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| < Neogen | Q u a r t À r </small> vor 2,588 Millionen Jahren bis heute | ||||||||||||||||||||||
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| (Durchschnitt ĂŒber Periodendauer) |
(heutiges Niveau) | |||||||||||||||||||||
| (Durchschnitt ĂŒber Periodendauer) |
(ca. 70% heutiges Niveau) | |||||||||||||||||||||
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(3 °C unter heutigem Niveau) | |||||||||||||||||||||
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Das QuartĂ€r ist der jĂŒngste Zeitabschnitt der Erdgeschichte einschlieĂlich der âJetztzeitâ.
In der Historischen Geologie reprÀsentiert das QuartÀr ein chronostratigraphisches System bzw. eine geochronologische Periode. Es beginnt etwa 2,6 Millionen Jahre vor heute und umfasst sowohl das gesamte letzte Eiszeitalter als auch den Zeitraum der Hominisation des heutigen Menschen.
Nachdem Antarktika bereits lĂ€ngere Zeit vergletschert war, kam es zu Beginn des Gelasiums auch zur Vergletscherungen in der NordhemisphĂ€re. Der Beginn dieser Vereisungsperiode, die mit einem Wechsel von Kaltzeiten und Warmzeiten bis heute andauert, wird von den Geologen als geeignete Abgrenzung des QuartĂ€rs von dem vorangegangenen Zeitabschnitt des Neogens angesehen. Zuvor war lange Zeit die Grenze zwischen âTertiĂ€râ und QuartĂ€r vor 1,806 Millionen Jahren gezogen worden. Wegen der nach geologischen MaĂstĂ€ben relativ kurzen Zeitdauer des QuartĂ€rs und seiner unterschiedlichen Entwicklung im marinen und im kontinentalen Bereich war eine schlĂŒssige Abgrenzung zum davor liegenden Zeitraum nicht oder nur schlecht möglich, die Grenze zum TertiĂ€r war umstritten. Das fĂŒhrte im Jahre 2004 sogar zu einer Streichung der Begriffe TertiĂ€r und QuartĂ€r aus der Geologischen Zeitskala.
Im Jahre 2005 waren die BemĂŒhungen der verschiedenen Vereinigungen fĂŒr QuartĂ€rgeologie erfolgreich, zumindest dem Begriff QuartĂ€r wieder einen Stellenwert in der Stratigraphie einzurĂ€umen. Doch es erforderte noch weitere Jahre der Diskussion, bis die WiedereinfĂŒhrung des QuartĂ€rs in die Geologische Zeitskala beschlossen wurde. Das QuartĂ€r folgt nun innerhalb des KĂ€nozoikums (Erdneuzeit) den Perioden des PalĂ€ogens und des Neogens. Das QuartĂ€r in diesem Sinne ist durch die chronostratigraphische Stufe des Gelasiums als seine unterste Einheit definiert[4] und beginnt 2,588 Millionen Jahre vor der Gegenwart. Damit wurde eine bessere Abgrenzung zu den davor liegenden ZeitrĂ€umen erreicht und die gesamte Zeitspanne der eiszeitlichen Klimaschwankungen der Erde konnte unter dem Begriff QuartĂ€r zusammengefasst werden.
Gleichzeitig wurde das PleistozĂ€n, die Ă€ltere Epoche des QuartĂ€rs, ebenfalls um das Gelasium verlĂ€ngert, und dadurch das PliozĂ€n, die jĂŒngste Epoche des Neogens, um den gleichen Zeitabschnitt verkĂŒrzt. Auf das PleistozĂ€n folgt innerhalb des QuartĂ€rs das HolozĂ€n, klimatisch gesehen eine Warmzeit innerhalb des Eiszeitalters, das die zuletzt vergangenen 11.700 Jahre bis heute umfasst.
Inhaltsverzeichnis |
Der Begriff QuartĂ€r wurde schon 1760 von Giovanni Arduino in der Literatur benutzt, als er vier aufeinanderfolgende Gruppen von Schichten unterschied: PrimĂ€r, SekundĂ€r, TertiĂ€r und QuartĂ€r[5]. 1829 griff Jules Desnoyers den Begriff wieder auf, um Sedimente im Pariser Becken anzusprechen, die deutlich jĂŒnger als die tertiĂ€ren Ablagerungen waren. Die quartĂ€ren Schichten waren zwar in bestimmten Beckenlagen sehr mĂ€chtig, aber geologisch nur von geringem Alter. Dadurch kam es zu einer sehr ungleichgewichtigen Unterteilung der Erdneuzeit (KĂ€nozoikum) in das 63,7 Millionen Jahre dauernde TertiĂ€r und das nur 1,6 Millionen Jahre dauernde QuartĂ€r. Dieses Ungleichgewicht fĂŒhrte bei der Neufestlegung der Geologischen Zeitskala (GTS 2004) zu einer Ersetzung der Begriffe TertiĂ€r und QuartĂ€r durch die Begriffe PalĂ€ogen und Neogen mit neuen stratigraphischen Grenzen und Bedeutungen. Diese Grenzen wurden jedoch in der International Stratigraphic Chart[6] der ICS aus dem Jahr 2008 revidiert, ohne eine endgĂŒltige Beschlussfassung vorweg zu nehmen. Die endgĂŒltige Ratifizierung erfolgte am 30. Juni 2009.[7]
Das QuartÀr wird wie folgt unterteilt: