndige junge Menschen heranreifen zu lassen, die gelernt haben, ihr Leben auf der Grundlage christlicher Überzeugung und Selbstbeherrschung zu gestalten.“ Besonderer Wert werde auf „Ehrfurcht vor Gott und den NĂ€chsten, Disziplin, Höflichkeit, Ordnung und die Vermittlung der abendlĂ€ndischen Kultur gelegt“.[114]

Ablehnung von HomosexualitÀt

Mahnwache der Piusbruderschaft am Marienplatz in Stuttgart am 1. August 2009

Zum Christopher Street Day von Schwulen, Lesben und Transgendern veranstaltete die Piusbruderschaft am 28. Juli 2007 in Stuttgart eine Gegendemonstration. Ihre AnhĂ€nger versammelten sich mit Protestplakaten mit Aufschriften wie „Rettet Kinder vor Perversen“ und „AIDS – Geißel der Unzucht“ und beteten zur „Wiedergutmachung der Perversion und Übertretung des 6. Gebotes des Dekalogs: ‚Du sollst nicht Unzucht treiben.‘“ öffentlich den Rosenkranz.[115] Peter Lang, Pater des Priorats St. Athanasius in Stuttgart-Feuerbach, erklĂ€rte:

„Der Umzug und seine Teilnehmer zeigen ein Verhalten, das dem Menschen nicht angemessen ist, eine moralische Umweltverschmutzung.“[116]

Niemand verteidige mehr „die christlichen Werte, wie Familie, Treue, Keuschheit. DafĂŒr mĂŒssen unsere Kinder ansehen, wie pervers Erwachsene sein können.“[117]

Auch gegen den CSD am 1. August 2009 in Stuttgart, veranstaltete die Piusbruderschaft eine Mahnwache.[118]

Zum ebenfalls 2009 stattfindenden vierzigsten Jahrestag der VerkĂŒndigung des zweiten Strafrechtsreformgesetzes (2. StRG) vom 4. Juli 1969, welche sie fĂ€lschlicherweise mit der Reform des § 175 StGB in Verbindung brachten (in Wirklichkeit wurde dies mit dem 1. StRG am 25. Juni 1969 beschlossen und trat mit 1. September 1969 in Kraft; das 2. StrRG trat erst zum 1. Juli 1975 in Kraft) zitierten sie unter der Überschrift „Jahrestag: HomosexualitĂ€t ist eine Straftat“ den § 175 in der von den Nationalsozialisten 1935 verschĂ€rften Fassung, die bis 1969 in Kraft war. Daneben sprachen sie von „homosexuellen Moralvergiftern“, „geschlechtlicher Perversion“ und „sodomitischen UmzĂŒgen“, dass in den letzten 40 Jahren ein unvorstellbarer Werteverfall stattgefunden habe und Adenauer sich im Grab umdrehen wĂŒrde.[119] Damit – besonders durch die Verwendung des PrĂ€sens in der Überschrift – erwecken sie den Eindruck eine neuerliche strafrechtliche Verfolgung von (mĂ€nnlichen) Homosexuellen herbeizusehnen.[120]

Ablehnung der Gleichberechtigung von Frauen

In einem ursprĂŒnglich auf den Internetseiten der Priesterbruderschaft in Kanada veröffentlichten und inzwischen dort wieder gelöschten Hirtenbrief vom September 2001 sprach sich Richard Williamson gegen höhere Bildung und Selbstbestimmung fĂŒr Frauen aus:

„Fast kein MĂ€dchen sollte zu irgendeiner UniversitĂ€t gehen. [
] Aber wo finden weiterfĂŒhrende MĂ€dchenschulen dann ihrerseits weibliche LehrkrĂ€fte, wenn kein MĂ€dchen mehr ein Studium absolviert? Man braucht keine UniversitĂ€t, um das meiste von dem zu lernen, was MĂ€dchen unterrichtet zu werden brauchen, zum Beispiel Hauswirtschaft, Einrichtung und Unterhalt eines Heims, Pflege und Erziehung der Kinder, die geistige und soziale Vorbereitung auf die Ehe.“[121]

In einer mit den PiusbrĂŒdern verbundenen Schule in Kansas wurde einer Schiedsrichterin die TĂ€tigkeit verboten, da Frauen keine AutoritĂ€t gegenĂŒber MĂ€nnern ausĂŒben sollten.[122] Schmidberger sprach sich gegen die Gleichberechtigung aus:

