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| Puma SE | |
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| Rechtsform | Societas Europaea |
| ISIN | DE0006969603 |
| Gründung | 1948 |
| Sitz | Herzogenaurach, Deutschland |
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| Mitarbeiter | 9.697 (2010) |
| Umsatz | 2,706 Mrd. € (2010) |
| Bilanzsumme | 2,366 Mrd. € (2010) |
| Branche | Sportartikel |
| Website | www.puma.de |
Puma SE ist ein weltweit tätiger deutscher Sportartikelanbieter mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach. Die Puma SE befindet sich mehrheitlich im Besitz des französischen Konzerns PPR, welcher 75% der Aktien besitzt.
Puma ist mit 2,5 Milliarden Euro Jahresumsatz (2009), einem Konzerngewinn von 128 Millionen Euro (2009)[1] und 9.747 Mitarbeitern (2009) neben Adidas und Nike einer der weltweit größten Sportartikelhersteller. Seit 1993 ist Jochen Zeitz Vorstandsvorsitzender der Puma AG, sein Vertrag wurde im Oktober 2007 vorzeitig um fünf Jahre bis 2012 verlängert.[2] Seit 2004 entwirft der Designer Philippe Starck Produkte für Puma. Weiterhin entwarfen Alexander McQueen und der japanische Designer Mihara Schuhe für die Puma AG.
Inhaltsverzeichnis |
Das Unternehmen wurde von Rudolf Dassler 1948 als Puma Schuhfabrik Rudolf Dassler gegründet. Er führte vor 1948 zunächst zusammen mit seinem Bruder Adolf („Adi“) Dassler das gemeinsame Unternehmen Sportschuhfabrik Gebrüder Dassler in Herzogenaurach.[3] Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten begann Rudolf Dassler 1948 mit dem Aufbau eines eigenen Unternehmens, während sein Bruder mit der Gründung von Adidas seinen eigenen geschäftlichen Weg ging.
Als Firmenname war zunächst „Ruda“ (aus „Rudolf Dassler“) vorgesehen. Wegen des ähnlichen, aber besseren Klangs und der Assoziation mit der Dynamik des amerikanischen Silberlöwen fiel die Entscheidung dann aber auf „Puma“.[4][5]
Die Firma Puma ist seit 1986 eine Aktiengesellschaft (vorher war sie eine Kommanditgesellschaft). Sie befand sich zeitweise im Besitz der Großaktionäre Proventus/Aritmos B.V. und Monarchy/Regency Enterprises und ist als Schwergewicht im MDAX an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Das Unternehmen erfüllte Mitte 2004 zwar die Kriterien für eine DAX-Aufnahme, der Aufstieg scheiterte jedoch daran, dass es keinen Abstiegskandidaten aus dem DAX gab. Insgesamt 75 % der Aktien befinden sich im Streubesitz von hauptsächlich europäischen und amerikanischen Investoren, die restlichen 25 % und damit eine Sperrminorität hielt bis 2007 die Mayfair-Holding mit Sitz in Hamburg, hinter der die Tchibo-Eigentümer Günter Herz und Daniela Herz stecken. Dieses Paket wurde laut Mitteilung von Puma an die Firma Sarpadis, einer Tochter von Pinault-Printemps Redoute, verkauft. Der Preis je Aktie liege bei 330 Euro.[6] Die Aktion wird von Puma als „freundliches Übernahmeangebot“ bezeichnet.
Als das Unternehmen Mitte der Neunziger Jahre in eine Krise kam, entschied sich die Unternehmensleitung für eine Neuausrichtung der Marke. Diese fand unter dem ungewöhnlich jungen Vorstandsvorsitzenden Jochen Zeitz statt. Puma war die erste Sportmarke, die neben den reinen Sportartikeln konsequent auf Mode- und Lifestyleprodukte setzte. Die Marke Puma gewann dadurch insbesondere bei jungen Menschen wieder größere Beliebtheit.
Das Sortiment teilt sich in Sportartikel (Sport) und sportliche Mode (Sport Fashion). Auch im Sportartikelsektor werden neben den traditionellen Sportarten Fußball, Handball und Laufsport weitere Trendsportarten unterstützt wie Motorsport und Golfsport. Düfte unter dem Namen Puma werden von P&G Prestige Products vertrieben, einer Tochter des „Procter & Gamble“-Konzerns.
Seit 2007 unterstützt Puma die eigens ins Leben gerufene Aktion „United for Africa“ („Gemeinsam für Afrika“), mit deren Hilfe Fußballschulen und andere humanitäre und soziale Projekte, vor Allem in Uganda, gesponsert und vollzogen werden.
Der französische Konzern Pinault-Printemps Redoute hatte im April 2007 ein Aktienpaket von 27,1 Prozent für 1,4 Milliarden Euro von den Tchibo-Erben Herz übernommen. PPR konnte seine Beteiligung bis zum Ende der regulären Annahmefrist am 20. Juni 2007 nur auf 33,2 Prozent aufstocken. Nach Verlängerung der Annahmefrist um weitere zwei Wochen konnte PPR seinen Puma Anteil bis zum 17. Juli 2007 jedoch auf 62,1 Prozent aufstocken.[7]
Der Vorstand der PUMA AG begrüßt das Ergebnis und den Erfolg des freiwilligen Übernahmeangebots der Franzosen.
Im Jahr 2008 feiert der Puma KING seinen 40. Geburtstag. Das Jubiläumsmodell KING XL (XL steht hier für die römische Zahl 40) ist gleichzeitig eine Hommage an den portugiesischen Fußball-Star Eusébio. Er hatte 1968 mit dem KING 42 Tore erzielt und so den erstmals vergebenen „Goldenen Schuh“ als bester Torschütze in Europas Ligen gewonnen. Herausragendes Merkmal des über die Jahre ständig optimierten Fußballschuhs ist sein von Anfang an besonders flacher Schnitt. Dieser und der äußerst flexible Aufbau sollte einen besonders guten Ballkontakt ermöglichen. Zu den prominentesten Trägern zählen Fußball-Legenden wie Pelé, Vogts, Bonhof, Netzer, Cruyff, Maradona, Völler und Matthäus.
Für die Vermarktung ihrer Produkte schließt Puma Sponsoring-Verträge mit bekannten Sportlern und Sportmannschaften ab. So stattete die Firma beispielsweise zwölf der 32 Teilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 aus, unter anderem den späteren Weltmeister Italien. An der Endrunde Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika nahmen neun von Puma ausgerüstete Mannschaften teil. Hier eine kleine Auswahl der Mannschaften, die von Puma ausgestattet werden:
Außerdem fördert Puma auch Kampagnen wie „Gemeinsam für Afrika“, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich gegen Hunger und Armut in Afrika einzusetzen. Weiterhin unterstützt Puma den neu gegründeten Leichtathletikverein LAZ Puma Troisdorf/Siegburg. Mit der Teilnahme seines Segelteams am Volvo Ocean Race 2008-2009 vollzieht Puma seinen Einstieg in den Segelsport.
Bei den Spielen von Peking ist Puma Ausrüster von 15 Olympia-Mannschaften: Botswana, Bulgarien, Burundi, Dänemark, Ghana, Jamaika, Kaimaninseln, Kamerun, Marokko, Ruanda, Sambia, Schweden, Tansania, Uganda und Venezuela. Die hierbei wohl beeindruckendsten Erfolge erzielt der Jamaikaner Usain Bolt mit drei Goldmedaillen, darunter zwei Weltrekorde.
Als Teil der neuen Marketingstrategie wurde ein völlig neues Sports Kit für die Herren-Fußballnationalmannschaft von Kamerun entworfen. Die Nationalmannschaft erschien zum Afrika Cup 2004 in einem neu entworfenen Einteiler (das Kamerun UniQT). Das Trikot ist körperbetont, die Shorts sind mit dem hautengen Trikot vernäht.
Die FIFA sah diese Sportkleidung jedoch als Verstoß gegen die eigenen Regeln, die besagen, dass die Sportkleidung aus einem Trikot und einer Hose besteht. Gegen das Team von Kamerun wurde eine Strafe von 200.000 Schweizer Franken (ca. 125.000 Euro) verhängt, zudem zog man der Mannschaft für die Qualifikation zur WM 2006 sechs Punkte ab. Als Reaktion darauf klagte Puma gegen die FIFA. Der Punktabzug wurde von der FIFA wieder zurückgenommen, und beide Parteien einigten sich gütlich. Puma behält sich jedoch das Recht vor, seinen Einteiler noch einmal auf den Markt zu bringen.
Die Puma AG wurde von der Clean Clothes Campaign kritisiert. Die von Puma gezahlten Löhne würden in El Salvador nicht für den Grundbedarf an Lebensmitteln ausreichen. Arbeitnehmerinnen seien deswegen gezwungen, auf Pausen zu verzichten und Überstunden zu arbeiten, um über Zuschläge und Bonusleistungen ihren Verdienst aufzustocken.[13] In Zulieferbetrieben würden Arbeitnehmerinnen zum Teil beschimpft und körperlich misshandelt.[14]
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(Stand: 19. September 2011)