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Rendsburg

Wappen Deutschlandkarte
Datei:Wappen Rendsburg.png
54.3046179.6646145–10
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Höhe: 5–10 m ü. NN
Fläche: 23,72 km²
Einwohner:

28.350 (31. Dez. 2008)[1]

Bevölkerungsdichte: 1195 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24768
Vorwahl: 04331
Kfz-Kennzeichen: RD
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 135
Adresse der Stadtverwaltung: Am Gymnasium 4
24768 Rendsburg
Webpräsenz: www.rendsburg.de
Bürgermeister: Andreas Breitner (SPD)
Lage der Stadt Rendsburg im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Rendsburg (dänisch: Rendsborg) ist Sitz der Kreisverwaltung des Kreises Rendsburg-Eckernförde und liegt in der Mitte Schleswig-Holsteins am Nord-Ostsee-Kanal und am geschichtlichen Ochsenweg. Die Stadt verbindet die beiden Landesteile Schleswig und Holstein.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Rendsburg liegt am längsten Fluss Schleswig-Holsteins, der Eider, und der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt, dem Nord-Ostsee-Kanal. Nächst größere Städte sind Kiel 32 km östlich, Schleswig 32,4 km nördlich, Flensburg 65 km nördlich, Husum (Westküste) 58 km nordwestlich, Eckernförde (Ostküste) 25 km nordöstlich, Lübeck 94 km südöstlich und Hamburg 103 km südlich.

In unmittelbarer Nähe der Stadt befinden sich die Naturparks Hüttener Berge (10 km), Westensee (20 km) und Aukrug (15 km). Durch Rendsburg führt eine im Mai 2004 eröffnete neue touristische Ferienstraße: Die Deutsche Fährstraße – von Bremervörde bis Kiel – verbindet rund 50 verschiedene Fähren, Brücken, Schleusen, Sperrwerke und maritime Museen.

Die Rendsburger Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal wurde zwischen 1911 und 1913 aus Stahl gefertigt. Im Zuge der Bahnstrecke Neumünster–Flensburg wird ein Großteil des schleswig-holsteinischen Nord-Süd-Bahnverkehrs über diese historische Eisenbahn-Hochbrücke abgewickelt. Von dort aus haben Reisende einen weiten Blick über die Stadt und die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Unterhalb der Brücke befindet sich eine Rarität, eine Schwebefähre: Deutschlandweit gibt es nur zwei, weltweit lediglich acht Fähren dieser Art.

Dank nur geringer Schäden im Zweiten Weltkrieg blieb die Kreisstadt des ehemaligen Landkreises Rendsburg in ihrer gewachsenen Bausubstanz und Baugeschichte bis in die 1950er-Jahre erhalten. Die Stadt zeigt Merkmale deutscher und dänischer Vergangenheit. Aus städtebaulicher Sicht sind vor allem drei (Stadtteil-)Bereiche bedeutend:

Die Altstadt entlang der Ober- und Untereider mit dem Zentrum um die Marienkirche, dem Altstädter Markt und dem Schiffbrückenplatz.

Die Neustadt, das so genannte Neuwerk, das die barocke Stadterweiterung südlich der Untereider umfasst, mit dem zentral gelegenen Paradeplatz, der Garnisonskirche (inzwischen umbenannt in Christkirche) und dem Arsenal.

Die historisierend angelegten Straßenzüge sowie Neubaugebiete entlang der geschleiften Wall- und Befestigungsanlagen. Hier findet man Kasernenanlagen, aber auch Bürger- und Verwaltungsbauten der wilhelminischen Ära.

Rendsburg ist – noch – Garnisonsstadt. Ursprünglich existierten hier zwei Kasernen: Die im Stadtteil Neuwerk gelegene und um die Jahrhundertwende 1900 erbaute Eiderkaserne wurde bereits Mitte 2008 im Zuge der Transformation der Bundeswehr geschlossen. Doch auch der im Norden gelegenen Feldwebel-Schmid-Kaserne (bis 8. Mai 2000 Rüdel-Kaserne) steht die Schließung bevor: Das dort stationierte Ausbildungszentrum Heeresflugabwehrtruppe wird bis März 2010 nach Munster verlegt.

