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Reinhold Albert Steig (* 1. Dezember 1857 in Woldenberg; † 11. März 1918 in Friedenau) war ein deutscher Literaturhistoriker.
Steig promovierte am 18. Januar 1882 als Dr. phil. in Berlin[1] und war ebenda Professor. Von Herman Grimm wurde er als Sachverwalter des schriftlichen Nachlass der Brüder Grimm eingesetzt. Ebenfalls von Herman Grimm wurde er als Sachverwalter des schriftlichen Nachlass von Bettina und Achim von Arnim der Arnimschen Familie vorgeschlagen, verstarb jedoch schon 1918 und konnte diese Aufgabe nicht antreten.[2] Er ist vor allem als Erforscher und Editor auf dem Gebiet der deutschen Romantik bekanntgeworden.
Er geriet später in die Kritik wegen seiner judenfeindlichen Einstellung, er nannte beispielsweise Ludwig Geiger „einen der betriebsamsten widerwärtigsten Literaturjuden, die es geben kann“[3][4] und weil er eventuell mit Herman Grimm zusammen „unangenehme Papiere“ aus dem Grimm-Nachlass vernichtete.[4][5] Er verleugnete die Autorenschaft Bettina von Arnims bezüglich der Polenbroschüre („An die aufgelöste Preußische Nationalversammlung“), welche im Januar 1849 anonym erschienen ist und in der sie ein von preußischen Besitzansprüchen freies Polen forderte.[6] Ihm war die wahre Verfasserschaft jedoch bekannt. Er vermerkte diese auf einem Exemplar, welches sich im Nachlass von Varnhagen befand, und ihm waren auch die Manuskripte Bettinas bekannt.[2] Die Tatsache wurde erst 1954 von Ursula Püschel richtiggestellt.
Steig lebte in Berlin-Friedenau, wo er auch verstarb. Sein Grab befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Steig, Reinhold |
| ALTERNATIVNAMEN | Steig, Reinhold Albert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor und Literaturwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 1. Dezember 1857 |
| GEBURTSORT | Woldenberg |
| STERBEDATUM | 11. März 1918 |
| STERBEORT | Berlin |
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