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Der Quintenzirkel ist in der Musiktheorie eine grafische Veranschaulichung der Verwandtschaftsbeziehungen der Tonarten. Er entspringt dem abendländischen Harmonieverständnis und beruht auf der Erkenntnis, dass eine Tonart die größte Nähe zu denjenigen Tonarten hat, die im Abstand einer Quinte (Fünftonschritt = das Intervall von sieben Halbtonschritten) zu ihr stehen. Benachbarte Tonarten im Quintenzirkel bezeichnet man als quintverwandt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Verwendung der Tonarten in der Anordnung des Quintenzirkels und die dazu notwendige gleichstufig temperierte Stimmung sind schöpferische musikalische Leistungen der abendländischen Kultur, die es in anderen Kulturen in dieser konsequenten Form nicht gibt.
Die nebenstehende Grafik zeigt im äußeren Kreis die Dur-Tonarten, die im Deutschen traditionell mit Großbuchstaben gekennzeichnet sind.
Im Inneren des Kreises stehen die Moll-Tonarten, die entsprechend stets mit kleinen Buchstaben benannt werden.
Der Grafik ist zu entnehmen, dass mit jeder Tonart im Quintabstand ein Vorzeichen hinzutritt: bei den Quinten aufwärts jedes Mal ein weiteres ♯ (Kreuz), bei den Quinten abwärts ein weiteres ♭.
Das ♯ erhöht den von ihm betroffenen Ton um einen Halbtonschritt (bei G-Dur etwa wird F zu Fis); das ♭ erniedrigt den jeweiligen Ton um einen Halbtonschritt (bei Es-Dur etwa wird H zu B, E zu Es und A zu As).
| Vorzeichen: | 7 ♭ +fes |
6 ♭ +ces |
5 ♭ +ges |
4 ♭ +des |
3 ♭ +as |
2 ♭ +es |
1 ♭ b |
0 ♭/♯ |
1 ♯ fis |
2 ♯ +cis |
3 ♯ +gis |
4 ♯ +dis |
5 ♯ +ais |
6 ♯ +eis |
7 ♯ +his |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dur-Tonarten: | Ces | Ges | Des | As | Es | B | F | C | G | D | A | E | H | Fis | Cis |
| Moll-Tonarten: | as | es | b | f | c | g | d | a | e | h | fis | cis | gis | dis | ais |
Die Erhöhung oder Erniedrigung bestimmter Töne in den Tonarten ist dem abendländischen Melodieverständnis geschuldet: Eine Dur-Tonleiter und damit die darauf aufbauende Tonart wird als besonders wohlklingend empfunden, wenn neben den Ganztonschritten zwei Halbtonschritte vorkommen: zwischen der 3. und der 4. Stufe sowie zwischen der 7. und der 8. Stufe. (Siehe hierzu auch unten: Hintergründe.)
Eine Klaviatur verdeutlicht dies:
Außer den weißen Tasten gibt es im Wechsel schwarze Zweier- bzw. Dreier-Tastengruppen sowie zwei Lücken zwischen E/F und H/C. Sowohl die schwarzen Tasten als auch die Lücken machen Halbtonschritte sichtbar.
Auf dem Klavier spielt man eine C-Dur-Tonleiter ohne schwarze Tasten, denn die Übergänge zwischen E/F und H/C sind die dafür notwendigen Halbtonschritte zwischen 3./4. und 7./8. Stufe. C-Dur kommt also ganz ohne Vorzeichen aus. Alle anderen Dur-Tonarten brauchen Vorzeichen.
Die obige Grafik zeigt im inneren Kreis in roten Buchstaben die Anordnung der Moll-Tonarten, die im Deutschen mit kleinen Buchstaben bezeichnet werden. Dabei wird von den natürlichen Moll-Tonarten ausgegangen, bei denen die Halbtonschritte zwischen dem 2. und 3. sowie zwischen dem 5. und 6. Ton liegen.
Zu jeder Dur-Tonart gibt es eine Moll-Tonart mit denselben Vorzeichen. So ein Tonartenpaar wird Paralleltonarten genannt. Eine Moll-Tonart hat einen um eine kleine Terz (= drei Halbtonschritte) tieferen Grundton als ihre parallele Dur-Tonart, d. h. der Grundton der parallelen Moll-Tonleiter liegt auf der 6. Stufe der Dur-Tonleiter.
Wie viele und welche Vorzeichen die jeweilige reine Moll-Tonart hat, lässt sich mit Hilfe der Grafik sowie der obigen Ausführungen zu den Vorzeichen in den Dur-Tonarten leicht ablesen.
Die Vorzeichen treten ebenfalls im Quintabstand hinzu, bei den Kreuz-Tonarten aufwärts bewegend. Die Reihenfolge der mit einem ♯ zu versehenden Noten (F, C, G, D, A, E, H...) ist aufgrund des Quintabstandes ebenfalls im Quintenzirkel ablesbar, wenn man bei F beginnt und im Uhrzeigersinn weiter geht. Die Kreuze (♯) erhöhen Töne um jeweils einen Halbtonschritt:
Dies ließe sich beliebig fortführen: Cis-Dur mit sieben ♯, Gis-Dur mit acht ♯ bis hin zu Eis-Dur mit elf ♯ usw. Aber das macht nicht nur die Notation sehr unübersichtlich; weitere Erhöhungen bereits erhöhter Töne führen auch im Klangbild nur zu schon da gewesenen Tönen.
So würde bei Eis-Dur (elf ♯) neben den aus Fis-Dur schon bekannten 6 ♯ ein „His“ (klingend wie C), ein „Fisis“ (doppelte Erhöhung von F, klingend wie G), ein „Cisis“ (klingend wie D), ein „Gisis“ (klingend wie A), ein „Disis“ (klingend wie E) und ein „Aisis“ (klingend wie H) hinzutreten.
Das Phänomen, dass unterschiedlich benannte Töne gleich klingen, nutzt man zur enharmonischen Verwechslung: statt der immer komplizierter werdenden Kreuztonarten benutzt man die entsprechenden, gleich klingenden ♭-Tonarten, etwa statt Gis-Dur (8 ♯) As-Dur (4 ♭). Oder, um beim Beispiel der Tonart „Eis-Dur“ zu bleiben: Statt elf ♯ braucht es nur ein einziges ♭. Das Notenbild wird dadurch wesentlich klarer, klanglich macht es (bei Gleichstufiger Stimmung) keinen Unterschied.
In der Musikpraxis kann es beim Transponieren von einer Tonart in eine andere leicht zu den komplizierten Tonarten kommen. Sehr oft werden die Vorzeichen der komplizierten Tonart angezeigt (damit der Musiker Intervalle leichter nachvollziehen kann). Danach aber wird die komplizierte Tonart durch Auflösungszeichen und entsprechende andere Vorzeichen in die gefälligere enharmonische Tonart überführt.
Für Leser, die an der reinen Stimmung interessiert sind, sei noch erwähnt, dass bei einer Modulation zur nächsten Tonart im Quintabstand sich außer einem Ton um einen Halbton – zum Beispiel F zu Fis – sich ein weiterer Ton um ein syntonisches Komma – zum Beispiel A zu A' – erhöht. (Mit A’ werde der um das syntonische Komma erhöhte Ton A bezeichnet). Man erhält dann folgende Tabelle:
Abweichungen im Quintenzirkel in Richtung der Dominante wirken sich in einer merklichen (durch Vorzeichenwechsel) und unmerklichen (durch Erhöhung um ein syntonisches Komma) Erhöhung der Töne aus und bewirkt dadurch eine Steigerung und Aufhellung.
Die Bewegung der Tonarten ebenso wie das Hinzutreten der Vorzeichen im Quintabstand, die eine Erniedrigung der Töne erzwingen, erfolgt bei den ♭-Tonarten abwärts:
Auch hier lässt sich die Reihenfolge der mit einem ♭ zu versehenden Noten (H, E, A, D, G, C, F, …) aufgrund des Quintabstandes im Quintenzirkel ablesen, wenn man bei H beginnt und gegen den Uhrzeigersinn weiter geht.
