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Qiqihar (齊齊哈爾市 / 齐齐哈尔市 Qíqíhā'ěr Shì) ist eine bezirksfreie Stadt im Südwesten der Provinz Heilongjiang im Norden Chinas. Der Name ist daurisch und bedeutet so viel wie Mark oder natürliche Weide.
Inhaltsverzeichnis |
Qiqihar hat ca. 5,611 Mio. Einwohner, davon 883.550 (1. Jan. 2005) in der „Innenstadt“, den drei Stadtbezirken Longsha, Jianhua und Tiefeng. Das Verwaltungsgebiet der Stadt hat eine Fläche von 42.469 km² (nach anderen Angaben exakt 43.000). Daran haben die Stadtbezirke einen Anteil von 4.310 km² (nach anderen Angaben 4.295 km²). Qiqihar liegt im Mittel 146 m ü. NN. Die jährliche Regenmenge beträgt 415 mm, die Durchschnittstemperatur 3,2 °C (Januar -25,7 °C, Juli 22,8 °C).
Qiqihar setzt sich aus sieben Stadtbezirken, einer kreisfreien Stadt und acht Kreisen zusammen. Diese sind (Einwohnerzahlen Ende 2003):
Beim Zensus 2000 wurden 5.419.621 Einwohner gezählt (Bevölkerungsdichte 126,04 Einw./km²).
| Name des Volkes | Einwohner | Anteil |
|---|---|---|
| Han | 5.222.846 | 96,37% |
| Mandschu | 94.542 | 1,74% |
| Daur | 31.814 | 0,59% |
| Mongolen | 26.652 | 0,49% |
| Hui | 21.023 | 0,39% |
| Koreaner | 16.806 | 0,31% |
| Ewenken | 1.389 | 0,03% |
| Kirgisen | 1.332 | 0,02% |
| Xibe | 1.135 | 0,02% |
| Sonstige | 2.082 | 0,04% |
Qiqihar ist eine der ältesten Städte im Nordosten Chinas und wurde im 17. Jh. n. Chr. gegründet. Sie war von 1931 bis 1945 ein wichtiger Militärstützpunkt für die japanische Kontrolle der Mandschurei.
Das Eisfest findet jährlich im Winter (meist Ende Dezember) statt. Es werden schon Wochen vorher Unmengen an Eisblöcken herantransportiert. Diese werden dann von Eiskünstlern bearbeitet und das Ergebnis sind Eisskulpturen aller Variationen.
Im Süden der Stadt gibt es eine Tempelanlage, sie existiert seit ca. 300 Jahren und ist somit eine der ältesten erhaltenen Anlagen der Stadt. Sie wird zwar von Mönchen bewohnt, ist aber für Besucher zugänglich. Interessant ist, dass die dort befindlichen Buddha-Statuen stets sorgfältig eingekleidet sind. Es gibt sogar ein fest vorgeschriebenes Zeremoniell, bei dem das Gewand zu bestimmten Zeiten gewechselt wird.
Die katholische St. Michaelskathedrale im neugotischen Stil wurde 1931 von den Schweizer Bethlehem Missionaren aufgebaut. Sie ist heute noch ein imposantes Gebäude. 1982 wurden die Eigentumsrechte der Kathedrale an die Diözese Harbin zurückgegeben. Im Februar 1987 wurde diese Kirche zum Kulturobjekt der Stadt erklärt. 1991 hat das Religionsbüro des Staatsrates Mittel zur Renovation des Turmes bewilligt. Die fünf Sterne an der Spitze des Turms wurden entfernt und das ursprüngliche Kreuz wiederhergestellt.
Qiqihar hat ein eigenes Eishockeyteam, das in der Asia League Ice Hockey spielt. Das Maskottchen der Mannschaft ist der Schneeleopard. Im April 2007 war Qiqihar Austragungsort der Spiele der Division I (Gruppe A) der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren.
47.3436111111123.964722222Koordinaten: 47° 21′ N, 123° 58′ O
Daqing | Großes Hinggan-Gebirge | Harbin | Hegang | Heihe | Jiamusi | Jixi | Mudanjiang | Qiqihar | Qitaihe | Shuangyashan | Suihua | Yichun