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Rage Against the Machine

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Band Rage Against the Machine. Für das gleichnamige Album der Band siehe Rage Against the Machine (Album).
Rage Against the Machine
Rage Against the Machine beim Big Day Out-Festival 2008 in Melbourne
Rage Against the Machine beim Big Day Out-Festival 2008 in Melbourne
Allgemeine Informationen
Genre(s) Funk Metal, Alternative Metal, Crossover
Gründung 1991
Auflösung 2000
Neugründung 2007
Website http://www.ratm.com
Aktuelle Besetzung
Zack de la Rocha
Tom Morello
Tim Commerford
Brad Wilk

</div> </div> Rage Against the Machine (kurz: RATM) ist eine Band aus Los Angeles, Kalifornien.

Sie wurde 1991 von Zack de la Rocha (Gesang), Tom Morello (Gitarre), Tim Commerford (Bass) und Brad Wilk (Schlagzeug) gegründet. Die Texte des Frontmanns De La Rocha handeln von politischen, sozialen, aber auch persönlichen Problemen, die die Band in einem Crossover-Mix aus Metal, Hip-Hop, Punk, Funk und Alternative Rock ausdrückt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Rage Against the Machine beim Coachella-Festival 2007

Zack de la Rocha und Tim Commerford waren gut mit den Mitgliedern einer Band namens Revolta befreundet, während Morello mit seiner Mutter in Illinois lebte und dort in einer Garagenband, die er mit dem späteren Tool-Gitarristen Adam Jones gegründet hatte, Gitarre übte. Als Morello schließlich nach Los Angeles zog, stieß er in einer Bar auf De La Rocha, der dort mit Freunden rappte. Aus dieser Begegnung entstand die Musikgruppe.

Am 19. Oktober 2000 stieg de la Rocha aus der Band aus. Als Grund für diesen Schritt nannte er, dass er keine Basis mehr sehe und es große Differenzen im Schreiben der Lieder gäbe. Er arbeitete danach für kurze Zeit gemeinsam mit dem Schlagzeuger von The Roots, Questlove, und dem früheren Frontman von Company Flow, EL-P zusammen. Er nahm auch ein Lied gegen den Irakkrieg auf (March of Death), das kostenlos auf der gleichnamigen Website zur Verfügung gestellt wurde. Danach nahm er den Song We Want It All mit Trent Reznor auf, der als Soundtrack für Michael Moores Film Fahrenheit 9/11 diente.

Die übrigen Bandmitglieder Morello, Wilk, und Commerford gründen daraufhin mit Chris Cornell, dem früheren Sänger der Seattler Grunge-Band Soundgarden, die Band Audioslave, die anschließend drei Alben veröffentlichte.

Des Weiteren ist der Titel Wake Up das Abschlusslied des ersten Matrix-Films. Auch für Matrix Reloaded wurde ein Lied der Gruppe ausgewählt, um den Film größtenteils zu repräsentieren. Für die Fortsetzung war der Titel Calm Like a Bomb noch relevant, obwohl es die Band zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Films nicht mehr gab.

Rage Against the Machine schlossen sich im Januar 2007 wieder zusammen, um bei dem Coachella Valley Music and Arts Festival in Kalifornien als Headliner aufzutreten. Danach gingen sie mit dem Wu-Tang Clan auf Tour. Weiterhin wurde die Band für mehrere europäische Sommerfestivals des Jahres 2008 verpflichtet, so für die 39. Auflage des Pinkpop-Festivals im Niederländischen Landgraaf, für Rock am Ring, Rock im Park und für Nova Rock im Burgenland. In Berlin-Spandau fand ein Einzelkonzert auf dem Gelände der Zitadelle Spandau statt.

Konzert im Target Center 2008, parallel zur Republican National Convention

Im Dezember 2009 führte eine via Facebook initiierte Graswurzelaktion dazu, dass der Titel Killing in the Name auf Platz 1 der UK Single Charts stieg und somit zur bisher besten Chartplatzierung der Band wurde. Ziel der Aktion war die Verdrängung von Joe McElderry, des damaligen Gewinners der Casting-Show „The X Factor“, vom Platz 1 der Weihnachtscharts. Dieser war in den vorangegangenen vier Jahren in Folge durch Gewinner der Show belegt worden.[1][2]

Im Jahr 2010 traten sie wieder bei Rock am Ring und Rock im Park auf.

