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| Rasgrad (Разград) | ||||
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| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Staat: | Bulgarien | |||
| Oblast: | Rasgrad | |||
| Einwohner: | 38.177 (31. Dez. 2005) | |||
| Koordinaten: | 43° 32′ N, 26° 31′ O43.533333333326.5166666667200Koordinaten: 43° 32′ 0″ N, 26° 31′ 0″ O | |||
| Höhe: | 200 m | |||
| Postleitzahl: | 7200 | |||
| Telefonvorwahl: | (+359) 084 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | PP | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Dentscho Bojadschiew | |||
| Webpräsenz: | razgrad-bg.org | |||
Rasgrad (auch Razgrad geschrieben, bulgarisch Разград) ist eine Stadt in Nordostbulgarien. Sie ist das Zentrum der gleichnamigen Oblast und Gemeinde. Die Stadt liegt in der Nähe von Russe.
Inhaltsverzeichnis |
Rasgrad liegt im Tal des Flusses Beli Lom, im zentralen Teil Nordostbulgariens. Diese Region wird Ludogorie bezeichnet und gehört zur Donautiefebene, welche durch ein typisches ebenes bzw. leicht hügliges Erscheinungsbild gekennzeichnet ist. Die mittlere Höhe der Gemeinde Rasgrad liegt 250 bis 270 m über dem Meeresspiegel.
Im Verlaufe vieler Jahrhunderte kreuzten sich in der Region Rasgrad viele Handelswege, die Zentraleuropa mit der Schwarzmeerregion und Asien verbanden.
Die Gemeinde Radgrad liegt zentral zu den übrigen Gemeinden der Oblast Rasgrad:
Die Oblast Rasgrad grenzt an die Oblaste Russe, Schumen und Targowischte.
Abrittus war eine antike römische Siedlung aus dem 2. bis 4. Jahrhundert. Die Überreste der Siedlung befinden sich bei der Gegend Chisarlaka, ungefähr 3 km vom heutigen Rasgrad entfernt.
Im Juni 251 wurden die Römer in der Schlacht von Abrittus geschlagen. Dabei fiel Kaiser Decius. Er war der erste römische Kaiser, der in einer Schlacht mit den Barbaren getötet wurde.
Wahrscheinlich entwickelte sich die heutige Stadt aus der bulgarischen Siedlung namens "Chrasgrad" aus dem 13. Jahrhundert, von der sich auch der heutige Name der Stadt ableiten lässt. Nach der Eroberung durch die osmanischen Türken im 14. Jahrhundert nannten die Türken die Stadt Chesargrad, Chesesgrad oder Chrasgrad, während sie von den Bulgaren als Rasgrad bezeichnet wurde.
Rasgrad ist bekannt für den Heiducken-Trupp des Wojwoden Tanjo Stojanow. Die Stadt wurde am 16. Januar 1878 während des Russisch-Osmanischen Krieges (1877–1878) durch russische Truppen des 13. Armeekorps erobert, angeführt von Fürst Alexander Dondukow-Korsakow. In der Schlacht starben neben zahlreichen russischen Soldaten auch 68 bulgarische Freiwillige.
1998 stellten die Bulgaren mit 69 % die Bevölkerungsmehrheit in der Stadt, ein Teil davon sind bulgarische Muslime bzw. Pomaken. Neben ihr leben noch eine türkische Minderheit, die mit ihren 27 % hier einer der größten im Land (Landesdurchschnitt 9 %, aber in der Oblast Rasgrad 47 %) ist und eine Minderheit der Sinti und Roma (ca. 2 %).
In der Stadt wurde 1947 das Theater "Anton Straschimirow" gegründet. Bekannt ist das "Kapanski Ensemble", ein Tanz- und Musikensembel, dass nach einer ethnischen bulgarischen Gruppe, die Kapanzer aus dem Gebiet Ludogorie benannt ist.
Alljährlich finden in der Rasgrad folgende Veranstaltungen statt: