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| Die Queen Mary 2 am Kreuzfahrtterminal des Hamburger Hafens | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die RMS Queen Mary 2 (auch QM2 genannt) ist das Flaggschiff der britischen Reederei Cunard Line, einer Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Carnival-Konzerns. Sie wurde mit 148.528 BRZ vermessen und gehört neben der Oasis of the Seas, der Allure of the Seas, den neuen Großschiffen der Disney Cruise Line, Disney Dream, Disney Fantasy und den drei Schiffen der „Freedom“-Klasse (Freedom of the Seas, Independence of the Seas und Liberty of the Seas) zu den größten Passagierschiffen der Welt. Mit ihrer Länge von 345,03 m ist sie nach der Oasis of the Seas (361 m) und deren Schwesterschiff Allure of the Seas (Taufe am 28. November 2010) das drittlängste Passagierschiff der Welt (Stand Oktober 2010), hat aber nur etwa halb so viele Kabinen wie diese beiden. Sie übertrifft die „Freedom“-Klasse um sechs Meter und die Norway, ehemals France, die diesen Titel seit 1961 trug, um 29,50 Meter. Auch die neuen Disney-Schiffe sind geringfügig kürzer.
Als eines der größten beweglichen und von Menschen gebauten Objekte bietet sie in 1.310 Kabinen bis zu 3.090 Passagieren Platz. Die Besatzung umfasst 1.253 Personen. Die Queen Mary 2 gehört zu den berühmtesten Schiffen der Gegenwart und ist als Transatlantikliner in der Tradition der großen Dampfer dieser Art konzipiert und zu verstehen.
Inhaltsverzeichnis |
Am 8. Juni 1998 gab die britische Cunard-Reederei den Bau eines neuen Kreuzfahrtschiffs bekannt, das unter anderem als Transatlantikliner zwischen Southampton und New York verkehren sollte. Die Planungen sahen ein Schiff mit einer Tonnage von etwa 84.000 vor, das rund 2.000 Passagieren Platz bieten sollte. Nach dem Erfolg der Carnival Destiny (ca. 101.000 BRZ; Carnival Cruise Lines) und der Voyager of the Seas (ca. 137.000 BRZ; Royal Caribbean Cruises) beschloss Cunard, den Entwurf zu vergrößern.[3]
Sechs Monate später veröffentlichte Cunard erste Details des ehrgeizigen Projekts, einem Schiff, das der Queen Elizabeth 2 vergleichbar sein sollte. An der Ausschreibung beteiligten sich unter anderem die Werften Harland & Wolff (Irland), Aker Yards (Finnland), Fincantieri (Italien) und die Meyer Werft (Deutschland). Zu diesem Zeitpunkt waren die Auftragsbücher der europäischen Werften prall gefüllt und es gab Gerüchte, dass das Schiff in Fernost erbaut werden könnte. Den Zuschlag zum Bau erhielt schließlich die französische Werft Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire (Frankreich), die heute zu STX Europe gehört. Der Vertrag zum Bau wurde am 6. November 2000 unterzeichnet.
Der Bau der Queen Mary 2 begann mit dem Schnitt der ersten Stahlplatte am 16. Januar 2002. Unter der Baunummer G32 wurde der Kiel am 4. Juli 2002 im Louis Joubert Lock, auch bekannt als „Normandie Dock“, gelegt. Während der Bauzeit waren rund 20.000 Menschen direkt oder indirekt mit der Planung und dem Bau beschäftigt. Etwa 3.000 Werftarbeiter leisteten ca. 8 Millionen Arbeitsstunden für den Schiffsbau. 300.000 Einzelteile aus Stahl wurden zu 94 Blöcken gefügt, die dann im Baudock zusammengeschweißt wurden. Einzelne Blöcke hatten ein Gewicht von mehr als 600 Tonnen. Der Schornstein wurde am 12. März 2003 gesetzt. Am 16. März 2003 fand die traditionelle Münz-Zeremonie statt, bei der eine britische und eine französische Münze zum Zeichen erfolgreicher Zusammenarbeit im Rumpf eingeschweißt wurden. Am 21. März 2003 wurde das Baudock geflutet und der Ausbau des Schiffes fortgesetzt.
