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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Münster | |
| Kreis: | Recklinghausen | |
| Höhe: | 85 m ü. NN | |
| Fläche: | 66,42 km² | |
| Einwohner: |
118.365 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1782 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 45601–45665 | |
| Vorwahl: | 02361 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RE | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 62 032 | |
| LOCODE: | DE REC | |
| NUTS: | DEA36 | |
| Stadtgliederung: | 3 Bezirke mit 18 Stadtteilen (inc. Innenstadt) | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 3 45655 Recklinghausen | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Pantförder (CDU) | |
| Lage der Stadt Recklinghausen im Kreis Recklinghausen | ||
Die Stadt Recklinghausen liegt im Ruhrgebiet im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Große kreisangehörige Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Landkreises, des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster, und ist dessen größte Stadt und Sitz. Recklinghausen ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Recklinghausen liegt am Nordrand des Industriereviers im Osten der naturräumlichen Haupteinheit Emscherland. Der flächenmäßig etwas größere nördliche Teil um die Kernstadt, der in etwa durch die Hamm-Osterfelder Bahn separiert wird, liegt auf dem Recklinghauser Lößrücken, dem östlichen Teil des Vestischer Höhenrücken, dessen Kamm die Innenstadt in Form eines nach Süden offenen Halbkreises ergibt. Südlichere Ortsteile liegen im Emschertal nebst Randplatten.
Höchste natürliche Erhebung ist der Fritzberg (113 m) im Osten, westnordwestlich der Innenstadt werden an der Stadtgrenze zu Herten um 110 m erreicht. Höchste künstliche Erhebung ist der Mollbeckberg (124 m) im Nordwesten, der niedrigste Punkt des Stadtgebietes liegt an der Karlstraße im Südosten Hochlarmarks bei 43 m ü. NN.
Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in West-Ost-Richtung 9,5 und in Nord-Süd-Richtung 10,9 km. Der Umfang des Stadtgebietes beträgt 43 km.
Recklinghausen wird heute in 3 Über-Bezirke aufgeteilt[2], die in insgesamt 18 Stadtteile gegliedert werden. Von diesen sind zwei etwa gleich groß (je über 50.000 Einwohner) und zu Innen- und Südstadt hin zentriert, während das ländliche dritte, auf Suderwich ausgerichtete im Osten nur etwa ein Drittel der Einwohner der anderen beiden Bezirke hat:[3]
| Ortsteil |
Bezirk |
Fläche [ha] |
Einwohner |
EW /km² |
Lage in der Stadt |
Lage im Bezirk |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kernstadt | I | 2868,1 | 55.395 | 1931 | Nordwesten | |
| Innenstadt | I | 35,3 | 1.805 | 5113 | nordwestlich der Mitte | zentral |
| Paulusviertel | I | 244,8 | 7.997 | 3267 | westlich der Mitte | Süden |
| Westviertel | I | 177,0 | 7.411 | 4187 | Nordwesten | Westen |
| Nordviertel | I | 259,7 | 9.395 | 3618 | Nordwesten | Norden |
| Ostviertel | I | 501,9 | 12.067 | 2404 | Norden | Osten bis Nordosten |
| Hillen | I | 295,5 | 10.051 | 3401 | Mitte | Südosten |
| Hochlar | I | 257,3 | 5.188 | 2016 | nördlicherer Westen | Westen |
| Speckhorn/Bockholt | I | 1096,4 | 1.481 | 135 | äußerster Nordwesten | äußerster Nord(west)en |
| Südstadt | II | 2137,6 | 52.154 | 2440 | Südwesten | |
| Stuckenbusch | II | 280,3 | 2.552 | 910 | südlicherer Westen | Nordwesten |
| Hillerheide | II | 483,7 | 6.406 | 1324 | südliches der Mitte | Norden bis Nordosten |
| Hochlarmark | II | 415,1 | 10.646 | 2565 | äußerster Südwesten | Südwesten |
| Grullbad | II | 263,5 | 6.814 | 2586 | westlicherer Süden | südwestlich der Mitte |
| Süd | II | 290.2 | 13.215 | 4554 | westlicherer Süden | südöstlich der Mitte |
| König Ludwig | II | 404,8 | 12.521 | 3093 | Süden | Südosten |
| Suderwich | III | 1645,3 | 16.624 | 1010 | Osten | |
| Suderwich | III | 1015,4 | 11.744 | 1157 | äußerster (Süd-)Osten | Mitte bis (Süd-)Osten |
| Essel | III | 157,4 | 460 | 292 | Nordosten | Norden |
| Berghausen | III | 167,2 | 444 | 266 | östliche der Mitte | Westen |
| Röllinghausen | III | 287,3 | 3.976 | 1384 | östlicher Süden | Südwesten |
Der Bezirk I um die Kernstadt Recklinghausens liegt fast komplett auf dem Recklinghauser Lößrücken und wird nach Süden durch die Hamm-Osterfelder Bahn von der Südstadt separiert. Die Ostgrenze zum Suderwicher Bezirk verläuft vom Norden der Alten Grenzstraße über das Loh bis zum Schultenkrug, der Kreuzung zwischen Dortmunder und Esseler Straße im Nordosten des Stadtgebietes.
An die Innenstadt mit Altstadt, Rathaus (1908), Petruskirche (1247 ff), Engelsburg (1701 ff) und Gymnasium Petrinum (bereits 1421 erwähnt), die grob durch den Wallring abgegrenzt wird, schließen sich das Paulusviertel im Süden sowie West-, Nord- und Ostviertel an den zu erwartenden Himmelsrichtungen an. Auch der ältere Ortsteil Hillen reicht im Südosten bis unmittelbar vor die Innenstadt.
