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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Groß-Gerau | |
| Höhe: | 88 m ü. NN | |
| Fläche: | 58,3 km² | |
| Einwohner: |
60.294 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1034 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 65428 | |
| Vorwahl: | 06142 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GG | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 33 012 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktplatz 4 65428 Rüsselsheim | |
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Patrick Burghardt (CDU) | |
| Lage der Stadt Rüsselsheim im Landkreis Groß-Gerau | ||
Rüsselsheim ist die größte Stadt des Kreises Groß-Gerau im Rhein-Main-Gebiet, die zehntgrößte Stadt in Hessen und Teil der Stadtregion Frankfurt. Sie ist eine von sieben hessischen Sonderstatusstädten und liegt am Unterlauf des Mains, nur wenige Kilometer vor dessen Mündung in den Rhein bei Mainz-Kostheim (Stadt Wiesbaden). Zur Stadt gehören neben der Kernstadt die Stadtteile Königstädten, Haßloch und Bauschheim. Internationale Bekanntheit erlangte Rüsselsheim durch den Automobilhersteller Opel.
Inhaltsverzeichnis |
Funde endpaläolithischer Werkzeuge Ende der 1980er Jahre deuten auf steinzeitliche Jäger im Rüsselsheimer Raum bereits vor ca. 13.000 Jahren.[2] In der Literatur finden sich Angaben zu Funden aus römischer Zeit (Särge, Urnen und Backsteine), die auf eine befestigte Römerstraße entlang des Mains schließen lassen.[3] Grabfunde aus dem 7. Jahrhundert belegen schließlich die Existenz eines fränkischen Dorfes Heim des Rucilin oder Rucilen.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Rucilesheim in einer Bestandsaufnahme königlicher Nutzungsrechte, der Lorscher Reichsurbar (um 840). Eine Änderung der Verhältnisse ist urkundlich erst an der Wende zum Spätmittelalter zu belegen. Von nun an sorgen Schenkungen und Verpachtungen für eine Zersplitterung des Grundbesitzes. Die Geschichte Rüsselsheims seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ist geprägt vom häufigen Wechsel der Besitzrechte und Herrschaftsbefugnisse. Für die hier lebenden Bauern bedeutete dies, dass mehrere Herrschaftsrechte (Grund-, Leib- und Gerichtsherrschaften) nebeneinander existierten und sie damit jeweils unterschiedlichen Herren Untertan waren. In einer verkürzten Darstellung ergeben sich folgende Hoheitsbefugnisse:
Die Grafen von Katzenelnbogen festigten ihre Position in dieser Region durch den Erwerb der Dörfer Seilfurt,[4] Raunheim (1425) und der Vogtei Trebur. Rüsselsheim nimmt gegenüber den umliegenden Dörfern eine im frühen 15. Jahrhundert privilegierte Position ein, da es von den Grafen zu Katzenelnbogen als Amtssitz bestimmt wurde. 1437 erhielten die Grafen von Kaiser Sigmund die Gnade eine schon vor Jahrzehnten begonnene Burg am Main zu vollenden. In diesem Vertrag erhielt Rüsselsheim weitere Rechte wie sie zu dieser Zeit für andere Städtlein üblich waren. Da die große Zeit der Städtegründungen aber längst vorbei war, teilte Rüsselsheim das Los mit vielen spätmittelalterlichen Minderstädten, in denen der bäuerliche Bevölkerungsanteil dominierte und die kaum spezialisiertes Handwerk aufweisen konnten.
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit ist die geschichtliche Entwicklung der Festung Rüsselsheim sicher bedeutsamer als die des Ortes selbst. Sie entwickelte sich aus einer Burg am Main und sollte mehreren Zwecken dienen: Dem Expansionsstreben des Mainzer Erzbischofs und der Bedrohung durch die Taunusritterschaft entgegenwirken, die Verbindungswege zwischen den nicht zusammenhängenden Teilen der Ober- und der Untergrafschaft Katzenelnbogen sichern und durch die Beherrschung von Fluss und Straße lukrative Zolleinnahmen sichern. Letzteres war wohl der Grund dafür, dass die Städte Mainz und Frankfurt am Main 1399 bei König Wenzel gegen die Burg Einspruch erhoben. Im Edikt aus dem Jahr 1437 wird der Weiterbau der Burg zwar genehmigt, die Errichtung einer Zollstätte aber ausdrücklich verboten. Nach dem Aussterben der Grafen zu Katzenelnbogen mit Philipp I. 1479 fällt die Burg an die erbenden Landgrafen von Hessen. Als „Erbauer“ Rüsselsheims finden sich in der Literatur einige Quellen, die auf Wilhelm III. um das Jahr 1492 hinweisen.[5]
Im Zuge der Aufrüstung für den Schmalkaldischen Krieg lässt Philipp der Großmütige die Burg (vermutlich 1530-1540) zu einer quadratischen Festungsanlage ausbauen. Im Dreißigjährigen Krieg galt die Festung als militärisch uneinnehmbar, wechselte jedoch durch vertragliche Reglungen mehrfach den Besitzer. Der Pfälzische Erbfolgekrieg besiegelte das Schicksal der Festung als militärische Anlage: 1688 wurde sie von französischen Truppen eingenommen und ein Jahr später gesprengt. Nach verschiedener Nutzung der Restanlagen beherbergt sie seit 1976 das historische Museum der Stadt.