Geographie

Rendsburg liegt zu beiden Seiten des Nord-Ostsee-Kanals inmitten Schleswig-Holsteins. Der größte Teil Rendsburgs befindet sich auf der nördlichen Kanalseite. Die Eider prägte bis zum Bau des Kanals Rendsburg und seine Umgebung. Seit 1895 mündet der Fluss beim Audorfer See in den Kanal und zweigt kurze Zeit später in die Obereider wieder ab vom Kanal. Der Arm, der zum Kanalgewässer gehört, endet am neu errichteten Obereiderhafen. Der Untereiderarm, getrennt durch den Thormannplatz von der Obereider, beginnt weiter im Westen der Stadt. Durch Zuflüsse von Auen fließt die Untereider von Rendsburg aus Richtung Tönning und ist durch den Giselau-Kanal nochmals mit dem Nord-Ostsee-Kanal verbunden. Das Umland ist durch eine typische Geestlandschaft geprägt, die im Westen immer mehr in eine Marschlandschaft über geht. Ebenfalls prägen die alten Überflutungsgebiete der Eider das Landschaftsbild. Im Osten der Stadt beginnt mit den Hüttner Bergen das das Endmoränengebiet der letzten Eiszeit, dass durch wellige Ablagerungen geprägt ist.

Geologie

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend): Alt Duvenstedt, Rickert, Büdelsdorf, Schacht-Audorf, Osterrönfeld, Westerrönfeld, Nübbel und Fockbek.

Geschichte

Schiffbrückenplatz (1895)

Die Stadt Rendsburg wurde um 1150 gegründet und 1199 als „Reinoldesburch“ erstmals schriftlich in der „Chronica Slavorum“ des Arnold von Lübeck erwähnt. Da die Altstadt auf einer Insel im Grenzfluss Eider angelegt war, wurde über die Zuordnung zu Schleswig beziehungsweise Holstein oft gestritten.

Nach dem Historiker Saxo Grammaticus besiegte der Angelnkönig Offa im 5. Jahrhundert die Sachsen auf der Eiderinsel. Im Jahr 811 trafen sich zwölf Franken und Dänen auf der Eiderinsel und vereinbarten sich über die Eidergrenze. Um 1100 legte der dänische Prinz Björn vermutlich die erste Festung an.

Der Name Reinoldesburg wurde 1199 in Quellen erwähnt.[2] 1200 baute Graf Adolf die Burg wieder auf. Im Jahr 1250 erklärte ein adeliges Schiedsgericht von „zwölf ritterbürtigen Männern“ die Zugehörigkeit der Stadt zu Holstein. Das Stadtrecht Rendsburgs, vielleicht schon 1239 verliehen, ist 1253 urkundlich erwähnt. Nach dem Stadtbrand von 1286 wurde beim Wiederaufbau 1287 die Marienkirche errichtet. Bis in das 15. Jahrhundert hinein wurde Rendsburg mehrfach von Feuersbrünsten heimgesucht, die immer wieder umfangreiche Neuaufbauten notwendig machen.

Datei:Brunnen Rendsburg2009.jpg
Brunnen auf dem Schloßplatz mit der Inschrift: „Graf Gerhard der Grosse bestätigt und erweitert der Stadt Rendsburg Gerechtsame und Gebiet am Nicolaitage 1339

Im Jahr 1339 bestätigte Graf Gerhard der Große von Holstein-Rendsburg das Rendsburger Stadtrecht und überließ Rendsburg ausgedehnte Ländereien. 1460 wurde Rendsburg in den Herrschaftsbereich Dänemarks unter König Christian I., Herzog von Schleswig und Graf von Holstein, eingegliedert. Zwischen 1536 und 1540 erfolgte die Anlage einer Umwallung unter Christian III., König von Dänemark und Herzog von Schleswig und Holstein.