Im Südosten des nach der Paulus-Kirche (1906) benannten Paulusviertels stand früher die Zeche General Blumenthal. Ferner liegen im Viertel die evangelische Gustav-Adolf-Kirche (1847), diverse weiterführende Schulen (u.a. das Hittorf-Gymnasium) und das Prosper-Hospital. Hauptstraße des Bezirks ist die in Ost-West-Richtung Richtung Herten verlaufende Hohenzollernstraße. In Richtung Süden führen Herner Straße und Mühlenstraße nach Herne und Wanne-Eickel.
Nordwestlich schließt sich jenseits der Hertener Straße das Westviertel an, in dem in unmittelbarer Innenstadtnähe die Christuskirche (1911) und der Saalbau sowie weiter westlich das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das Knappschaftskrankenhaus und der Stadtgarten mit Ruhrfestspielhaus und Volkssternwarte liegen. Verkehrsschlagadern sind der Westerholter Weg in Richtung Herten-Westerholt und vor allem die Dorstener Straße in Richtung Marl und Dorsten.
Unmittelbar nordöstlich der Cäcilienhöhe, die auch den Stadtgarten begrenzt, schließt sich das Nordviertel mit dem Hauptbahnhof, dem Ehrenmal am Lohtor und dem Marie-Curie-Gymnasium in Innenstadtnähe sowie dem Nordfriedhof im äußersten Norden an. Die zentrale Halterner Straße verbindet die Innenstadt mit dem Norden.
Der Ostteil der Kernstadt mit Ostviertel und Hillen wird durch die Eisenbahntrasse des Rhein-Haard-Expresses von Nordviertel, Innenstadt und Paulusviertel separiert.
Das Ostviertel, dessen Hauptader traditionell die im Westteil heute zu einer reinen Wohnstraße umfunktionierte Dortmunder Straße in Richtung Erkenschwick darstellte, geht nach Nordwesten jenseits vom Oerweg und im Osten bereits nördlich der Dortmunder Straße in ländliche Gebiete über. Von der Innenstadt nach Osten bis Nordosten ziehen sich die Wohngebiete Kuniberg, Hinsberg und Lohwegsiedlung, im Nordwesten des Ortsteils liegt die Lange Wanne. Im äußersten Osten liegt der kleine, z.T. naturnahe Buchenhain Loh.
Nach Südosten bilden der August-Schmidt-Ring, heute der Westteil der Landesstraße RE-Erkenschwick, und der Fritzberg (113 m) mit dem alten Wasserturm die Grenze zu Hillen, wobei Fernmelde- und Wasserturm bereits auf Hillener Gemarkung liegen.
Hillen wurde erst 1926 eingemeindet. Auf Hillener Gebiet liegen grenznah zu Ost, von der Innenstadt zum Fritzberg im Nordosten, das Kreishaus, die neugotische Liebfrauenkirche (Anfang 20. Jhd.), die hiesigen Fachbereiche der Fachhochschule Gelsenkirchen und die Justizakademie des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Westen liegt der alte Ortskern Alt-Hillen, östlich davon das Neubaugebiet Quellberg und nordöstlich dessen, am Fritzberg-Südhang, der Ostfriedhof. Der Kernort wird südwestlich und südöstlich von der Castroper Straße in Richtung Suderwich und Castrop-Rauxel als wichtigster Verkehrsschlagader umkreist.
Westlich von Paulus- und Westviertel liegt, jenseits von Westring bzw. A 43, der Ortsteil Hochlar, der nach Westen fast fließend nach Herten(-Disteln) übergeht. Der Ort blickt auf eine lange Tradition im Vest zurück und fand erstmals im 9. Jahrhundert urkundliche Erwähnung als Huch Larhe (gerodeter Hügel). In Hochlar fanden zur Zeit der Inquisition auf dem Segensberg Hexen- und Ketzerverbrennungen statt. Hochlar wird nach Südwesten von der Akkoallee (B 225) passiert, nach Nordwesten führt die Rottstraße, die weiter nördlich zur Bockholter Straße wird.
Im Norden Recklinghausens, an den Stadtgrenzen zu Herten, Marl und Oer-Erkenschwick, wird der sehr ländliche Ortsteil Speckhorn/Bockholt durch den Autobahnzubringer von der A 43 in Richtung Oer vom eigentlichen Kernstadtgebiet separiert. Von Westen nach Osten verteilen sich die Siedlungen Bockholt, Beising, Speckhorn und Börste, von denen lediglich Speckhorn Dorfgröße erreicht.
Im Norden Bockholts liegt der Verkehrslandeplatz Loemühle, in seiner Nordhälfte auf Marler Gemarkung, auf dem der frühere Bundespolitiker Jürgen W. Möllemann sein tragisches Ende fand. Zentral zwischen Beising und Speckhorn und südlich davon liegen die Freizeitanlagen Mollbeck mit Freibad und Teichen, südlich davon der künstliche Rodelberg Mollbeckberg (124 m). Die Halterner Straße in Richtung Marl-Sinsen und Haltern, einst Teil der B 51, teilt den Stadtteil zentral in Süd-Nord-Richtung.[3][4]
Der Bezirk II um die Recklinghäuser Südstadt bildet eine vergleichsweise homogen besiedelte Substadt im Norden des flachgründigen Emschertals und seiner Randplatten. In der Struktur ist er, vor allem der größere, südliche Teil, der sich südlich, jenseits der Emscher anschließenden Stadt Herne ähnlicher als der Recklinghäuser Kernstadt. Herner bzw- Bochumer Straße, einst Teil der von Straßenbahnen begleiteten B 51 und dicht befahren, führen zentral in Nord-Süd-Richtung zu den namernsgebenden Bergbaustädten im Süden.
In Ost-West-Richtung wird die Südstadt durch die Trasse der A 2, in Nord-Süd-Richtung durch die der A 43, wobei das südöstliche der vier Segmente mit Abstand das größte ist.
Die beiden nördlichen Teilbezirke Stuckenbusch und Hillerheide sind insgesamt etwas weniger homogen und auch weniger dicht besiedelt als die südlichen Ortsteile.
Im alten Dorf Stuckenbusch im kleinen nordwestlichen Segment gab es lange Zeit ein Franziskanerkloster. Östlich wird das Kerndorf, das heute um Neubaugebiete erweitert ist, von der Friedrich-Ebert-Straße tangiert. Östlich der A 43 schließt sich, im Westen von Hillerheide, sich die Hohenhorster Heide mit dem Stadion Hohenhorst an, östlich der Eisenbahntrasse des Rhein-Haard-Expresses liegen im Norden Vestlandhalle nebst Ausstellungsgelände und Städtisches Hallenbad. Bekannt ist Hillerheide jedoch vor allem durch die östlich der zentralen Herner Straße gelegene Trabrennbahn Recklinghausen.
Die Südstadt im engeren Sinne liegt südlich der A 2. Lediglich Hochlarmark im südwestlichen Segment ist einigermaßen erkennbar abgegrenzt, während die sich östlich anschließenden Ortsteile Grullbad, Süd und König Ludwig vergleichsweise fließend ineinander übergehen.
Seit 1884 wurde in Hochlarmark auf Schacht I der Zeche Recklinghausen II Kohle gefördert. 1901 stand die Inbetriebnahme des zweiten Schachtes in Aussicht. Heute zeugen nur noch der Förderturm und das alte Maschinenhaus auf dem Gelände der Zeche Recklinghausen II sowie die infolge des Bergbaus als Wohnkolonie angelegte Dreieck-Siedlung (1901 ff) westlich der zentral in Nord-Süd-Richtung passierenden Westfalenstraße vom einstigen Kohleboom. Unmittelbar westlich steigt die Halde Hoheward auf Hertener Gemarkung bis 152,5 m ü. NN empor. Mit den östlich angrenzenden Ortsteilen und der A 2 ist Hochlarmark, das über einen Stadtteil- und Skaterpark sowie das Veranstaltungshaus Fritz-Husemann-Haus verfügt, über die Theodor-Körner-Straße verbunden.
Der Stadtteil Grullbad im Osten des südöstlichen Segments war einst Kurort mit eigener Salzwasserquelle. Diese versiegte jedoch 1867 infolge von Bergabsenkungen und das Kurhaus brannte teilweise ab. Heute ist dort ein Altenheim. Im Südwesten sitzt in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Zeche Recklinghausen I heute ein Textil-Discounter, nördlich davon liegt der Südbahnhof. Denkmalgeschützt ist die Reitwinkelsiedlung im nördlichen Osten.
Östlich grenzt, durch den Hellbach separiert, die Kern-Südstadt an, auf der 1830 noch, von der Walkmühle abgesehen, kein Haus stand. Bis 1904 hieß der Stadtteil noch Bruch. Im Süden des früher durch einen hohen Anteil polnischer Bewohner geprägten Ortsteiles liegt der Stadthafen Recklinghausen, in der Mitte beiderseits der zentralen Bochumer Straße die Einkaufszone und im Osten eine Gesamtschule, Theodor-Heuß-Gymnasium und Bürgerhaus Süd. Nach König Ludwig im Osten führt die Marienstraße mit der Marienkirche (1893), die in ihrem westlichen Abschnitt früher wichtigste Geschäftsstraße von Bruch war.
Die Ostgrenze von Süd zum Ortsteil König Ludwig verläuft im Süden quer über den Südfriedhof, in der Mitte unmittelbar westlich von Südbad und Südpark und weiter nördlich etwas westlich des Schimmelsheider Parks. Namensgeber des Ortsteiles war die ehemalige Zeche König Ludwig im Osten, von der noch mehrere über 100 Jahre alte Zechengebäude erhalten sind. In König Ludwig existieren noch viele alte Zechensiedlungen, allein etwa 2000 Bewohner leben in der ECA-Siedlung. Zentral liegt das Veranstaltungshaus Haus König Ludwig. Die Ostgrenze zu Röllinghausen verläuft über die ehemalige Zechenbahn unmittelbar östlich des Zechengeländes.[3][4]
Der Bezirk III um das alte Dorf Suderwich stellt den im Osten gelegenen, mit Abstand ländlichsten der drei Stadtbezirke dar. Das eigentliche Suderwich wird nach Nord(west)en durch Essel, nach Westen durch Berghausen und nach Südwesten durch Rollinghausen von den anderen Teilen von Kern- und Südstadt separiert.
Das Kerndorf Suderwich wurde bereits 1066 als Suderwick erwähnt und ist erst 1926 nach Recklinghausen eingemeindet worden. Jahrhundertelang war es von Horneburg (heute: Stadt Datteln) aus verwaltet worden, während die Gerichtsbarkeit von Recklinghausen ausgegangen war. Ursprünglich bäuerlich geprägt, hatte das Dorf um 1900 einen Wandel durch die Errichtung der heute längst geschlossenen Zeche General Blumenthal (Schacht IV/V) im Westen des Ortes erfahren.
Die Errichtung der Zeche hatte zu einem zweiten Nebendorf - der Bergbaukolonie Suderwich - südsüdöstlich des Altdorfes und jenseits der Hamm-Osterfelder Bahn geführt. Die Integrierung zahlreicher Hinzugezogener ins altkatholische Dorf Suderwich ging - beiderseits - nur allmählich vonstatten. Einher mit der Industrialisierung ging auch eine Steigerung der Einwohnerzahl von 652 um 1818 über knapp 6.000 im Jahre 1910 auf heute fast 12.000.
Heute, nach den Epochen als Bauerndorf und Bergbauort, ist Suderwich in der Hauptsache eine Wohnstadt der Recklinghäuser. Der Alte Kirchplatz, früher das Ortszentrum, ist zwar noch heute der Veranstaltungsort zahlreicher traditioneller Feste, hat jedoch an Bedeutung verloren.
Seit 1904 stellt die neu erbaute, im Vergleich zum Dorf recht große, neugotische Johanneskirche den - immer noch katholischen - Mittelpunkt des Vorortes dar. Sie entstammt dem gleichen Baumeister wie die - fast baugleiche - Liebfrauenkirche im Ortsteil Hillen, ist jedoch in ihrer Fassade etwas schmuckvoller. Hauptverkehrsader des Ortsteils ist die Henrichenburger Straße in West-Ost-Richtung zwischen Recklinghausen und Henrichenburg, von Norden kommt die Esseler Straße aus Richtung Oer-Erkenschwick.
Der durch die A 2 separierte Süden der Suderwicher Gemarkung ist unbesiedelt. Hier liegt das Waldgebiet Brandheide.
Die Dörfer Essel nordwestlich und Berghausen westlich Suderwichs haben je unter 500 Einwohner und sind bis heute landwirtschaftlich geprägt - trotz ihrer günstigen Ruhrgebiets-Randlage und diverser, etwas höherklassigen Neubauten.
Erwähnt sei jedoch, dass die Infrastruktur in Essel sich nur halten konnte, weil z.B. Grundschule und Kirche im Dorf schon seit Jahrzehnten zu nicht geringen Anteilen die - immerhin durch mindestens etwa 1 km Ackerlandschaft getrennte - Lohwegsiedlung im Ostviertel und auch Teile Oer-Erkenschwicks mit betreuen. Wobei die Geistlichen aus Suderwich kommen und jeweils im Wechsel in Essel oder Suderwich predigen.
Das diesbezüglich vergleichsweise infrastruktur- und gleichermaßen ortskernlose Berghausen ist dem gegenüber von den nahe gelegenen Stadtteilen Suderwich (im Osten) und Hillen im Westen abhängig.
Etwas weniger ländlich ist, trotz ähnlicher Wurzeln, heute das größtenteils südlich der A 2 gelegene Röllinghausen. Mehr noch als mit Suderwich ist das einstige Dorf mit dem industriell geprägten König Ludwig, das sich, nur durch die Trasse einer ehemaligen Zechenbahn separiert, südwestlich anschließt, zusammengewachsen.
An der Nahtstelle der Ortsteile Suderwich, Berg- und Röllinghausen befindet sich heute, nördlich der A 2 und zu größeren Teilen auf dem Gebiet der ehemaligen Zeche General Blumenthal (Schacht IV/V) sowie daran angrenzend gelegen, ein Gewerbe- und Industriegebiet.[3][4]
Folgende Städte grenzen an die Stadt Recklinghausen - im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, genannt:
Oer-Erkenschwick, Datteln, Castrop-Rauxel, Herten und Marl (alle Kreis Recklinghausen) sowie im Süden die kreisfreie Stadt Herne.
Recklinghausen wird im Jahr 1017 erstmals als Ricoldinchuson erwähnt. Ab 1150 wird die Stadt Mittelpunkt des so genannten Vest Recklinghausen, eines Gerichts- und Verwaltungsbezirks für das gesamte Umland. Das Vest Recklinghausen gehört bis 1802 zum Kurfürstentum Köln. 1236 erhält Recklinghausen die vollen Stadtrechte.
Zwischen 1514 und 1706 sind 100 Hexenprozesse aktenkundig. Höhepunkt der Hexenverfolgungen waren die Perioden 1580 - 1581 und 1588 - 1589, als auch die Truchsessschen Wirren endeten. Letzte als Hexe verurteilte Frau war Anna Spickermann, nach 16 Monaten Haft und Folter 1706 Hinrichtung durch das Schwert, dann verbrannt.
Nach Aufhebung des Kurfürstentums Köln kommt das Vest Recklinghausen zum Herzogtum Arenberg, 1811 zum Großherzogtum Berg (Arrondissement Essen innerhalb des Ruhrdepartements) und 1814 zum preußischen Zivilgouvernement zwischen Weser und Rhein. 1815 wird das Vest endgültig preußisch und der Provinz Westfalen eingegliedert. Recklinghausen bildet eine aus mehreren Gemeinden bestehende Bürgermeisterei und wird Sitz eines Kreises. 1819 wird Herten und 1821 Erkenschwick Teil der Bürgermeisterei Recklinghausen. 1836 wird die Bürgermeisterei in die Stadt Recklinghausen (Einführung der revidierten Städteordnung) und der Landbürgermeisterei (ab 1844 Amt) Recklinghausen geteilt. Zur Stadt gehört die Altstadt und die Stadtteile Hillen und Bruch. Zur Landbürgermeisterei gehören Herten und die Bauerschaften Ebbelich, Langenbochum, Scherlebeck, Bockholt, Disteln, Löntrup, Lenkerbeck, Hüls, Hochlarmark, Stuckenbusch, Hochlar, Speckhorn, Sinsen, Siepen, Oer mit Alt-Oer, Erkenschwick, Essel, Berghausen, Röllinghausen und die Gemeinde Suderwich. 1857 scheidet Herten aus dem Amt Recklinghausen aus und bildet ein eigenes Amt. Am 1. April 1901 scheidet Recklinghausen aus dem Kreis aus und wird kreisfreie Stadt, bleibt aber weiterhin Sitz des Kreises.