„Wir brauchen heute MĂ€nner, die MĂ€nner sein wollen, Frauen, die Frauen sind und Frau sein wollen, das heißt Gehilfin des Mannes und Mutter der Kinder.“[123]

Siehe auch

Literatur

  • Jean Anzevui: Le Drame d’EcĂŽne. Historique, analyse et documents. Valprint, Sion 1976
  • Wolfgang Beinert (Hg.): Vatikan und die Pius-BrĂŒder. Anatomie einer Krise. Herder, Freiburg i.Br. 2009, ISBN 978-3-451-30279-4
  • Franz Xaver Bischof: Widerstand und Verweigerung – Die Priesterbruderschaft St.Pius X. Chronologie eines Schismas. In: MĂŒnchener Theologische Zeitschrift 60 (2009), ISSN 0580-1400, S. 234–246
  • Stephan Haering OSB: Rom und die Piusbruderschaft. Ein kirchenrechtlicher Blick auf die VorgĂ€nge des ersten Halbjahres 2009. In: MThZ 60 (2009), S. 247–257
  • Peter Neuner: Eine neue Modernismuskrise? Theologiegeschichtliche Überlegungen zum Streit um die Piusbruderschaft. In: MThZ 60 (2009), S. 258–270
  • Alois Schifferle: Das Ärgernis Lefebvre. Informationen und Dokumente zur neuen Kirchenspaltung. Paulusverlag, Fribourg 1989, ISBN 3-7228-0211-3
  • Alois Schifferle: Die Pius-Bruderschaft. Informationen – Positionen – Perspektiven. Butzon & Bercker, Kevelaer 2009, ISBN 978-3-7666-1281-6

Weblinks

 Commons: Priesterbruderschaft St. Pius X. â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Eigendarstellung
Geschichte
Kritik

Einzelnachweise

  1. ↑ Gerald Kluge (Beauftragter fĂŒr Sekten und Weltanschauungsfragen im Bistum Dresden-Meißen): Priesterbruderschaft St. Pius X. (Lefebvre-AnhĂ€nger)
  2. ↑ fsspx.org: General statistics
  3. ↑ Gerald Kluge: Priesterbruderschaft St. Pius X. (Lefebvre-AnhĂ€nger)
  4. ↑ Website der Priesterbruderschaft mit dem Verzeichnis der Einrichtungen
  5. ↑ Messzentren der Piusbruderschaft in Deutschland
  6. ↑ Erzbischof Zollitsch, die Piusbruderschaft und ein Dauerstreit, kath.net, 27. MĂ€rz 2009
  7. ↑ Report Mainz, 9. Februar 2009: Chef deutscher Pius-BrĂŒder plĂ€diert fĂŒr Todesstrafe, und nennt Aids eine „Strafe Gottes“
  8. ↑ epd: Saar-Landtag debattiert ĂŒber Schulen der Pius-Bruderschaft
  9. ↑ Verwaltungsgericht Saarland (Hrsg.): Herz-Jesu-Schule in SaarbrĂŒcken darf weiter betrieben werden. Aktenzeichen 1 K 35/06, Pressemitteilung vom 3. Mai 2007; Carola Padtberg (Der Spiegel, 16. Februar 2006): PrĂŒgelnde Lehrer an Herz Jesu
  10. ↑ Michael Jungmann: Aufsichtsbehörde schließt SaarbrĂŒcker Herz-Jesu-Internat. SaarbrĂŒcker Zeitung, 25. April 2010.
  11. ↑ „Keine GefĂ€hrdung fĂŒr Kinder“; Meldung beim SaarlĂ€ndischen Rundfunk vom 17. Januar 2011.
  12. ↑ SaarbrĂŒcker Don-Bosco-Schulen bleiben geöffnet. Das Verwaltungsgericht Saarlouis gab der Klage der Piusbruderschaft gegen das Saar-Bildungsministerium statt; Meldung der SaarbrĂŒcker Zeitung vom 6. September 2011.
  13. ↑ Sarto-Verlag: „Wir ĂŒber uns“
  14. ↑ a b Jean-Marie Mayeur, Norbert Brox unter anderem (Hrsg.): Die Geschichte des Christentums Band 13: Krisen und Erneuerung (1958–2000), Herder, Freiburg/Basel/Wien 2002, S. 115–116.
  15. ↑ Canonical History of the Lefebvre Schism, Punkt 1.2
  16. ↑ FSSPX: Die GrundsatzerklĂ€rung von S.E. Erzbischof Marcel Lefebvre, 21. November 1974
  17. ↑ a b Jean-Marie Mayeur, Norbert Brox unter anderem (Hrsg.): Die Geschichte des Christentums Band 13: Krisen und Erneuerung (1958–2000), Herder, Freiburg/Basel/Wien 2002, S. 116.
  18. ↑ Rev. Thomas C.G. Glover, Doctor of Canon Law (Angelus online, 19. Januar 2011: The Valid Legal Existence of the Priestly Fraternity of St. Pius X
  19. ↑ Papst Paul VI., 24. MĂ€rz 1976: CONCISTORO SEGRETO DEL SANTO PADRE PAOLO VI PER LA NOMINA DI VENTI CARDINALI
  20. ↑ Predigt von Erzbischof Lefebvre am 29. Juni 1976 in Ecîne
  21. ↑ Brief von Erzbischof Lefebvre an Papst Paul VI. vom 17. Juli 1976
  22. ↑ Das Thema Traditionalisten ist in Frankreich besonders sensibel; Artikel der Katholischen Nachrichtenagentur in der SchwĂ€bische Zeitung, Ausgabe vom 6. Februar 2009
  23. ↑ Priesterseminar Herz Jesu, Zaitzkofen: Nachrichten von Priesterweihen 2006–2007
  24. ↑ Brief von Erzbischof Lefebvre an seine zukĂŒnftigen Bischöfe vom 28. August 1987
  25. ↑ FSSPX-Dokumente: Protokoll ĂŒber ein Einvernehmen vom 5. Mai 1988
  26. ↑ Predigt von Erzbischof Lefebvre am 30. Juni 1988 in Ecîne
  27. ↑ Bernardinus Kardinal Gantin, PrĂ€fekt der Kongregation fĂŒr die Bischofe: Decree of Excommunication on Marcel Lefebvre, 1. Juli 1988; vgl. Canon 1382 des kanonischen Rechts.
  28. ↑ Johannes Paul II.: Apostolisches Schreiben „Ecclesia Dei“ Motu Proprio
  29. ↑ R. Kaschewsky: Zur Frage der Bischofsweihen ohne pĂ€pstlichen Auftrag, in: Una Voce Korrespondenz 2/1988, S. 86–91.
  30. ↑ The Remnant: Vatican Cardinal Ordains Four for Priestly Fraternity of St. Peter. Remnant Editor Questions Darío Cardinal Castrillón Hoyos
  31. ↑ s. unten Zit. aus dem Papst-Brief vom 12. MĂ€rz 2009.
  32. ↑ Kommission Ecclesia Dei: Status of Society of St Pius X Masses, 29. September 1995.
  33. ↑ FSSPX: Stellungnahme zur Exkommunikation