Die ersten Probefahrten der Werft wurden zwischen dem 25. und 29. September 2003 im Seegebiet vor Saint-Nazaire und den Inseln Ile d'Yeu und Belle-Ile durchgeführt. Während der zweiten Probefahrtenserie zwischen dem 7. und 11. November 2003 erreichte die Queen Mary 2 erstmals eine Geschwindigkeit von 30 Knoten (ca. 55 km/h). Am 15. November 2003 wurden die Arbeiten von einem tragischen Unfall überschattet, als eine Gangway einstürzte. Dabei kamen 16 Personen ums Leben und 32 weitere wurden schwer verletzt.
Nur 38 Monate nach der Vertragsunterzeichnung und einer Bauzeit von weniger als zwei Jahren wurde die Queen Mary 2 am 22. Dezember 2003 an Cunard übergeben. Der Kaufpreis des Schiffes betrug über 800 Millionen US-Dollar. Damit war die Queen Mary 2 zum damaligen Zeitpunkt nicht nur das größte, sondern auch das teuerste jemals gebaute Passagierschiff der Welt. Der erste Kapitän des Schiffes war Commodore Ronald W. Warwick.[4] Am 2. Weihnachtstag traf die Queen Mary 2 in ihrem ehemaligen Heimathafen Southampton ein.
Im November 2011 änderte sich der Heimathafen: Die Queen Mary 2 ist seitdem in Hamilton auf den Bermudas zuhause. Die Beflaggung bleibt allerdings erhalten, da auch die Inselgruppe im Atlantik zum Vereinigten Königreich gehört. Der offizielle Grund für die Änderung ist die hohe Nachfrage nach Hochzeiten auf dem Kreuzfahrtschiff, die laut britischem Recht nicht möglich, auf den Bermudas aber erlaubt sind.
Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde die Queen Mary 2 am 8. Januar 2004 von Queen Elisabeth II. getauft. Die Jungfernfahrt fand vom 12. Januar bis 26. Januar 2004 statt und führte von ihrem Heimathafen Southampton über Teneriffa, Gran Canaria, Barbados und die Amerikanischen Jungferninseln nach Port Everglades in Florida. Nach Fahrten in der Karibik und nach Rio de Janeiro folgte am 26. März die erste Atlantiküberquerung in östlicher Richtung. Am 16. April 2004 verließ das Schiff zum ersten Mal den Heimathafen Southampton mit Kurs auf New York. Auf der Rückreise, die am 25. April begann, wurde die Queen Mary 2 von der Queen Elizabeth 2 begleitet. Seit April 2006 ist das Brooklyn Cruise Terminal (Red Hook, Brooklyn, NY) in New York City Ausgangs- bzw. Endpunkt der Transatlantikfahrten der Queen Mary 2, zuvor wurde das Manhattan Cruise Terminal (Manhattan West Side auf Höhe der 50th Street) genutzt. Die klassische Transatlantik-Reise zwischen Southampton und New York City dauert sieben Tage. Mittlerweile werden neben der klassischen Transatlantikroute abhängig von der Jahreszeit auch Kreuzfahrten in der Karibik und in europäischen Gewässern angeboten. Besondere Höhepunkte der Einsatzgeschichte des Schiffes:
Nachdem die Queen Elizabeth 2 am 27. November 2008 außer Dienst gestellt wurde, ist die Queen Mary 2 der letzte planmäßig verkehrende Transatlantikliner.
Reparaturen und Wartungsarbeiten wurden bisher überwiegend im Trockendock Elbe 17 bei Blohm + Voss in Hamburg durchgeführt.
Da sich die „Mermaid“-Propellergondeln der Queen Mary 2 im Betrieb als ausgesprochen störanfällig erwiesen, verklagte der Konzern Carnival Corporation & plc den Hersteller Rolls-Royce im Januar 2009 auf Schadensersatz. Carnival warf Rolls-Royce vor, die technischen Unzulänglichkeiten der Antriebe wissentlich verschwiegen zu haben, um den Bauauftrag zu erhalten.
Ursache für die Ausfälle waren Schäden an den Lagern, die das Schwenken der Gondeln ermöglichen. Im Schadensfall konnte die betroffene Gondel nicht mehr zum Steuern des Schiffes eingesetzt werden. Im Januar 2011 wurde Carnival eine Entschädigung in Höhe von 24 Mio. US-Dollar zugesprochen.[13]
Der Entwurf der Queen Mary 2 stammt von dem Schiffsarchitekten Stephen Payne und vereinigt Merkmale moderner Kreuzfahrtschiffe mit der Linienführung klassischer Transatlantikliner wie der Queen Elizabeth 2. Mit einem Raumverhältnis von 57,25 (BRZ/Passagier) übertrifft die Queen Mary 2 Kreuzfahrtschiffe vergleichbarer Größe um 30 bis 50 %. Beim Entwurf musste die Durchfahrtshöhe der Verrazano-Narrows-Brücke in New York berücksichtigt werden. Sie ist das niedrigste Hindernis, das auf der Route Southampton–New York passiert werden muss. Der Zwischenraum zwischen Schornstein und Brücke beträgt in ihrer größten Annäherung nur zwei Meter.