Recklinghausen hatte das Glück, im Zweiten Weltkrieg nur zu 15 % zerstört zu werden. 448 Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt, 517 zu 15–50 % (das heißt mittelgradig) beschädigt und 3120 Häuser wurden bis zu 15 % (das heißt leicht) beschädigt[5]. Die Propsteikirche wurde 1944 stark beschädigt, während Rathaus, Gastkirche und Engelsburg nur leichte Beschädigungen erlitten. Die Pauluskirche wurde von zwei Luftminen knapp verfehlt, die mehrere Meter tiefe Krater in die sie beidseitig umschließenden Straßen rissen, am Gebäude selbst aber nur Dach- und Fensterschäden hinterließen. Hauptbetroffen von den Luftangriffen war das Nordviertel. Über 300 Menschen kamen insgesamt durch Bombenabwürfe auf Recklinghausen ums Leben, die meisten am 22. März 1945.
Am 1. April 1926 wurde das Amt Recklinghausen aufgehoben. Die Gemeinde Suderwich sowie die Bauerschaften Röllinghausen, Berghausen, Hochlarmark, Stuckenbusch, Hochlar, Bockholt, Speckhorn, Börste und Essel Süd der aufgelösten Landgemeinde Recklinghausen (auch Gemeinde Recklinghausen-Land) wurden nach Recklinghausen eingemeindet.[6] 1949 wurde Recklinghausen Großstadt. Am 1. Januar 1975 wurde Recklinghausen im Zuge des 2. Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen in den vergrößerten Kreis Recklinghausen eingegliedert.
Im Jahre 1949 überschritt die Stadt Recklinghausen die Grenze von 100.000 Einwohnern, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 131.569 ihren historischen Höchststand. Ende 2008 lebten in Recklinghausen nach Fortschreibung des Landesbetriebs für Information und Technik Nordrhein-Westfalen (vormals Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen) 120.059 Menschen mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen durch die jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise die Stadtverwaltung. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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¹ Volkszählungsergebnis ² Amtliche Bevölkerungszahlen[7]
Katholisch: Recklinghausen gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war mit dem gesamten Vest dem Archidiakonat Dortmund unterstellt. Diese politische Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln ist Ursache dafür, dass die Reformation nicht Fuß fassen konnte. Daher blieb Recklinghausen über Jahrhunderte eine katholische Stadt. Nach Auflösung des Archidiakonats Dortmund 1612 bildete das Vest ein besonderes geistiges Kommissariat innerhalb des Erzbistums Köln. Die Propsteikirche St. Peter in Recklinghausen wurde die Mutterkirche für das gesamte Umland. Nach dem Übergang an Preußen (1815) wurden auch die kirchlichen Strukturen neu geregelt. So kam Recklinghausen 1821 zum Bistum Münster und wurde Sitz eines Dekanats, das später in die Dekanate Recklinghausen-Nord und Recklinghausen-Süd aufgeteilt wurde. Heute gibt es das Kreisdekanat Recklinghausen, das aus mehreren Dekanaten besteht. Dazu gehört auch das Dekanat Recklinghausen mit seinen 20 Gemeinden, die z. Zt. in sieben Pfarreien zusammen gefasst sind.
Evangelisch: Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten nach Recklinghausen. Sie gründeten in der Mitte des Jahrhunderts ihre eigene Kirchengemeinde und erbauten 1847 in Recklinghausen die erste evangelische Kirche im Vest, die Gustav-Adolf-Kirche. Bis 1873 gehörte die Kirchengemeinde Recklinghausen und ihre Nachbargemeinde Dorsten zum Kirchenkreis Bochum, danach zum neu gebildeten Kirchenkreis Münster. Nachdem die evangelischen Gemeinden Ende des 19. Jahrhunderts stark wuchsen bzw. neue Gemeinden entstanden, war eine Teilung des Kirchenkreises Münster geboten. 1906 entstand der Kirchenkreis Recklinghausen in der Westfälischen Provinzialkirche der Evangelischen Kirche in Preußen, der späteren Evangelischen Kirche von Westfalen. Ihm gehören die sieben Kirchengemeinden der Stadt (Recklinghausen-Altstadt - Andreaskirche, Bruch, Recklinghausen-Hillerheide, Hochlarmark, Johannes-Kirchengemeinde, Philipp-Nicolai-Kirchengemeinde und Suderwich) an, die sich zum "Evangelischen Gemeindeverband Recklinghausen" zusammengeschlossen haben. Darüber hinaus umfasst der Kirchenkreis Recklinghausen die Kirchengemeinden in Herten, Marl, Datteln, Oer-Erkenschwick, Waltrop und Haltern am See.
Daneben gibt es in Recklinghausen auch noch verschiedene evangelische Freikirchen, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und Gemeinden der Mennoniten und der Evangelisch-methodistischen Kirche.
Ende 2005 lag der Anteil der katholischen Bürger bei 42,9 %, der evangelischen bei 28,2 %. Im Jahre 1989/1990 wurde unter dem Leitwort ""Der Weg Gottes mit den Menschen" die Feier "1200 Jahre Christliche Gemeinde in Recklinghausen" ökumenisch begangen.