Alben

Im Jahre 1992 debütierten RATM auf Sony Music mit ihrem selbstbetitelten ersten Album. Es gilt bis heute als Klassiker des Crossover-Genres und machte die Band auf einen Schlag berühmt. Zu den bekanntesten Songs des Albums (und Single-Auskopplungen) zählen Bombtrack, Killing in the Name und Wake Up. Als weiterer Beleg der persönlichen Nähe zur Band Tool sind die Gesangsbeiträge von deren Sänger Maynard James Keenan auf Know Your Enemy zu werten. Auf dem Cover ist der vietnamesische Mönch Thích Quảng Đức zu sehen, der sich 1963 in Saigon aus Protest gegen die Politik der Regierung verbrannte.

1996 erschien das Nachfolgealbum Evil Empire, das etwas Hip-Hop-lastiger ausfiel. Die zugehörige Single Bulls on Parade enthält mit Hadda Be Playing on the Jukebox die Live-Version der Vertonung eines Gedichts von Allen Ginsberg.

1997 wurde ausschließlich in Japan das Album Live & Rare veröffentlicht, um für die dortige Tour zu werben. Die Tracks wurden von alten Singles übernommen, wobei aber die meisten Songs live sind. Herausstechende Titel sind The Hour of Chaos, mit Chuck D., und Zapatas Blood.

Das dritte Rage-Against-the-Machine-Album trägt den Titel The Battle of Los Angeles und erschien 1999. Der Song Voice of the Voiceless ist Mumia Abu-Jamal gewidmet.

Im Jahr 1999 führte Noam Chomsky ein Interview zum Thema Politik in Mexiko mit der Band durch, welches auf deren DVD und VHS The Battle of Mexico City veröffentlicht wurde.

2000 überraschte die Band ihre Anhängerschaft mit dem Album Renegades. Es enthielt keine eigenen Songs, sondern zwölf Cover-Versionen. Als viertes und bisher letztes reguläres Album der Band scheint Renegades durch die Auswahl ausschließlich politischer oder gesellschaftskritischer Stücke von Künstlern, die sowohl aus dem Hip-Hop (z. B. Afrika Bambaata: Renegades of Funk) als auch aus dem Rock-Bereich (z. B. The Rolling Stones: Street Fighting Man) stammen, das inhaltliche Konzept der Musiker noch einmal zusammenzufassen.

Im Jahre 2003 erschien das erste Konzertalbum der Band mit dem Titel Live at the Grand Olympic Auditorium, das Ausschnitte aus dem Konzert in Los Angeles am 12. und 13. September 2000 enthält. Weiterhin erschien dazu die gleichnamige Live-DVD.

Im Jahr 2010 erschien die Kompilation The Collection, die alle Alben beinhaltet sowie das Konzertalbum Live at the Grand Olympic Auditorium.

Diskografie

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Rage Against the Machine
  DE 22 15.02.1993 (76 Wo.) [3]
  CH 16 05.09.1993 (7 Wo.) [4]
  UK 17 13.02.1993 (49 Wo.) [5]
  US 45 01.05.1993 (89 Wo.) [6]
Evil Empire
  DE 2 22.04.1996 (21 Wo.) [3]
  AT 2 21.04.1996 (16 Wo.) [7]
  CH 4 21.04.1996 (13 Wo.) [4]
  UK 4 27.04.1996 (7 Wo.) [5]
  US 1 04.05.1996 (74 Wo.) [6]
The Battle of Los Angeles
  DE 7 15.11.1999 (15 Wo.) [3]
  AT 17 14.11.1999 (11 Wo.) [7]
  CH 15 14.11.1999 (17 Wo.) [4]
  UK 23 13.11.1999 (2 Wo.) [5]
  US 1 20.11.1999 (51 Wo.) [6]
Renegades
  DE 47 18.12.2000 (11 Wo.) [3]
  AT 66 14.01.2001 (3 Wo.) [7]
  CH 49 10.12.2000 (12 Wo.) [4]
  UK 71 09.12.2000 (1 Wo.) [5]
  US 14 23.12.2000 (22 Wo.) [6]
Live at the Grand Olympic Auditorium
  US 94 13.12.2003 (4 Wo.) [6]
Singles
Killing in the Name
  UK 25 27.04.1993 (4 Wo.) [5]
Bullet in the Head
  UK 16 08.05.1993 (4 Wo.) [5]
Bombtrack
  UK 37 04.09.1993 (2 Wo.) [5]
Bulls on Parade
  UK 8 13.04.1996 (3 Wo.) [5]
People of the Sun
  UK 26 07.09.1996 (2 Wo.) [5]
Guerrilla Radio
  UK 32 06.11.1999 (2 Wo.) [5]
  US 69 30.10.1999 (20 Wo.) [8]
Sleep Now in the Fire
  UK 43 15.04.2000 (2 Wo.) [5]
Killing in the Name (Wiedereintritt)
  UK 1 20.12.2009 (3 Wo.) [5]
[5]