Für Leser, die an der reinen Stimmung interessiert sind, sei noch erwähnt, dass bei einer Modulation zur nächsten Tonart im Quintabstand sich außer einem Ton um einen Halbton – zum Beispiel H zu B – sich ein weiterer Ton um ein syntonisches Komma – zum Beispiel D zu D° – erniedrigt. (Mit D° werde der um das syntonische Komma erniedrigte Ton D bezeichnet). Man erhält dann folgende Tabelle:
Abweichungen im Quintenzirkel in Richtung der Subdominante wirken sich in einer merklichen (durch Vorzeichenwechsel) und unmerklichen (um ein syntonisches Komma) Erniedrigung der Töne aus und bewirkt dadurch eine Abspannung und Verdunkelung.
Der Quintenzirkel beschränkt sich nicht allein darauf, darzustellen, welche Tonart wie viele Vorzeichen hat. Die Nähe der Tonarten zu den ihnen am nächsten gelegenen ermöglicht zugleich die Beurteilung, welche Akkorde harmonisch miteinander verwandt sind. Ein Beispiel:
Nimmt man C-Dur als Tonika an, gruppiert sich darum G-Dur als Dominante, F-Dur als Subdominante, a-Moll als Tonikaparallele, e-Moll als Dominantparallele oder Tonikagegenklang und d-Moll als Subdominantparallele.
Durch Kombination einer beliebigen Dur-Tonart im Quintenzirkel mit ihrem rechten und linken Nachbarn erhält man die Akkorde der Durkadenz. Kombinationen mit entfernter liegenden Tönen bedürfen der Modulation.
Nimmt man also eine beliebige Tonart aus dem Quintenzirkel als Ausgangstonart und betrachtet ihre beiden Nachbarn, so unterscheiden sich diese von ihr nur durch jeweils einen einzigen Ton.
Dabei ist dies die 4. Stufe der Ausgangstonart, die erhöht (durch ♯ oder Weglassen eines ♭), und die 7. Stufe der Ausgangstonart, die erniedrigt (durch ♭ oder Weglassen eines ♯) wird.
Damit stehen die beiden Tonarten in einem engen verwandtschaftlichen Verhältnis zueinander.
Zum Beispiel in Es-Dur:
Wenn man nun einen Dreiklang in einer Nachbartonart bildet, der nicht den 4. Ton oder in der anderen den 7. Ton benutzt, so könnte dieser Dreiklang genauso gut der Ausgangstonart angehören.
Besonders wichtig sind die Dreiklänge auf dem ersten Ton (der ersten „Stufe“) der beiden Nachbartonarten. Auch sie benutzten nur leitereigene Töne der Ausgangstonart und stehen in ihr auf der 4. oder 5. Stufe. Darüber hinaus sind in ihnen aber die beiden Töne enthalten, die zur Erzeugung der jeweils anderen Nachbartonart verändert wurden. Mit diesen beiden Dreiklängen ist eine Abgrenzung der Ausgangstonart zu ihren beiden Nachbartonarten möglich.
In diesen drei Dreiklängen (auf den jeweils ersten Stufen der drei Tonleitern) ist zudem jeder Ton der Grundtonart mindestens einmal vertreten; man benötigt zur Begleitung einer einfachen Melodie, die nur mit den Tönen der Grundtonart auskommt, zunächst nur diese drei Dreiklänge.
Auffällig ist außerdem, dass der einzige Dreiklang in der Ausgangstonart, der nicht in den Nachbartonarten vorkommt
Die übrigen Dreiklänge auf der 1. bis 6. Stufe ergeben genau diejenigen sechs Dreiklänge, die sich im Zirkel um die Ausgangstonart gruppieren. Im obigen Beispiel sind dies As-Dur, f-Moll; Es-Dur, c-Moll; B-Dur, g-Moll.
Als Ausgangspunkt für das Folgende diene beispielhaft die C-Dur-Tonleiter:
Die Durtonleiter ist charakterisiert durch ihre Struktur, die sich aus der Reihenfolge der Ganz- und Halbtonschritte ergibt.
Sie besitzt also zwei identisch gebaute Abschnitte, die so genannten Tetrachorde (griechisch: tetra=vier).
