|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Die Prignitz, in älterer Schreibweise auch Priegnitz sowie ehemals als Vormark bezeichnet[1], ist eine historische Landschaft im Nordwesten des Landes Brandenburg. Im Wesentlichen erstreckt sie sich über den Landkreis Prignitz und Teile des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Kleine Teile der historischen Region Prignitz gehören heute auch zu Mecklenburg-Vorpommern (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Sachsen-Anhalt (bei Havelberg).
Inhaltsverzeichnis |
Die Region besteht vor allem aus landwirtschaftlich geprägtem Flachland, Wäldern und Heidelandschaft. Wichtigste Städte sind Wittenberge, Perleberg, Pritzwalk, Wittstock und Kyritz. Auf den Dörfern wird gelegentlich noch Plattdeutsch gesprochen.
Seit dem Mauerfall verliert die Prignitz zunehmend an Einwohnern durch Wegzug in die Großstädte. Mittlerweile (2007) zählt der Landstrich zu den am dünnsten besiedelten Deutschlands. Es wird damit gerechnet, dass diese Entvölkerung noch Jahrzehnte anhalten wird.
Als kulinarische Spezialität der Region gilt der Knieperkohl.
Der früheste Nachweis der Landschaftsbezeichnung Prignitz findet sich in einer Urkunde des falschen Woldemar aus dem Jahr 1349.[2]
Vom Ende des 14. bis ins 16. Jahrhundert führte der Pilgerweg Berlin–Wilsnack durch die Prignitz. Ziel war die Wunderblutkirche in Wilsnack, in der der Priester nach der Brandschatzung des Ortes 1383 durch Raubritter drei mit Blut befleckte Hostien fand. Dieses als Wunder gedeutete Ereignis zog Tausende von Pilgern an.
5312Koordinaten: 53° 0′ 0″ N, 12° 0′ 0″ O