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Die Quotientenregel ist eine grundlegende Regel der Differentialrechnung. Sie führt die Berechnung der Ableitung eines Quotienten von Funktionen auf die Berechnung der Ableitung der einzelnen Funktionen zurück.
Sind die Funktionen <math>u(x)</math> und <math>v(x)</math> von einem Intervall D in die reellen oder komplexen Zahlen an der Stelle <math>x = x_a</math> mit <math>v(x_a)\neq 0</math> differenzierbar, dann ist auch die Funktion f mit
an der Stelle <math>x_a</math> differenzierbar und es gilt:
In Kurzschreibweise:
\left(\frac{u}{v}\right)' =
\frac{u'v - u v'}{v^2}
</math>
Der Quotient <math> u(x) \over v(x) </math> kann als Steigung in einem Steigungsdreieck gedeutet werden, dessen Katheten u(x) und v(x) sind (siehe Abbildung). Wenn x um Δx anwächst, ändert sich u um Δu und v um Δv. Die Änderung der Steigung ist dann
Dividiert man durch Δx, so folgt
Bildet man nun Limes Δx gegen 0, so wird
wie behauptet.
Gegeben sei <math> f(x) = \frac{u(x)}{v(x)}.</math> Nach der Produktregel gilt:
Nach der Kehrwertregel (ergibt sich z.B. direkt oder mit Hilfe der Kettenregel)
folgt:
= \frac{u'(x) v(x) - u(x) v'(x)}{v^2(x)}.</math>
Ein alternativer Beweis gelingt nur mit der Produktregel durch Ableiten der Funktionsgleichung <math> f(x)\cdot v(x) = u(x) </math>
folglich:
Die Quotientenregel für Funktionen wird in jedem Buch erläutert, das Differentialrechnung in allgemeiner Form behandelt.