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Reise der Hoffnung

Filmdaten
Deutscher TitelReise der Hoffnung
OriginaltitelDie Reise der Hoffnung
ProduktionslandSchweizSchweiz Schweiz
OriginalspracheSchweizerdeutsch, Türkisch
Erscheinungsjahr1990
Länge110 Minuten
Stab
RegieXavier Koller
DrehbuchXavier Koller, Feride Çiçekoglu, Serif Gören
ProduktionPeter-Christian Fueter/ Condor Films
Alfi Sinniger/Catpics
MusikJan Garbarek
KameraElemer Ragali
SchnittDaniel Gibel
Galip Iyitanir
Besetzung

Die Reise der Hoffnung (Alternativtitel Reise der Hoffnung; türkischer Titel Umud'a yolculuk) ist ein schweizerisches Filmdrama aus dem Jahre 1990. Xavier Koller, welcher in seiner Schweizer Heimat bereits Meinrad Inglin-Romanadaptionen verwirklichte, erhoffte sich dadurch den großen Durchbruch in Hollywood.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film handelt von einer alevitischen Familie mit sieben Kindern, welche auf illegale Weise in die Schweiz auswandern will. Die Eltern, Haydar und Meryem, machen sich mit dem siebenjährigen Sohn Mehmet Ali auf die Reise in das Land, welches sie nur von Postkarten kennen; die anderen Kinder sollen später nachgeholt werden. In Italien nimmt sie der Lastwagenfahrer Ramser gegen Bezahlung von 300 DM an die Schweizer Grenze mit, wo die Einreise infolge fehlenden Visums verweigert wird. Am Bahnhof von Mailand geraten sie in Hände von Schleppern. Die Familie soll zu Fuss durch die Berge wandern. Im Schneesturm auf dem Splügenpass stirbt Mehmet Ali in den Armen seines Vaters an Erschöpfung. Haydar wird festgenommen. Der Film endet mit Ramsers Besuch im Gefängnis.

Auszeichnungen

Der Film erhielt 1991 den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film. Der Gewinn des Academy Awards galt als überraschend, da allgemein der vielfach preisgekrönte französische Beitrag Cyrano von Bergerac favorisiert worden war.

Geschichtlicher Hintergrund des Films

Im Oktober 1988 erschütterte der Kältetod eines türkischen Jungen die Schweiz. Der Vater wurde in Untersuchungshaft genommen, das Verfahren eingestellt. Später wurden die Flüchtlinge wieder in die Türkei ausgewiesen, der Vater wurde verhaftet. Er durfte sein Kind erst nach dem Verhör beerdigen. Später wurde eine professionelle Gruppe von Schleppern festgenommen.

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