Die Konstruktion des Rumpfs ist in erster Linie auf die besonderen Anforderungen der Atlantiküberquerung optimiert. Die Materialstärke beträgt bis zu 30 mm. Die Struktur des Schiffes ist auf eine Lebensdauer von über 40 Jahren ausgelegt. Im Gegensatz zur Queen Elizabeth 2, deren obere Decks aus Aluminium gefertigt wurden, bestehen Rumpf und Aufbauten der Queen Mary 2 ausschließlich aus Stahl. Bei der Gestaltung des Hecks orientierte sich Designer Payne an einer löffelähnlichen Form, obwohl die Gesamtauslegung eigentlich einen geraden Heckspiegel erforderte. Die endgültige Gestaltung geht auf einen Entwurf des italienischen Schiffsarchitekten Nicolo Costanzi zurück, der diese Heckform in den 1960er-Jahren bei einigen Passagierschiffen realisierte.[14][15][16] Der Rumpf ist umweltfreundlich mit insgesamt 400 Tonnen TBT-freien Lacken in bis zu sieben Schichten lackiert worden. Die 37 Rettungsboote des Schiffs werden mit einer Lage von 27 Metern über dem Wasserspiegel eigentlich nicht der Sicherheitsnorm gerecht, die lediglich 15 Meter für Passagierschiffe zulässt. Jedoch wurde mit der Begründung des oft sehr stürmischen Nordatlantiks und einer möglichen Beschädigung der Boote für die Queen Mary 2 eine Ausnahmegenehmigung erteilt.
Die Funktionsauslegung der Decks und die Innenausstattung der Queen Mary 2 weichen teilweise deutlich von den meisten anderen Kreuzfahrtschiffen ab. Der größte Teil der öffentlichen Bereiche wie Theater, Kino oder der Hauptspeisesaal befinden sich innerhalb der Rumpfkontur auf den Decks 2 und 3. In den Decks 4, 5 und 6 sind die Standardkabinen untergebracht. Das Bootsdeck (Deck 7) dient als Promenadendeck und ist die imaginäre Trennlinie zu den höherwertigeren Kabinenkategorien der Decks 8 bis 12. Hier befinden sich außerdem Bars, Restaurants und der Wellnessbereich. Bei einem Rundgang auf Deck 7 legt man eine Wegstrecke von über 600 m zurück. Die mit Teakholz beplankten Freiflächen der oberen Decks dienen ausschließlich dem Sonnenbad und der Beobachtung.
Die Queen Mary 2 ist mit einer unter Kreuzfahrtschiffen einzigartigen Maschinenanlage ausgestattet. Der Integrierte elektrische Antrieb (IEP, Integrated electric propulsion) besteht aus sechs elektrischen Generatoren, die von vier Dieselmotoren und zwei Gasturbinen angetrieben werden und das Schiff mit elektrischer Energie versorgen. Die vier Schiffspropeller werden von Elektromotoren angetrieben. Bei einer Dienstgeschwindigkeit von etwa 24 bis 26 Knoten arbeiten nur die Dieselgeneratoren. Um die Höchstgeschwindigkeit von mehr als 30 Knoten zu erreichen, werden die Generatoren der Gasturbinen hinzu geschaltet. Dabei verbraucht die Maschinenanlage ca. 500 Tonnen Kraftstoff pro Tag.
Die vier 16-Zylinder-Dieselmotoren des Typs Wärtsilä 16V46CR EnviroEngine[17] wurden in Zusammenarbeit mit dem Schiffseigner Carnival Corporation & plc entwickelt. Sie haben ein Gewicht von ca. 217 Tonnen pro Motor und sind – getrennt von den Gasturbinen – innerhalb des Rumpfs im Haupt-Maschinenraum des Schiffes installiert. Jeder Motor ist 12,5 m lang, 4,4 m breit und 5,5 m hoch. Der Hubraum beträgt ca. 1.550 Liter. Die Motoren sind mit Common-Rail-Einspritzsystem und zusätzlicher Wassereinspritzung ausgestattet. Obwohl sie mit Schweröl (HFO) betrieben werden, erzeugen sie kaum sichtbare Abgase. Jeder Motor entwickelt bei einer Drehzahl von 514/min (für 60 Hz Wechselstrom) eine Leistung von 16.800 kW. Der Kraftstoffverbrauch eines jeden Motors bei Vollast wird mit 3,1 Tonnen pro Stunde angegeben.[18] Die Dieselmotoren produzieren etwa 57 % der Gesamtleistung.
Die beiden Gasturbinen des Typs General Electric LM2500+ wurden aus dem Strahltriebwerk General Electric CF6 abgeleitet, das unter anderem auch für die Boeing 747 verwendet wird. Aufgrund des hohen Luft-/Sauerstoffbedarfs sind sie unmittelbar unterhalb des Schornsteins in einem schallgedämpften Raum eingebaut. Bei einer Drehzahl von 3600/min entwickelt jeder der beiden Turbogeneratoren eine elektrische Leistung von ca. 25 MW, dies entspricht einer Wellenleistung von etwa 29,78 MW. Im Gegensatz zu den Dieselmotoren werden die Gasturbinen mit hochwertigem leichtem Marinedieselöl (MGO) betrieben. Jeder Turbinensatz hat eine Masse von etwa 95 Tonnen.[19] Die Anlagen werden nur genutzt, wenn das Schiff höhere Geschwindigkeiten erreichen soll.[20]
Die Queen Mary 2 wird von vier Propellergondeln des Typs „Mermaid“ (dt.: Meerjungfrau) von Rolls-Royce/Alstom/KaMeWa (Karlstads Mekaniska Werkstad) angetrieben und ist das erste Vier-Schrauben-Passagierschiff, das mit dieser Technik ausgestattet wurde. Die Gondeln sind in zwei Gruppen im Heck des Schiffs installiert. Die beiden hinteren, innenliegenden Einheiten sind zum Manövrieren und Steuern um 360 Grad drehbar. Die vorderen, außenliegenden Gondeln sind starr. Die eingebauten Alstom-Elektromotoren entwickeln eine Leistung von je 21,5 MW und treiben die in Fahrtrichtung nach vorn gerichteten Vierblatt-Festpropeller (Zugpropeller) mit einer Drehzahl von bis zu 150/min an. Diese bestehen aus Edelstahl und haben einen Durchmesser von 5,9 m. Jede Propellergondel hat eine Masse von etwa 260 Tonnen.[18]
Im Bug der Queen Mary 2 sind drei Querstrahlanlagen mit einer Leistung von je 3,2 MW eingebaut, mit denen sich das Schiff um die eigene Hochachse drehen und in engen Häfen manövrieren kann. Die Austrittsöffnungen werden bei normaler Fahrt von Klappen verschlossen.
Um Roll- und Stampfbewegungen zu reduzieren, verfügt das Schiff über insgesamt zwei Paar Flossenstabilisatoren (Hersteller: Brown Brothers & Co Ltd), die innerhalb von 30 Sekunden ausgefahren werden können. Jede einzelne Flosse hat eine Fläche von ca. 15,6 m² und wiegt etwa 70 Tonnen.
Die Frischwasserversorgung der Queen Mary 2 wird auf See über drei Meerwasserentsalzungsanlagen mit einer Gesamtkapazität von 1.890 m³ pro Tag sichergestellt. Die Wärmeversorgung erfolgt über die Abwärme (Prozesswärme, Kraft-Wärme-Kopplung) der Maschinen und über zwei ölgefeuerte Dampferzeuger. Das aufbereitete Trinkwasser hat nur noch einen Salzgehalt von 5 ppm. Die verbleibende Sole wird gemeinsam mit dem Kühlwasser der Dieselmotoren ins Meer gepumpt. Die Trinkwassertanks haben ein Volumen von 3.830 Kubikmeter, ausreichend um das Schiff drei Tage lang zu versorgen. Bei geringer Geschwindigkeit wird zu wenig Prozesswärme erzeugt, um die Entsalzungsanlagen wirtschaftlich zu betreiben. In diesem Fall werden die Frischwassertanks im Hafen aufgefüllt.