Weitere: Es befinden sich auch drei Versammlungen (Gemeinden) von Zeugen Jehovas in Recklinghausen. Die Neuapostolische Kirche ist ebenfalls im Ort vertreten.
Inzwischen existieren in Recklinghausen auch mehrere Moscheen. Drei Moscheen werden vom Verband der islamischen Kulturzentren (VIKZ), zwei weitere von Diyanet Türkisch-Islamischen Verein betrieben. Außerdem existieren noch weitere islamische Gebetsräume, Kulturvereine und Gemeindezentren.
Die 1904 errichtete Synagoge wurde am 9./10. November 1938 in der Pogramnacht zerstört und danach abgerissen. 1955 wurde das Jüdische Gemeindehaus (von 1930) um einen Betsaal für die damalige Gemeinde Bochum/Herne/Recklinghausen erweitert. 1997 wurde nebenan der Neubau der heutigen Synagoge für die Jüdische Kultusgemeinde im Kreis Recklinghausen eröffnet. In der alten jüdischen Schule (heute Rabbi-Selig-Auerbach-Haus) unterhält die jüdische Gemeinde ein Begegnungszentrum. Im Keller befindet sich eine Mikwe, ein rituelles jüdisches Tauchbad.
An der Spitze Recklinghausens gab es schon seit dem 13. Jahrhundert einen Rat, der aus den 12 Schöffen entstand. Doch verschwand der Begriff Schöffe erst im 14. Jahrhundert zugunsten der Ratsmänner. Ab 1378 gab es den Bürgermeister und die Räte. Sie wurden alljährlich am Stephanustag gewählt. Erst 1781 wurde die jährliche Wahl abgeschafft. Danach gab es 4 Bürgermeister und 4 Beigeordnete. Recklinghausen war Mitglied im Vestischen Landtag, der bis 1808 durch die Stadt Recklinghausen einberufen wurde.
Ab 1808 gab es zwei auf 5 Jahre gewählte Bürgermeister, denen ein Sekretär und ein Inspektor zur Seite standen. 1811 wurde die Munizipalverfassung nach französischem Vorbild eingeführt. 1837 trat die preußische Städteordnung in Kraft. Danach stand ein Bürgermeister an der Spitze der Stadt, der nach Erlangung der Kreisfreiheit den Titel Oberbürgermeister erhielt.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen von der Bürgerschaft gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Mit der Wiedereingliederung der Stadt in den Kreis Recklinghausen trugen die Stadtoberhäupter die Titel "Bürgermeister" bzw. "Stadtdirektor". 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt von den Bürgern gewählt.
In der Liste[8][9][10][11][12] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.
| Jahr | CDU | SPD | Grüne1 | FDP | Linke | WIR | UBP |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1975 | 39,8 | 53,1 | 6,1 | ||||
| 1979 | 37,7 | 52,0 | 4,6 | 4,8 | |||
| 1984 | 34,0 | 52,5 | 9,7 | 3,3 | |||
| 1989 | 31,4 | 50,5 | 11,8 | 5,1 | |||
| 1994 | 34,2 | 51,6 | 8,3 | 2,6 | 3,4 | ||
| 1999 | 46,7 | 37,5 | 5,9 | 3,8 | 6,0 | ||
| 2004 | 44,0 | 34,5 | 7,8 | 4,3 | 3,0 | ||
| 20092 | 37,5 | 30,7 | 9,1 | 5,6 | 5,6 | 4,5 | 4,0 |
1 Grüne: 1979: GWG, 1984 und 1989: Grüne, ab 1994: B’90/Grüne
2 2009: FDP: 5,62 %, Linke: 5,61 %
Es regiert eine Koalition aus CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen.
→ Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Recklinghausen
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Beschreibung: Das Wappen der Stadt Recklinghausen zeigt in Grün eine goldene Stadtmauer mit offenem Tor, darin ein aufrechter goldener Schlüssel mit Bart oben, die ein goldenes Kirchengebäude mit spitz bedachtem Hauptturm über Fassadengiebel und Seitentürmen mit Zwiebeln umgibt. Die Stadtfarben sind grün-gold. Das Wappen wurde der Stadt 1908 von König Wilhelm II. von Preußen verliehen. |
Recklinghausen unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
Außerdem existiert eine Patenschaft:
Die Arbeitslosenquote von Recklinghausen lag im Dezember 2006 bei 12,2 %.
An der Stadtgrenze Marl/Recklinghausen befindet sich der Verkehrslandeplatz Marl-Loemühle.
Der Hauptbahnhof liegt nordöstlich des Stadtzentrums an der Kursbuchstrecke 425.
Der Südbahnhof, ein Haltepunkt an der gleichen Strecke, liegt im Südwesten der Stadt an der Grenze der Stadtteile Hochlarmark und Recklinghausen Süd. Seit dem Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2010 hält der RE2 auch hier, allerdings nur nachts.
Als Güterzugstrecke durchquert die Hamm-Osterfelder Bahn das Stadtgebiet von West nach Ost.
Im Straßenpersonennahverkehr verkehren Buslinien der Vestische Straßenbahnen GmbH (Sitz in Herten). Bis 1982 hatte diese Verkehrsgesellschaft auch noch Straßenbahnlinien, deren Betrieb jedoch eingestellt wurde. Der Name der Verkehrsgesellschaft blieb jedoch erhalten.
Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der Tarif der Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Recklinghausen ist über die Bundesautobahnen 2 Oberhausen–Berlin und 43 Wuppertal–Münster, die sich im Stadtgebiet kreuzen, an das Fernstraßennetz angeschlossen. Ferner beginnt die Bundesstraße 225 im Stadtgebiet.
Im Süden der Stadt liegt der Stadthafen Recklinghausen am Rhein-Herne-Kanal.
In Recklinghausen erscheinen als Tageszeitungen die Recklinghäuser Zeitung des Medienhauses Bauer sowie eine Lokalausgabe der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Wochenzeitung sind Stadtspiegel, Kurier zum Sonntag sowie Sonntagsblatt. Das Studio des Radiosenders „Radio Vest“ befindet sich ebenfalls in Recklinghausen. Das Sendegebiet umfasst den gesamten Kreis Recklinghausen außer Gladbeck. Radio Vest gehört ebenfalls zum Medienhaus Bauer. Mit wm.tv verfügt die Stadt zudem über einen Regionalfernsehsender, dessen Sendezentrale in Bocholt liegt. Hier wird für den Kreis Recklinghausen eine eigene Sendung produziert.
Seit zwei Jahren gibt es auch Kult A, Internet TV 2.0 über Kunst und Kultur in Recklinghausen sowie seit 2007 das Lokal- und Einkaufsradio cityREdio.
Die Stadt ist Sitz traditionsreicher Schulen wie des Gymnasium Petrinum, das seine Tradition auf die erstmals 1421 erwähnte Lateinschule der Stadt zurückführt und bis heute eine der wenigen Schulen der Region ist, die als erste Fremdsprache neben Englisch auch Latein anbietet. Es bestehen weiterhin das 1904 gegründete Hittorf-Gymnasium mit bilingualem Zweig Englisch, seit 1924 das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium mit Französisch, Latein und Spanisch als zweite Fremdsprache, das Marie-Curie-Gymnasium, ursprünglich Städtisches paritätisches Lyceum als Zusammenlegung der 1866 gegründeten Höheren katholischen Töchterschule und der 1881 gegründeten Privaten evangelischen Töchterschule, das als erste Fremdsprache neben Englisch auch Französisch anbietet und schließlich seit 1965 das neusprachlich-naturwissenschaftliche Theodor-Heuss-Gymnasium in Recklinghausen-Süd. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterführender Schulen wie die Realschule der Maristen-Schulbrüder. Im Gesamtschulbereich sind die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, die Wolfgang-Borchert-Gesamtschule und die Städtische Gesamtschule Suderwich in Recklinghausen ansässig. In Recklinghausen befindet sich seit 1995 eine Abteilung der 1992 gegründeten Fachhochschule Gelsenkirchen (Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsingenieurwesen, Physikalische Technik/Molekulare Biologie).[13] Die erste Volkshochschule der Stadt Recklinghausen wurde 1919 gegründet.[14]
Neben diversen Fußballvereinen im gesamten Stadt- und Kreisgebiet gibt es in Recklinghausen seit mehr als 25 Jahren auch einen American-Football-Club. Die Recklinghausen Chargers spielen aktuell (2010) in der zweithöchsten Liga. Ihr Heimstadion ist das Stadion Hohenhorst.
Der 1912 gegründete Turnverein ETG ist mittlerweile einer der größten Sportvereine in Recklinghausen, mit einer jedes Jahr wieder sehr erfolgreichen Leichtathletikabteilung. Hauptdisziplinen in der Leichtathletik sind Sprint, Mittelstrecke, Kugelstoßen, Speerwurf, Diskus, Hochsprung, Weitsprung und der Mehrkampf.
Seit 2009 trainiert der ETG Recklinghausen im Stadion an der Maybacher Heide.
Der FC 96 Recklinghausen spielt in der Westfalenliga. Nachdem er es, damals noch unter dem Namen 1. FC Recklinghausen, zwischenzeitlich bis in die Oberliga geschafft hatte, verschlechterte sich seine wirtschaftliche Lage so sehr, dass der Verein 1996 Konkurs anmeldete. Daraus entstand der heutige FC 96 Recklinghausen, der sich von der Kreisliga mittlerweile wieder in die Westfalenliga hochgearbeitet hat. Das Heimstadion ist, genau wie bei den Chargers, das Stadion Hohenhorst.
Recklinghausen verfügt mit den jährlich stattfindenden "Ruhrfestspielen" über ein kulturelles Ereignis, das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. An Freizeitmöglichkeiten sind auch der Tierpark und die Westfälische Volkssternwarte mit Planetarium zu nennen. Am Rande der Stadt entsteht das weitläufige Naherholungsgebiet Hoheward - Der Landschaftspark.
Für Theaterfreunde bietet Recklinghausen mehrere Tournee-Gastspiele an. Ferner gibt es das Theater im Depot. Die Stadt ist auch Heimat der Neuen Philharmonie Westfalen (das größte der drei Landesorchester in Nordrhein-Westfalen), die zum 1. November 1996 aus dem Philharmonischen Orchester der Stadt Gelsenkirchen (Orchester des Musiktheaters im Revier – MiR) und des Westfälischen Sinfonieorchesters hervorging. Träger sind die Städte Gelsenkirchen und Recklinghausen sowie der Kreis Unna.
Ein weiterer kultureller Treffpunkt ist das soziokulturelle Zentrum Altstadtschmiede e.V.. Es besteht seit 1975 und ist damit eines der ältesten in Deutschland. Im Angebot sind Jazz- und Blueskonzerte, Kleinkunstveranstaltungen sowie Kinder- und Jugendtheater.
Als freie und offene Kulturgruppen, die sich in Recklinghausen engagieren und etabliert haben, seien noch das Theater Gegendruck sowie das Alternative Kulturzentrum erwähnt.