Das Dorf Rüsselsheim geriet durch den Übergang der Herrschaft an die Landgrafschaft Hessen in eine ungünstige periphere Lage, sodass sich der Ort wenig entwickelte. Kennzeichnend für die Armut ist die Tatsache, dass für den Bau der ersten Pfarrkirche 1514 Holz von der Stadt Frankfurt am Main erbeten werden musste. Im Rahmen der Reformation wurde das Dorf Rüsselsheim durch seine Zugehörigkeit zu Hessen evangelisch. Ende des 16. Jahrhunderts sprechen einige Anzeichen für eine wirtschaftliche Besserung. 1580 wird eine eigene Schule errichtet. Der Dreißigjährige Krieg macht aber die meisten positiven Ansätze wieder zunichte. Rüsselsheim wird mehrfach überfallen und 1635 rafft eine Pestepidemie einen Großteil der Anwohner dahin. Wegen des desolaten finanziellen Zustandes der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt scheitern Pläne Rüsselsheim zu einer Handelsstadt auszubauen. Rüsselsheim bewahrt aber dennoch seine Funktion als regionaler Verwaltungs- und Marktmittelpunkt.
1793, zur Zeit der Belagerung Mainz' durch französische Truppen, erwähnt Johann Wolfgang von Goethe eine Schiffbrücke bei Rüsselsheim, die er überquert.[6]
In der Zeit der Frühindustrialisierung wird 1785 als erster Betrieb eine sogenannte Hasenhaarschneiderei genannt. Neben weiteren Betrieben auf diesem Gebiet siedelte sich 1861 ein Kokosmattenbetrieb an. Aus diesem Betrieb entwickelte sich die Stöckische Teppichfabrik, die bis nach dem Zweiten Weltkrieg bestand. Ein sehr altes, und nach der Firma Opel das wichtigste Industrieunternehmen, war die 1819 gegründete Zichorienfabrik. Der Betrieb stellte Kaffeesurrogat aus der Wurzel der Zichorie her. Der Betrieb arbeitete bis 1925. Ansonsten herrschte in der Frühzeit der Industrialisierung weiterhin Obstbau, Getreide (Weizen) und Viehzucht vor. Erwähnung findet in der Literatur auch Weinbau in Rüsselsheim, allerdings seit 1790 stark abnehmend.[7] 1856 wird der Rüsselsheimer Hafen im Zusammenhang mit der Rheinschifffahrts-Assecuranzgesellschaft genannt.[8]
Die Geschichte der Firma Opel begann 1862 mit einer Werkstatt zum Nähmaschinenbau in einem ehemaligen Kuhstall. Der stetige Aufstieg der Firma Opel brachte entscheidende Veränderungen für den Ort. Das bis dahin eher handwerklich-agrarisch geprägte Dorf vollzog den Wandel zu einer industriellen Landgemeinde und schließlich im 20. Jahrhundert hin zu einer Arbeiterstadt.
Im Ersten Weltkrieg und danach herrschten Not und Elend in der Bevölkerung. Entsprechend dem Versailler Vertrag, wurden das Rheinland und angrenzende Gebiete, zu denen auch Rüsselsheim gehörte, von französischen Truppen besetzt. In diesen Verhältnissen machten sich separatistische Strömungen breit, die den Anschluss an eine zu gründende Rheinische Republik propagierten. Erst nach der Überwindung der Inflation und der daraufhin florierenden Autoproduktion verbesserte sich die Lage der Bevölkerung. 1928 wurden bei Opel 43.000 Autos von 9.400 Mitarbeitern hergestellt. Viermal so viele Arbeitskräfte wie noch vier Jahre zuvor.
Die Weltwirtschaftskrise und der Zusammenbruch der Weimarer Republik führte auch Rüsselsheim in den düstersten Teil seiner Geschichte. Nach der sogenannten Machtübernahme 1933 etablierten die Nationalsozialisten ein Regime, dem auch in Rüsselsheim viele Menschen zum Opfer fielen. Gegner der NS-Regierung wurden verfolgt und in KZs abtransportiert, 300 gegen Lohnabbau streikende Opelarbeiter wurden 1937 festgenommen. Besonders grauenvoll war das Schicksal der seit dem 17. Jahrhunderts ansässigen Mitbürger jüdischen Glaubens. 1933 lebten 47 Juden in Rüsselsheim, nach der Niederlage 1945 gab es nur noch eine Jüdin am Ort, die überlebte, weil sie in einer sogenannten privilegierten Mischehe lebte. Die anderen wurden erbarmungslos verfolgt, zur Auswanderung gezwungen, in den Selbstmord getrieben oder deportiert und ermordet.