Datei:Landsknecht Rendsburg2009.jpg
Landsknecht – das älteste Bürgerhaus der Stadt. Erbaut 1541.
Datei:Rathaus-Giebel Rendsburg2009.jpg
Rathaus am Altstädter Markt

Im Jahr 1566 wurde der Bau eines Rathauses am Altstädter Markt abgeschlossen. Im 16. Jahrhundert erfolgte ein Ausbau des Rendsburger Schlosses; der Abbruch der Schlossanlage geschieht 1718.

Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges stand die Stadt von 1627 bis 1629 unter kaiserlich-deutscher Herrschaft. In den Jahren 1644 und 1645 wurde Rendsburg von schwedischen Truppen besetzt und wenig später erneut schwer belagert. 1665 erhielt Rendsburg eine dauernde militärische Belegung und wird Garnisonsstadt. Zwischen 1669 und 1673 wurde die erste große Festung unter dem dänischen Generalmajor Henrik Ruse gebaut. Der Eiderstein mit der Inschrift „Eidora romani Terminus Imperii“ wurde 1670 in das Südportal der Festung eingebaut.

Ab 1690 fand der zweite große Erweiterungsbau unter dem dänischen Generalmajor Jobst Scholten statt. Im Zuge dieses Festungsbaus erfolgte 1691 der Abbruch des Dorfes Vindeshier, der Kampener Kirche und einiger Teile von Büdelsdorf. Das Kronwerk im Nordwesten und das Neue Werk im Südwesten wurden als Bestandteile der Festungsanlage errichtet.

Im Jahr 1700 erfolgte nach fünfjähriger Bauzeit die Einweihung der Christkirche in Neuwerk. Ein Privileg erteilte 1765 die Genehmigung zum Betrieb der Rendsburgischen Fayance-Fabrique, deren hochwertige Fayencewaren über die Grenzen hinaus Absatz finden. Zwischen 1777 und 1784 wurde der Schleswig-Holsteinische Canal (Eiderkanal) angelegt.

Im Jahr 1808 zogen spanische Hilfstruppen in die Festung ein. Der verrückte König Christian VII. starb an einem Schlagfall, da er sie für feindlich hielt. Von einem Fenster im Kommandantenhaus am Paradeplatz wurde Friedrich VI. zum König ausgerufen. Am 1. Januar 1808 erschien die 1. Ausgabe des Gemeinnützigen Wochenblattes für Rendsburg und die umliegende Gegend“ mit wöchentlicher Erscheinungsweise. Um die Jahreswende 1813/1814 wurde Rendsburg im Verlauf der Napoleonischen Kriege von Schweden und Russland belagert. Im Jahr 1827 erfolgte die Gründung einer Eisenhütte nebst Gießerei auf dem Vorwerksgelände in Büdelsdorf: die Carlshütte. Sie war zu dieser Zeit der größte Eisen verarbeitende Betrieb Norddeutschlands.

Im Jahr 1831 verbüßte Uwe Jens Lornsen den größten Teil des einen Jahres Festungshaft, zu dem ihn das Oberkriminalgericht Gottorf verurteilt hatte, in Rendsburg. 1845 wurde die Eisenbahnlinie Rendsburg-Neumünster durch die Rendsburg-Neumünstersche Eisenbahngesellschaft eröffnet.

Am Morgen nach der Ausrufung einer provisorischen schleswig-holsteinischen Regierung fuhr am 24. März 1848 ein Extrazug mit Soldaten von Kiel nach Rendsburg. Durch das Lauten der Feuerglocke wurde die Garnison von den in dänischen Uniformen gekleideten Aufständischen überrumpelt. Rendsburg wurde Zentrum des Bürgerkrieges gegen Dänemark. Am 5. April zogen preußische Truppen ein.

