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Als Reaktionsmechanismus bezeichnet man die Abfolge elementarer Schritte innerhalb einer meist chemischen Reaktion. Ein Elementarschritt kann z. B. in der Gasphase aus einem reaktiven Stoß oder in Lösung aus einer reaktiven Begegnung bestehen, muss aber nicht unbedingt etwas mit der Stöchiometrie der Gesamtreaktion zu tun haben. Im Unterschied dazu beschreibt der Reaktionstyp nur die Art der Reaktion, z.B. Elimination, Addition oder Substitution.
In der organischen Chemie können die meisten Schritte eines Reaktionsmechanismus bekannten Elementarreaktionen zugeordnet werden. In der Kernphysik sind die Zerfallsreihen aus den verschiedenen Zerfallsarten als Elementarschritten aufgebaut. Ein weiterer Elementarschritt ist die Kernfusion.
Hinweise zur Aufklärung des Mechanismus einer Reaktion geben Abhängigkeiten der Reaktionsgeschwindigkeit (siehe Reaktionskinetik) etwa von der Temperatur oder vom pH-Wert.
Viele Reaktionsmechanismen sind nach ihren Entdeckern benannt. So besteht die Baker-Venkataraman-Umlagerung aus mehreren organischen Elementarreaktionen, die Belousov-Zhabotinsky-Reaktion überwiegend aus anorganischen Reaktionen und der Bethe-Weizsäcker-Zyklus aus Kernfusionen und Zerfällen. Siehe auch die Liste von Namensreaktionen.