Aufgrund dieser Gleichheit kann der zweite Abschnitt auch der erste Abschnitt einer anderen Tonleiter sein. Um eine komplette, heptatonische Tonleiter zu erhalten, fügt man vier Töne oben an:
Wie man sieht, stimmt aber die Struktur des neuen Abschnitts noch nicht. Abhilfe schafft ein Vorzeichen: in diesem Falle muss das f als siebter Ton der Leiter zum fis erhöht werden, damit man eine echte Dur-Tonleiter erhält:
Man kann die so gewonnene Tonleiter wiederum in zwei (gleich gebaute) Abschnitte teilen und den zweiten Abschnitt zum ersten einer weiteren umfunktionieren, komplettieren, den siebten Ton erhöhen und die nächste Dur-Tonleiter erhalten:
Dieses Verfahren lässt sich beliebig wiederholen. Man beobachtet dabei zwei Dinge:
Beginnend bei C-Dur kann man also folgendes Schema aufstellen:
Analog kann man nun in der anderen Richtung verfahren.
Nimmt man den ersten Abschnitt der C-Dur-Tonleiter und erweitert ihn nach unten, erhält man folgendes:
Auch hier muss, um die charakteristische Struktur einer Dur-Tonleiter herzustellen, ein Ton verändert werden. Es handelt sich hier um das h, das mittels Vorzeichen zum b erniedrigt werden muss:
Wiederum analog zur Erweiterung aufwärts kann dieses Verfahren beliebig abwärts angewandt werden.
Die Beobachtungen entsprechen sich:
Beginnend bei C-Dur kann man folgendes Schema aufstellen:
Um beide Schemata in einem zu vereinigen, rückt man C-Dur in die Mitte, sozusagen als Spiegelachse.
Durch die enharmonische Verwechslung von Fis und Ges an den Endpunkten dieses Schemas entsteht das Bild des Zirkels.
In der nebenstehenden Abbildung ist für drei Tonarten (nämlich: C-Dur, E-Dur sowie Es-Dur) jeweils der Bereich im Quintenzirkel farbig unterlegt, der für die jeweilige Tonart von Bedeutung ist.
Charakteristisch für eine Tonart ist ihre Kadenz, also die Folge der Dreiklänge oder Harmoniestufen I, IV, V, I. Mit anderen Worten: Tonika-Akkord, Subdominant-Akkord, Dominant-Akkord, Tonika-Akkord erklingen nacheinander.
| Tonart | Stufe I | Stufe IV | Stufe V | Stufe I |
|---|---|---|---|---|
| . | steht in der MITTE | steht LINKS von Stufe I | steht RECHTS von Stufe I | steht in der MITTE |
| C-Dur | C | F | G | C |
| E-Dur | E | A | H | E |
| Es-Dur | Es | As | B | Es |
Hilfreich ist die (farbige) "Strukturierung" des Quintenzirkels zudem zur Visualisierung der Harmoniestufen, die in einer erweiterten Kadenz verwendet werden. Nachstehend ein Beispiel (erweiterte Kadenz für C-Dur): C – G – a – e – F – C – F – G – C
„Der Blues basiert in vielen Fällen auf einem Zwölftaktschema und der Akkordfolge (Kadenz) I-IV-V. Die Zahlen beziehen sich auf die Stufe der jeweiligen Tonleiter, die den Grundton des Akkords bildet. Es gibt zwar auch zahlreiche Variationen, aber dieses Schema ist definitiv ein Standard beim Blues.“[1]
Für die Tonart E-Dur ergibt sich folgendes Schema:
| Takt: | |: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | :| |
| Stufe: | |: | I | I | I | I | IV | IV | I | I | V | IV | I | V | :| |
| Akkord: | |: | E | E | E | E | A | A | E | E | H | A | E | H | :| |
„Man kann das Schema auch in jeder anderen beliebigen Tonart einsetzen. Um dafür die richtigen Akkorde herauszusuchen, ist wieder der Quintenzirkel gefragt.“[1]
Die oben beschriebene zwölftaktige Bluesform findet man ebenfalls im Rock ’n’ Roll.
Bei einer Harmonisierung eines Stückes (d. h. dem Ergänzen der Melodie mit begleitenden Stimmen oder Akkorden) ist es sehr hilfreich, wenn man die Auswahl der Akkorde eingrenzen kann. Verwandte Akkorde stehen im Quintenzirkel nahe beieinander. Dadurch lässt sich eine Auswahl leichter treffen.
Im Uhrzeigersinn kommen zuerst drei Dur-Akkorde (etwa F-, C-, G-Dur). Der mittlere Akkord dieser Dreiergruppen (hier: C-Dur) gibt gleichzeitig die entsprechende Durtonart an. Es folgen weiter im Uhrzeigersinn drei Moll-Akkorde (hier: d-, a-, e-Moll). Der mittlere Akkord dieser Dreiergruppe gibt die parallele Molltonart an (hier: a-Moll). Ein Experimentieren innerhalb dieser sechs Akkorde (im Gegensatz zu den übrigen Möglichkeiten) erhöht die Erfolgsquoten, passende Begleitakkorde zu finden.
Die oben gezeigte Folge lässt sich wiederum um den Mittelpunkt des Kreises verdrehen.
Mithilfe des Quintenzirkels lassen sich auch schnell Akkorde konstruieren, wenn man die Tonnamen nicht als Tonarten, sondern als Einzeltöne interpretiert. Verbindet man bspw. die Töne des C-Dur-Akkords (C-E-G) im Quintenzirkel mit Linien, bilden sie ein Dreieck. Dieses Dreieck kann man nun um den Kreismittelpunkt verdrehen und bekommt immer wieder einen Dur-Akkord. Das gleiche lässt sich mit Moll-Akkorden machen; das Dreieck sieht anders aus, lässt sich aber ebenfalls verdrehen. Verminderte Akkorde bilden im Quintenzirkel ein Quadrat (etwa Fis-A-C-Es), übermäßige Akkorde ein gleichseitiges Dreieck (etwa As-C-E). Wenn also die grafische Form des Akkordes bekannt ist, lassen sich alle gleichartigen Akkorde leicht herausfinden. Außerdem lässt sich die Septime eines Dominant-Sept-Akkords sehr leicht ermitteln, indem vom letzten Punkt des oben genannten Dreiecks eine Linie zum exakt gegenüberliegenden Moll-Ton gezogen wird. Dieser Moll-Ton ist die gesuchte Septime.
C-Dur → C-E-G → gegenüber liegt Des mit der Moll-Parallele b → b ist die Septime.
Um die Töne einer Dur-Pentatonik zu bestimmen, nimmt man die nächsten vier Töne im Uhrzeigersinn hinzu.
Für eine Moll-Pentatonik nimmt man von der gesuchten Tonart ausgehend drei Töne gegen und einen Ton im Uhrzeigersinn hinzu.
Für eine vollständige Dur- oder Molltonleiter muss man die entsprechende Pentatonik mit den beiden Nachbarn (einer mit und einer gegen den Uhrzeigersinn) ergänzen.
Auch bei der Bestimmung der Größe der Quintenbreite kann der Quintenzirkel verwendet werden. Ordnet man jedem Ton einer Tongruppe seine Position im Quintenzirkel zu, lässt sich der Abstand beider Töne in Quintsprüngen leicht ablesen.
Als Gedächtnisstütze für die Reihenfolge der Tonarten des Quintenzirkels existieren zahlreiche Merksprüche. Nachstehend je ein besonders gängiges Beispiel für die ♯- und die ♭-Tonarten:
Siehe auch: weitere musikalische Merksprüche, Anderssprachige Tonbezeichnungen, Mnemotechnik („Gedächtniskunst“)
Mit der Verwendung einer Gleichstufigen oder Wohltemperierten Stimmung wird die enharmonische Verwechslung möglich. Diese erlaubt die Anordnung der Tonarten in einem geschlossenen Kreis (daher die Bezeichnung Quintenzirkel).
Bei Verwendung reiner Quinten entsteht dagegen kein geschlossener Kreis. Die Anordnung der Tonarten lässt sich dann aber als Spirale darstellen, der Quintenspirale.
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Dieser Artikel wurde am 19. Mai 2004 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen. |