  34. ↑ Michael Davies: Apologia pro Marcel Lefebvre, S. 398: Kapitel 32, Nr. 9: Erzbischof Lefebvre vor der Glaubenskongregation, 11. Januar 1979
  35. ↑ Commission Ecclesia Dei: STATUS OF SOCIETY OF ST PIUS X MASSES (September 1995)
  36. ↑ Unavoce.org: Letter by Msgr. Camille Perl Regarding Society of St. Pius X Masses
  37. ↑ Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg, Erzb. Ordinariat, 10. Mai 2006, Prot.Nr. 579/06.
  38. ↑ Regina Einig (Die Tagespost, 9. Februar 2007, Nachdruck bei kathnet): Die alte Messe steht fĂŒr die Vielfalt des Guten – Der PrĂ€sident der Kommission Ecclesia Dei, DarĂ­o Kardinal CastrillĂłn Hoyos, hofft auf Versöhnung mit der Priesterbruderschaft Pius X.
  39. ↑ Rorate Caeli, The New Catholic, 31. Juli 2008: A Historian observes the Catholic moment: One year of Summorum Pontificum and the SSPX; deutsch ĂŒbersetzt: „Summorum Pontificum ist auf Langzeitwirkung berechnet“: Ein GesprĂ€ch mit Luc Perrin, Professor fĂŒr Kirchengeschichte an der UniversitĂ€t Strassburg (1. August 2008)
  40. ↑ Kath.net, 24. Januar 2009: Vatikan: Exkommunikation der 'Pius-Bischöfe' aufgehoben
  41. ↑ Wortlaut des Dekrets der Bischofskongregation vom 21. Januar 2009
  42. ↑ Peter Wensierski, Spiegel Online, 19. Januar 2009: Problem fĂŒr den Papst
  43. ↑ Tagesschau: Rabbinat setzt Beziehungen zum Vatikan aus (nicht mehr online verfĂŒgbar)
  44. ↑ Kath.info, 23. Januar 2009: Staatsanwaltschaft Regensburg ermittelt gegen Bischof Williamson (FSSPX)
  45. ↑ Tagesschau (ARD), 31. Januar 2009: Israel droht Vatikan mit Ende der Beziehungen (nicht mehr online verfĂŒgbar)
  46. ↑ Netzeitung, 1. Februar 2009: „Das Vorgehen ist eine Katastrophe“
  47. ↑ Die Zeit, 6. Februar 2009: Antisemitismus unterm Kreuz
  48. ↑ Karl Lehmann (Die WELT, 2. Februar 2009, Nachdruck bei Kathnet): 'Der Papst konnte die Äußerungen von Williamson gar nicht kennen'
  49. ↑ Die Welt, 3. Februar 2009: Streit um Holocaust-Leugner: Bischöfe begehren gegen Papst-Entscheid auf
  50. ↑ Diözese Regensburg, 6. Februar 2009: ErklĂ€rung von Bischof Gerhard Ludwig MĂŒller zur Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Pius-Bruderschaft und zur Kampagne gegen den Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI.
  51. ↑ Die Welt, 15. Februar 2009: Holocaust-Leugnung: Lehmann will schnelle Entscheidung zu Williamson
  52. ↑ KathĂŒress, 5. MĂ€rz 2009: „Gemeinsame Botschaft“ der deutschen Bischöfe zur Lefebvrianerkrise
  53. ↑ Hans KĂŒng (Spiegel, 5. MĂ€rz 2009): Stellungnahme zur ErklĂ€rung deutscher Bischöfe
  54. ↑ SĂŒddeutsche Zeitung, 7. Februar 2009: Streit um Bruderschaft: „Pius-BrĂŒder wollen einen katholischen Gottesstaat“ – Holocaust-Leugner Williamson weigert sich zu widerrufen. Politologen wollen die Pius-Bruderschaft vom Verfassungsschutz beobachten lassen
  55. ↑ Dietmar Neuerer (Handelsblatt, 10. Februar 2009): Verfassungsschutz soll Pius-BrĂŒder beobachten
  56. ↑ Daniel Deckers: Papst Benedict XVI. und die PiusbrĂŒderschaft: Der unbedarfte BrĂŒckenbauer; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Februar 2009.
  57. ↑ Friedrich Wilhelm Graf (Neue ZĂŒrcher Zeitung, 14. Februar 2009): Mein Tun ist nicht von dieser Welt; Papst Benedikt XVI. ist Joseph Ratzinger treu geblieben
  58. ↑ Isolde Charim: ZurĂŒck zum Glutkern des Glaubens; taz, 14. Februar 2009.
  59. ↑ Kurt Flasch (SĂŒddeutsche Zeitung, 18. Februar 2009): Kein Betriebsunfall. Die Kircheneinheit und der Papst
  60. ↑ Kath.net: Stadler: „Vatikan soll der Piusbruderschaft ein Ultimatum setzen“; Meldung vom 9. Februar 2009.
  61. ↑ Matthias Meisner: Toleranz gegenĂŒber Pius-BrĂŒdern; Der Tagesspiegel, 19. Oktober 2010.
  62. ↑ Bernard Fellay: Stellungnahme des Generaloberen (Menzingen, 27. Januar 2009)
  63. ↑ Regina Einig (Die Tagespost, 29. Januar 2009, Nachdruck bei kathnet): Was ist Tradition? Konflikte sind nach der Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen vorprogrammiert
  64. ↑ Catholic Family News (La Stampa, 1. Februar 2009): Bishop Tissier de Mallerais speaks
  65. ↑ Barbara Hans, Peter Wensierski, Steffen Winter (Der Spiegel, 10. Februar 2009): STREIT ÜBER HOLOCAUST-LEUGNER: Oberster Piusbruder fordert Williamson zur Umkehr auf
  66. ↑ Der Spiegel, 9. Februar 2009: Kirche: „Nach Auschwitz werde ich nicht fahren“. 14 Fragen an den Bischof der Piusbruderschaft Richard Williamson
  67. ↑ Kathnet, 18. Februar 2009: Droht Williamson der Rauswurf?
  68. ↑ Netzeitung, 24. Februar 2009: Nach Ausweisung aus Argentinien: Williamson auf dem Weg nach London
  69. ↑ Der Spiegel, 26. Februar 2009: Piusbruder: olocaust-Leugner Williamson bittet um Vergebung
  70. ↑ Offizielle Stellungnahme des Distriktoberen der FSSPX-Deutschland, Pater Franz Schmidberger, 6. MĂ€rz 2009
  71. ↑ Der Spiegel, 6. MĂ€rz 2009: Kritik: PiusbrĂŒder werfen deutschen Bischöfen LĂŒgen vor
  72. ↑ Der Spiegel, 20. Juni 2009: Piusbruderschaft ignoriert Entscheidung des Vatikans
  73. ↑ SĂŒddeutsche Zeitung, 27. Juni 2009: Pius-BrĂŒder weihen Priester – trotz Verbots
  74. ↑ kath.net, 26. Juni 2010: Drei Pius-Priester im bayerischen Zaitzkofen geweiht
  75. ↑ Radio Vatikan, 28. Januar 2009: Papst zur Shoah: „Juden waren unschuldige Opfer“
  76. ↑ Kathnet, 28. Januar 2009: Papst: Piusbruderschaft muss AutoritĂ€t des Papstes anerkennen
  77. ↑ Die Zeit, 6. Februar 2009: Vatikan verĂ€rgert ĂŒber Papst-Debatte
  78. ↑ Vatikanischen Stastssekretariat, 4. Februar 2009: Note zur Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der Piusbruderschaft
  79. ↑ Radio Vatikan, 4. Februar 2009: Vatikan: „Papst kannte Williamson-Äußerungen nicht“; Williamson muss widerrufen
  80. ↑ Die Zeit, 4. Februar 2009: Skandal um Pius-BrĂŒder: Vatikan wittert Verschwörung gegen Benedikt
  81. ↑ Paul Badde (Die Welt): Keiner im Vatikan hatte hinter den Bischöfen her gegoogelt (Nachdruck bei Kathnet, 5. Februar 2009)
  82. ↑ Die Presse.com, 6. Februar 2009: PiusbrĂŒder auf Konfrontation: Juden als Christus-Mörder – Kommunikationsdefizite im Vatikan
  83. ↑ alle Zitate nach FAZ, 11. MĂ€rz 2009: Papst: „Man hat auf mich eingeschlagen“
  84. ↑ Predigt von Marcel Lefebvre am 1. November 1990 in Ecîne
  85. ↑ Predigt von Bischof Bernard Fellay am 2. April 2006 in EcĂŽne, in: Beilage zum Rundbrief von „Patrona Bavaria“, MĂŒnchen, Mai 2006, zitiert nach: Einsicht aktuell, abgerufen am 10. Oktober 2011.
  86. ↑ Brief an die Freunde und WohltĂ€ter Nr. 45 vom 7. Oktober 1993; Civitas, Zeitschrift fĂŒr das christliche Gemeinwesen 2007 (S. 43-47): GrundsĂ€tze einer christlichen Gesellschaftsordnung
  87. ↑ Jan Dirk Herbermann: Pius-Bruderschaft: Das Nest des Beschmutzers; Der Tagesspiegel vom 4. Februar 2009
  88. ↑ Manuel Abramowicz: A l’extrĂȘme droite de Dieu; Introduction au dossier sur la FraternitĂ© lefebvriste; Artikel in: RĂ©sistanceS – web-journal de l’Observatoire belge de l’extrĂȘme droite, vom 25. Januar 2009.
  89. ↑ Internet Centre Anti-Racism Europe (24. August 2005): Philippe LaguĂ©rie qui Ă©tablissait dĂšs 1991 que le Front National Ă©tait „le parti le moins Ă©loignĂ© du droit naturel“
  90. ↑ Barry James: Paul Touvier, Jailed French War Criminal, Dies at 81; New York Times vom 18. Juni 1996.