Im August 1944 wurden 6 US-amerikanische Kriegsgefangene der Airforce bei ihrem Transport durch Rüsselsheim östlich des Bahnhofs von aufgebrachten Bürgern durch den Ort gejagt und umgebracht. 4 Soldaten wurden durch den NSDAP-Ortsgruppenleiter erschossen, 2 weitere von Bürgern erschlagen. 2 Gefangene entgingen der Lynchjustiz indem sie sich tot stellten. Im Jahre 2004 wurde den Opfern in der Grabenstraße, unweit des Bahnhofs, ein Mahnmal errichtet.[9]
Adolf Hitler und der Zweiten Weltkrieg brachten unendliches Leid über die Gemeinde. 1211 Soldaten aus Rüsselsheim wurden getötet oder blieben vermisst. Den Fliegerangriffen der Alliierten fielen 428 Menschen zum Opfer. Darunter 189 Kriegsgefangene, von denen die meisten in Lagern bei Opel umkamen. Von den 3120 Hausgrundstücken wurden im Krieg 473 total zerstört sowie 455 schwer, 1042 mittel und 1150 leicht beschädigt. Nur 2000 Häuser galten nach dem Krieg noch als bewohnbar. Trotz der schweren Schäden in der Stadt und bei den Opelwerken ging der Aufbau zügig voran und 1978 erreichte Rüsselsheim seine höchste Einwohnerzahl von 63.000. Mit dem danach einsetzenden Arbeitsplatzabbau bei Opel ging auch die Einwohnerzahl etwas zurück.
Der Name der Stadt entwickelte sich im Laufe der Zeit:
=== Nachbargemeinden ===
Rüsselsheim grenzt im Norden an die beiden Nachbarstädte Hochheimund Flörsheim (beide Main-Taunus-Kreis)an, von denen es jedoch durch den vorbeifliessenden Main getrennt ist. Im Nordosten grenzt es an Frankfurt am Main (kreisfrei) und Raunheim an, im Osten an die Städte Kelsterbach und Mörfelden-Walldorf, im Süden an die Gemeinden Nauheim und Trebur, sowie im Westen an die Orte Ginsheim-Gustavsburg und Bischofsheim (alle fünf im Kreis Groß-Gerau). Rüsselsheim liegt dabei zentral im Rhein-Main-Gebiet zwischen den vier Grossstädten Mainz und Wiesbaden im Westen sowie Frankfurt am Main im Osten bzw. Darmstadt im Südosten, mit denen es zudem auch noch sehr gute Verkehrsanbindungen hat. Keine der genannten Städte liegt dabei weiter als 30 km von Rüsselsheim entfernt.
Neben der Kernstadt existieren folgende Stadtteile:
und folgende Stadtviertel:
Altstadt, Berliner Viertel, Blauer See I+II, Böllensee-Siedlung, Dicker Busch I+II, Friedrich-Ebert-Siedlung, Eichgrund, Hasengrund, Haßloch-Nord, Horlache, Ramsee, Rübgrund, Kolonie, Im Weinfass
Durch die Erweiterung des Baugebietes Blauer See (ca. 330 Bauplätze für Einfamilien- und Reihenhäuser) wurde die Lücke zwischen dem Stadtteil Königstädten im Süden, und den im Norden liegenden Büropark Blauer See geschlossen. Hier wird mit etwas über 1.000 neuen Einwohnern gerechnet. Die Bebauung Blauer See II läuft seit 2009.
Große Hoffnungen liegen auf dem Gewerbepark Blauer See: Ausschließlich für Büroansiedlungen und sonstige nicht flächenfressende Unternehmensformen ausgewiesen, rechnete man hier mit etwa 5.000 – 7.000 hochqualifizierten Arbeitsplätzen im High-Tech-Bereich. Dort siedelte sich u. a. Hyundia/Kia mit einem Entwicklungszentrum an und – nach einer Lockerung der Ansiedlungsrichtlinien – auch Speditionen, sowie das gemeinsame Druckzentrum der Verlagshäuser von Main-Spitze und Rüsselsheimer Echo.
Im aktuellen Flächennutzungsplan sind weitere Wohnbauflächen im Nordosten des südwestlich gelegenen Stadtteils ausgewiesen. Hier soll bis 2015 Wohnraum für etwa 3.000–4.000 Menschen entstehen.
