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| Renoise | |
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| Der Pattern Editor von Renoise 2.0.0 | |
| Basisdaten | |
| Aktuelle Version | 2.7 (Mai 2011) |
| Betriebssystem | Microsoft Windows, Mac OS X, Linux |
| Kategorie | Musiksoftware |
| Lizenz | Shareware |
| www.renoise.com | |
Renoise ist ein für Windows, Mac OS und Linux erhältliche Sequenzer Musiksoftware zur Komposition und Produktion von Musikstücken. Bei Renoise handelt es sich – wie schon z.B. FastTracker II – im Kern um einen Tracker der jedoch die Möglichkeiten anderer Musikstudiosoftware integrieren will.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Renoise wurde und wird zum größten Teil von Demoszenern erschaffen und verbessert und ist eine Weiterentwicklung des Noisetrekkers vom spanischen Programmierer "Arguru" aka "Juan Antonio Arguelles Rius". Der Tracker, damals noch ohne Namen, wurde initiiert von Eduard Mueller (Taktik) und Zvonko Tesic (Phazze) im Dezember 2000.[1][2] Im Frühjahr 2002 wurden stabile Versionen verfügbar und in den folgenden Jahren wuchs das Entwicklungsteam weiter an mit Spezialisten für Test, Administration, Support und Webpage.[3]
Die erste Beta von Renoise 2, einem grossen Release, erschien am 3. September 2008 und führte lange geforderte Funktionen ein, die bei "professionellen" Sequenzern schon lange Usus sind. Darunter sind u.a. Plugin Delay Compensation, Unterstützung von Audio Units, Pluginsupport mit verschiedenen Ausgabekanälen und ein nicht Tickspeed-basierendes Zeitmodell. Auch eingeführt wurde eine neue Effektspalte, um Events mit einer Auflösung von 1/256 einzusetzen; insbesondere für Liverecording bietet das eine wesentlich genauere Aufnahmequalität.
Renoise besitzt inzwischen auch einen "Signal Follower" und "cross-track routing".[4] Der Signal Follower analysiert den Audiosignalausgabestrom eines Tracks und führt automatisiert nutzerspezifizierte Parameter aus, basierend auf den erzeugten Werten.
Kernmerkmale von Renoise:
Über sog. "Automation Devices" können beliebige Parameter gesteuert werden, z.B. Lautstärke oder Cutoff-Frequenz eines Filters, aber auch jeder Parameter eines VST-Instruments. Es stehen u.a. folgende Modulationsquellen zur Verfügung:
Renoise-Songdateien werden als .rns und seit Version 1.8 im XML-basierten Format .xrns abgespeichert. .xrns ist ein neues, freies Trackermodulformat.
Wie bei Trackern üblich, verfügt Renoise über einen eingebauten Sampler. Durch die Verwendung von Hüllkurven, Filter-Effekten und LFO-Funktionen kann der Komponist aus normalen WAV-Samples ein breites Klangspektrum erzeugen. Außerdem verfügt Renoise über diverse interne Effekte wie Delay, Hall, Reverb, Distortion und PreReverb, die allesamt auf verschiedene Spuren geroutet werden können. Samples können in Slices zerlegt werden, die, sofern sie kurz genug sind, eine Wiedergabe in anderen Tempi ermöglichen, ohne dabei die Tonlage zu verändern (a.k.a Timestretching). Renoise beherrscht direkt weder Pitchshifting und Time Stretching.
Zur Klangwiedergabe benutzt Renoise wahlweise die DirectSound-Schnittstelle oder (sofern man die Vollversion besitzt) die ASIO-Schnittstelle. Mit der Vollversion können die Musikstücke auch als WAV-Datei exportiert werden, was ein Brennen auf CD oder weitere Nachbearbeitung, z.b. das Mastering, ermöglicht.
Die Renoise-Macher arbeiten mit den Organisatoren der Evoke und Digitale Kultur e.V. eng zusammen und sponsern deren Musikwettbewerbe regelmäßig mit mehreren Renoise-Lizenzen.
Einer der Programmierer von Renoise programmierte ebenfalls für Ableton. Zu den bekannteren Künstlern, die Renoise einsetzen gehört Venetian Snares.