  91. ↑ Adresse au MarĂ©chal PĂ©tain par Mgr Lefebvre (13 avril 1987 Ă  l’Ile d’Yeu), Invitation et affiche du pĂ©lerinage du 22 septembre 2007, accompagnĂ© d’une sur le site de La Porte latine; %26Itemid=11 Photos der Wallfahrt und Segnung des PĂ©tain-Grabes in Cacqueray am 22. September 2007 auf der Internetseite des Priorates Saint-Louis
  92. ↑ Michael Sontheimer, Peter Wensierski (Der Spiegel, 16. Februar 2009): Zur Rechten Gottes
  93. ↑ Anton Maegerle: Unchristliche BrĂŒder; Blick nach Rechts, MĂ€rz 2009.
  94. ↑ Archbishop Lefebvre: A Letter to His Holiness Pope John Paul II
  95. ↑ Joods Actueel, 23. Februar 2009: Pius X society: ‘Jews, the enemy of man’; Netzeitung, 24. Februar 2009: „Schock-EnthĂŒllung“ ĂŒber Pius-Bruderschaft
  96. ↑ Anti-Defamation-League: Beispiele fĂŒr Antisemitismus bei PiusbrĂŒdern
  97. ↑ Richard Williamson: Bishop Williamson’s Letters, 1. Mai 2000
  98. ↑ Anna Arco (The Catholic Herald, 5. MĂ€rz 2008): Lefebvrists face crisis as bishop is exposed as ‘dangerous’ anti-Semite
  99. ↑ Vgl.: Peter BĂŒrger: Weißwaschung fĂŒr die Pius-BrĂŒder?, Telepolis vom 5. Februar 2009, abgerufen am 11. Oktober 2011.
  100. ↑ Franz Schmidberger: Stellungnahme zum Spiegelartikel Nr. 4/2009, S. 32-33
  101. ↑ Krone.at, 7. Februar 2009: Affront gegen Rom: Erneute Provokationen durch Piusbruderschaft
  102. ↑ Spiegel Online, 10. Februar 2009: Auch deutsche PiusbrĂŒder hetzen gegen Juden
  103. ↑ Klappentext zu Heinz-Lothar Barth: Ist die traditionelle lateinische Messe antisemitisch? Brennpunkt Theologie Bd. 7, 2. Auflage, Sarto-Verlag 2007
  104. ↑ Nostra Aetate 4
  105. ↑ “Des moulins à vent”; Le Monde, 18. September 1987
  106. ↑ FSSPX.de: Stellungnahme des deutschen Distriktoberen zu den Aussagen von Bischof Williamson
  107. ↑ Der Standard, 29. Januar 2009: Keine Kleinigkeit aus irgendeinem Messbuch
  108. ↑ SĂŒddeutsche Zeitung, 30. Januar 2009: Der Vatikan sucht einen Schuldigen
  109. ↑ Piusbruderschaft schließt Holocaust-Leugner aus; Spiegel Online, 6. Februar 2009:
  110. ↑ Franz Schmidberger: Die Zeitbomben des Zweiten Vatikanischen Konzils, Stuttgart 1997. ISBN 3901851046.
  111. ↑ SWR, Sendung „Zur Sache Baden-WĂŒrttemberg!“, 5. Februar 2009 (Vorauszug): Angela Merkel versteht das nicht.
  112. ↑ Stephen L. M. Heiner: An Interview with Bishop Bernard Tissier de Mallerais; in: The Remnant, 30. April 2006.
  113. ↑ Mitteilungsblatt der Priesterbruderschaft St. Pius X. Deutschland, Juli 2005, S. 24
  114. ↑ Darstellung des St. Theresiengymnasiums durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. Deutschland
  115. ↑ Pressedienst der FSSPX in Deutschland: Mahnkundgebung fĂŒr Gottes Gebote; Meldung vom 20. Juli 2010. Demonstrationen – Mahnkundgebung fĂŒr Gottes Gebote beim CSD in Stuttgart 2010; PresseerklĂ€rung der Piusbruderschaft.
  116. ↑ Stuttgarter Zeitung: Wie Karneval im Juli â€“ 100.000 Zuschauer bei Parade in Stuttgart
  117. ↑ Stuttgarter Nachrichten, 28. Juli 2007: Priesterbruderschaft gegen Christopher Street Day
  118. ↑ Aufruf zum Zeugnis fĂŒr Gottes Gebote in Deutschland, piusbruderschaft.de, Abruf: 28. Juli 2009
  119. ↑ Jahrestag: HomosexualitĂ€t ist Straftat, piusbruderschaft.de, 4. Juli 2009
  120. ↑ CSD-Gegendemo: Pius-Bruderschaft fordert Homo-Verbot, queer.de, 28. Juli 2009
  121. ↑ Bishop Williamson's Letters: Girls at University, 2001
  122. ↑ impliedobserver.wordpress.com Female Referee Removed From Officiating Boys' Basketball Game by Religious School, AP-Meldung auf Foxnews.com, 13. Februar 2008, abgerufen am 11. Oktober 2011.
  123. ↑ Der Spiegel, 3. Februar 2009: Katholische Hardliner – Wie die PiusbrĂŒder gegen Juden, Muslime und Schwule hetzen
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