Bis 1979 hatte Rüsselsheim einen Bürgermeister. 1979 wurde Rüsselsheim Sonderstatusstadt mit Oberbürgermeister.[10]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[12]
| Parteien und Wählergemeinschaften | Name | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
</div> |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 34,2 | 15 | 32,9 | 15 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 33,4 | 15 | 42,0 | 19 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 19,0 | 9 | 8,8 | 4 | |
| Die Linke | Die Linke/Liste Solidarität | 6,0 | 3 | 5,6 | 2 | |
| WiR | Wählerinitiative Rüsselsheim | 2,8 | 1 | — | — | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 2,6 | 1 | 4,8 | 2 | |
| FNR | Forums neues Rüsselsheim | 2,0 | 1 | — | — | |
| RÜSSEL | Liste Rüssel | — | — | 5,8 | 3 | |
| gesamt | 100,0 | 45 | 100,0 | 45 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 39,2 | 38,4 | ||||
hauptamtlich:
ehrenamtlich:
In dem heutigen Stadtwappen sind ein silberner Doppelhaken und zwei silberne Sterne auf blauem Grund zu sehen. Der Doppelhaken wird auch als Wolfsangel bezeichnet. Ob er tatsächlich zum Erlegen von Wölfen verwendet wurde, ist nicht sicher. Manche sehen in dem Doppelhaken auch einen Enterhaken (Mainschifffahrt) oder ein eisernes Bauteil, das feste Mauerteile (Wehrtürme etc.) zu verbinden hatte. Die beiden Sterne zeigen an, dass Rüsselsheim früher zur Grafschaft Katzenelnbogen gehörte, die diese Sterne ebenfalls im Wappen trug.
In der Literatur des 19. Jahrhunderts findet sich auch der Hinweise auf ein anderes Wappen: Das Wappen von Rüsselsheim hat einen links gewendeten gekrönten Löwen mit 4 gleichen Querstreifen und doppeltknötigem Schwanze.[13]
Seit 1961 ist Rüsselsheim an internationalen Städtepartnerschaften beteiligt. Mit den vier Partnerstädten aus ganz Europa wird ein regelmäßiger Kultur- und Sport-Austausch gepflegt. Unter anderem finden regelmäßig Vergleichs-Wettkämpfe der drei Städte untereinander statt.
Der Versuch, Bodrum (Türkei) aufzunehmen, ist gescheitert. Nach den drei ersten Partnerstädten, Évreux, Rugby und Varkaus sind größere Straßen Rüsselsheims benannt. Seit 2009 heißt die Hauptstraße in dem neuen Wohngebiet „Blauer See II“ Kecskemet-Allee.
Die beiden Bahnhöfe Rüsselsheim und Rüsselsheim-Opelwerk liegen an der Mainbahn. Die darauf verkehrenden S-Bahnlinien S8 und S9 bieten direkte Verbindungen nach Wiesbaden, Mainz, Hanau, Offenbach und Frankfurt am Main sowie zum Flughafen Frankfurt am Main. Die S-Bahnen bilden weitgehend einen 15-Minuten-Takt pro Richtung, wobei der erste Zug um 4:18 Uhr (S8 nach Hanau Hbf) und der letzte um 1:17 Uhr (S8 nach Frankfurt Hbf) fährt. Zwei Regional-Expresslinien von Frankfurt am Main nach Koblenz und Saarbrücken ergänzen die Anbindung Rüsselsheims.
Durch Rüsselsheim führt die Bundesstraße 43 von Mainz nach Frankfurt und verbindet die am südlichen Mainufer liegenden Orte. Seit dem 26. August 1928 bot die Opel-Brücke eine Straßenverbindung zu dem am anderen Mainufer liegenden Flörsheim. Diese Brücke wurde 1979 abgerissen und etwas weiter mainaufwärts durch eine neue Brücke mit vierstreifiger Fahrbahn und kreuzungsfreien Anschlüssen ersetzt. [14] Diese Brücke ist Teil der Bundesstraße 519, die, von der Bundesautobahn 60 im Süden kommend, durch die Stadt führt und Rüsselsheim mit dem Main-Taunus-Kreis im Norden verbindet. Von Rüsselsheim nach Osten führt die Bundesstraße 486 in Richtung Langen und Dieburg.
Mit dem Fernverkehrsnetz der Bundesautobahnen ist Rüsselsheim zunächst im Süden durch die A 60 mit den Anschlussstellen Rüsselsheim-Mitte und Rüsselsheim-Süd verbunden. Die A 60 verlässt den Mainzer Autobahnring am Mainspitz-Dreieck und mündet am Rüsselsheimer Dreieck in die Bundesautobahn 67. Diese wiederum tangiert den Osten der Stadt vom Mönchhof-Dreieck kommend, führt nach Darmstadt und ist mit der B 486 verknüpft. Über das Mainspitz-Dreieck oder die B 43 gibt es eine Verbindung zur Bundesautobahn 671 nach Wiesbaden. Ferner verbindet die B 43 Rüsselsheim mit der Bundesautobahn 3 und so mit den Städten Köln und Frankfurt sowie mit dem Flughafen Frankfurt am Main.
Rüsselsheim liegt im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). Der städtische Busverkehr wird von den Stadtwerken Rüsselsheim unterhalten. Diese betreibt neun Buslinien, im Abendverkehr werden zwei AST-Linien angeboten. Daneben gibt es Regionalbuslinien des Regionalverkehrs Kurhessen und der Riedwerke des Kreises Groß-Gerau.
Der Automobilhersteller Opel und die günstige Verkehrslage innerhalb des Großraumes Frankfurt sind Faktoren, warum sich viele global agierende Firmen hier angesiedelt haben. Besonders das Automotive Cluster Rüsselsheim prägt die Wirtschaft der Stadt. Zur Verbesserung der Stadt, deren strukturelle Probleme kaum noch eigenständig gelöst werden können, hat der Magistrat im Jahr 2006 die ökonomische Fachstudie Rüsselsheim 2020 in Auftrag gegeben. Unter Federführung der Professoren Bert Rürup und Reinhard Hujer wurden in Zusammenarbeit mit der Hessen Agentur Leitlinien für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt bis zum Jahre 2020 entwickelt. Die Studie liegt seit 2006 vor und wird unter Leitung der städtischen Wirtschaftsförderung umgesetzt.[15] Nach mittlerweile vier Jahren sind die Erfolge in der Umsetzung jedoch wenig sichtbar, u. a. weil einige der vorgeschlagenen Maßnahmen, wie z. B. der Bau eines Golfplatzes, auf politischer Ebene nicht gewünscht waren.
Der innerstädtische Busverkehr, die Versorgung mit Gas und Wasser sowie der Betrieb des Stromnetzes und der Straßenbeleuchtung werden durch die Stadtwerke Rüsselsheim erbracht.
In Rüsselsheim wird die Wirtschaft u. a. durch den 1888 gegründeten Gewerbeverein Rüsselsheim e. V. und durch das 2007 gegründete Unternehmen Rüsselsheim e. V. vertreten. Die Wirtschaft der Stadt entsendet sechs Vertreter in die IHK-Vollversammlung Darmstadt Rhein Main Neckar.
Die Stadt Rüsselsheim legt besonderen Wert auf die Förderung der örtlichen Wirtschaft. Der Wirtschaftsservice Rüsselsheim, eine gemeinsame Dienstleistung der städtischen Wirtschaftsförderung und der Stadtentwicklungsgesellschaft, bietet Unternehmen, die bereits in Rüsselsheim ansässig sind oder eine Niederlassung in Rüsselsheim eröffnen möchten, vielfältige Unterstützung und Beratung. Dennoch existieren seit etwa acht Jahren enorme Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung, bis vor knapp einem Jahr gab es auch keinerlei übergreifende Gesamtkonzepte, welche dann bei externen Wirtschaftsprofessoren der Universitäten Darmstadt und Frankfurt am Main eingekauft wurden (Rürup-Studie). Ein entscheidender Impuls kam im Sommer 2007 von einer renommierten Projektentwicklungsgesellschaft; diese eröffnete ihre Pläne für die kommerzielle Erschließung des sog. Opel-Altareales. Ein überwiegender Teil der Stadtverordneten und Stadtentwicklungsexperten sehen das Projekt Opel-Altareal als die große - und wohl auch letzte - Chance für eine bessere Zukunft der von Transformationsproblemen gebeutelten Alt-Industriestadt Rüsselsheim an. Als weiterer Baustein des Gesamtkonzepts ist Rüsselsheim Mitbegründer des Automotiv Clusters Rhein Main Neckar.
Bekannt wurde Rüsselsheim vor allem durch den Automobilhersteller Opel. Der Gründer Adam Opel begann als Schlosserlehrling und kehrte nach einer mehrjährigen Lehr-Wanderschaft schließlich nach Rüsselsheim zurück und gründete 1862 eine Nähmaschinen-Manufaktur im Stall seines Onkels. Das Wissen hierzu hatte er unter anderem bei einem namhaften Nähmaschinen-Hersteller in Paris erworben. Später, durch seine Söhne auf dieses Produkt gebracht, wurden ab 1886 auch Fahrräder hergestellt. Zeitweise war Opel der größte Fahrradhersteller der Welt. Nicht zuletzt durch die fünf Söhne Adam Opels, die allesamt erfolgreiche Rad-Sportler waren, erlangten die Fahrräder Opels einen hervorragenden Ruf.
Nachdem Adam Opel 1895 infolge einer auf einer Geschäftsreise eingefangenen Typhus-Infektion starb, übernahmen seine Frau Sophie und seine Söhne die Firma. 1898 wurden dann die ersten Autos gebaut. Damals tat Adam Opel die Autos als stinkende Kutschen ab und hatte hier eine ähnliche Abneigung wie zunächst auch gegenüber den Fahrrädern (hier setzten sich zu seinen Lebzeiten noch die Söhne durch).
Bereits in den 1920er Jahren wurde die damalige Adam Opel AG an General Motors verkauft, der auch heute noch Alleineigentümer ist. Am Standort Rüsselsheim beschäftigt Opel knapp 18.500 Menschen, darunter etwa 7.000 Menschen im Internationalen Technischen Entwicklungszentrum (ITEZ) (Stand: Januar 2008).
