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Das (auch der) Radler ist ein Biermischgetränk, das aus Bier und Limonade, meist Zitronenlimonade, besteht. Ursprünglich enthielt es je zur Hälfte dunkles Vollbier und klare Limonade. Heute wird es jedoch meist mit hellem Bier zubereitet, das mittlerweile weiter verbreitet ist. Manche Hersteller verwenden auch eine Mischung von 60 % Bier und 40 % Limonade. Aber auch „Dunkles Radler“ ist in Bayern weiterhin beliebt, muss aber explizit bestellt werden. In Deutschland darf das Radler nach der Änderung des Biersteuergesetzes im Jahr 1993 fertig gemischt in Flaschen oder Getränkedosen verkauft werden, wobei für den Limonadenanteil ebenfalls Biersteuer anfällt.
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Im deutschsprachigen Raum gibt es mehrere verschiedene Varianten des Radlers, die oft auch andere Namen tragen:
Die weit verbreitete Legende, die besagt, dass das Radler 1922 von Franz Xaver Kugler erfunden wurde, hat sich inzwischen als falsch herausgestellt. Kugler bewirtschaftete zu dieser Zeit die nach ihm benannte Kugler Alm, eine Ausflugsgaststätte in der Ortschaft Oberhaching im Süden von München, die überwiegend von Fahrradfahrern frequentiert wurde. Entsprechend der Geschichte drohte ihm an einem Samstag im Juni 1922 auf Grund der großen Nachfrage das Bier auszugehen. In seiner Not habe er das Bier zur Hälfte mit Zitronenlimonade gemischt und dies seinen Gästen als „Radlermaß“ serviert. In der Literatur finden sich jedoch Belege, dass die Radlermaß wahrscheinlich sogar schon um das Jahr 1900 bekannt war. So erwähnt Lena Christ in ihrem Buch Erinnerungen einer Überflüssigen aus dem Jahr 1912 den Ausschank von „Radlermaßen“. Da die beschriebene Geschichte auf das Jahr 1900 zurückgeht, muss das Radler zu dieser Zeit bereits existiert haben. Demnach handelt es sich bei dieser Legende um nichts anderes als eine geschickt ausgedachte Geschichte, die mehr Gäste in die Kugler Alm locken sollte.
Momentan wird angenommen, dass die Radlermaß Ende des 19. Jahrhunderts in einem der zumeist sozialdemokratisch geprägten Radlerklubs erfunden wurde. Es gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich, dass man den wirklichen Erfinder des Radlers je herausfinden wird.
In der Gastronomie wird meist das Glas zuerst halb mit der Limonade und anschließend mit dem Bier aufgefüllt. Das hat den Vorteil, dass es weniger stark schäumt und das Füllen schneller geht. Allerdings ist so die Durchmischung schlechter, da das Bier aufgrund des Alkoholanteils leichter als Limonade ist und so oberhalb stehen bleibt. Bei Einfüllen des Bieres als erstes ergibt sich eine vollständige Vermischung von selbst.