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| Flagge |
Wappen |
| Provinz | |
| Bürgermeister | Jean Paul Gebben (VVD) |
| Fläche – Land – Wasser |
47,12 km² 46,00 km² 1,12 km² |
| CBS-Code | 0274 |
| Einwohner | 31.544 (31. Dez. 2010[1]) |
| Bevölkerungsdichte | 669 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 51° 58′ N, 5° 44′ O51.97375805565.73110805556Koordinaten: 51° 58′ N, 5° 44′ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | A50, N224, N225 |
| Vorwahl | 026, 0317 |
| Postleitzahlen | 6860-6862, 6865-6866, 6870-6871, 6874 |
| Website | http://www.renkum.nl/ |
Renkum (
anhören?/i) ist eine niederländische Gemeinde der Provinz Gelderland und hatte am 31. Dezember 2010 nach Angaben des CBS 31.544 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
Zwischen Klammern die etwaige Einwohnerzahl (2007).
Die Gemeinde liegt im Süden des Waldgebietes Veluwe, direkt westlich von Arnheim. Der Rhein bildet die Südgrenze der Gemeinde. Durch Oosterbeek und Wolfheze verläuft die Eisenbahnlinie Arnheim - Utrecht. Beide Dörfer haben einen Kleinbahnhof, wo einmal in der Stunde ein Zug hält. Zwischen Oosterbeek und Arnheim fährt ein Trolleybus. Die Autobahn A50 Arnheim - ’s-Hertogenbosch und die A12 Arnheim - Utrecht kreuzen sich bei Grijsoord, nahe Wolfheze. Eine Ausfahrt der A50 befindet sich zwischen Renkum und Doorwerth. Oosterbeek hat einen kleinen Jachthafen am Rhein.
Wichtigster Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus (Natur; Gedenken am 2. Weltkrieg). Es gibt aber auch einige bedeutende Fabriken (Reifenwerk Vredestein in Renkum; Papier- und Backsteinfabriken). In Wolfheze gibt es eine der größten Anstalten für geistig Kranke der Niederlande; das ganze Dorf ist wirtschaftlich davon abhängig. Die schöne Lage hat viele wohlhabende Arnheimer schon seit mehr als hundert Jahren in die Gemeinde Renkum gelockt. Auch weniger Begüterte leben hier und pendeln täglich zur Arbeit in Arnheim oder Wageningen.
Schon in der Vorgeschichte lebten am Südrand der Veluwe, am Rhein, viele Stämme. Wolfheze und Oosterbeek waren auch zur Zeit Karls des Großen besiedelt. Renkum wurde 970 erstmals urkündlich erwähnt. Das Schloss Doorwerth entstand um 1280 an der Stelle eines um 1260 zerstörten Baus. Es lag auf einer Insel im Rhein, und der Besitzer kassierte eine Maut von den Kapitänen vorbeifahrender Schiffe. Um 1392 wurde in Oosterbeek das sehr bedeutende, jetzt nicht mehr existierende Kloster Mariënwaard gegründet. Im Achtzigjährigen Krieg wurde Wolfheze von den Spaniern zerstört; ein neues Dorf entstand erst 1846 als für die Forstwirtschaft ein Bahnhof an der Eisenbahn Arnheim- Ede gebaut wurde. 1906 Kam eine große, christliche Psychiatrische Klinik dazu. Im 17. und 18. Jahrhundert blühte hier die Papierherstellung, da es klare, saubere Bäche und Wassermühlen gab. Im Jahr 1916 ließ die Gummifabrik Hevea, jetzt Teil der Vredestein-Werke, eigens für ihre Belegschaft das Dorf Heveadorp bauen. Viele der alten Häuschen mit ihren Reetdächern stehen immer noch; sie wurden nach einer Verfallsperiode um 1980 restauriert.
Die einschneidendste Epoche der Renkumer Geschichte war aber der Zweite Weltkrieg, und namentlich die Operation Market Garden oder "Schlacht um Arnheim". Am 17. September 1944 landeten alliierte Fallschirmjäger auf der Renkumer Heide und nördlich von Wolfheze, rückten nach Oosterbeek vor, wo ihr Anführer, General Urquhart, das Herrenhaus Hartenstein als Hauptquartier einnahm. Die blutige Schlacht, die mit der Wiedereroberung des Brückenkopfes durch die Deutschen endete, führte zur fast vollständigen Zerstörung von Oosterbeek. Auch die anderen Orte der Gemeinde erlitten schwerste Kriegsschäden. Immer noch muss bei Bau- und Straßenarbeiten mit Sprengsätzen aus dem Zweiten Weltkrieg Rechnung getragen werden. Nach 1945 fing eine rasche Restaurierung und ein erfolgreicher Wiederaufbau an. Die Förderung von Industrie und Tourismus brachte viel wirtschaftliches Wachstum.
Oosterbeek war 1954 erster Veranstaltungsort einer Bilderberg-Konferenz.
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