War Rüsselsheim noch bis in die 1970er hinein auch dank Opel eine reiche Stadt, bis nach der Ölkrise die Automobilfertigung schrumpfte. Infolgedessen bekam die Stadt große Probleme mit einer bis heute ansteigenden Verschuldung.
Eine einst großzügige Infrastruktur, die in Spitzenzeiten für bis zu 120.000 Einwohner geplant wurde, muss heute von rund 60.000 Einwohnern unter weitaus ungünstigeren Bedingungen als zur Wirtschaftswunderzeit aufrechterhalten werden.
Anfang der 1990er Jahre kam es in der Stadt noch einmal zeitweise zu einem wirtschaftlichen Aufschwung: Nachdem die neuen Bundesländer hinzukamen und Opel-Fahrzeuge dort großen Absatz fanden, konnten bis 1993/1994 hohe Steuereinnahmen verzeichnet werden (1991 konnte dort die Rekordeinnahme von 254 Millionen DM verbucht werden), was durch viele Baustellen in der Stadt sichtbar wurde. So wurden etwa das Hallen- und Freibad „An der Lache“ mit Millionenaufwand zu einem Erlebnisbad ausgebaut und das Rathaus um verschiedene Trakte und Plenarsaal erweitert. Allerdings versäumte die Stadt Mitte der 1990er Jahre die Ausgaben, die gleichermaßen sprunghaft angestiegen waren, wie die plötzlichen Rekordeinnahmen aus der Gewerbesteuer den dann wieder stark sinkenden Einnahmen anzugleichen. Die Folge war eine stark ansteigende Verschuldung und die Konsequenz der Absegnungspflicht des jährlichen Haushalts durch den Regierungspräsidenten.
Frühe Versuche, sich mit der Ausweisung des Gewerbegebiets „Im Hasengrund“ (EDS, Delphi, Invenio, GMAC-Bank etc.) in den späten 70er Jahren von der Abhängigkeit der Monostruktur zu lösen, gingen nicht auf.
Allerdings ist der prozentuale Einfluss der Adam Opel AG heute deutlich niedriger als früher: Waren 1978 unter den insgesamt 50.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen 42.000 Opelaner, so sind es heute nur noch 18.500 Opelaner von insgesamt 35.000 Arbeitsplätzen im Stadtgebiet. Ein Großteil der Rüsselsheimer Einwohner ist daher heute außerhalb des Automobilkonzerns tätig, vielfach am Flughafen Frankfurt. Während in der Vergangenheit die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt fast ausschließlich vom Automobilkonzern stammten, spielt die Adam Opel AG schon seit vielen Jahren als Gewerbesteuerzahler keine Rolle mehr.
Weitere 1.500 Arbeitsplätze sollen im Opel-Forum entstehen: Inmitten des Zentrums beabsichtigt ein privater Investor im denkmalgeschützten Opel-Altwerk ab 2012 ein 25.000 m² großes Erlebnis-Einkaufszentrum zu errichten, das sich rund um die Automobilwelt dreht.
Die deutsche Zentrale des amerikanischen EDV-Dienstleisters und Outsourcing-Unternehmens EDS befand sich in Rüsselsheim, sie wurde im März 2008 von der Firma Hewlett-Packard gekauft. Hier arbeiten derzeit ca. 1.600 Menschen.
Die europäische Design-Zentrale des koreanischen Automobilherstellers Hyundai/KIA wurde 2003 eingeweiht und 2006/2007 erheblich erweitert. Nachdem man ursprünglich mit rund 350 Mitarbeitern plante, wurde der Platz aufgrund der raschen Expansion schneller knapp als gedacht. In den erweiterten Räumlichkeiten sollen künftig etwa 700 Menschen arbeiten.
Seit April 2011 sitzt der deutsche Importeur von Mitsubishi-Fahrzeugen wieder in Rüsselsheim, diesmal mit rund 120 Beschäftigten im Industriegebiet Hasengrund. Der Umzug nach Rüsselsheim bedeutete für MITSUBISHI MOTORS Deutschland einen Weg zurück zu den Wurzeln der Unternehmensgeschichte in Deutschland. Nicht weit vom jetzigen Standort begann im Jahre 1977 in Rüsselsheim die Auslieferung der ersten Fahrzeuge.
Der deutsche Importeur von Chevrolet-Fahrzeugen hat seinen seit Juli 2007 seinen Sitz im Industriegebiet Hasengrund in Rüsselsheim. Der Umzug von Bremen nach Rüsselsheim bedeutete für Chevrolet Deutschland weitere Synergien innerhalb der Mehrmarkenstrategie des General Motors-Konzerns, durch die Nähe zu Opel.
