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Relegation

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. F├╝r die sportlichen Wettbewerbe siehe Relegation (Sport).

Die Relegation (lat. relegatio ÔÇ×VerweisungÔÇť, ÔÇ×Ausschlie├čungÔÇť)[1] war urspr├╝nglich die mildeste Form der Verbannung im R├Âmischen Reich (Relegatio) und bezeichnete sp├Ąter den Ausschluss von einer Bildungsinstitution.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Relegation war fr├╝her die sch├Ąrfste Disziplinarma├čnahme einer Hochschule im Rahmen ihrer akademischen Disziplinargewalt gegen├╝ber ihren Studenten oder Dozenten. Sie konnte entweder f├╝r bestimmte Zeit oder f├╝r immer (relegatio in perpetuum) ausgesprochen werden. Es gab auch die Relegation wegen Ehrlosigkeit (relegatio cum infamia), die f├╝r solche Studenten bestimmt war, die sich entehrender Handlungen schuldig gemacht hatten. F├╝r die Studenten bedeutete eine Relegation den Ausschluss vom Hochschulstudium. Es konnten aber auch Dozenten oder Professoren relegiert werden. Im modernen deutschen Hochschulrecht gibt es sie nicht mehr, vergleichbar ist allerdings die Zwangsexmatrikulation. Bedeutende Pers├Ânlichkeiten wie z. B. Heinrich Heine oder Milan Machovec waren davon betroffen. Auch Theodor Lessing drohte mehrfach die Relegation, da er sich gegen die autorit├Ąren Strukturen des Schulsystems auflehnte.

Literatur

  • Wigand's Conversations-Lexikon. Elfter Band. Leipzig 1850, S. 522.

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ http://www.duden.de/rechtschreibung/Relegation

Weblinks

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