Im Jahr 1850 explodierte das Laboratorium, ein Gebäudekomplex zur Munitionsherstellung und -lagerung. Zwischen 1852 und 1864 stand Rendsburg erneut unter dänischer Landeshoheit. Zu dieser Zeit begann die Schleifung der Festungswerke Kronwerk und Altstadt. Die damit einher gehenden Aufschüttungen führten zu einschneidenden Veränderungen im Stadtbild. 1853 wurde das Kronwerker Tor im Nordwesten abgerissen, 1855 folgte der Abriss des Schleswiger Tores im Norden und 1856 der Abriss des Alt-Holsteiner Tores im Osten.

Im Jahr 1861 nahm die Gaserleuchtungsanstalt ihren Betrieb auf und versorgte die Gaslaternen in der Stadt. Nach dem Krieg gegen Österreich und Preußen trat Dänemark 1864 im Frieden von Wien die Herzogtümer Schleswig und Holstein ab. Laut Gasteiner Konvention war Rendsburg im Jahr 1865 für den Ausbau als Bundesfestung, zur Sicherung der Grenze des Deutschen Bundes zu Dänemark, vorgesehen. Wegen des Ausbruchs des Deutschen Krieges und der 1866 erfolgten Auflösung des Deutschen Bundes kam es aber nicht mehr zur Ausführung dieses Beschlusses.

Im Jahr 1867 wurde Schleswig-Holstein als preußische Provinz einverleibt. 1873 erfolgte die Grundsteinlegung für das Lornsen-Denkmal am Paradeplatz durch den Kieler Kampfgenossenverein. Der Stadtrat nahm – wahrscheinlich aus Furcht vor antipreußischen Demonstrationen – nicht an der Feierlichkeit teil. 1876 wurde die Chemische Düngerfabrik Rendsburg gegründet, das seinerzeit größten Industrieunternehmen der Stadt. 1881 erfolgte der Abriss des Neu-Holsteiner Tores (Königstor) im Südwesten.

Im Jahr 1895 eröffnete man den Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute Nord-Ostsee-Kanal oder Kiel-Kanal) nach achtjähriger Bauzeit. Das fertig gestellte Elektrizitätswerk ging ans Netz. 1905 wurde die Werft Nobiskrug gegründet. 1913 eröffnete die im Jahr 1911 begonnene Rendsburger Hochbrücke über den Kanal mit ihrer darunter verlaufenden Schwebefähre, des wohl markantesten Bauwerks der Stadt. Eine 2,5 Kilometer lange Stahlkonstruktion, die zum Wahrzeichen Rendsburgs und eines der bedeutenden technischen Denkmale Deutschlands wurde.

In der Reichspogromnacht vom 9. November auf den 10. November 1938 wurde die Rendsburger Synagoge, Zentrum des jüdischen Gemeindelebens, durch einen Sprengsatz zum Teil schwer beschädigt. 1939 folgte der Zwangsverkauf der Synagoge und der ehemaligen Thora-Schule an die nationalsozialistischen Machthaber. Lebten 1933 noch etwa 30 Juden in Rendsburg, so wurde bis 1942 die jüdische Gemeinde durch Auswanderungen, Abtauchen in die Illegalität, Deportationen und Suizid restlos aufgelöst. Heute befinden sich in der ehemaligen Synagoge und Schule das Jüdische Museum Rendsburg und das Dr.-Bamberger-Haus.

Im Zweiten Weltkrieg blieb Rendsburg weitgehend von direkten Kriegseinwirkungen verschont. Wie überall in Schleswig-Holstein warf jedoch der Zustrom von Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern, Verwundeten und Flüchtlingen vielschichtige und große Probleme auf. Die Einwohnerzahl stieg von 20.000 auf 37.000. Am 8. Mai 1945 wurde die Stadt offiziell den britischen Truppen übergeben und gehörte damit zur britischen Besatzungszone.

Ab 1952 schaffte man neuen Wohnraum, hauptsächlich im Nordwesten der Stadt (Mastbrook). 1952 wurde eine dänische Schule, Ejderskolen, errichtet. Im Jahr 1955 erfolgte die Aufhebung des britischen Besatzungsrechts. Durch die Einweihung eines Klärwerkes wurden 1956 die Voraussetzungen zur Vollkanalisation aller Haushalte in Rendsburg geschaffen. 1961 erfolgte die Einweihung des Kanaltunnels und die Stilllegung der Drehbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. Vier Jahre später, 1965, wurde der Fußgängertunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal fertiggestellt.