Es existieren zwei Tageszeitungen. Das Rüsselsheimer Echo und die Main-Spitze. Beide sind allerdings schon seit Jahren im Besitz auswärtiger größerer Zeitungsverlage und unterhalten in Rüsselsheim lediglich kleine Lokalredaktionen und betten die dort verfassten Lokalberichte aus Rüsselsheim und Umgebung in eine Mantelzeitung ein, die vom Lokalteil abgesehen völlig identisch mit der Mutterausgabe des jeweiligen Verlags ist. Hierbei gehört das Rüsselsheimer Echo zur Gruppe Medienhaus Südhessen, die Main-Spitze zur Verlagsgruppe Rhein-Main. Im Mai 2009 war der erste Spatenstich für das neue, gemeinsame Druckzentrum der Verlage. Es entsteht im Gewerbepark Blauer See.[16]
Außerdem erscheinen einmal in der Woche die beiden Anzeigenblätter „Rüsselsheimer Wochenblatt“ und "SÜWO"
Hinzu kommen das monatlich erscheinende Satiremagazin „M55“, herausgegeben von Steffen Jobst, sowie ein kommunales Radio, Radio Rüsselsheim, welches im Stadtgebiet unter UKW 90,9 zu empfangen ist.
Im Jahre 1980 wurde vom Oberbürgermeister Dr. Storsberg ein Gedächtnisweinberg an der Frankfurter Straße zum Gedenken an die Ersterwähnung der Rebsorte Riesling 1435 in einem Weinberg südlich der Burg mit einer Neuanpflanzung durch den Rheingauer Weinbauverband eingeweiht. Ein Mitglied der Rüsselsheimer Winzerfreunde, das Weingut Künstler kultiviert dort bis heute Rüsselsheimer Riesling. Der historische Eintrag befindet sich in den Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, einer mehr als 6000 Urkunden umfassenden Sammlung des Wiesbadener Staatsarchivars Karl E. Demandt, der sie in 20-jähriger Archivarbeit übersetzte und ordnete.
Das Stadttheater Rüsselsheim bietet im großen Saal 865 Sitzplätze auf Parkett und Rang. Das Programm des Theaters beinhaltet die Sparten Schauspiel, Konzert, Oper, Operette, Musical, Ballett und Tanz. Als Theater ohne eigenes Ensemble ist es ein reines Gastspielhaus. Architektonisch fällt es durch seine zwei Ellipsen auf, die sich im oberen Drittel schneiden. Es ist ein markantes Gebäude mit großem Einfluss auf das Stadtbild.
Links neben dem Stadttheater befindet sich die Rüsselsheimer Stadtbücherei, in der sich die Einwohner von Rüsselsheim und umliegender Orte ausreichend mit Lesestoff für ihre Freizeit versorgen können. Auch moderne Medien wie CDs etc. können dort unter Vorlage eines Leserausweises entliehen werden. Bei Bedarf können die Medien 1 mal verlängert werden, sofern sie nicht ein anderer Nutzer vorbestellt hat.
Das Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim wurde aufgrund der Ausstellungskonzeption, die erstmals Technik-, Industrie- und Sozialgeschichte verband, 1979 mit dem Museumspreis des Europarates als Modell-Museum ausgezeichnet und als „gegenwärtig eines der bedeutendsten und einflussreichsten Museen Europas“ bezeichnet. Die Ausstellung in der Festung Rüsselsheim informiert insbesondere über die Entwicklung von Arbeitstechniken und Arbeitsverhältnissen von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart.
Eine weitere kulturelle Wirkungsstätte ist das Rüsselsheimer Kulturzentrum Das Rind. Neben dem gastronomischen Teil gibt es dort Partys (Abschuss oder Loveland) und auch Konzertveranstaltungen, wie die bekannte Jazzcafé Reihe im Rahmen der Jazz-Fabrik Rüsselsheim.
Die restaurierten Opelvillen am Mainufer der Firmengründer, eine geglückte Verbindung von Denkmalschutz und moderner Architektur, bieten Raum für Ausstellungen (vor allem Malerei und Fotografie) und Veranstaltungen. Hier ist heute die Stiftung Opelvillen beheimatet. Das erklärte Ziel der Stiftung ist es, die Darstellung der Gegenwartskunst, welche im Zentrum der Ausstellungstätigkeit stehen soll. Stiftungsvorstand und Kuratorin ist die Frankfurter Kunsthistorikerin Dr. Beate Kemfert, unter deren Führung sich die Opel-Villen zu einem etablierten Ausstellungshaus in der Region entwickelt haben. Getragen werden die Opel-Villen auch von der Rüsselsheimer Bürgerschaft. Der Freundeskreis hat mittlerweile über 160 Mitglieder.
Seit 1986 wird vom Magistrat der Stadt alle zwei Jahre der Kulturpreis der Stadt Rüsselsheim vergeben, mit dem jeweils auf Vorschlag einer Jury „herausragende Leistungen und bedeutende kulturelle Initiativen, insbesondere auf den Gebieten der Heimatpflege, der Literatur, der Musik oder der bildenden Künste” ausgezeichnet werden. Daneben wird ein Förderpreis in Form eines Förderstipendiums an junge Künstler vergeben.