Im Zweiten Weltkrieg kam Recklinghausen mit relativ geringen Schäden davon. Die Propsteikirche wurde 1944 durch eine Luftmine erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Stadtkern wird heute an vielen Stellen von maßstabssprengenden Neubauten, zum Beispiel Kaufhäusern, dominiert. Von der ehemals kleinteiligen, vornehmlich aus Fachwerkhäusern bestehenden Bebauung blieben nach Sanierungsmaßnahmen lediglich geringe Reste im Bereich Paulsörter, am Holzmarkt, an der Münster- und an der Steinstraße erhalten.
Als ältestes erhaltenes Wohnhaus der Innenstadt gilt Kunibertistraße 16, das im Kern von 1522 stammt. An der rechten Traufwand weist es Reste eines zweigeschossigen Hauses mit Geschossbalken auf.[15] Nur wenig jünger ist das nebenan gelegene Haus Nr. 14. Der dreigeschossige, später im Giebelbereich veränderte Fachwerkbau wurde dendrochronologisch auf das Jahr 1558 datiert.[16] Besonders ansehnlich ist ferner die Alte Apotheke, Breite Straße 14. Der verputzte Fachwerkbau mit Frontgiebel und Mansarddach dürfte um 1800 entstanden sein. Das historisch bedeutendste Bauwerk und Wahrzeichen der Stadt ist die katholische Propsteikirche St. Peter.
Von der im 14. Jahrhundert erbauten Stadtmauer blieb ein gut 200 Meter langes Stück am Herzogswall mit zwei Türmen erhalten. Der Stephansturm wurde in den Komplex der Engelsburg einbezogen, die ab 1701 für den kurkölnischen Richter Münch errichtet wurde. Weitere Bauwerke sind das 1908 von dem Kölner Baumeister Otto Müller-Jena in Neorenaissanceformen errichtete Rathaus und das Ruhrfestspielhaus von 1965. Im Stadtgebiet finden sich noch zwei als Industriedenkmäler erhaltene Fördergerüste: ein Stahlkastenstrebengerüst der Zeche Recklinghausen II und ein seltenes Turmgerüst der Zeche General Blumenthal, nahe der A 43.
Die Ziegelsteinskulptur des dänischen Künstlers Per Kirkeby steht vor dem Ehrenmal für die Opfer der Weltkriege am Lohtor am Rande der Innenstadt. Das 26 m lange und 6 m hohe Bauwerk aus etwa 30.000 Ziegelsteinen besteht aus sechs großen und sieben kleinen Bögen und ist in den Gehweg integriert.
In Recklinghausen wurden u. a. folgende Filme gedreht:
Seit 2010 gibt es das Kirchliche Filmfestival Recklinghausen.
Die Stadt Recklinghausen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
Castrop-Rauxel | Datteln | Dorsten | Gladbeck | Haltern am See | Herten | Marl | Oer-Erkenschwick | Recklinghausen | Waltrop
Kreise: Ahaus | Altena | Arnsberg | Beckum | Bielefeld | Bilstein | Bochum | Borken | Brakel | Brilon | Bünde | Büren | Coesfeld | Dortmund | Ennepe-Ruhr-Kreis | Eslohe | Gelsenkirchen | Hagen | Halle | Hamm | Hattingen | Herford | Hörde | Höxter | Iserlohn | Lippstadt | Lübbecke | Lüdinghausen | Medebach | Meschede | Minden | Münster | Olpe | Paderborn | Rahden | Recklinghausen | Schwelm | Siegen | Soest | Steinfurt | Tecklenburg | Unna | Warburg | Warendorf | Wiedenbrück | Wittgenstein
Stadtkreise: Bielefeld | Bocholt | Bochum | Bottrop | Buer | Castrop-Rauxel | Dortmund | Gelsenkirchen | Gelsenkirchen-Buer | Gladbeck | Hagen | Hamm | Herford | Herne | Hörde | Iserlohn | Lüdenscheid | Lünen | Minden | Münster | Osterfeld | Recklinghausen | Siegen | Wanne-Eickel | Wattenscheid | Witten
über 1.000.000 Einwohner: Berlin | Hamburg | Köln | München
über 500.000 Einwohner: Bremen | Dortmund | Dresden | Düsseldorf | Essen | Frankfurt am Main | Hannover | Leipzig | Nürnberg | Stuttgart
über 250.000 Einwohner: Aachen | Augsburg | Bielefeld | Bochum | Bonn | Duisburg | Gelsenkirchen | Karlsruhe | Mannheim | Mönchengladbach | Münster | Wiesbaden | Wuppertal
über 100.000 Einwohner: Bergisch Gladbach | Bottrop | Braunschweig | Bremerhaven | Chemnitz | Cottbus | Darmstadt | Erfurt | Erlangen | Freiburg im Breisgau | Fürth | Göttingen | Hagen | Halle (Saale) | Hamm | Heidelberg | Heilbronn | Herne | Hildesheim | Ingolstadt | Jena | Kassel | Kiel | Koblenz | Krefeld | Leverkusen | Lübeck | Ludwigshafen am Rhein | Magdeburg | Mainz | Moers | Mülheim an der Ruhr | Neuss | Oberhausen | Offenbach am Main | Oldenburg | Osnabrück | Paderborn | Pforzheim | Potsdam | Recklinghausen | Regensburg | Remscheid | Reutlingen | Rostock | Saarbrücken | Salzgitter | Siegen | Solingen | Trier | Ulm | Wolfsburg | Würzburg