[8] [3] [4] [7] [6]

Studioalben

Konzertalben

  • 2003: Live at the Grand Olympic Auditorium

Singles

  • 1993: Killing in the Name
  • 1993: Bullet in the Head
  • 1993: Bombtrack
  • 1994: Freedom
  • 1996: Bulls on Parade
  • 1996: People of the Sun
  • 1996: Down Rodeo
  • 1997: Vietnow
  • 1998: No Shelter
  • 1999: Guerrilla Radio
  • 2000: Sleep Now in the Fire
  • 2000: Testify
  • 2000: Calm Like a Bomb
  • 2001: The Ghost of Tom Joad
  • 2002: Renegades of Funk
  • 2002: How I Could Just Kill a Man

DVD/Video

  • 1997: Rage Against the Machine
  • 2001: The Battle of Mexico City
  • 2003: Live at the Grand Olympic Auditorium

Kompilationen

  • 1997: Vietnow (mit Chuck D)
  • 1998: Live & Rare
  • 2003: Complete Set (Buch und CD)
  • 2010: The Collection

Video-Clips

  • 1992: Killing in the Name (Regie: Peter Gideon)
  • 1993: Freedom (Regie: Peter Christopherson)
  • 1993: Bombtrack (Regie: Peter Christopherson)
  • 1996: Bulls on Parade (Regie: Peter Christopherson)
  • 1996: People of the Sun (Regie: Peter Christopherson)
  • 1998: No Shelter (Regie: Gavin Bowden)
  • 1999: Guerrilla Radio (Regie: Honey)
  • 2000: Sleep Now in the Fire (Regie: Michael Moore)
  • 2000: Testify (Regie: Michael Moore)
  • 2000: Renegades of Funk (Regie: Steven Murashige)
  • 2000: The Ghost of Tom Joad (Regie: Heather Perry)

Auszeichnungen

RATM wurde auch zweimal bei den MTV Video Music Awards nominiert, 1996 für Bulls On Parade in der Kategorie Best Hard Rock Video[10] und 1997 für People of the Sun in der Kategorie Best Rock Video[11].

2003 veröffentlichte die US-amerikanische Musikzeitschrift Rolling Stone eine Liste der ihrer Meinung nach 500 besten Alben aller Zeiten. Hierbei wurde ihr Debütalbum Rage Against the Machine auf Platz 368[12] genannt, The Battle of Los Angeles erreichte Platz 426[13]. Weiter erschien in der 82. Ausgabe der deutschen Alternative-Zeitschrift Visions im Januar 2000 eine Liste Die 100 wichtigsten Platten der Neunziger, in der das Album Rage Against the Machine Platz 4 erreichte. Rage Against the Machine wurden am 21. August 2008 im Rahmen der Kerrang! Awards in deren Rock Hall of Fame aufgenommen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. BBC News: Rage Against the Machine beat X Factor winner in charts
  2. Volkssport Chart-Manipulation Spiegel Online vom 12. Januar 2010
  3. a b c d e musicline.de: Rage Against the Machine in den deutschen Albumcharts, zugegriffen am 25. März 2009
  4. a b c d e hitparade.ch: Rage Against the Machine in der Schweizer Hitparade, zugegriffen am 25. März 2009
  5. a b c d e f g h i j k l m chartstats.com: Rage Against the Machine in den UK-Charts, zugegriffen am 25. März 2009
  6. a b c d e f billboard.com: Artist Chart History - Rage Against the Machine Alben, zugegriffen am 25. März 2009
  7. a b c d austriancharts.at: Rage Against the Machine in den österreichischen Charts, zugegriffen am 25. März 2009
  8. a b billboard.com: Artist Chart History - Rage Against the Machine Singles, zugegriffen am 25. März 2009
  9. a b grammy.com: GRAMMY Award Winners (Zugriff am 3. Dezember 2007)
  10. mtv.com: 1996 VMA Winners (Zugriff am 3. Dezember 2007)
  11. mtv.com: 1997 VMA Winners (Zugriff am 3. Dezember 2007)
  12. rollingstone.com: 500 Greatest Albums: Rage Against the Machine - Rage Against the Machine (Zugriff am 11. Juli 2011)
  13. rollingstone.com: 500 Greatest Albums: The Battle of Los Angeles - Rage Against the Machine (Zugriff am 11. Juli 2011)

Weblinks

 Commons: Rage Against the Machine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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