|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Qualitätswein ist eine internationale Bezeichnung für Weine einer höheren Güteklasse, die bestimmte gesetzliche Mindestanforderungen erfüllen.
Inhaltsverzeichnis |
In Deutschland wird unterschieden zwischen
Im Gegensatz zu Qualitätswein mit Prädikat (Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein) darf Qualitätswein b. A. zur Alkoholerhöhung angereichert werden. Tafel- und Landweine sind keine Qualitätsweine in diesem Sinne. Anbaugebiete, die nicht als Qualitätsweingebiete ausgewiesen sind, in Deutschland sind das im Wesentlichen die Anbaugebiete Donau um Regensburg (Bayern) und das Stargarder Land in Mecklenburg-Vorpommern, können ihren Wein nicht als Qualitätswein sondern nur als Land- oder Tafelwein vermarkten, auch wenn die anderen Anforderungen für Qualitätswein erfüllt wären.
In Deutschland darf ein Wein nur dann als Qualitätswein bezeichnet werden, wenn ihm auf Antrag eine Amtliche Prüfungsnummer (A.P.-Nr.) zugeteilt worden ist. Voraussetzungen dafür sind
|
Lt. Einteilung der Weine nach Qualitätsstufen lt. Österreichischem Weingesetz 2009 [1][2] gehört Qualitätswein zu Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.)[3]
|
In Österreich liegt die Produktionsmenge von Wein der Qualitätsstufe Qualitätswein deutlich über den anderen Stufen.[4]
1993 wurde durch eine Novellierung des österreichischen Weingesetzes eine gebietsspezifische Bezeichnung analog zum französischen oder italienischen Weinrecht geschaffen. Die Bezeichnung DAC (Districtus Austriae Controllatus) nutzen zur Zeit mehrere Weinbaugebiete in Österreich.
Hier gibt es besondere Weinspezialitäten, deren Namen geschützt sind und kontrolliert werden. Sie sind daher mit deutschen Qualitätsweinen vergleichbar: Dôle, Fendant, Dorin, Salvagnin und Terravin. In der deutschsprachigen Schweiz gibt es Qualitätsweine mit den Prädikaten Auslese, Spätlese und Beerenauslese.
Hier entsprechen die Weine der Appellation contrólée und die Vins Délimités de Qualité Supériéure den deutschen Qualitätsweinen b.A.. Bei den AOC-Weinen wird nur das Herkunftsgebiet genannt, bei den höheren stehen die Untergebiete, einzelne Lagen oder Cháteaux mit auf dem Etikett, oder sie fallen unter die Cru - Bewertungen wie Grand Cru classée (Premier, Deuxieme, Troisieme, Quatrieme, Cinquieme Cru) oder Cru Bourgeois (sowie "Cru Bourgeois Superieur" und "Cru Bourgeois Exceptionel").
Siehe auch: Qualitätsstufen Weinbau in Frankreich
Die DOC- und DOCG-Weine ohne zusätzliche Prädikate sind mit deutschen Qualitätsweinen b.A. zu vergleichen.
Portugal besitzt 40 Anbaugebiete für Qualitätsweine, die in einer besonderen Region produziert wurden und deshalb die VQPRD-Kennzeichnung (Vinho de Qualidade Produzido em Região Demarcada) tragen. 26 davon tragen das DOC-Kürzel (Denominação de Origem Controlada), die Weine der nächstfolgenden Qualitätsweinstufe die IPR-Bezeichnung (Indicação de Proveniencia Regulamentada). Außerdem zählen zu Portugals Qualitätsweinen auch 6 VR- bzw. Landweinregionen (Vinho Regional)
Gemäß dem Weingesetz heißt in Ungarn ein Qualitätswein Minőségi Bor und muss mindestens 12 Vol% Alkohol enthalten. Ort und Zeit der Abfüllung, Abfüller, Rebsorte, Jahrgang Herkunft, Alkoholgrad und Ladenpreis müssen auf dem Etikett angegeben werden.