Datei:Arsenal Rendsburg2009.jpg
Eingang vom Kulturzentrum Arsenal

Im Zuge der Gebietsreform entstand 1970 der Kreis Rendsburg-Eckernförde. Rendsburg blieb Sitz der Kreisverwaltung. 1989 wurde das ehemals genutzte Hauptzeughaus am Paradeplatz, das Hohe Arsenal, als städtisches Kulturzentrum eingeweiht. 1991 erfolgte die Eröffnung der Museen im Kulturzentrum Arsenal. 1995 beging der Nord-Ostsee-Kanal, einer der wichtigsten Standortfaktoren Rendsburgs, sein 100-jähriges Betriebsjubiläum. 1999 feierte Rendsburg das 800-jährige Stadtjubiläum mit einem Jahr voller Aktivitäten. Im Jahr 2006 präsentierte Bürgermeister Breitner präsentiert einen neuen Stadtentwurf, nach dem das alte Stadtzentrum bis 2015 restauriert und umgebaut wird.

Religionen

Datei:Kirche in Rendsburg.jpg
Ev. Christkriche, ehem. Garnison- und Pfarrkirche des Neuwerks, in nächtlicher Beleuchtung

Die überwiegende Mehrheit der Rendsburger ist evangelisch-lutherisch. Daneben finden sich Gemeinden der katholischen Kirche, der dänischen Kirche, freie Gemeinden sowie Muslime und Juden.

Kirchen

  • Christkirche Rendsburg-Neuwerk (Ev.-luth.)
  • St. Marien (Ev.-luth.)
  • St. Jürgen (Ev.-luth.)
  • Bugenhagenkirche (Ev.-luth.), gehört zu Gemeinde St. Marien
  • St. Martin (Röm.-kath.)
  • St. Michael (Röm.-kath.)
  • Rendsborg Danske Kirke (Ev.-luth.)
  • Evangelisch-Freikirchliche Baptistengemeinde

Moscheen

Politik

Sitzverteilung in der Ratsversammlung (21. Juli 2008)
SPD 11 Sitze
CDU 10 Sitze
modernes Rendsburg 4 Sitze
Die Linke 2 Sitze
Grüne 2 Sitze
SSW 2 Sitze
Summe 31 Sitze

Wappen

Blasonierung: „In Silber über abwechselnd silbernen und blauen Wellen eine rote, freistehende Ziegelburg mit Zinnenmauer, drei mit blauen Spitzdächern versehenen Zinnentürmen, davon der mittlere etwas höher und breiter, und mit offenem Tor, darin das holsteinische Wappen (in Rot das silberne Nesselblatt).“[3]

An dem Ort, an dem sich heute die Stadt Rendsburg befindet, befand sich früher die Burg Reinoldesburch. Sie spiegelt sich in der stilisierten Burg im Wappen wider. Das im Wappen dargestellte Wasser symbolisiert den Fluss Eider, der durch Rendsburg fließt.

Städtepartnerschaften

Freundschaftliche Beziehungen bestehen weiterhin zu:

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Eva und ihre Kinder Bruett Rendsburg2009.jpg
Skulptur Eva und ihre Kinder von Adolf Brütt im Hans-Heinemann-Park
  • Rendsburg liegt an der Deutschen Fährstraße
  • Jüdisches Museum im Dr.-Bamberger-Haus
  • Museen im Kulturzentrum
  • Dialogmuseum Schattensprache – Eine Ausstellung zur nonverbalen Kommunikation (geschlossen zum 31. Nov. 2008)[4]
  • Eisenbahnhochbrücke (Rendsburger Hochbrücke) über den Nord-Ostsee-Kanal mit einer von weltweit acht Schwebefähren
  • Schiffsbegrüßungsanlage
  • Landestheater
  • nordkolleg rendsburg
  • Sitz der Orchesterwerkstatt norddeutsche sinfonietta
  • Seit 1988 kümmern sich Bürger im Musikkorps Rendsburg um gemeinnützige Kulturförderung im Rahmen der freien Kinder- und Jugendhilfe.
  • Am Paradeplatz erinnert ein Denkmal an Uwe Jens Lornsen
  • Eine Besonderheit sind die Skulpturen im Hans-Heinemann-Park
  • Die „Blue Line“ (Blaue Linie) auf dem Pflaster der Innenstadt verbindet 30 Sehenswürdigkeiten und Kultureinrichtungen zu einem Stadtspaziergang.[5]
  • In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das Nord Art Gelände der Kunst in der Carlshütte gGmbH, Büdelsdorf

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Wochenmarkt mit über 50 Beschickern auf dem Paradeplatz, Schiffbrückenplatz und Schloßplatz
  • jährliches Stadtfest, genannt Rendsburger Herbst
  • jährlicher E.ON Hanse-Cup (internationales Achterrennen im Rudersport)
  • jährliche landwirtschaftliche Fach- und Verbrauchermesse NORLA
  • jährliche Gartenausstellung FLORA
  • jährlicher Weihnachtsmarkt
  • Alle vier Jahre finden die Internationalen Jugendspiele und Kulturtage in Rendsburg mit Mannschaften und Musikgruppen der befreundeten und Partnerstädte statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftliche Zahlen

Die Arbeitslosenquote in der Stadt Rendsburg lag im Januar 2009 bei 7,0 %.[6] Im Jahr 2006 lag das Bruttoinlandsprodukt im Kreis Rendsburg-Eckernförde pro Einwohner mit 21.280 Euro unter dem Schnitt Deutschlands und bei etwa 95 % des EU-Durchschnitts.[7]

Arbeitgeber

Arbeitgeber in Rendsburg war bis in die 1990er-Jahre insbesondere die Bundeswehr und die NATO mit dem HQ LANDJUT und der Heeresflugabwehrschule. Seit dem Ende des Kalten Krieges wurden diese aber immer weiter reduziert, so dass heute nur noch das Ausbildungszentrum Heeresflugabwehrtruppe und im benachbarten Hohn das Lufttransportgeschwader 63 dort stationiert sind.

Zu den größeren Firmen in und um Rendsburg gehören:

Verkehr

Rendsburg ist einer der am verkehrsgünstigsten liegenden Städte Schleswig-Holsteins. Mit den Autobahnen 7 und 210, sowie der Bundesstraßen 77, 202, 203 verlaufen 5 Hauptverkehrswege des Landes an der Stadt vorbei oder gar durch die Stadt hindurch.

Eisenbahn

Der Bahnhof Rendsburg bietet Verbindungen im Eisenbahnfern- und -nahverkehr in Richtung Hamburg, Flensburg, Husum, Neumünster und Kiel. Außerdem ist der Bahnhof durch die Anbindung an die Stadt Nortorf und die Gemeinde Owschlag wichtig für die Schülerbeförderung.

Straßenverkehr

Rendsburg liegt an den Bundesautobahnen 7 und 210.
Außerdem verlaufen folgende Bundesstraßen durch das Stadtgebiet: B 77, B 202 und B 203Die Bundesstraße 77 wird dabei auch als westliche Umgehung der Stadt genutzt und erschließt insbesondere die westlichen Industriegebiete und verbindet sie mit Kiel, da die 77 mittels des Kanaltunnels an die A 210 angebunden ist. Die Bundesstraße 202 verläuft teils parallel zur 77 und später zur 203 und trennt sich im Nachbarort Fockbek auf in Richtung der Endpunkte. Als Verkehrsknotenpunkt mit überregionaler Bedeutung gilt Rendsburg insbesondere auf Grund der vielen Überquerungsmöglichkeiten des Nord-Ostsee-Kanals. Neben dem in den 60iger Jahren eingeweihten Kanaltunnel gibt es die Schwebefähre, die Fähre Nobiskrug, und die Rader Autobahnbrücke. Zusätzlich kann der Fussgängertunnel Radfahrern und Fussgängern die Überquerung ermöglichen.