Das GPR Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim ist eine am 1. Januar 2004 gegründete gemeinnützige GmbH mit dem Ziel einer umfassenden und sektorenübergreifenden Versorgung. Als wichtigste Gesellschaftsbereiche sind zu nennen:
Kliniken und Institute im GPR Klinikum
Die Freiwillige Feuerwehr Rüsselsheim hat knapp 300 freiwillige Einsatzmitglieder und teilt sich in vier Abteilungen auf, die ihren Sitz in Rüsselsheim-Stadt, Rüsselsheim-Königstädten, Rüsselsheim-Haßloch und Rüsselsheim-Bauschheim haben. Die Freiwillige Feuerwehr wird zur Sicherstellung der Tagesalarmfähigkeit und der Einhaltung der Hilfsfrist durch gut 30 hauptamtliche Kräfte unterstützt.[17] In Bauschheim wurde 2010 ein Neubau des Feuerwehrhauses für projektierte 2 Mio. € errichtet. Der Entwurf stammt vom Mainzer Architekten Julian Andreas Schoyerer.[18] Die Ausrückebereiche der Freiwilligen Feuerwehr Rüsselsheim gliedern sich in das Stadtgebiet selber, die Bundesautobahn, die Bundeswasserstraße Main, die Verkehrsanlagen Deutsche Bahn AG (Bahnstrecken Mainz > Frankfurt und Mainz > Darmstadt) und auf Anforderung den Bereich der Werkfeuerwehren Adam Opel AG und Flughafen Frankfurt.
Die Kindertagesstätten Stadt Rüsselsheim bietet Betreuung für Kinder und Jugendliche an. Für die Jüngsten stehen 20 städtische Kindertagesstätten zur Verfügung. Die Erziehenden können dabei wählen, ob sie ihr Kind nur vormittags, vormittags mit Mittagessen oder ganztags betreuen lassen möchten. Sechs konfessionelle oder freie Kitas runden das Angebot in Rüsselsheim ab.
Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsenene mit körperlichen und/oder psychischen Problemen werden seitens des SPV (Abkürzung für "Sozialpsychiatrischer Verein Gross-Gerau") umfangreiche Hilfestellungen zur praktischen Lebensgestaltung angeboten. Diese reichen von einfachen Gesprächsangeboten hinsichtlich der möglichen Freizeitgestaltung bis hin zu konkreten Tipps zur Haushaltsführung. Auch die Übernahme einfacher Arbeiten (z.B. Kochen und verschiedene Reinigungsarbeiten) gehören dazu.
Die Stadt Rüsselsheim ist Schulträger. An allen Rüsselsheimer Grundschulen gibt es die Möglichkeit, Kinder vor oder nach dem Unterricht zu betreuen.
Für Bildung von Kindern und Jugendlichen stehen 19 Schulen mit allen Schulabschlüssen und verschiedensten Betreuungsformen in Rüsselsheim zur Verfügung. Die Stadt selbst ist Schulträger für 17 Schulen, zwei weitere Schulen vor Ort sind in Trägerschaft des Kreises Groß-Gerau. Zum Schulangebot zählen auch drei Gymnasien, die Immanuel-Kant-Schule, die Max-Planck-Schule[19] und Das Neue Gymnasium. Dieses wird allerdings vom Kreis Gross-Gerau als Träger betrieben. Die Werner-Heisenberg-Schule vereinigt Berufliche Bildung, Berufliche Weiterbildung, Fachoberschule (Fachhochschulzugang) und Berufliches Gymnasium unter einem Dach.
Um den Schülerinnen und Schülern möglichst gute Chancen für ihre Zukunft zu bieten, befindet sich die Stadt Rüsselsheim mit dem Land Hessen, dem Schulträger Kreis Groß-Gerau und der Stadt Kelsterbach im Pilotversuch „Schule gemeinsam verbessern“. Ziele des 2002 gestarteten Projektes sind die Steigerung der Qualität schulischer Leistungen und die Stärkung der Eigenverantwortung der Schulen.
Außerdem ist Rüsselsheim bereits 2001 der Medieninitiative Schule@Zukunft beigetreten und stellt mit dem Projekt „Öffnung von Schule“ Kontakte zwischen Schulen sowie außerschulischen Kooperationspartnern her.
Die Hochschule RheinMain (früher FH Wiesbaden) hat in Rüsselsheim einen von drei Standorten. Hier sind im Fachbereich Ingenieurswissenschaften überwiegend technische Studiengänge der Hochschule RheinMain angesiedelt. Insgesamt studieren hier derzeit rund 3.000 Studenten (Stand November 2010).
Studienbereiche:
Biebesheim am Rhein | Bischofsheim | Büttelborn | Gernsheim | Ginsheim-Gustavsburg | Groß-Gerau | Kelsterbach | Mörfelden-Walldorf | Nauheim | Raunheim | Riedstadt | Rüsselsheim | Stockstadt am Rhein | Trebur