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| Reggio nell’Emilia | ||
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Emilia-Romagna | |
| Provinz: | Reggio Emilia (RE) | |
| Lokale Bezeichnung: | Rèz | |
| Koordinaten: | 44° 42′ N, 10° 38′ O44.710.633333333358Koordinaten: 44° 42′ 0″ N, 10° 38′ 0″ O | |
| Höhe: | 58 m s.l.m. | |
| Fläche: | 231 km² | |
| Einwohner: | 170.086 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 736 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 42100 | |
| Vorwahl: | 0522 | |
| ISTAT-Nummer: | 035033 | |
| Demonym: | Reggiani | |
| Schutzpatron: | San Prospero | |
| Website: | Reggio Emilia | |
Reggio nell'Emilia, (auch Reggio Emilia), bis 1861 Reggio di Lombardia, (lateinisch Regium Lepidi, keltisch Rigion/Region), ist eine norditalienische Provinz-Hauptstadt mit 170.086 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010), am sĂĽdlichen Rand der Poebene gelegen.
Inhaltsverzeichnis |
Sie ist eine moderne Industriestadt mit historischem Stadtkern (Centro Storico), befindet sich in der Region Emilia-Romagna und ist der Hauptort der gleichnamigen Provinz Reggio Emilia.
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Der römische Name der Stadt Regium Lepidi geht auf den römischen Konsul Marcus Aemilius Lepidus zurück, den Erbauer der Via Aemilia. Doch wird vermutet, dass die Namensgebung und die Gründung des Ortes bereits in vorrömischer Zeit durch die hier ansässigen keltischen Boier erfolgte, die 189 v. Chr. von den Römern unterworfen und romanisiert wurden. So bezeichnete man in der keltischen Sprache mit Rigion einen neutralen Ort, wo sich die Stammeshäuptlinge zu Versammlungen und Verhandlungen trafen. 489 ging die Herrschaft über die Stadt an die germanischen Goten über und 569 errichteten die einrückenden Langobarden das Herzogtum von Reggio. Schließlich unterwarfen die Franken 773 Reggio und Karl der Große gab dem Bischof Gewalt über die Stadt und legte 781 die Grenzen der Diözese fest. 888 wurde Reggio den Königen von Italien übergeben. 899 richteten die einfallenden Magyaren schwere Verwüstungen an und töteten Bischof Azzo II. 1170 tritt Reggio dem Lombardenbund bei, der in der Schlacht bei Legnano ein Heer des Kaisers Barbarossa besiegte. 1409 geht die Herrschaft der Stadt an die Familie d'Este über, die mit kurzen Unterbrüchen bis 1861 über das Herzogtum von Modena und Reggio herrschten.
Nach 900 geriet Reggio unter die Herrschaft der Familie Canossa, einer langobardischen Hochadelsfamilie, deren Stammburg Canossa sich einige Kilometer sĂĽdwestlich von Reggio befand.
Ganz in der Nähe von Reggio Emilia soll sich auch der heilige Wald der Gallier, der Selva Litana befunden haben, wo ein Heer der Boier 218 vor Christus mehrere römische Legionen (25.000 Mann) unter dem Kommando von Lucius Postumius Albinus bis auf den letzten Mann niedermetzelte.
Der Dom ist Konkathedrale des Bistums Reggio Emilia-Guastalla (Kirchenprovinz Modena-Nonantola, Kirchenregion Emilia-Romagna).
Die italienische Nationalfahne ist Reggio Emilia zu verdanken, denn die grün-weiß-rote Fahne, auf Italienisch „Tricolore“ (die Dreifarbige) genannt, hat gerade hier ihren Ursprung. Die Idee stammt von dem Ingenieur Ludovico Bolognini, dessen Entwurf 1797 von den Vertretern aus Reggio Emilia, Modena, Ferrara und Bologna als Symbol der Repubblica Cisalpina angenommen wurde.
Später wurde sie als Nationalfahne des italienischen Königreiches übernommen. Das Original ist im Rathausgebäude ausgestellt.
Die Provinz Reggio Emilia war lange agrarisch geprägt; typische Produkte sind bis heute Parmesan-Käse und Lambrusco. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Industrie, insbesondere Agrartechnik, aber auch Mechatronik und Keramikfliesen.
Reggio Emilia ist auch der Hauptsitz von Max Mara.
Reggio nell'Emilia unterhält seit 1966 eine Städtepartnerschaft mit Schwerin in Deutschland. Der deutsche Partnerlandkreis ist der Enzkreis.
Weitere Partnerstädte sind Fort Worth und Kragujevac.
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