|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
QuantitĂ€t (lat. quantitas: GröĂe, Menge) bezeichnet die Menge oder Anzahl von Stoffen oder Objekten oder die HĂ€ufigkeit von VorgĂ€ngen. QuantitĂ€t findet Ausdruck in numerischen Werten oder der Angabe von AusmaĂen oder VerhĂ€ltnissen. Beispiele: ganz Deutschland, 30 Gramm, kleiner als.
Das Ermitteln der QuantitÀt bezeichnet man in der Wissenschaft als Quantifizierung.
In der Planung und Prognose beschreiben quantitative AnsĂ€tze Prognoseverfahren, die ĂŒber mathematische Algorithmen versuchen zukĂŒnftige Ereignisse (wie z. B. einen Bedarf) zu prognostizieren.
Im Portfoliomanagement und Bereich der Investmentfonds beschreibt quantitatives Management die Zusammenstellung eines Fonds oder Portfolios ĂŒber mathematische AnsĂ€tze.
Die Bezeichnung QuantitĂ€t wird in der Redewendung QuantitĂ€t ist nicht gleich QualitĂ€t als Gegenbegriff zu QualitĂ€t verwendet. Das ist faktisch nicht korrekt, da QuantitĂ€t als Angabe des Zahlenwerts einer metrischen GröĂe stets qualitative (die Eigenschaften einer Sache betreffende) Aspekte birgt. Ein Beispiel aus der Medizin: Der Blutdruck betrĂ€gt 120/80 mmHg. Die quantitative Feststellung bezieht sich auf die QualitĂ€t Blutdruck, die in der MaĂeinheit mmHg angegeben ist, auĂerdem kann diese Feststellung den qualitativen Aspekt beinhalten, dass der Blutdruck im Normbereich liegt. Alle quantitativen Angaben beziehen sich auf bestimmte QualitĂ€ten, die durch die quantitativen Angaben mengenmĂ€Ăig erfasst werden. Dies gilt insbesondere auch fĂŒr medizinische Befunde, die sich immer aus qualitativen wie quantitativen Aussagen zusammensetzen. Wie eng QualitĂ€t und QuantitĂ€t miteinander in Verbindung stehen, zeigt das bekannte Zitat von Paracelsus: Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding' kein Gift ist (siehe auch Gift, Dosis, Letale Dosis).