Flugverkehr

Etwa 10 km südwestlich von Rendsburg befindet sich der Flugplatz Rendsburg-Schachtholm (Verkehrslandeplatz, ICAO-Code EDXR).


ÖPNV

Rendsburg ist als Verkehrsknotenpunkt anzusehen. Im Bahnhofsviertel gibt es einen Zentralen Omnibusbahnhof mit überregionaler Bedeutung, der neben dem Stadtverkehr auch von vielen Linien der Autokraft angesteuert wird. Hier sind Fahrten in die Kreisstädte Heide, Schleswig und Husum, sowie in weitere Orte wie Eckernförde oder Kappeln möglich. Ferner gibt es Busverbindungen nach Berlin, Hamburg und Kiel. Der Stadtverkehr, betrieben durch T.H. Sievers betreibt verschiedene Linien, die neben vielen Zielen in der Stadt auch die Umlandgemeinden/städte Büdelsdorf, Fockbek, Westerrönfeld, Osterrönfeld, Schülp, Schacht-Audorf, Rickert und Nübbel an die Stadt anbinden. Neben der Schülerbeförderung nimmt der Stadtverkehr auch die Aufgabe der Ämterverbindung wahr. Die Linie 19, die die einzige Linie ist, die nicht den ZOB ansteuert, verbindet die amtsangehörigen Gemeinden Rickert und Nübbel mit dem Amtssitz Fockbek. Zentrale Umsteigeorte sind ZOB, Schlossplatz und Stoppstraße.

Bildung

Schulen

Die angegebenen Zahlen sind ungefähre Zahlen und können schwanken (Stand: September 2004).

Schule Schülerzahl
Claus-Siljaks-Schule, Förderschule: 128
Heinrich-De-Haan-Schule, Förderschule: 122
Schule Mastbrook, Grundschule: 217
Schule Neuwerk, Grundschule: 235
Schule Obereider, Grundschule: 165
Schule Altstadt, Grund- u. Hauptschule: 347
Schule Nobiskrug, Grund- u. Hauptschule: 270
Schule Rotenhof, Grund- u. Hauptschule: 424
Christian-Timm-Schule, Realschule: 769
Herderschule, Gymnasium: 878
Helene-Lange-Gymnasium: 1050
Gymnasium Kronwerk: 814
Ejderskolen, Dänische Schule: 239
Freie Waldorfschule: 403
Berufliche Schule für Gewerbe-Technik-Landwirtschaft: 2900
Berufsbildungszentrum Rendsburg-Eckernförde: 2000

Weiterführende Bildungseinrichtungen


Persönlichkeiten

Söhne und Töchter von Rendsburg

16.–19. Jahrhundert

20. Jahrhundert

Mit Rendsburg verbundene Persönlichkeiten

17.–19. Jahrhundert

20. Jahrhundert

Einzelnachweise

  1. Statistikamt Nord: Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2008 (PDF-Datei; 539 kB) (Hilfe dazu)
  2. http://www.uni-kiel.de/gza/5/Rendsburg/rendsburg/frrdexakvorgeschichte.htm
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. Schattensprache Eine Ausstellung zur nonverbalen Kommunikation
  5. Rendsburg.de: blue line – der blaue Weg durch Rendsburg
  6. Arbeitslosenquote Januar 2009 (PDF-Datei der Bundesagentur für Arbeit Neumünster, Seite 9)
  7. BIP pro Einwohner 2005 in Euro (PDF)

Literatur

  • Edward Hoop: Geschichte der Stadt Rendsburg. Rendsburg 1989

Film

  • Die Deutsche Frauen-Kolonialschule Rendsburg (1937, Produktion Paul Lieberenz, Erscheinungsjahr und Verleih: 1974 bei IWF Wissen und Medien gGmbH Göttingen.)

Weblinks

Commons Commons: Rendsburg – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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