Von den insgesamt 1.310 Kabinen sind knapp 77 % Außenkabinen, 73 % verfügen über einen Balkon. 30 Kabinen verschiedenster Kategorien sind behindertengerecht ausgestattet. In allen Kabinen stehen E-Mail, Einkaufsmöglichkeiten, individuelle Audio- und Videoprogramme sowie Hörbücher auf Abruf zur Verfügung. Die Kabinen sind in zehn Kategorien aufgeteilt, wobei weniger als ein Drittel zur Standardkategorie gehören.
Der Zugang zum Schiff bildet die Grand Lobby, die mit einem großen Treppenhaus und zwei Panorama-Aufzügen ausgestattet ist. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Spielcasino. Das Einkaufszentrum mit einer Fläche von über 500 m² erstreckt sich auf der zweiten Ebene. Von der Lobby führen großzügig gestaltete Gänge zu den öffentlichen Bereichen auf den Decks 2 und 3. An Bord befinden sich über 300 Gemälde mit einem Gesamtwert von etwa fünf Millionen Euro. In Tradition der Reederei Cunard sind darunter auch Porträts der britischen Königsfamilie.
An Bord befinden sich sieben Restaurants, darunter das Britannia Restaurant, das auf zwei Ebenen 1.347 Plätze bietet und auf den unteren Decks in der Mitte des Schiffes liegt. Das King’s Court wird am Abend in vier verschiedene Restaurationsbereiche aufgeteilt. Die Restaurants Queen’s Grill und Princess Grill im hinteren Bereich von Deck 7 sind den Gästen der höheren Kabinenkategorien vorbehalten.
Das Royal Court Theatre ist der Haupttheatersaal des Schiffes und bietet Platz für über 1.000 Besucher. Es ist mit modernster Bühnen- und Tontechnik ausgestattet. In unmittelbarer Nähe befindet sich Illuminations, das erste Planetarium auf See, das auch als Kinosaal genutzt werden kann. Der Commodore Club ist eine Observationslounge im vorderen Teil von Deck 9 für Ausblicke über den Bug des Schiffs. Die Bordbibliothek der Queen Mary 2 war bis zur Indienststellung der Oasis of the Seas die größte ihrer Art. Sie umfasst etwa 8.500 Bände, 200 Hörbücher und 100 CD-ROMs. Das G32 ist ein zweistöckiger Nachtclub, der nach der Baunummer des Schiffs benannt wurde. Der Golden Lion Pub ist einem typischen englischen Pub nachempfunden. Ein Pub mit gleichem Namen war auch schon auf der Queen Elizabeth 2 zu finden. Darüber hinaus gibt es noch weitere Bars, Lounges und Unterhaltungsmöglichkeiten.
Die Brücke der Queen Mary 2 befindet sich auf Deck 12 in einer Höhe von ca. 41 m über dem Wasser und erstreckt sich über eine Breite von ca. 45 m. Dies ermöglicht eine Sichtweite von etwa 25 km.[21] Sie wurde von der Firma Kelvin Hughes mit modernster Leit- und Navigationstechnik ausgestattet. Daten von Radar, Navigation, Sicherheitssystemen, Schiffstechnik und Wetter werden auf Flachbildschirmen dargestellt. Das Schiff kann mit einem einzelnen Joystick gesteuert werden. Auf See wird die Queen Mary 2 wie alle modernen Großschiffe von einer mit GPS navigierenden Selbststeueranlage gelenkt. Zusätzlich verfügt das Schiff über DP (Dynamic Positioning).
Die Queen Mary 2 ist mit insgesamt vier Schiffshörnern ausgestattet. Zwei davon befinden sich an den Seiten des Schornsteins, zwei weitere am Mast und am Bug. Das Horn auf der Steuerbordseite des Schornsteins stammt von der Namensvorgängerin Queen Mary. Es handelt sich dabei um das Modell Tyfon 575 des schwedischen Herstellers Kockum Sonics, das ursprünglich mit Dampf betrieben wurde. Das zweite Exemplar am Schornstein ist ein Nachbau. Die Hörner sind etwa 2 Meter lang und werden mit 30 bar Druckluft aus der Starteinrichtung der Dieselmotoren betrieben. Sie haben eine Reichweite von über zehn Meilen. Die Notation ist „A“ (55 Hz). Während das Schiff auf See ist, werden die Hörner täglich um die Mittagszeit getestet.
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Queen Mary 2
Modifizierte „Vista“-Klasse: Queen Elizabeth | Queen Victoria
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